Polica – Strom

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Vor ein paar Tagen das überhaupt erste Mal im Strom gewesen und letzten Dienstag schon gleich wieder. An diesem Abend war es deutlich voller. Ich überlege die ganze Zeit, wann und wo ich über einen Song von Polica gestolpert bin. Es muß im Sommer letztes Jahr gewesen sein und der eine Song reichte vollkommen, Polica auf die Liste der Bands zu setzen, die ich sehen will. Ich bin da nicht alleine. „Die beste Band die ich je gehört habe“ sagt Bon Iver’s Frontman Justin Vernon. Sooo weit mag ich mich nicht aus dem Fenster hängen, aber es war schon irre geil.

Channy Leanagh, graziös und unglaublich schön, gründete die Band 2011 in Minneapolis. Polica haben einen ganz eigenen sehr sehr coolen Sound. Ich glaube sie haben so ziemlich alles vom „Give you the Ghost“ Album und auch nahezu alles vom neuen Album „Shulamith“ gespielt, die Reihenfolge weiß ich allerdings nicht. Es war ein wunderschönes Konzert. Was für eine Atmosphäre! Keine Ahnung, wo die gut 1,5 Stunden geblieben sind. Leanagh hat eine unglaubliche Ausstrahlung, wobei man ihr anmerkt das das Rampenlicht nicht unbedingt ihr Metier ist. Die erste halbe Stunde hat sie sich ständig hinter dem rechten riesigen Lautsprecher versteckt und kam immer nur gelegentlich mal vor getänzelt, um sich dann umgehend wieder in Deckung zu bringen. Der Fotograf, der ihr die Kamera bei ihren seltenen Ausflügen nach vorne dann fast ins Gesicht gedrückt hat, schien ihr nahezu körperliche Schmerzen zu verursachen.

Im Laufe des Abends schien sie sich wohler zu fühlen und blieb – für alle gut sicherbar – immer länger vorne an der Bühne stehen. Die beiden Alben mußte ich natürlich kaufen, denn youtube alleine macht nicht glücklich. Ein Polica-Tshirt vervollkomment mein Fan-Outfit nun und freue mich schon aufs nächste Konzert.

Shulamith ist im übrigen der Name der als recht radikal geltenden Feministin Shalmith Firestone deren Buch „The Dialectic of Sex“ die Hauptinspiration für Sängerin und Texterin Channy Leaneagh war, während der Aufnahmen des gleichnamigen Albums. Da schau ich mal rein in das Buch. Ich hoffe Ms Leaneagh bleibt uns noch eine Weile als Sängerin erhalten, Publicity etc sind so gar nicht ihres und ich könnte mir vorstellen, dass sie da nicht sehr lange Lust drauf hat.

Vorband

Noch ein Wort zur Vor-Dame: Scarlett O’Hanna aus Toulouse hat mir gut gefallen. Keinem wirklichen Genre angehörige Elektro-Mucke die klingt wie  „… eine Stahlfaust in einem Samthandschuh“, wie die belgische Webseite „Botanique“ so schön schreibt. Von ihr auch gern mehr 🙂

 

 

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Ein Kommentar zu “Polica – Strom

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