Arcadia – Jim Crace

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Ein ungewöhnliches Buch ist es auf jeden Fall. Crace war mir komplett unbekannt und ich bin nicht einmal mehr ganz sicher, wie dieses Buch überhaupt bei mir gelandet ist. Gefunden? Geschenkt bekommen? Es wäre auch fast schon einmal in einer Flohmarktkiste gelandet, hätte ich nicht zufällig entdeckt, dass es auf der Liste der 1001 besten Bücher steht und das hat mich dann doch neugierig gemacht, was Cover und Beschreibung auf dem Buchrücken sonst nicht geschafft hätten.

Es ist die Geschichte von Victor, einem exzentrischen einsamen alten Millionär, der seinen Geburtstag feiern möchte. Er hat keine wirklichen Freunde, war nie verliebt, hat keine Familie, verlässt nur selten sein Penthouse. Victors Leben startete in absoluter Einsamkeit und endet in extremem Reichtum.  Vom Kind einer Bettlerin zum Millionär, dem mittlerweile der gesamte Soap Market gehört.

Für alle weltlichen Angelegenheiten hat er seinen Angestellten Rook, wie er ein Kind des Soap Markets. Rook hintergeht Victor, nimmt Bestechungsgelder von den Marktbetreibern und wird von Victor gefeuert, als dieser dahinterkommt. Victor plant aus dem Markt ein Arcadia zu machen, einen Glaspalast für den Markt als sein Vermächtnis an die Nachwelt. Rook versucht dies aus Rache zu verhindern.

„It takes a man who’s certain of his wealth to choose to walk when he could ride.“

Aber für dieses Zitat alleine hat sich die Lektüre des Buches auf jeden Fall gelohnt:

„Most city people – men at least – are wedded to their jobs, and when you take those jobs away they soon become as empty and as brittle as blown eggs. Work is for the idle. It gives a chaptered, tramline narrative to life; it empties suburbs and estates and provides the displaced, liberated residents with dramas structured by the clock.“

Da sind garantiert noch einige tiefgreifende Ideen im Buch, die sich mit den Themen Stadt und Land, Gesellschaft, Moral und Moderne beschäftigen, aber so poetisch das Buch auch ist, die Story selbst hat mich eher kaltgelassen und ich hab nicht groß die Energie oder die Lust gehabt, hier nach tiefschürfenden Gedanken zu suchen.

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Es ist irgendwie ein ulkiges beigefarbenes Buch. Crace ein Autor, der nicht viel verrät. Die Stadt bleibt ungenannt, wir wissen nicht in welchem Jahr das Buch spielt, aber es war mir ehrlich gesagt auch nicht so wichtig. Es hat nur etwas über 300 Seiten, aber ich habe ewig gebraucht es fertigzulesen. Vielleicht lag es an meine Erkältung, aber irgendwo schrieb auch ein anderer Leser, dass das Buch nicht gerade „unput downable“ ist.

Sicher tue ich ihm Unrecht und es gibt eine Menge Crace Fans, die seine Bücher lieben und mich jetzt auf die stille Treppe schicken, aber ich bin nicht recht warm geworden mit ihm – ich denke er wird es verkraften 😉

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2 Kommentare zu “Arcadia – Jim Crace

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