Book-a-Day Challenge Day 20

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Andrei Tarkovsky is probably my all time favorite film director with a very specific cinematic athetic.

Few directors I think have worked so consistently with the same symbols and motives, creating an atmospheric strange ambiguity, that has a mesmerizing effect.

Bird uses an interesting approach to his peruse of Tarkovsky’s interesting techniques, his way of filming and creating his special atmosphere by arranging the films into elemental categories of Water, Fire, Earth and Air.

SolarisIvan’s ChildhoodMirrorNostalgiaAndrei Rublev, and Sacrifice are explored deeply and though the book also considers Tarkovsky’s work in radio, theatre, and opera—as well as his work as an actor, screenwriter, and film theorist—Bird throughout keeps his focus firmly on Tarkovsky as a consummate filmmaker.

The book is interesting but quite academic/dry at times. But is is definitely great fun watching the movie and in parallel reading about it from a theoretical point of view. Definitely a great present for every Tarkovsky fan.

Which is your favorite film director? Do you know Tarkovsky and do you have a favorite movie by him? My favorites are definitely Stalker and Solaris which I have both seen several times now.

 

OITNB – All Books seen in season 6

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The bomb just dropped that season 7 is going to be the last for OITNB. Now, as sad as that is, it is probably better to end it while it is still great, rather than beating the horse until it’s dead. But it will still be sad to see these wonderful ladies go and they better not f** up. There needs to be a happy Vauseman endgame or I will be very very angry 😉

OK but let’s talk about the books the literary ladies have been devouring this time. Here is a complete list of the books mentioned or shown in season 6.

Have you read any of these already?

  • Make your bed – William H Mcraven
  • The Happiness Project – Gretchen Rubin
  • Living as if your life depend on it – Cia Ricco
  • Dubliners – James Joyce
  • Dark Star Safari – Paul Theroux
  • Strip Tease – Carl Hiassen
  • Love me back – Merritt Tearce
  • Einstein and the Rabbi – Naomi Levy
  • Just fly by – Andrew McCarthy
  • The name therapist – Duana Taha
  • Elizabeth Street – Laurie Fabiano
  • Siddhartha – Hermann Hesse
  • Hacker Mom – Austen Rachlis
  • The Girl who played with Fire – Stieg Larsson
  • How to win friends and influence people – Andrew Carnegie
  • The Hunger Games – Suzanne Collins
  • Eat that Frog! – Brian Tracy
  • Hope for each day – Billy Graham
  • Stealing Time – Leslie Glass
  • A different drummer – William Melvin Kelley
  • Winesburg, Ohio – Sherwood Anderson

Did you spot any other books not on that list – please let me know and I will happily add.

From the list I’ve already read Siddhartha, The Hunger Games, How to win friends, and The Girl who played with Fire.

On my to-read list are Einsteins Rabbi and The Happiness Project – what about you? Which one have you already read or would like to read?

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Want more on OITNB and books? Then compliment this article with „Orange is the New Book Club

Blogparade – Mein ganz persönliches Film Genre

Miss Booleana hat eine neue Blogparade ins Leben gerufen, die für mich einem tiefenpsychologischen Selbstfindungstrip ähnelte, denn wir waren aufgerufen, das ganz eigene persönliche Genre zu benennen, Filme die für uns (und eventuell nur für uns) etwas Gemeinsames haben und mindestens fünf Filme sollten es sein bitteschön.

Ich habe es eine ganze Weile marinieren lassen und bin kurz vor knapp und Deadline-Schluss zwei Motiven auf die Spur gekommen. Keine Ahnung wie streng die Richtlinien sind (ich habe bei der letzten Blogparade schon Haue bekommen, weil ich mich da nicht so ganz ans Erscheinungsjahr der Filme gehalten hatte und ich möchte ja ungern schon wieder in Teufels Küche kommen). Daher breite ich mich nur bei einem Thema episch aus und das andere erwähne ich nur ganz kurz, ok?

Meine beiden Genre, die ich für mich gefunden habe, sind zum einen Mindfuck Filme, aber das ist ja nicht so wirklich meines alleine, denn es gibt immerhin schon eine Bezeichnung dafür, von daher denke ich, das würde sicherlich nicht wirklich sortenrein sein.

Daher erlasse ich euch jetzt meine Liste von Mulholland Drive, Inception, Primer, The Machinist etc. und wir konzentrieren uns auf mein anderes Genre. Ich hoffe innigst, dass ich da jetzt nicht auch bereits ausgelatschte Pfade betrete.

Auf jeden Fall mag ich Filme und Serien in denen es coole, schlaue Wissenschaftlerinnen gibt, die mit Hirn und Herz für’s Gute und die Wissenschaft kämpfen.

Darf ich vorstellen hier sind meine badass-Scientist Ladies:

Charlie Blackwood, Astrophysikerin und Fluglehrerin in „Top Gun“ (1986)
Charlie Blackwood (Kelly McGillis) ist nicht nur eine sehr gut aussehende Fluglehrerin, sie hat auch einen Abschluss in Astrophysik. Das Pentagon setzt sie als Ausbilderin von Marinefliegern ein, denen sie die eine oder andere Lektion erteilt.

 

Dana Scully, Ärztin und Rechtsmedizinerin in „X-Files“ (1993-2002)
Dana Scully (Gillian Anderson), die skeptische Medizinerin, die partout nicht an Außerirdische oder irgendwelche paranormalen Phänomene glauben wollte. Im Laufe der Serie muss sie erkennen, dass Science nicht alles erklären kann, dennoch hält sie immer wieder die Fahne der Rationalität hoch.

 

Dr. Ellie Sattler, Paläobotanikerin in Jurassic Park (1993)
Die Paläobotanikerin (Laura Dern) ist nicht nur eine ausgesprochene Natur- und Pflanzenfreundin, die jede Menge über Dinosaurier und Botanik weiß,  sie ist auch so viel mutiger und widerstandsfähiger, als man anfangs vielleicht vermutet. Sie übersteht zahlreiche Dinosaurier-Angriffe und hilft anderen zu überleben.

 

 

Dr. Sarah Harding, Behavioral Paleontologist in The Lost World: Jurassic Park (1997)
Dr. Sarah Harding (Julianne Moore) liebt Dinosaurier, beschäftigt sich gerne mit ihnen und versucht, sie zu schützen. Sie ist nicht nur sehr intelligent, sondern auch ziemlich mutig. Sie schafft es, einen T Rex ruhig zu stellen, um ihn davor zu bewahren erschossen zu werden.

 

Dr. Eleanor Arroway, Astrophysikerin in „Contact“ (1997)
Dr. Arroway (Jodie Foster) ist eine Astrophysikerin auf der Suche nach außerirdischem Leben. Sie macht „First Contact“ mit Außerirdischen, die ihr Pläne zum Bau einer Maschine übermitteln. Sie ist nicht nur brillant, sondern auch immens leidenschaftlich und setzt ihr Leben aufs Spiel bei der Nutzung der Maschine.

 

Dr. Maura Isles, Gerichtsmedizinerin in der Serie „Rizzoli & Isles“ (2010 – 2016)
Dr. Maura Isles (Sasha Alexander) ist die Gerichtsmedizinerin von Massachusets und arbeitet im Boston Police Department gemeinsam mit ihrer Busenfreudin Jane Rizzoli. Maura ist ein wandelndes Lexikon, die permanent Fakten von sich gibt, ob diese relevant sind oder nicht. Maura ist ein liebenswerter Nerd-Streber, sehr schüchtern aber stets bestens gekleidet.

 

Dr. Elizabeth Shaw, Archäolgoin in Prometheus (2012)
Gemeinsam mit ihrem Partner entdeckt Dr. Shaw, gespielt von Noomi Rapace, eine 35,000 Jahre alte Höhlenzeichnung, die Menschen und Außerirdische gemeinsam zeigen. Die mutige Archäologin ist Teil der Crew, die sich auf die Reise zu einem Lichtjahre entfernten Planeten macht.

 

Dr. Ryan Stone, Medizintechnikerin in „Gravity“ (2013)
Die Medizintechnikerin, gespielt von Sandra Bullock, ist keine Astronautin, aber nach einem sechsmonatigen Trainingsprogramm ist sie bei der NASA für die Erfindung neuer medizinischer Bildtechnologie zuständig. Ihr Versuch, im All ein Shuttle zu reparieren, ist der Anfang eines Abenteuers, bei dem sie allein auf sich gestellt entgegen jeder Wahrscheinlichkeit ums Überleben kämpft.

 

Dr. Delphine Cormier, Immunologin und Cosima Niehaus, Biologin in Orphan Black (2013 – 2017)
Dr. Cormier (Evelyne Brochu), ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dyad Institut als Monitor von Klon Cosima Niehaus (Tatiana Maslany) eingesetzt. Delphine verliebt sich unerwarteterweise in Cosima und hilft ihr, im Laufe der Serie ihren Ursprung zu verstehen und sie und ihre Schwestern vor den diversen miteinander konkurrierenden Bösewichten zu beschützen.

 

Murphy Cooper, Mathematikerin in Interstellar (2014)
Murphy Cooper (Jessica Chastain) arbeitet als Mathematikerin mit Professor Brand im NASA Hauptquartier, um mit ihm das Gravitationsproblem zu lösen. Sie entdeckt Inkonsistenzen in der Formel und auf dem Sterbebett des Professors erfährt sie, dass der gesamte auf der Formel basierende Plan zur Rettung der Menschheit ein Schwindel ist. Trotzdem arbeitet sie weiter daran, die Menschheit zu retten.

 

Louise Banks, Linguistin in Arrival (2016)
Die von Amy Adams gespielte geduldige Linguistin versucht herauszufinden, wie man mit den auf der Erde gelandeten Heptapods Kontakt aufnehmen kann. Ganz konkret würde insbesondere das Militär gerne wissen, warum die Aliens da sind und was sie auf der Erde wollen. Ms Banks muss versuchen, den ungeduldigen Militärs klar zu machen, dass das schwieriger ist als sie denken.

OK jetzt ihr, habe ich irgendwelche interessanten Wissenschaftlerinnen in Filmen übersehen und was wäre euer ganz persönliches Genre? Ich bin gespannt…

2017 – The Year in Books and Films

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Foto: artpie.co.uk

And here come the points from Bingereader for my favorite Books and Films. Not necessarily produced in 2017 but consumed during the year by me. So here for a totally subjective list of awesome stuff.

Top 10 Books:

 

The movies are mainly from 2017 some a little older:

This was a pretty good year culture-wise and I’m looking forward to seeing you all back in 2018. Thanks for being part of this journey 🙂

What do you think – any books/movies you also have on your list or you totally disagree with?

Orphan Black in Books

 

Es ist wohl kaum möglich gewesen nicht mitzubekommen, dass ich der weltgrößte Fan der Sci-Fi/Science-Thriller-Serie „Orphan Black“ bin. Orphan Black ist sowas wie das utopische Gegenstück zu Margaret Atwoods Dystopie „The Handmaid’s Tale“ und hat jede Menge vielschichtiger, spannender, intelligenter Frauen sowie LGBT Charaktere zu bieten, deren Sexualität stets weniger wichtig als ihre tatsächlichen Persönlichkeiten sind. Auch Cast und Crew sind stetige „loud and proud allies“ für die LGBT Community und damit in diesen finsteren Zeiten ein absoluter Lichtblick, mit der uns die kanadische TV Szene da beglückt hat. 20633760_121307931842109_2584908431961882624_n In der Serie geht es Sarah Manning, eine Frau, die die Identität ihres Klons Elizabeth Childs annimmt, nachdem sie deren Selbstmord beobachet hat. Die Schauspielerin Tatiana Maslany spielt in der Serie eine Vielzahl an Menschen, die Klone sind. Im Laufe der Serie stellt sich heraus, dass in geheimen medizinische Versuchsreihen das Klonen von Menschen gelungen war und die Klone sich nach und nach ihrer wahren Identität bewusst werden. Die Serie wirft Fragen auf, die sich um die Themen Moral, die ethischen Implikationen menschlichen Klonens und den Effekt dessen auf die persönliche Identität drehen. Was kann und darf Wissenschaft? Darf man menschliches Erbgut patentieren lassen? Hier ein TED Talk zu diesem Thema, der unter anderem zeigt, wie wichtig die Wissenschaft für die Macher von Orphan Black ist: https://www.ted.com/talks/tania_simoncelli_should_you_be_able_to_patent_a_human_gene Die Serie hat eine wissenschaftlicher Beraterin, Cosima Herter, die als lebendige Vorlage für einen der Klons in der Serie, Cosmia Niehaus, diente. Neben der herausragenden Schauspielkust der Hauptdarstellerin Tatiana Maslany und den überdurchschnittlich guten Drehbüchern wurde immer wieder gerade die Genauigkeit gelobt, wenn es um die Wissenschaft in Orphan Black ging. IMG_8118 Herwig war auch an einem Buch beteiligt, mit dem Titel „The Science of Orphan Black“, das sich mit sämtlichen Fragen rund um Genetik, Eugenetik, Cloning etc. in der Serie beschäftigte und zeigt, wie die wissenschaftlichen Aspekte tatsächlich sind und wo es in der Serie gelegentliche notwendige dramaturgische Abweichungen gab. Das Buch ist sicherlich kein Ersatz für „richtige“ wissenschaftliche Bücher zu den Themen, aber ich bin einfach begeistert davon, wie sehr ein Serien-Begleitbuch Wert auf wissenschaftliche Genauigkeit legt und zugleich Lust auf Wissenschaft macht. Davon bitte unbedingt mehr. Ein weiteres Begleitbuch zur Serie hat sich mit den philosophischen Fragen hinter der Serie beschäftigt. Richard Greene ist Professor für Philosophie an der Weber State University und beschäftigt sich mit den Fragen „Was macht eine Person einzigartig?“, „Ist es unmoralisch, Klone vorsätzlich mit Gen-Defekten zu erschaffen?“, „Was sagt uns das Verhalten der Clone Club Mitglieder mit Blick auf die Nature vs Nature Debatte?“ und viele weitere spannende Themen. IMG_8121 Orphan Black zeigt uns Probleme der Biotechnolgoie, die in nicht allzu ferner Zukunft unsere tagtäglichen Fragestellungen sein könnten. Was für eine Zukunft ist das, in der wir – wie wir es jetzt bereits ansatzweise mit Crispr-Cas9 erleben –  in der Lage sein werden, unser Genom zu editieren? Wie werden wir künftig mit wissenschaftlich-religiösen Kults wie Neolution oder den Prolethians umgehen? Sollte es Biotech Firmen erlaubt sein, die menschliche DNA zu patentieren und welcher Moral werden wir folgen, wenn wir vielleicht irgendwann nicht einmal der Polizei mehr trauen können? Der New Yorker hat sich schon früh positiv mit der Serie beschäftigt und blickt in diesem Artikel auf die dunkle Eugenetik-Geschichte der USA, mit der sich auch die Zeitschrift Nature in diesem Artikel beschäftigt. In Orphan Black selbst geht es aber auch immer wieder um Bücher. Eines der wichtigsten für Science-Geek Cosima ist Charles Darwins „The Origin of Species“ – das Buch ist insbesondere in der ersten Staffel allgegenwärtig, wo die Titel der einzelnen Episoden nach Kapiteln aus Darwins Buch benannt sind. Hier geht es übrigens zu meiner Hirngymnastik „Genetik“ bei der ich mich neben Darwin auch mit dem Buch „What we talk about when we talk about Clone Club“ von Gregory E Pence beschäftigt habe. IMG_8120

Die Titel der zweiten Staffel sind Zitate von Francis Bacon, die der dritten Staffel beziehen sich auf die Abschiedsrede von Dwight Eisenhower, in der vierten Staffel beziehen sie sich auf die Arbeiten der feministischen Wissenschaftlerin Donna Haraway und die letzte Staffel nutzt Zitate aus Ella Wheeler Wilcox Gedicht „Protest“:

To sin by silence, when we should protest, Makes cowards out of men. The human race Has climbed on protest. Had no voice been raised Against injustice, ignorance, and lust, The inquisition yet would serve the law, And guillotines decide our least disputes. The few who dare, must speak and speak again To right the wrongs of many. Speech, thank God, No vested power in this great day and land Can gag or throttle. Press and voice may cry Loud disapproval of existing ills; May criticise oppression and condemn The lawlessness of wealth-protecting laws That let the children and childbearers toil To purchase ease for idle millionaires.

Therefore I do protest against the boast Of independence in this mighty land. Call no chain strong, which holds one rusted link. Call no land free, that holds one fettered slave. Until the manacled slim wrists of babes Are loosed to toss in childish sport and glee, Until the mother bears no burden, save The precious one beneath her heart, until God’s soil is rescued from the clutch of greed And given back to labor, let no man Call this the land of freedom.

Solche intellektuellen Spielereien mag ich sehr und sind einer der Gründe für mein heftiges Fangirling. DSC_0217 Aldous Huxleys 1932 erschienener weltberühmter Roman „Brave New World“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Serie. Der Roman antizipiert Entwicklungen in der Fortpflanzungsmedizin und deren ethischer Implikationen mit Blick auf menschliches Klonen. Die Serie verneigt sich vor Huxley, in dem sie dem intriganten Wissenschaftler Aldous Leekie seinen Vornamen verpasst, der Nachname könnte eine Referenz auf den Anthropologen Louis Leakey sein, auch wenn der sich etwas anders buchstabiert. blogleekie Zudem hat Huxley ein Gedicht mit dem Titel „Leda“ veröffentlicht, das Bezug nimmt auf die griechische Mythologie und von der Liebesaffaire zwischen der Königin Leda, der Mutter von Helena von Troy und ihrem Schwan, bei dem es sich um den verkleideten Zeus handelt. Leda bringt später zwei Eier zur Welt, aus dem einen schlüpft ein paar menschlicher sterblicher Zwillinge, aus dem anderen Ei ein paar göttliche Zwillinge mit übermenschlichen Kräften. Das zweite Projekt „Castor“ diente der Schaffung einer männlichen Klonreihe, Castor ist der Name eines der menschlichen Zwillinge, die Leda auf die Welt bringt.

Eine Menge los bei Orphan Black und langsam fangen die Gehirnzellen an zu rauchen, oder? Wir müssen uns aber auf jeden Fall noch mit H. G. Wells „The Island of Dr Moreau“ beschäftigen. Das Buch, das dem Gründungsforscher Dr. Ethan Duncan gehörte, taucht immer wieder auf, es enthält Symbole, die außer ihm nur ein weiterer Klon namens Rachel teilweise entziffern kann. Die Symbole bringen Sara auf die Spur von Kendall Malone, die als Chimäre (Organismus, der aus genetisch unterschiedlichen Zellen aufgebaut ist und dennoch ein einheitliches Individuum darstellt) das eigentliche Original ist, aus deren DNA die Klone erzeugt wurden. IMG_8119 orphan-black-kira-cosima-moreau

Fotos: BBC America

Die fünfte Staffel beginnt auf der Insel, die genau wie im Buch Heimat eines durchgeknallten Professors ist und Menschen in einem Dorf beherbergt, an denen der Professor ohne deren Wissen medizinische Versuche durchführt. Der verrückte Professor heißt PT. Westmoreland und ist Autor diess Buches

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und der eigentliche Marionettenspieler hinter den Kulissen.  In den fünf Staffeln der Serie kommt man kaum zum Durchatmen, kaum ist ein Teil des Puzzles gelöst, entstehen gleich wieder drei neue. Eine Show mit viel Adrenalin, wahnsinnig guter Besetzung, viel Brainpower und jeder Menge Literaturtipps.

Hier noch ein spannender Artikel aus der LARB „Epigenetic Television: The Penetrating Love of Orphan Black

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Der Abschied von den Sestras ist mir enorm schwer gefallen, aber dank DVDs, Büchern und Comics werde ich dem Clone Club immer wieder mal einen Besuch abstatten. In diesem Interview spricht Maslany über ihren Abschied von der Serie und sollte sich Dr. Delphine Cormier jemals als praktische Ärztin niederlassen, ich werde ihre allererste Patientin werden…

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Thanks for the ride and the Science, Sestras!

 

Welche der vorgestellten Bücher kennt ihr und habt ihr einen Lieblingsklon in Orphan Black?

  • Casey Griffin / Nina Nesseth – „The Science of Orphan Black“
  • Rachel & Richard Greene – Orphan Black & Philosophy
  • Charles Darwin – „The Origin of Species“ ist auf deutsch unter dem Titel „Die Entstehung der Arten“ erschienen
  • Aldous Huxley – „Brave New World“ ist auf deutsch unter dem Titel „Schöne Neue Welt“ im Fischer Verlag erschienen
  • H. G. Wells – „The Island of Dr Moreau“ ist auf deutsch unter dem Titel „Die Insel des Dr. Moreau“ erschienen

Die Geheime Geschichte von Twin Peaks – Mark Frost

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Der Roman hat nicht einfach nur ein wunderbares Design,es führt den Leser tief in die Geschichte Twin Peaks‘ hinein. Kein Roman im klassischen Sinn, sondern eine Sammlung an Briefen, Dokumenten, Zeitungsauschnitten und Bildern. Ein bisschen Akte X meets Twin Peaks. Auf den ersten 100 Seiten ab und an etwas nachlässig, wenn es um absolute Detailgenauigkeit geht, aber die Atmosphäre ist einfach perfekt: zweideutig, düster, verwirrend. Man kann es einfach nicht aus der Hand legen. Die Fußnoten können den einen oder anderen gegebenenfalls etwas nerven, aber das „Ship of Theseus“ war mein bestes Trainingslager – ich habe sie alle gelesen und sie bringen nochmal deutliche Detailtiefe.

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Wer hofft, Antworten zu finden auf die offenen Fragen, der wird nicht enttäuscht, aber man muss aufmerksam sein, nichts überlesen. Es reicht keinesfalls, das Buch einfach hier und da aufzuschlagen und mal etwas drin zu stöbern. Man findet ab und an auch Antworten auf Sachen, die einem vorher überhaupt nicht klar waren, es lässt aber wiederum genug offen, um Lust auf die dritte Staffel zu machen.

„Die geheime Geschichte von Twin Peaks“ ist das umfangreichste, spannendste und liebevollste Denkmal, das einer Fernsehserie jemals gewidmet wurde. Ein Geschenk an die treuen Fans, die sich von der chaotischen 2. Staffel nicht abschrecken ließen, die ja mit einem fetten Cliffhanger endet.

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Als Riesen-Fan der ersten Stunde musste ich also unbedingt den gesamten Twin Peaks Kanon wiederbeleben, um so up-to-date wie nur möglich zu sein, wenn es 2017 weitergeht. Neben dem pflichtgemäßen „bingen“ der ersten und zweiten Staffel, dem Reclam 100-Seiter über Twin Peaks, habe ich auch das „Geheime Tagebuch der Laura Palmer“ rausgekramt und zum Schluss schaue ich mir noch den Prequel Film „Fire walk with me“ an.

„Die Geheime Geschichte von Twin Peaks“ hat mich ziemlich begeistert. Es ist ein FBI-Dossier, das am Tatort gefunden wurde und einem nicht näher genannten FBI Agenten aus der heutigen Zeit zugesteckt wird, der den Inhalt der Akte für seine Vorgesetzten zusammenfasst. Das Hauptziel des FBI Agenten ist es, den Autor des Dossiers ausfindig zu machen, der nur als „Der Archivist“ bekannt ist. Die Geheimnisse und Rätsel führen uns tiefer und tiefer in die Seele Twin Peaks hinein.

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Foto: NME

Die Dokumente umfassen Tagebucheinträge aus dem 19. Jahrhundert, persönliche Briefe der Einwohner Twin Peaks bis hin zu Reports der Air Force. Kein Buch für Leute, die die Serie nur einmal nebenher in den 90er Jahren gesehen haben, man muss schon einen gewissen Obsessionsgrad haben. Twin Peaks hatte und wird immer einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen haben. Ganz egal was in der dritten Staffel passiert. The Fire walks with me – forever 😉

Erinnert mich an unseren West Highland-Way Walk in Schottland vor ein paar Jahren. Eine Station musste ich aufgrund von verstauchtem Knöchel mit dem Bus zurücklegen und wir kommen in einen Ort der von der ganzen Atmosphäre und den Wäldern außenrum wirklich aussah wie Twin Peaks. Habe ich auch so gesagt „Hier sieht es aus wie in Twin Peaks“ – ein paar Minuten später, als wir in dem einzigen Laden des Ortes stehen und wir zur Tür rein kommen, läuft da wirklich – Ehre, Schwöre – die Titelmelodie von Twin Peaks. Fand ich einen Hauch spooky 😉

Falls ihr also echte Fans der Serie in eurem Freundes- oder Bekanntenkreis habt, dann ist das hier das perfekte Weihnachtsgeschenk für sie.

Hier noch ein Interview mit Mark Frost, das er vor ein paar Tagen gegeben hat und ein Buchtrailer der wirklich Lust aufs Buch macht:

Ich danke dem Kiepenheuer & Witsch Verlag für das Rezensionsexemplar.

Twin Peaks – Gunther Reinhardt

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Die letzten Monate waren echte Rollercoaster Rides für jeden Twin Peaks Fan. Nach 25 Jahren voller Gerüchte, Ankündigungen, Dementi ist es dann tatsächlich passiert. Lynch und Frost verkünden hoch offiziell, dass es 2017 tatsächlich die langerwartete Forsetzung der Kultserie um Agent Cooper, die Log Lady, Laura Palmer und all die anderen unvergesslichen Charaktere geben wird. Wooohoooo 🙂

Reinhardt macht einen wirklich guten Job in der neuen Reclam 100 Seiten Reihe, Fans oder Neugierige mit der Twin Peaks Welt (wieder) vertraut zu machen. Es liest sich gut, gibt einen sehr guten Überblick und zeigt den nachhaltigen Einfluss der Serie auf die Popkultur. Er spricht über den Einfluss, den Lynchs cinematographische Vision auf die Serie hatte und wie sehr im Grunde sämtliche Serien die heutzutage laufen, auf Twin Peaks‘ Einfluss zurückzuführen sind. Wir haben uns mittlerweile an Erzählbögen gewöhnt, die über ganze Staffeln laufen, denken uns nicht mehr viel bei experimentellen Stories und abgefahrenen Kamerashots, doch als Twin Peaks Premiere hatte, waren das bahnbrechend neue Sachen und haben erst einmal die meisten Leute ziemlich verstört.

Als die Serie damals im Fernsehen lief, war ich noch viel zu jung, um die vielen Finessen, die stilistischen Aspekte wirklich zu durchdringen, aber das hier was ganz Besonderes passierte, das merkte ich und ich blieb eigentlich dem düster-mysteriösen im Fernsehen tief verbunden. Wären die X-Files ohne Twin Peaks möglich gewesen?

Es gibt wunderbare Infographiken, zum Beispiel „Die Einwohner von Twin Peaks“, eine Übersicht aller Sachen, die in den ersten beiden Staffeln gegessen und getrunken wurden oder die Karte von Twin Peaks mit allen Drehorten. Der Autor gibt den notwendigen Kontext, der den Einstieg in die kommende Staffel erleichtern wird und er weist Serien-Neulinge drauf hin, das es nur Sinn macht weiterzulesen, wenn man die Serie vorher gesehen hat oder wenn man sie noch einmal sehen möchte.

Genau das ist der Plan. Das ultimative Twin Peaks Wochenende mit beiden Staffeln und dem Film und was ich sonst noch so habe an Büchern und Devotionalien – mehr dazu hier demnächst auf diesem Kanal, wenn es heißt: „The Owls are not what they seem…“

OK, Twin Peaks Fan oder „Fans in the Making“ – dieses Büchlein ist die beste Vorbereitung auf ein ultimatives Twin Peaks Wochenende. Backt Cherrie Pie und Donuts, kocht Kaffee und los gehts, wir müssen schließlich wieder up-to-date sein, wenn es 2017 endlich weiter geht. And don’t forget: The Owls are not what they seem …

Ich danke dem Reclam Verlag für das Rezensionsexemplar.