Car Seat Headrest @FZW Dortmund

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Car Seat Headrest ist eine amerikanische Indie Rock Band aus Seattle, von der ich ehrlich gesagt vorher noch nicht gehört hatte. Erfreulicherweise hat mich eine Freundin eingeladen mitzukommen und es wurde ein richtig gelungener Konzertabend.

Nicht nur wegen des Main Acts und der erstaunlich guten Vorband Brookland aus Dortmund, wir waren einfach auch ein wunderbar gemischter Haufen Leute an dem Abend mit unserer venezuelanisch-rumänisch-deutschen Truppe mit der wir aufs Konzert gedüst sind.

Aber zurück zu Car Seat Head Rest, das ist eine echte Kickass Rock’n’Roll Band, die richtig Laune gemacht haben. „Drunk Driver/Killer Whales“ oder auch „Vincent“ waren umwerfend, episch-großartig.

Es ist ein bisschen schwer zu sagen wo die Person Will Toledo aufhört und die Band beginnt, sie sind auf jeden Fall bekannt für ihre kultartige Online-Followerschaft, haben bereits 12 Alben auf Bandcamp veröffentlicht und wurden von Musik-Magazinen wie Pitchfork, Rolling Stone etc gefeiert.

Die Location hat mir sehr gut gefallen, werde jetzt öfter mal schauen, ob ich bei meinen doch recht regelmässigen Dortmund-Besuchen nicht ab und an mal ein cooles Konzert mit abgrasen kann.

Hier die Setlist des Abends:

  1. Vincent
  2. Fill in the Blank
  3. Unforgiving Girl (She’s Not An)
  4. Maud Gone
  5. Destroyed by Hippie Powers
  6. Drugs with friends
  7. Drunk Drivers/Killer Whales
  8. War is Coming (If You Want It)
  9. Sober to Death
  10. America (Never Been)
  11. Encore – Beast Monster Thing (Love isn’t Love enough)

Ein toller Abend und ich glaube nicht mein letzter Konzertbesuch von Car Seat Headrest oder im FZW. Absolute Empfehlung, seht euch die an.

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Girl in a Band – Kim Gordon

„I’ve always admired Kim Gordon. She is cool, smart and dignified. Girl in a Band is a fascinating and honest memoir
full of raw emotion and insight“ (Sophia Coppola)

Kim Gordon

Kim Gordon, die Bassistin und Sängerin der Band Sonic Youth, hat definitiv bislang ein interessantes Leben geführt und auch keine Intention, es künftig in irgendeiner Weise langweiliger zu gestalten. Ich war auf dieses Buch sehr neugierig, auch wenn ich nicht wirklich ein großer Fan der Band war. Sie wuchs in den 60er Jahren in Los Angeles auf, wo ihr Vater als Universitätsprofessor lehrte und ihre Mutter Hausfrau „mit kreativen Tendenzen“ war.

Kim studiert Kunst am Otis Art Institut in Los Angeles und eine zeitlang an der York Universität in Kanada, wo sie erstmals in einer Band spielte.

“Someone once wrote that in between the lives we lead and the lives we fantasize about living is the place in our heads where most of us actually live.”

Wie sehr Kim Gordon in die Kunstszene integriert war, hat mich bei der Lektüre des Buches mit am meisten überrascht. Überhaupt war New York, wo sie sich nach dem Studium ansiedelte, ein ziemlicher Schmelztiegel, was die Verbindung von Kunst und Musik angeht.  In New York beginnt sie sich mit „No Wave“ Bands zu beschäftigen, ein Begriff, den ich bislang nicht kannte, was bei meiner Affinität zu Wave vielleicht nicht  allzu sehr überrascht.

Sie wird Mitglied der kurzlebigen, aber durchaus erfolgreichen Band CKM und lernt durch ihr Bandmitglied Stanton Miranda ihre späteren Sonic Youth Kollegen Thurston Moore und Lee Ranaldo kennen.

Das Buch hat mich von der ersten Seite in seinen Bann gezogen, es war sehr unterhaltsam und informativ und es gibt einen spannenden Einblick in das Leben einer Band und einer der – damals auf jeden Fall wenigen – Frauen im Rock-Business. Im Übrigen eine Frage die Journalisten nie müde wurden zu fragen: Wie ist das so als Frau (und später Mutter) in einer Band? *gähn*

„In general, though women aren’t really allowed to be kick-ass. It’s like the famous distinction between art and craft: Art and wilderness, and pushing against the edges, is a male thing. Craft and control, and polish, is for women. Culturally we don’t allow women to be as free as they would like, because that is frightening. We either shun those women or deem them crazy. Female singers who push too much, and too hard, don’t tend to last very long. They’re jags, bolts, comets: Janis Joplin, Billie Holliday. But being that woman who pushes the boundaries means you also bring in less desirable aspects of yourself. At the end of the day, women are expected to hold up the world, not annihilate it.“

Gordon hat sich allerdings auch zu erfolgreichsten Sonic Youth Zeiten nicht damit begnügt, „nur“ Musik zu machen, sie hat darüber hinaus eine erfolgreiche Modelinie gegründet und später verkauft, in Filmen und anderen Bands mitgewirkt und auch die Kunst nie wirklich aufgegeben.

Bild: Kim Gordon

“Still, I’ve always believed—still do—that the radical is far more interesting when it looks benign and ordinary on the outside.”

Kim Gordon hat ein ziemlich persönliches Buch geschrieben. Sie ist recht offen und spricht darüber wie es ist, mit ihrem älteren, schizophrenen Bruder aufzuwachsen und über ihre über 30 Jahre andauernde Beziehung mit Thurston Moore, seine Untreue und ihre spätere Scheidung. Puh ja, die Trennung. Man merkt Kim Gordon an, dass sie diese noch nicht komplett überwunden hat und gelegentlich kann man den Schmerz und die Wut hinter ihren Worten spüren.

Sie kann definitiv schreiben, es ist ein spannendes Buch mit einigen auch insbesondere sprachlich schönen durchdringenden Momenten. Ein Buch das definitiv nicht nur für Fans der Band von Interesse ist und mich stellenweise an Joan Didion erinnert hat.

Hier eine Playlist meiner liebsten Sonic Youth Songs:

  1. Sugar Kane
  2. Teenage Riot
  3. Kool Thing
  4. Superstar
  5. Close Up (Kim Gordon & Peaches)

 

 

 

 

Yasemine Hamdan @ Strom

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Yasmine Hamdan ist eine libanesische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin, die aktuell in Paris lebt. Kennengelernt habe ich sie, wie wahrscheinlich viele andere, durch den Film „Only Lovers left alive“, der ihren Bekanntheitsgrad außerhalb der arabischen Welt immens steigerte.

Dort wird sie als Untergrund-Ikone gefeiert, ihre Stimme verbindet elegant und geheimnisvoll Akustikgitarren mit elektronischen Klängen und generiert eine fiebrig-schwüle erotische Atmosphäre in ihren Konzerten. Vielleicht ist das der Grun, warum die Konzerte in ihrer Heimatstadt Beirut erst ab 18 Jahren besucht werden dürfen.

Der Abend im Strom war allerdings etwas durchwachsen. Wehmütig berichteten die Freunde, die das Glück hatten sie vor einem Jahr schon in München zu sehen, von einem deutlich entspannteren Konzert aufgrund von Location und Stimmung von Yasemin Hamdan. Im letzten Jahr (im Ampere!) war sie laut Aussagen von Freunden deutlich gesprächiger und das Konzert ging auch länger als nur eine Stunde und ein bisschen.

Das Strom in München ist einfach keine gute Location meiner Ansicht nach. Man sieht eigentlich außer in der ersten Reihe fast nirgendwo etwas, es ist brüllend heiß, der Klang so la la und wäre nicht die gute MVV-Anbindung, es würde unweigerlich mit dem Zenith auf meiner Hasslocation Nummer 1 in München landen.

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Foto: Sabrina Qu

Aber genug gejammert, das Konzert selbst hat mir gefallen – da ich eh nix gesehen habe einfach Augen zu machen, zuhören und geniessen. Die Setlist habe ich nicht wirklich mitbekommen, da wir ständig nach einem Platz gesucht haben, wo wir sie zumindest sekundenweise mal sehen können.

Ein paar Lieblinge hat sie gespielt und mit denen verabschiede ich mich für heute und wünsche Euch viel Spaß beim Zuhören:

Esben And The Witch @ Milla

Ich könnte es nicht besser sagen oder schreiben, daher lasse ich Gerhard sehr gerne über unseren gemeinsamen Konzert-Besuch von Esben & The Witch berichten. Es war ein wundervoller Abend und nach euphorischem Konzert sackte ich noch die erste CD der Band ein und und Rachel Davis hat mit mir gesprochen UND mir die Hand gegeben *Luft zufächel* 😉

KULTURFORUM

Das britische Trio Esben And The Witch hat im Rahmen ihrer Promotionstour für das aktuelle Album „Older Terrors“ zum Wochenauftakt in den Kellergewölben des Münchner Milla-Clubs Halt gemacht, eine mehr als passende Örtlichkeit zur Live-Präsentation der düster-beklemmenden Soundlandschaften der drei Wahl-Berliner aus South East England.
Im gut gefüllten, ehemals künstlichen Durchlauf des Westermühlbachs im Untergeschoss der Glockenbachviertel-Lokalität entfaltete das Trio von Beginn an eine hypnotische Vehemenz in ihren elegischen Sound-Epen, die nur sporadisch von Dark-Folk-/Balladen-artigen Ansätzen durchbrochen und in ruhigere Fahrwasser getragen wurden.
In Überlänge-Titeln wie „Sylvan“ und „Making The Heart Of A Serpent“ vom jüngsten Werk oder dem 15-minütigen „Jungle“ vom 2014er-Album „A New Nature“ brachen sich die düstere Schwere, eine heftige Dramatik und das Leiden am Weltschmerz Bann, das Wehklagen der mit einer außergewöhnlichen Singstimme gesegneten Sängerin/Bassistin Rachel Davies mochte in sich wiederholenden Passagen ab und an in allzu viel Gleichklang versinken, die ausgedehnten Instrumental-Passagen machten diesen Umstand…

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Konzert-Marathon III+IV: Trentemøller und Austra

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Foto: trentemoller. com

Andreas Trentemøller Andersen ist ein dänischer Komponist und Musiker. Er hat unzählige EPs und vier Studio Alben veröffentlicht, die alle bei mir zu Hause wohnen: ‘The Last Resort’ (2006), ‘Into the Great Wide Yonder’ (2010), ‘Lost’ (2013) and ‘Fixion’ (2016).

Es wurde also höchste Zeit, ihn endlich live zu sehen, auch wenn die Freiheizhalle mit ihrem Charme eines evangelischen Gemeindezentrums nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Konzert-Locations gehört.

Die Setlist, die insgesamt 16 Stücke umfasste, kam größtenteils von seinen letzten beiden Alben und startete recht sanft mit November. Als der Rauch sich verzogen hat, konnte man die gespenstische Figur des Dänen erahnen, der gekonnt und gerne den Freak gibt, wenn er gebückt über seinem Synthesizer hängt. Die Musik ist der perfekte Soundtrack, um dem Regisseur im Kopf freie Bahn zu lassen, für eigene dunkel-epische Filmteppiche. Augen zu und weg bin ich. Wer sich einen musikalischen Eindruck vom Abend machen möchte, sollte mal in die Setlist reinhören:

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Foto: D Raatz
  1. November
  2. One Eye Open
  3. Never Fade
  4. Shades of Marble
  5. My Conviction
  6. Redefine
  7. Trails
  8. Complicated
  9. River in Me
  10. Miss You
  11. Still on Fire
  12. Circuits
  13. Vamp
  14. Moan
  15. Where the Shadows Fall
  16. Take me into your Skin

Support war „T.O.M. and his Computer“, eine ebenfalls dänische one-man show mit DJ Equipment. Hat mir sehr gut gefallen, der Anfang ging Richtung White Noise und wurde von Song zu Song vielschichtiger. Den behalte ich mal im Auge. Besonders gefiel mir „Cello Bender“

 

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Foto: austramusic.com

Den vorläufigen Abschluß im Konzert-Marathon machte Austra. Da haben sich gerade sehr spannende Diskussionen im Freundeskreis ergeben. War ich wirklich im November 2015 im Atomic Cafe und falls ja, warum kann ich mich partout nicht daran erinnern? Meine Erinnerung behauptet, ich habe Katie Stelmanis vorher erst einmal gesehen und zwar im Feierwerk, zweifelsfrei jedoch vor ein paar Abenden im Ampere.

Das ich sie da sehen würde, stand eine ganze Weile lang in den Sternen, war sie doch bis zum Tag davor noch in einem Hamburger Krankenhaus, zum Glück schien sie wieder fit zu sein und hatte an dem Abend glaube ich, genauso großen Spaß wie wir.

Katie Stelmanis, die kanadische Sängerin mit Ausbildung zur Opernsängerin legt 2017 mit ihrem neuen Album „Future Politics“ ihr drittes Album vor, das sie dieses Mal komplett alleine geschrieben und produziert hat. Mit dem Vorgänger „Olympia“ habe ich mich schwer getan, ein für mich typisch schwieriges zweites Album, „Future Politics“ knüpft für mich wunderbar am Meilenstein-Erstling an, den ich bis zum Abwinken gehört habe.

Ob sie am Anfang des Projektes schon ahnte, wie gruselig realitätsnah das Album wird mit der Wahl Trumps, es ist auf jeden Fall der passende Soundtrack einer dystopischen Zukunftsvision. Treibende Synthisizer treffen auf Dancefloor Beats, die von Stelmanis‘ kraftvoller und dennoch delikater Stimme dirigiert werden.

In einer fließenden Robe, die an eine Opernsängerin denken lassen, steht sie in der Mitte der Bühne und dirigiert ihr Publikum nach Belieben. Ein atemberaubender Abend, eine weitere Künstlerin, die ich definitiv nicht zum letzten Mal gesehen habe.

 

Hier die Setlist

  1. We Were Alive
  2. Future Politics
  3. Utopia 
  4. I’m a Monster
  5. Forgive Me
  6. Freepower
  7. Gaia
  8. Home
  9. I love you more than you love yourself
  10. Angel in your Eye
  11. Beat and Pulse
  12. Lose it
  13. The Villain
  14. Habitat
  15. Painful like
  16. Hurt Me now

Support war Hannah Rogers alias Pixx aus London, die mit verträumt ätherischem Dreampop gut in den Abend einstimmte. Very smooth: „A way to say Goodbye“ als kleine Kostprobe:

Kein Ausfall bei den letzten vier Konzerten, jedes ein individuell wunderbares Ereignis. Danke für die schönen Abende an die Künstler und meine Freunde.

Und in den nächsten Tagen geht es auch wieder einmal weiter mit einer Buchrezension, wie sich das für einen Literaturblog gehört. Die Konzert-Schuhe bleiben im Schrank, es wird gelesen. Versprochen 🙂

Konzert-Marathon Teil II: Russian Circles + Cloakroom @ Strom

Das Konzert wurde so perfekt von Gerhard in Worte gefasst, dem habe ich nix hinzuzufügen. Wundere mich bloß noch immer, wie er es geschafft hat an mir vorbeizuschlüpfen im Strom. Nächstes Mal klappt das wieder mit dem Treffen beim Konzert hoffe ich 🙂

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KULTURFORUM

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Den intensiven Konzertabend zum lauten Wochenend-Abgesang am vergangenen Sonntagabend im Münchner Strom eröffnete das US-Trio Cloakroom aus Northwest/Indiana, die Band um den klagenden Sänger und Gitarristen Doyle Martin stieß im vollen Saal des Indie-Clubs auf die offenen Ohren der dankbaren Abnehmer und wusste das zugewandte Publikum in der halben Stunde ihres vehementen Auftritts zu überzeugen mit ihrem Konglomerat aus schwergewichtigem Alternative Rock/Post-Core, Grunge, gedehnt-ätherischen Psychedelic-Elementen und einer hinsichtlich Härte bereichernden Prise Space-Rock-Abgedrehtheit, versehen mit einem treibenden, schnörkellosen Rhythmusgerüst durch die Herren Brian Busch und Bobby Marcos an Drums und Bass.
Die Band ist seit 2013 aktiv und hat nach einer Handvoll Singles Anfang 2015 den Debüt-Longplayer „Further Out“ via Run For Cover Records veröffentlicht, die Entwicklung der Band darf getrost mit Interesse weiterverfolgt werden.
(**** – **** ½)

Für schwerste Begeisterung sorgten die Headliner von Russian Circles mit ihrem Auftritt beim fachkundigen Postmetal/Postrock-Publikum, das Trio aus Chicago glänzte wie zuletzt…

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Konzert-Marathon Part I: Skunk Anansie

hKonzerte scheinen wie Busse zu sein, erst kommt ewig keiner und dann gleich 4 hintereinander. Vier Konzerte in 1,5 Wochen – das ist Fitnessprogramm der ganz eigenen Art. Den Auftakt gab Ms 1000000 Volt Skunk Anansie. Diese Frau ist unglaublich und sie hat sich seit den 90er Jahren einfach nicht verändert. Ich vermute ja, die Frau ist ein Vampir. Wer würde sich nicht gerne mal von ihr beißen lassen? 😉

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Foto: laut.de

Was man bei einem Skunk Anansie Konzert wissen muss, die Lady aus Brixton ist unkaputtbar. Die hält ein irres Tempo den ganzen Abend durch. Die Energie, die sie versprüht, ist immens, sie springt über die Bühne, mehrfach ins Publikum und kommandiert ihr Publikum nach Belieben herum. Welchen anderen Musiker oder Musikerin kennt ihr, der eine ganze Konzerthalle dazu bringt, niederzuknien?

Skin war immer schon eine politische Künstlerin und das hat sich zum Glück kein bisschen geändert. Neben Klassikern wie „Intellectualise my Blackness“, die dem Publikum mit kräftigen Gitarrenriffs und konfrontativen Texten direkt in Herz und Magen haut, gab es aus einiges vom neuen Album „Anarchytecture“. Ein guter Mix auf jeden Fall.

Ich kenne niemanden, dem man solch brutal ehrliche und unmissverständlichen sozial-politischen Texte abnimmt.

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Ob solo als Skin, oder mit ihrer Band Skunk Anansie, ich werde auch weiterhin auf jedes ihrer Konzerte gehen, einen tiefen Schluck aus ihrem Jungbrunnen nehmen und Kraft sammeln für die jetzt noch mehr als sonst notwendigen politischen Auseinandersetzungen.

Die Setlist:

  1. And Here I stand
  2. Intellectualise my Blackness
  3. Because of You
  4. I can dream
  5. My love will fall
  6. Death to the Lovers
  7. Twisted (Everyday Hurts)
  8. My ugly Boy
  9. Weak
  10. Hedonism
  11. Victim
  12. Love someone else
  13. I believed in you
  14. That sinking feeling
  15. God Loves only you
  16. Without you
  17. We don’t need who you think you are
  18. Yes It’s fucking political
  19. Little Baby Swastikka
  20. Cheap Honesty
  21. Tracey’s Flaw
  22. Charlie Big Potatoe
  23. You’ll follow me down
  24. The Skank Heads

Vom Bühnenbild mit den wechselnden grafischen Displays war ich sehr beeindruckt und auch, obwohl diese Band seit mehr als 20 Jahren tourt und Platten aufnimmt, von der rasenden Leidenschaft in Kombi mit ihrem authentischen politischen Engagement. Das macht die Band so einzigartig – Skunk Anansie wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Zum Glück habe ich auch überhaupt nicht das Gefühl, das Skin in naher Zukunft die Energie ausgeht, denn auch nach zwei Zugaben sah sie aus, als hätte sie sich gerade warm gemacht, um direkt im Anschluss noch eben einen Marathon zu laufen.

Kleiner Nachtrag noch zur Vorband. Die Pearl Harts aus England haben auch ordentlich PS unter der Haube. Als Vorbilder geben Sarah und Kirsty Led Zeppelin und die Breeders an und das kann man durchaus hören. Mir haben sie sehr gut gefallen, diese zierlichen Ladies machen richtig Krach! Hier das Video zu „Hit the Bottle“:

Im zweiten Teil des Konzert-Marathons geht es weiter mit den Russian Cirles.