Kickass Lady Super Heroes

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Comics waren immer schon eine mehr oder weniger heimliche Liebe von mir und damit war ich als Kind definitiv nicht alleine, nur später hört das bei den meisten irgendwann auf, ich bin heute noch ein Comic Freak. Eine Weile lang habe ich das eher verheimlicht, weil es mir peinlich war, seit ein paar Jahren aber stehe ich einfach dazu und schrecke nicht einmal mehr davor zurück, arglose Blogger-Kolleginnen auf der gediegenen Leipziger Buchmesse in die ComiCon Halle abzuschleppen (zu Frau Sätze und Schätze rüberschielt) 🙂

Wenn ich als Kind früh morgens auf meinen Zeitungsrunden feststellte, dass Altpapier-Sammlung anstand, war das ein Highlight, denn fast jedes Mal fand ich in den Bündeln Comics und ich werde den Festtag nicht vergessen, an dem ich gleich einen ganzen Karton voller Comics fand – meine Sommerferien waren gerettet.

Heute möchte ich meine liebsten Kickass Lady Super Heroes vorstellen. Die coolsten, die den größten Einfluß auf mich hatten (neben Batman) und ein paar spannende Neuentdeckungen der letzten Jahre. Aber den Anfang muss ganz klar the Queen of Super Heroes machen:

Wonder Woman

Durch den aktuellen Kinofilm hat sie wahrscheinlich auch gerade ganz gute Karten, dass Interesse von üblicherweise Nicht-Comic Lesern zu wecken. Wonder Woman ist  großartig. War sie schon immer und wird sie immer bleiben. Der feministischen Lady sieht man ihre 75 Jahre keinesfalls an und mit ihrem Lasso der Wahrheit, ihren absoluten Superkräften, der Unverwundbarkeit etc. wird Princess Diana of Themyscira, Daughter of Hippolyta auch in Zukunft noch für die Schwachen und die Gerechtigkeit kämpfen.

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Foto: DC Comics

 

BatGirl

alias Barbara Gordon gibt es seit 1961. Sie ist die selbstbewusste Tochter von Gothams Polizeichef und eine weltklasse Computer-Hackerin. Als ihr übervorsorglicher Vater ihr verbietet Polizistin zu werden rebelliert sie dagegen, in dem sie sich Batman und dessen kriminalitätsbekämpfenden Rebellen anschliesst, ausgerüstet mit einem Gürtel voller Batarangs und ihrem Batcycle.

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Foto: DC Comics

Ms Marvel

Kamala Khan ist ein ganz normales Mädchen aus New Jersey, bis sie plötzlich ihre außergewöhnlichen Superkräfte entdeckt. Polymorphing ist ihre Superkraft, sprich sie kann ihre Größe und die ihrer Gliedmaße verändern und besitzt selbstheilende Kräfte. Ms Marvel ist die erste muslimische Superheldin und in der Serie geht es nicht nur um Konflikte mit Superschurken, sondern beschäftigt sich auch mit ihren Problemen zu Hause und mit ihrem Glauben.

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Foto: Marvel

Jessica Jones

Sie ist sicher nicht die bekannteste unter den Kickass Superheroes, aber sicherlich eine der coolsten. Als Teenager ist sie in Kontakt gekommen mit radioaktiven Chemikalien, die sie super stark und nahezu unkaputtbar machen. Sie kann meterhoch springen und war eine Weile als Superhero Jewel unterwegs.

Das Leben als Superhero war allerdings nicht ihres und ohne Kostüm, aber mit den gleichen Kräften arbeitet sie seitdem als Privatdetektivin. Die Netflix-Verfilmung hat der Comic Figur zu deutlich größerer Bekanntheit verholfen und ich freue mich schon sehr auf die zweite Staffel.

Foto: Netflix/Marvel

 

Keine wirklichen Superheroes aber zwei Comic-Serien, die starke weibliche Protagonisten haben und mir sehr gefallen:

Paper Girls

Habe ich gelesen, kurz nach dem ich die Netflix Serie „Stranger Things“ gesehen habe, seitdem ist Paper Girls sowas wie die weibliche Version von Stranger Things für mich. Habe einfach ein Herz für Zeitungsausträger und beim Lesen denke ich immer, wenn mir das damals passiert wäre … Eine schöne Sommer-Comic-Serie für Freunde der 1980er Jahre, die noch bissl Luft nach oben hat, stellenweise etwas chaotische Erzählweise, aber macht Spaß.

In den frühen Morgenstunden am Tag nach Halloween 1988 entdecken vier zwölfjährige Zeitungsausträgerinnen eine der abgefahrensten Stories aller Zeiten. Vorort-Drama und außerirdische Geheimnisse vermischen sich zu einem Mix aus Sommer, Nostalgie und die letzten Kindheitstage.

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Foto: Image Comics

Eine dunkle dystopische Reihe ist Lazarus von einem meiner liebsten Comic-Autoren Greg Rucka. Die Story folgt Forever Carlyle in eine düstere Zukunft, in der es keine Länder und Regierungen mehr gibt und die Welt stattdessen unter 16 reichen Familien/Unternehmen aufgeteilt wurde, die in einem Feudal-System herrschen.

Jede Familie hat einen Lazarus gewählt, ein Familienmitglied, das von Geburt an als Kämpfer und zu unbedingtem Gehorsam ausgebildet wird. Forever ist der Lazarus der Familie Carlyle und die Story beschäftigt sich mit der Bedeutung von „Familie“ und der Nature vs Nurture Problematik.

Foto: Image Comics

Die Geschichte ist wirklich gut geschrieben, die Protagonisten vielschichtig und spannend. Große Empfehlung.

Hier übrigens noch eine frühere Rezension zu Greg Ruckas „Gotham Central„, mit der Polizistin Renee Montoya eine weitere Anwärterin für die Aufnahme unter die Kickass Ladies ist.

Mir war übrigens immer klar, ich würde meine Superpower auch irgendwann entdecken und dann gehts aber los. Was soll ich sagen – ich habe sie entdeckt!
Meine Superpower ist ganz klar: LESEN

OK – jetzt ihr. War da was für Euch dabei? Habt Ihr Empfehlungen oder Superhelden die euch sehr am Herzen liegen?

Freue mich von Euch zu hören.