Lektüre Februar 2022

Ein bisschen später als geplant, aber die weltpolitische Lage hat auch mich im doomscrolling (verdammnisblättern? bzw obsessive Konsumieren von schlechten Nachrichten) erstarren lassen und dem Lesen und Schreiben keinen Raum gelassen. Aber ein bisschen Struktur hilft in vielen Lagen, daher hier meine Lektüre aus dem Februar. Es war ein sehr guter und schöner Lesemonat, da wird im März deutlich weniger hinzukommen.

Hier geht’s lang – Mit Büchern von Frauen durchs Leben von Elke Heidenreich, Eisele Verlag

Es waren Bücher von Frauen, die Elke Heidenreich geprägt haben, von frühester Jugend an. Später machte sie das Reden und Schreiben über Bücher zu ihrem Beruf.

Als ich Anfang des Jahres hier verriet, dass ich ein Projekt plane, dann meinte ich dieses damit. Mich auch meiner Lebensbücher zu erinnern und darüber zu schreiben. Ich danke meiner lieben Freundin Barbara in Berlin sehr, mir das Buch nicht nur ans Herz gelegt sondern auch geliehen zu haben. Habe es sehr gerne gelesen und sobald mein Hirn wieder etwas ruhiger ist, beginne ich mal meine eigene Lesebiographie zu erforschen und aufzuschreiben.

… denn Literatur hat immer auch eine unterwandernde Wirkung, sie trägt uns davon aus unserer Umgebung, und mit dem Weg zurück kann es heikel werden

… und die Sonne schien in meinem Kopf und rettete mich vor Armut, Enge, Kleinkariertheit und den üblichen Nöten und Komplexen einer Heranwachsenden.

Maria Stuart – Stefan Zweig erschienen im Fischer Verlag

Sie war Königin von Schottland und Frankreich und hatte Anspruch auf den Thron von England – doch Elizabeth I. ließ Maria Stuart (1542–1587) jahrelang inhaftieren und schließlich hinrichten, um ihre Macht zu wahren. Das Leben der Maria Stuart war geprägt von Intrigen, Verschwörungen und politischen Ränkespielen, denen sie am Ende zum Opfer fiel. Stefan Zweig zeichnet ein Porträt einer Frau, deren Leben bis heute Anlass zu Spekulationen, Verklärung und Mystifizierung gibt.

Stefan Zweig ist einer meiner liebsten Autoren und auch diese Roman-Biografie habe ich sehr gerne gelesen. Gelegentlich merkt man natürlich schon aus welcher Zeit Zweig stammt und wie das seinen Blick auf Frauen geprägt hat, aber eine wirklich lohnende Lektüre, durch die ich immens viel über die schottisch-englische Geschichte und zwei ausgesprochen faszinierende Persönlichkeiten gelernt habe.

Doch eine Natur wie die ihrige kann, wenn auch noch so tief enttäuscht, nicht ohne Vertrauen leben; immer wieder sucht sie nach einem sicheren Menschen, auf den sie sich unbedingt verlassen kann. Lieber wird sie jemanden wählen, der niederem Range entstammt, der nicht die Ansehnlichkeit eines Moray und Maitland besitzt, aber dafür die Tugend, die ihr notwendiger ist an diesem schottischen Hofe, die kostbarste aller Dienergaben: unbedingte Treue und Verläßlichkeit.

The City & The City von China Miéville auf deutsch erschienen unter dem Titel „Die Stadt & Die Stadt“ bei Bastei Lübbe. Übersetzt von Eva Bauche-Eppers

Zwei Städte – geeint und doch entzweit. Die Bewohner werden erzogen, einander nicht zu sehen. Das unerlaubte Betreten der jeweils andere Stadt zieht schwerste Strafen nach sich.

Ganz warm werden Mr. Miéville und ich irgendwie nicht. Ist mein dritter Versuch, die Prämissen sind immer spannend, seine Romane stecken voller spannender Ideen, aber ich komme nie richtig in die Bücher rein, sie haben auch nicht die richtige Atmosphäre für mich. Definitiv ein gutes Buch, ein spannender Autor, nur eben nicht für mich.

“Is it more childish and foolish to insist that there is a conspiracy or that there is not?” 

Der Verdacht (The Push)- Ashley Audrain erschienen bei Penguin Random House. Übersetzt von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann

Violet ist ein Wunschkind, und Blythe möchte die liebevolle Mutter sein, die ihr selbst so sehr fehlte. Doch als man ihr das Neugeborene in den Arm legt, fühlt sich alles falsch an. Da ist nur Ablehnung, und je älter das Mädchen wird, desto mehr wächst die Angst vor Violet und ihrem feindseligen Verhalten, das sich Blythe nicht erklären kann. Alles nur Einbildung? Oder ist das Mädchen tatsächlich absichtsvoll böse? Fox, der seine Tochter von ganzem Herzen liebt, beobachtet seine Frau mit wachsendem Misstrauen. 

Ein Buch das nur schwer auszuhalten ist, emotional alles andere als leichte Kost ist und das mir noch immer nach geht.

Ich erinnerte mich daran, warum wir Violet eigentlich bekommen haben: Du wolltest eine Familie, und ich wollte dich glücklich machen. Aber ich wollte außerdem all meine Zweifel widerlegen. Ich wollte auch meine Mutter widerlegen.

Wenn Männer mir die Welt erklären (Men explain things to me) von Rebecca Solnit erschienen im btb Verlag. Übersetzt von Kathrin Razum und Bettina Münch

Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat – jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht die Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten.

Rebecca Solnit ist eine Autorin die ich sehr schätze. Sie ist klug, warmherzig und hat ein wahninniges Gespür für die Themen unserer Zeit. Dieses Buch hat das Zeug dazu ein Klassiker zu werden. Sie schafft es auf ein paar Seiten, die Geschlechterdebatte auf den Punkt zu bringen.

Every woman knows what I’m talking about. It’s the presumption that makes it hard, at times, for any woman in any field; that keeps women from speaking up and from being heard when they dare; that crushes young women into silence by indicating, the way harassment on the street does, that this is not their world. It trains us in self-doubt and self-limitation just as it exercises men’s unsupported overconfidence.

Vier Tage währt die Nacht von Dorothea S. Baltenstein erschienen im Eichborn Verlag

Dorothea S. Baltenstein ist das Pseudonym von vier Schülerinnen und ihrem Lehrer die im Rahmen eines Unterrichtsprojektes, dem sogenannten Projekt Pegasus, zwischen September 1995 und Mai 1998 das Manuskript für den gleichnamigen Roman entwickelten.

Schottland, im Jahre des Herrn 1817. Jonathan Lloyd erhält von seinem alten Freund Sir Mortimer Pope eine Einladung nach Boroughmore Castle. Ein literarischer Wettstreit ist geplant; man will sich treffen wie einst die Shelleys sich mit Lord Byron in der Schweiz trafen, wo Mary Shelley die Inspiration zu Frankenstein hatte. Aber bereits in der ersten Nacht stürzt die Zugbrücke des Schlosses ein, was ein Todesopfer fordert.

Ein Roman den ich direkt nach Erscheinen gekauft und gelesen habe, denn meine Liebe zu allem Gothic / Dark Academia etc begleitet mich schon ein Leben lang. Ich habe es damals sehr gerne gelesen, war etwas besorgt, wie es wohl gealtert sein mag, aber auch es macht auch in dunklen Wintertagen im Jahr 2022 noch genauso viel Spaß sich in diese dunkel-romantische Schauergeschichte zu versenken.

Während ich am späten Nachmittag des 27. November des Jahres 1817 in einer Kutsche saß, die holpernd über steinige Straßen fuhr, und hoffte, noch vor einbrechender Nacht mein Ziel zu erreichen, breitete sich in mir bereits ein Gefühl der Unsicherheit aus – vielleicht war auch ein wenig Furcht dabei.

Krabat von Otfried Preußler erschienen bei der Büchergilde Gutenberg

Neugier lockt Krabat zur Mühle am Koselbruch, vor der alle warnen. Dort soll es nicht mit rechten Dingen zugehen. Ein leichtes und schönes Leben wird Krabat hier versprochen. Doch der Preis dafür ist hoch. Und aus der Verstrickung mit dem Bösen kann ihn nur die bedingungslose Liebe eines Mädchens retten.

Auch so ein Herzensbuch, das ich gerne alle paar Jahre lese und jedes Mal entdecke ich etwas Neues darin.

Es gibt eine Art von Zauberei, die man mühsam erlernen muß: Das ist die, wie sie im Koraktor steht, Zeichen für Zeichen und Formel um Formel. Und dann gibt es eine, die wächst einem aus der Tiefe des Herzens zu: aus der Sorge um jemanden, den man lieb hat. Ich weiß, daß das schwer zu begreifen ist – aber du solltest darauf vertrauen, Krabat.

Bibliomanie von Gustave Flaubert erschienen im Insel Verlag. Übersetzt von Erwin Rieger.

Der Buchhändler und Antiquar Giacomo lebt zurückgezogen in einer stillen Gasse in Barcelona. Seine Liebe gilt allein den Büchern. Er berauscht sich am Geruch ihres Papiers, dem Einband, der Vergoldung der Lettern und der Druckerschwärze. Sein Traum: der Aufbau einer eigenen Bibliothek. Bei dem Erwerb bibliophiler Schätze steht ihm allerdings sein Rivale Baptisto im Weg, der Buchhändler vom Königsplatz. Allmählich steigert sich Giacomos Leidenschaft zum verbrecherischen Wahn …

Einen einzigen Gedanken hatte er, eine einzige Liebe, eine einzige Leidenschaft: die Bücher! Und diese Liebe, diese Leidenschaft verbrannten sein Inneres, verdarben sein Leben, verschlangen sein Dasein.

The Offing von Benjamin Meyers erschienen auf deutsch unter dem Titel Offene See im Dumont Verlag. Übersetzt von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann

Der junge Robert weiß schon früh, dass er wie alle Männer seiner Familie Bergarbeiter sein wird. Dabei ist ihm Enge ein Graus. Er liebt Natur und Bewegung, sehnt sich nach der Weite des Meeres. Daher beschließt er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich zum Ort seiner Sehnsucht, der offenen See, aufzumachen. Fast am Ziel angekommen, lernt er eine ältere Frau kennen, die ihn auf eine Tasse Tee in ihr leicht heruntergekommenes Cottage einlädt. Eine Frau wie Dulcie hat er noch nie getroffen: unverheiratet, allein lebend, unkonventionell, mit sehr klaren und für ihn unerhörten Ansichten zu Ehe, Familie und Religion. Aus dem Nachmittag wird ein längerer Aufenthalt, und Robert lernt eine ihm vollkommen unbekannte Welt kennen. 

Das wurde ganz überraschend für mich ein richtiges Herzensbuch. Jede:r von uns braucht eine Dulcie im Leben. Ein Buch das ich ganz besonders in diesen dunklen Zeiten empfehlen kann. Es macht die Welt ein kleines bisschen besser.

There is poetry in silence but most of us don’t stop to hear it. They must talk, talk, talk, but say nothing because they are afraid of hearing their own heartbeat.

Let poetry and music and wine and romance guide the way. Let liberty prevail.

Welche Bücher davon kennt ihr oder habt ihr vielleicht Lust bekommen auf das Eine oder das Andere? Ich freue mich über Rückmeldung – lasst mal hören…

Dystopien & Skurriles

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Es gab Kriege und die Zivilisation ist in finstere Zeiten zurückgefallen. Die Leute überleben irgendwie, einige haben alles verloren andere sind kurz davor alles zu verlieren.

”A haggard man used one of the huts as a home. He lay on a sagging mattress, his head on his pack, surrounded by rubbish–paper, porcelain shards, food remains, and unidentifiable debris. His hand was over his eyes. He looked like a failed soldier. Dirt seemed so worked into him that the lines of his face were like writing.”

Und dann sind da noch die verwaisten Kinder, die in der Stadt zusammenleben, die sich zusammen geschlossen haben, um irgendwie zu überleben.

Der Vater des Jungen ist ein Schlüsselmacher. Er macht Schlüssel, die in alte Maschinen passen. Er macht Schlüssel für Wettermaschinen, für Schlösser, die Herzen öffnen und alles was er tut ist geheimnisvoll und mysteriös. Aberglaube ist die neue Religion, genau wie ein Voodoo-Zauber nur funktioniert, wenn man an ihn glaubt.

Der Junge lebt oben auf dem Berg. Das macht ihn zu einem „Uphiller“. Er hat Dinge gesehen und er weiß Dinge über seinen Vater, die ihm keiner glaubt.

”I knew that, by whatever means he’d killed it, it was not to eat. I wanted to cry; I stood still.“

Da ist dieses Loch in der Höhle, ein tiefes Loch ohne Boden. Ein Loch, das vielleicht bis zum Mittelpunkt der Erde geht. Als seine Mutter verschwindet, bekommt er Alpträume.

”I thought of my mother’s hands hauling her up. Of her climbing all grave-mottled and with her face scabbed with old blood, her arms and legs moving like sticks or the legs of insects, or as stiff as toys, as if maybe when you die and come back you forget what your body is.”

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Aber sein Vater behauptet steif und fest, die Mutter würde noch leben. Als der Mann, der die Menschen zählt kommt, sieht der Junge in ihm die einzige Chance herauszubekommen, was mit seiner Mutter passiert ist. Was das eigentliche Geheimnis seines Vaters ist.

“He said, You’ll write it not because there’s no possibility it’ll be found, but because it costs too much to not write it.”

Das ist eines der abgefahrensten, merkwürdigsten Bücher die ich seit langem gelesen habe und ich fand es großartig. Es ist sehr kafkaesk in dem Gefühl, dass man keine Möglichkeit hat, den Ereignissen zu entkommen. Es dauert eventuell, bis man hineinfindet in diese düstere Welt, aber irgendwann hebt sich der Nebel.

Für mich hätte das Buch gut noch ein paar Hundert Seiten haben können, ich hätte zu gerne gewusst, wie es weitergeht. Ich hätte nur zu gerne das verschwundene Notizbuch gefunden …

Der Roman hat auch durchaus Gothic Elemente, die Schatten, das bedrohliche Unbekannte, der sich ständig aufbauende blanke Horror. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, wollte unbedingt einen Weg finden, dem Jungen zu helfen, vom Berg zu entkommen.

Das wird ganz sicher nicht mein letzter Miéville sein, ich habe Blut geleckt. Hat eigentlich noch jemand das Bild oben in seinem Buch gehabt? Oder lag nur meinem eines bei? Es sieht so sehr aus wie ich mir die Brücke zur Stadt vorgestellt habe, dass ich auf der einen Seite annehme, es handelt sich um eine Beilage zum Buch vom Verlag, auf der anderen Seite sieht es aus wie ein ganz normales Foto – hinten steht auf jeden Fall „The census maker“ und ein Datum drauf. Sehr mysteriös – wie das Buch.

Auf deutsch erschien das Buch unter dem Titel „Dieser Volkszähler“ beim Liebeskind Verlag.

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Bei Margaret Atwoods Nachfolger zum weltberühmten „The Handmaids Tale“ sollte man vor Lektürebeginn ganz klar seine Erwartungshaltung in den Griff bekommen. „The Testaments“ ist spannende Unterhaltung, aber eventuell keine Weltliteratur wie sein Vorgänger.

Es unterscheidet sich von dem 1985 erschienenen „The Handmaids Tale“ was den Ton, und die Stimme der Protagonisten und auch was die literarische Güte angeht. Der frühere Roman hat eine Kraft und eine Gewichtigkeit, mit der „The Testaments“ nicht mithalten kann.

Offred war so sehr Gefangene ihrer Umstände, ihre Isolation für den Leser unmittelbar beklemmend spürbar. Sie ist völlig passiv, hält die Füße still und versucht nur von einem Tag zum nächsten zu überleben, während andere Charaktere im Buch (Moire zum Beispiel oder Ofglen) deutlich aktiver versuchen, das Regime in Gilead zu unterwandern. Offred war eine absolute Durchschnittsfrau, die den Leser stets mit der Frage konfrontiert „Was hättest Du in meiner Situation gemacht – und mach Dir bloß nix vor“.
Der Roman war völlig hoffnungslos, die Kraft des Romans lag in seinem intimen Portrait völliger Hilflosigkeit.

„The Testaments“ ist dagegen viel Action geladener, viel hoffnungsvoller und dadurch aber vielleicht auch deutlich weniger realistisch. Man folgt den Stimmen dreier unterschiedlicher Protagonisten, die alle drei absolut bereit sind, sich dem System zu widersetzen. Sie riskieren alles, um die Patriarchie zu beenden. Zwei der drei Protagonistinnen sind Teenager, ich glaube, auch Margaret Atwood sieht unsere einzige Hoffnung auf Rettung in der Jugend.

Dieser Wandel wird insbesondere den Fans der TV Serie „The Handmaids Tale“ bekannt vorkommen. Wahrscheinlich haben sowohl Margaret Atwood als auch die Produzenten der Serie das Gefühl, dass die Menschen jetzt einfach Hoffnung und eine Katharsis brauchen, die ein gewonnener Kampf gegen all die Vollidioten in der Welt mit sich bringt.

Nein, keine große Literatur – aber ein sehr unterhaltsames Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.

Auf deutsch erschien der Roman unter dem Titel „Die Zeuginnen“ beim Piper Verlag.

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The October Country ist eine Sammlung an Kurzgeschichten ohne jeglichen Science Fiction Bezug, die eher im Bereich des Okkulten, Makabren und Düsteren anzusiedeln sind.

 “The October Country … that country where it is always turning late in the year. That country where the hills are fog and the rivers are mist; where noons go quickly, dusks and twilight linger, and midnights stay. That country composed in the main of cellars, sub-cellars, coal bins, closets, attics and pantries faced away from the sun. That country whose people are autumn people, thinking only autumn thoughts. Whose people passing at night on the empty walks sound like rain.”

Die Kritiken überschlagen sich für diese Sammlung an Kurzgeschichten und sie sind auf jeden Fall gut geschrieben. Es sind definitiv keine „Horrorgeschichten“, denn sie sind nicht sonderlich gruselig, aber sie sind skuril und sie haben teilweise etwas verstörendes.

Passende Lektüre für den Horroctober, kurz vor Halloween. Besonders mochte ich die Geschichten „Skeleton“, „The Emissary“ und „The Scythe“. Ein unterhaltsamer Kurzgeschichtenband, aber komplett umgehauen war ich jetzt nicht.

Auf deutsch erschien dieser Kurzgeschichten-Band unter dem Titel „Familientreffen“ im Diogenes Verlag.

Was ist für euch perfekte Halloween-Lektüre?

Meine Woche

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Gesehen: „Top of the Lake“ (2013) Season 1 von Jane Campion mit Elisabeth Moss. Spannende Krimi-Serie mit unglaublichen Bildern. Man will sofort und auf der Stelle nach Neuseeland. Die Serie wurde für einige Emmys nominiert und hat einiges an Auszeichnungen abgesahnt. Absolut zurecht. Unbedingt angucken.

The Neon Demon“ (2016) Stylisch-hypnotischer Psycho-Horror von Nicolas Winding Refn. Beauty is vicious. Das Ende fand ich ganz schön eklig, aber die grandiosen Bilder und der Sountrack machen das alle mal wett.

Symptoms“ (1974) Britischer Horror-Film von José Ramón Larraz. Der Film war eine Weile verschwunden gut das er wieder aufgetaucht und jetzt auf Blue Ray erhältlich ist. Wunderbarer Gothic Horror aus den 70ern.

Gehört: Lea Porcelain „Warsaw Street„, Moby – „Are you lost in the world like me„, Anna Netrebko „Padre Mio„, Vesselina Kasarova „J’ai perdu mon Eurydice„, Public Memory – „Heir„, The Cure – „It can never be the same„, Esben and the Witch – „Like a Drunkard Reels

Gelesen: diese Kurzgeschichte von China Miéville, enough of the white male rage narrative, diesen Kommentar im New Yorker von Chimamanda Ngozi Adichie, warum political correctness nicht das Problem ist, über diesen liberalen Professor den seine konservativen Studenten ängstigen, dieser Rant von Michael Seemann der mir einigermassen aus der Seele spricht und über Roboterfrauen die Angst davor haben fett auszusehen.

Getan: meinen ersten öffentlichen Vortrag gehalten „Freedom to Grow. Why Mindset is all that counts and what Freedom & Responsibility have to do with that“ – war ich nervös. Lief aber gut 🙂

Geplant: meine Weihnachtspost und -pakete verschicken, ein paar sehr wichtige Projekte vor Weihnachten abschließen, mein Rezensions-Backlog weiter abbauen

Gegessen: Piratenblech

Getrunken: Glühwein auf der Weihnachtsfeier

Gelacht: So who’s in charge here ? I need to know who to ignore.

Geärgert: das ich Depp die Packerl mit Schokolade im Adventskalender für die Liebste ans Fenster gehängt habe und die durch die Sonne a bisserl geschmolzen sind

Gefreut: das mein Vortrag so gut geklappt hat

Gewünscht: diesen BB8 Wecker, dieses Bild,  dieses Tattoo,

Geklickt: auf diesen Talk von Scott Smith  „The Futures of Future“ und auf diese Ubahnpläne mit Stationsnamen die auf die jeweilige Sehenswürdigkeit hinweisen

Gekauft: Bücher

Gefunden: nix

Gewundert: wieviel Adrenalin man so ausschütten kann