#WomeninSciFi (34) Blackout – Connie Willis

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Wir schreiben das Jahr 2060 und Oxford, ist ein ziemlich chaotischer Ort mit Heerscharen von zeitreisenden Historikern, die in die Vergangenheit geschickt werden. „Blackout“ dreht sich um drei Historiker, die an unterschiedliche signifikante Orte während des 2. Weltkriegs geschickt werden und dann Probleme haben, wieder in ihre Zeit heimkehren zu können.

Nicht nur die Aufträge der jeweiligen zeitreisenden Historiker werden immer gefährlicher, der ganze Krieg und die Geschichte selbst scheinen völlig außer Kontrolle zu geraten.

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Die bislang immer zuverlässig funktionierenden Zeitreisemechanismen weisen Fehler auf und irgendwann fragen sich die Historiker, ob ihre felsenfeste Überzeugung, dass ein zeitreisender Historiker die Vergangenheit nicht ändern kann, wirklich so stimmt.

Das ist keine leichte Kost, denn Ms Willis hat ihre Recherche ernst genommen, für die sie etwa 8 Jahre brauchte. Man erfährt unglaublich viel über den Krieg aus ganz unterschiedlicher Sicht – über die Erfahrungen der Kinder, die aus London in den Norden des Landes evakuiert werden, über die Evakuierung der britischen Soldaten aus Dünkirchen und die ersten Wochen der Bombardierung Londons.

Willis streut kleine persönliche Geschichten mit ein und auch, wenn die Zeitreisenden theoretisch stets wissen was passieren wird, sind sie doch beruhigt, wenn alles so ausgeht, wie sie es erwarten.

Eine große Warnung muß ich aussprechen: mir war bei Beginn der Lektüre nicht klar, dass das Buch kein richtiges Ende hat, da es sich um den ersten Teil eines Buches handelt. Im Buch „All Clear“ geht es weiter und man sollte diesen Band eventuell schon zur Hand haben, denn ein Wiedereinstieg in die Geschichte ist ziemlich schwierig, wenn zu viel Zeit vergeht.

Ein intensives Buch, das Leuten gefallen wird, die sich für die Geschchichte des 2. Weltkriegs interessieren, es ist kein Pageturner, aber spannende und interessante Lektüre.

Auf deutsch erschien das Buch unter dem Titel „Dunkelheit“ im Cross Cult Verlag.

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