Day 23 Book-a-Day Challenge: Favorite fictional Character

… and the winner is: Lisbeth Salander 🙂

large

I would love to be a Hacker like her and the dragon tattoo is also cool. I prefer books where I can identify with somebody in the book. It doesn’t have to be the main protagonist and it is not so much that they need to be very similar to me, but something needs to resonate with me.

Either the way they think, the way they act or their ideas.

To learn more about Lisbeth I recommend Stig Larssons trilogy who died far too young a few years ago and the follow-up by David Lagercrantz „The Girl in the Spider Web“. You can find my review here:

https://bingereader.org/2015/10/01/the-girl-in-the-spiders-web-david-lagercrantz/

What is your favorite fictional character ?

Werbeanzeigen

The Girl in the Spider’s Web – David Lagercrantz

12063890_10153134379020823_7018828914239208504_n

”Shut up and listen,” she said.

Das war die Stelle, an der ich wusste, ahhh alles gut. Das ist meine Lisbeth. Wie wir sie kennen und lieben. Die Stieg Larsson Trilogie hat mich vor ein paar Jahren wirklich umgehauen und ziemlich süchtig gemacht. Als ich hörte, es gibt eine Fortsetzung, habe ich in etwa so reagiert:

10025572

Als Fan von Stieg Larssons schrägem Ermittlerduo, der genialen Punk Hackerin Lisbeth Salander und ihrem Ermittlungspartner Mikael Blomkvist, dem investigativen Journalisten des Magazins Millenium, wird man absolut nicht enttäuscht von dieser Fortsetzung, die aufgrund von Larssons Herztod im Jahr 2004 vom schwedischen Journalisten David Lagercrantz weitergeschrieben wurde und es hätte ja durchaus auch ordentlich in die Hose gehen können.

In „The Girl in the Spider’s Web“ werden die beiden in den Fall des geheimnisvollen Informatikers Frans Balder verwickelt. Er ist ein Experte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz, der in eine globale Verschwörung verstrickt wird, die von der schwedischen Geheimpolizei, über die russische Mafia und Industriespione aus dem Silicon Valley bis zur NSA reicht.

Lisbeth hackt wieder und nicht irgendwen, sondern als stolze Hackerin natürlich niemand geringeren als die NSA. Als gäbe es nichts einfacheres und als sei die NSA der Kegelverein von gegenüber, gleitet sie durch deren Abwehrsysteme wie ein Messer durch die Sahnetorte. Das hetzt ihr erwartungsgemäss die Höllenhunde der  NSA auf den Hals und der Roman nimmt ordentlich Fahrt auf.

Auch Balder gerät in das Fadenkreuz der NSA und einer zwielichtigen Firma namens Solifon, die an sein Computerprogramm heran wollen, das auf seiner Forschung zur künstlichen Intelligenz basiert. Balder ist alleinerziehender Vater, der sich um seinen kleinen autistischen Sohn mit Savant-Syndrom kümmert. Der kleine August ist ein mathematisches Genie und zusätzlich noch in der Lage, unglaublich präzise Zeichnungen anzufertigen, die eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen.

Erwartungsgemäß denkt man das Salander, die super-intelligente Hackerin/Problemlöserin in der Geschichte, alles auflösen wird, aber es ist dann tatsächlich August, der den entscheidenden Hinweis geben kann. Die Interaktion zwischen August und der wahrscheinlich selbst irgendwo auf dem autistischen Spektrum angesiedelten Lisbeth gehören zu den berührensten Momenten im Roman.

Salander und Blomkvist treffen lange nicht aufeinander. Zehn Jahre sind seit ihrem letzten Zusammentreffen vergangen und es dauert bis etwa zum Ende des ersten Drittel des Buches, bis es ein Aufeinandertreffen der beiden gibt. Im ersten Teil geht es um Mikael und sein Magazin „Millenium“, das er mitgegründet hat und das in Schwierigkeiten gerät. Er ist die Art Journalist, die einem wirklich Hoffnung für diesen Berufsstand gibt.

Lisbeth hat dann mit „Shut up and listen“  ihren Auftritt und das macht er dann auch der Herr Blomkvist. Lange bleibt es bei kurzen email-Sequenzen und Telefonaten und lange fragt man sich, ob sie überhaupt aufeinander treffen werden in der Geschichte.

David Lagercrantz versteht es meiner Ansicht nach ganz ausgezeichnet, sich in Stieg Larssons Charaktere hineinzuversetzen. Er erfasst ihre Verletzlichkeiten, ihren Widerwillen und ihre Müdigkeit. Beide wollen Gerechtigkeit, wenn auch aus unterschiedlichen Beweggründen. Salander aufgrund ihrer unbändigen Entschlossenheit, sich an denen zu rächen, die unterdrücken und missbrauchen. Typen, die es sexuell erregt, wenn sie Frauen oder Kinder schlagen, sollten hoffen, dass Salander niemals dahinter kommt, denn es könnte sonst schnell mit einem Stiefel am Hals oder einem Messer am Brustkorb enden und ihnen wird unweigerlich die Frage durch den Kopf gehen, wie zur Hölle ausgerechnet ein so zierliches Wesen ihnen das antun konnte.

Blomkvist dagegen kämpft für Gerechtigkeit, weil er einfach ein idealistischer Mensch ist, jemand der aus intrinsischen Motiven handelt und stets so, als hätte er nichts zu verlieren.  Das Millennium und sein Erfolg bei schönen Frauen entschädigen ihn für seinen Mut gelegentlich.

“we live in a twisted world where everything, both big and small, is subject to surveillance, and where anything worth money will always be exploited.”

“it’s always the wrong people who have the guilty conscience. Those who are really responsible for suffering in the world couldn’t care less. It’s the ones fighting for good who are consumed by remorse.”

Einige Kritiken beschweren sich über den Techie-Jargon im Buch und den vielen verschiedenen Hacker-Typen, die man nur schwer auseinanderhalten könnte, dies war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Lagercrantz hat meiner Meinung nach alles gut erklärt, den Kontext dargelegt und man erfährt eine Menge über künstliche Intelligenz, Autismus, das Savant-Syndrom, White und Dark Hat Hacking und vieles mehr.

Hier ein link zu „White Hat Hacking for Beginners“ falls ihr auf den Geschmack gekommen seid 😉

“Money talks, bullshit walks.”

Habe das Buch in nur zwei Tagen verschlungen. Tolle Geschichte, gut geschrieben, Lisbeth ist einfach nur verdammt cool und ich bin weiterhin ein bisschen verliebt 😉
large

Foto: Weheartit

Das Buch ist auf deutsch unter dem Titel „Verschwörung“ im Heyne Verlag erschienen.

Meine Woche

FullSizeRender

Gesehen: „Signs & Wonders“ abgedrehter Psychothriller mit Charlotte Rampling und Stellan Skarsgaard – verwirrend mit erstklassigem Soundtrack von Portisheads Adrian Utley. 

The Big Sleep“ Raymond Chandler Verfilmung mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall – erstklassig. Ich könnte den immer wieder gucken, nur echt mit einem Glas schottischem Malt Whisky

Ghostbusters“ fast verschämt vergessen aufzuführen. Aber ich liebe ihn einfach immer noch. Der Film garantiert Ohrwurm.

Gehört:  Avec „Granny„, Editors „Life is a fear„,  Die Krupps „Battle Extreme„, Cold Cave „The Great Pan is Dead„, Light Asylum „Skull Fuct

Gelesen: diesen Artikel über 2 Obdachlose die in einer Unterführung eine Bücherei eröffnet haben, diesen Artikel im New Yorker von Oliver Sacks, diesen Artikel zu Peter Mays Lewis-Trilogy, der mir riesige Lust gemacht hat die Äußeren Hebriden mal wieder zu besuchen

Getan: Bücher und Hygieneartikel eingesammelt, mein Tattoo-Konzept mit Mara finalisiert – Stichtag ist der 26.9., mit Freunden in die Nacht gequatscht und den London Trip geplant und uns ganz ganz schweren Herzens von der kleinen Bonnie verabschiedet – fuck hat die uns das Herz geklaut 😦

Gegessen: Fake aber superleckere Fish & Chips

Getrunken: Spielerfrau in der Lehelbar

Gefreut: über Münchens Solidarität mit den Flüchtlingen und über mein Wichtelbuch „The Girl in the Spider Web“ und unser Dog-Sitting-DankeschönIMG_3690

Geärgert: über Orban und Seehofer und einige andere Idioten und das meine Ammoniten-Tasse im Büro weg zu sein scheint 😦

Gelacht: Oh Darling, go and buy a personality 😉

Geplant: das Responsive Org Treffen besuchen und endlich mal wieder ins Kino gehen

Gewünscht: dieses Haus, dieses Tattoo vielleicht auch noch ? und immer noch dieses Shirt

Gekauft: R. J. Palacio „Wonder“ zum verschenken und das neue Album von Diary of Dreams

Geklickt: immer wieder auf den Blog von stepanini – niemand bringt mich so schön zum nachdenken, und meine Freude darüber das sie ebenfalls ein Fan von Alain de Botton ist. Diesen Talk kann man gar nicht oft genug anhören.
Auf diese Ikea-Katalog Rezension und auf diese Seite mit den Ideen von Innovatoren aus ganz unterschiedlichen Disziplinen – spannend.
Gewundert: das ich jezt schon als Stammkundin im Tattoostudio gelte – hmmm 😉

Meine Woche

IMG_1037

Gesehen: Lincoln – wirklich tolle Leistung von Daniel Day-Lewis, sehenswerter Film, aber sehr lang.
From Dusk till Dawn – bin wahrscheinlich der einzige Mensch der ihn bis dato nicht gesehen hat, aber dafür den Soundtrack besitzt – sehr cooler Film und ne quietsch junge Juliette noch ohne Licks und der kleene Quentin – süß 😉
Vaya con Dios – deutsches Road Movie mit hübschen Landschaftsaufnahmen und wunderschöner Musik

Gehört: Tu solus von Josquin des Prez, Johann Sebastian Bach – Matthäus Passion 57 und zur Vorbereitung aufs Konzert Karin Park „Hurricane“ und „Look what you’ve done“ und Tito & Tarantula’s „After Dark

Gelesen: dieses Interview mit Paul Auster aus dem Jahr 1985, diesen Artikel über Artifical Intelligence und diesen Artikel über Fantasy Fiction

Getan: Geburtstag gefeiert, jemandem zur anstehenden Weltreise Löcher in den Bauch gefragt, Streetart Radl-Tour durch München gemacht und mir spontan Handschuhe geliehen

Gegessen: Blumenkohlsteaks mit Salsa Verda – hmmmmm und leckere Pho

Getrunken: Golden Daquiri und Margarita – zum Glück KEINE polnische Rakete

Gefreut:  über das Ticket für den Siri Hustvedt Vortrag im Haus der Kunst und die Flasche Weisswange Old Tom Gin von Verrückt nach München und einen Photobox Gutschein von der wunderbaren Amy 🙂

Geärgert: hmm ärger ich mich zu wenig ? Mir fällt nix ein

Gelacht: über komplizierte Beziehungsstati

Geplant: Dortmund besuchen nächste Woche

Gewünscht: „The Girl in the Spider Web“ wenn es im August herauskommt, dieses Shirt und dieses Geschirr

Gekauft: Bücher für das Geburtstagskind

Gefunden: ein tolles Büchercafe

Geklickt: auf diesen Artikel von Ali Smith on the double edge of Muriel Spark und auf diese Live Recording von Haruki Murakami

Gewundert: wieviel ich ganz vergessen hatte und woran ich alles erinnert wurde beim Durchstöbern meiner Kiste aus den 90ern 😉