Meine Woche

Gesehen: Kill, Baby, Kill! (1966) von Mario Bava. Stimmungsvoller Horror-Klassiker um ein europäisches Dorf aus dem 18. Jahrhundert, das von dem Geist eines mörderischen kleinen Mädchens heimgesucht wird.

My Octopus Teacher (2020) von Philippa Ehrlich und James Reed. Großartige Doku – ich fand Oktopoden vorher schon wahnsinnnig schlau und spannend und jetzt noch mal mehr. Unbedingt ansehen.

John was trying to contact aliens (2020) von Matthew Killip. Doku über John Shepherd der 30 Jahre lang versuchte, mit Außerirdischen Kontakt aufzunehmen. Herzerwärmend.

Frankenhooker (1990) von Frank Henenlotter. Trash-Horror-Comedy – nix für mich. Hab ich nach der Hälfte abgebrochen.

Gehört: Let me adore you – SOKO, Spem in Alium – ORA, Hier sind wir alle – 2Raumwohnung, We contain multitudes – Olafur Arnalds, Robby’s Theme – Sqürl, Kommt ihr Töchter helft mir klagen – Johann Sebastian Bach, And the bridge is love – Howard Goodall

Gelesen: Literatur, die zu Musik wird: Diese Songs wurden von berühmten Büchern inspiriert, Harold Bloom on why read, On Needing to Find Something to Worry About, A Fuller Picture of paintress Artemisia Gentileschi

Getan: ein Leadership Konzept vorgestellt, unzählige Meetings, viel Zug gefahren, im japanischen Viertel in Düsseldorf wie in Tokio gefühlt und mit lieben Freunden lecker gegessen

Gegessen: Veganes Gemüsecurry Kambodscha-Style, japanischen Ramen und Rouladen à la Oma

Getrunken: Kölsch

Gefreut: über unsere Obst- und Gemüsekiste und meinen Bienchenstempel

Getrauert: nein

Geärgert: über Genöle das als Feedback verkleidet wird

Geklickt: Give yourself permission to be creative | Ethan Hawke, auf den Quote Investigator und Travelling somewhere? Match your next read to your destination with The Literary Travel Agency. Books set in locations around the world!…

Gestaunt: über Robo-Delfine und über die Food-Carving Künste von Tomoko Sato

Gelacht: Remember when Kristen Stewart directly looked at Cate Blanchett’s chest but got caught, so she tried to look the other way

Gewünscht: diese Dusche, dieses Haus, dieses Outfit

Gefunden: nix

Gekauft: japanische Kitkat und Mochi

Gedacht: ‘I have loved the stars too truly to be fearful of the night.’ //Sarah Williams

Hirngymnastik Klassische Musik

Ein Jahr voller Wunder – Clemency Burton-Hill

Ich glaube, ich habe nicht viel mit der Krimi-Autorin Donna Leon gemeinsam, außer wahrscheinlich unsere immense Vorliebe für klassische Musik aus der Barock-Zeit und der (nicht ganz ernst gemeinten) Ansicht, die eigentliche Oper endet für uns mit Mozart.

Neben den Barockopern von Händel, Monteverdi, Gluck oder Vivaldi mag ich insbesondere geistliche Musik, was mir wieder zeigt, dass man, um großartige Musik oder auch Architektur (Kirchen) schätzen zu können, nicht unbedingt religiös sein muss.

Die heutige Hirngymnastik befasst sich mit Literatur, in der klassische Musik eine zentrale Rolle spielt.

Die europäische Musik unterscheidet sich sehr von vielen anderen außereuropäischen klassischen Musikformen – durch ihr Notationssystem, das etwa seit dem 11. Jahrhundert in Gebrauch ist. Katholische Mönche entwickelten die ersten Formen moderner europäischer Musiknotation, um die Liturgie in der gesamten Weltkirche zu vereinheitlichen.

Im Gegensatz zu den meisten volkstümlichen Stilen ist die klassische Musik für die Entwicklung hoch entwickelter Formen der Instrumentalmusik wie Symphonie, Konzert, Fuge, Sonate und gemischter vokaler und instrumentaler Stile wie Oper, Kantate und Messe bekannt.

Eines der schönsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe ist eines, das mich gelegentlich auch in ganz andere Epochen der klassischen Musik geführt hat und auch wenn das Jahr noch nicht ganz um ist, es ist ganz eindeutig mein Lieblingsbuch dieses Jahr:

Clemency Burton-Hill ist unglaublich enthusiastisch, nicht im Entferntesten versnobt und hat mir riesige Lust gemacht, jeden Morgen das Stück des Tages zu hören. Sie redet über Stücke, die sie in der U-Bahn, bei der Hausarbeit oder auch mal ganz ehrfürchtig in einem Konzertsaal hört. Alle wichtigen Komponisten sind hier und an 366 Tagen (ja, inklusive des extra Tages – also perfekt für das Schaltjahr 2020) stellt sie erfreulich viele Frauen, Nicht-Europäer/Amerikaner und Komponisten vor, die noch leben und arbeiten – viele von ihnen unter 50.

Ein Buch wie dieses wäre vor dem Streaming vielleicht gar nicht möglich gewesen, aber durch das Streaming ist es leicht, sich durch alle 366 Stücke zu hören (meistens an dem dafür vorgesehenen Tag, aber ab und an auch mal ein paar am Stück, wenn ich etwas hinterherhinkte ). Dadurch lernte ich so unglaublich viele neue Stücke/Komponisten kennen und schätzen.

Natürlich hat mir nicht jedes Stück gefallen, aber wer klassische Musik mag, spürt richtig, wie sich der eigene Horizont erweitert. Ein wunderbares Buch und das perfekte Geschenk für eigentlich fast alle Menschen.

Weiter geht es mit dem Genre der Oper. Das rote Opernbuch im Hintergrund habe ich als Kind von Verwandten aus der DDR geschickt bekommen und es hat mich seitdem überall hinbegleitet, wo auch immer ich gewohnt habe. Es ist ein guter erster Anlaufpunkt, wenn man sich über den Inhalt und den Hintergrund einer Oper informieren möchte.

Heute geht das natürlich auch sehr gut mit Wikipedia, dennoch kann ich jedem, der vielleicht auch gerade erst anfängt, sich mit Opern zu beschäftigen, empfehlen, sich ein solches Opernbuch anzuschaffen und/oder auch das Who’s Who in der Oper, ein hilfreiches Handbuch das einem noch mal mehr Einblick in die wichtigsten Figuren gibt, die immer wieder in Opern auftauchen.

Robert Levines „Weep, Shudder and Die“ ist ein sehr kompakter Guide, der noch mal interessante Einblicke in die Welt der Opernliebhaber in den USA gibt, die Auswahl der Komponisten und die Kürze der Opernbeschreibungen waren mir aber eine Spur zu oberflächlich. Es fehlte Händel (!!!).

Etwas umfassender möchte ich euch diesen Roman vorstellen:

Opernroman – Petra Morsbach

Wunderbarer Roman über das Treiben an einem fiktiven Opernhaus in einer fiktiven Stadt. Morsbach wirft einen messerscharfen Blick hinter die Kulissen. Man spürt, dass Petra Morsbach die Bühnen der Welt von innen heraus kennt, denn nur als Insider erlangt man diese Detailschärfe und kann so lebendig und humorvoll über diesen Mikrokosmos schreiben.

Hochs und Tiefs gehören zum künstlerischen Alltag in der Oper. Hinter den Kulissen ist das Geschehen aber fast genauso dramatisch wie auf der Bühne. Einige opfern ihr Leben für die Kunst, während andere recht skrupellos über Leichen gehen um Karriere zu machen. Die Menschen leben hier intensiver, leiden aber auch mehr als anderswo. Die Oper ist ein Ort der Extreme.

In diesem bislang einzigen Nicht-Brunetti Roman von Donna Leon geht es unter anderem um den italienischen Geistlichen, Diplomaten und Komponisten Agostino Steffani (1654 – 1728). Er lebte über zwanzig Jahre in München, was ihn noch einmal interessanter für mich machte.

Das Buch entstand in Kooperatin mit Cecilia Bartoli, einer Opernsängerin, die Ms Leon vor etwa zwanzig Jahren einmal interviewte und die seitdem ihr Opern-Buddie ist. Bartoli nahm eine CD mit Werken von Agostini auf und nur für die CD alleine hat sich der Kauf dieses wunderschönen Buches gelohnt. Der Krimi selbst spielte für mich eher eine untergeordnete Rolle, unterhalten habe ich mich aber auf jeden Fall sehr gut gefühlt.

Caterina Pellegrini ist gebürtige Venezianerin und wie so viele von ihnen musste sie ihre Heimat verlassen, um ihre Karriere fortzusetzen. Mit einem Doktortitel in „Barockoper“ aus Wien landet sie in Manchester. Als Caterina von einer Stelle in ihrer Heimat erfährt, ergreift sie die Gelegenheit beim Schopf und zieht zurück.

Die Stelle ist ziemlich ungewöhnlich. Nach fast drei Jahrhunderten wurden zwei verschlossene Truhen entdeckt, in denen sich vermutlich Papiere eines Barockkomponisten befanden. Mit religiösen und politischen Kreisen eng verbunden, starb der Komponist kinderlos; nun beanspruchen zwei (sehr unsympathische) Venezianer, Nachkommen seiner Cousins, jeweils das Erbe. Caterinas Aufgabe ist es, alle beigefügten Papiere zu prüfen, um so etwas wie eine testamentarische Verfügung des Komponisten zu finden. Doch als ihre Nachforschungen sie in unerwartete Richtungen führen, beginnt sie sich zu fragen, welche Geheimnisse diese Truhen wohl tatsächlich bergen.

Die Juwelen des Paradieses – ein großartiger Roman für Musikliebhaber*innen, eine fesselnde Erzählung über Intrigen, Musik, Geschichte und Gier mit großartiger Musik.

Hier könnt ihr Cecilia Bartolis Steffani-Aufnahme hören

Von Venedig aus reisen wir jetzt ins Deutschland der Bach-Zeit. Bach und Händel sind ja die großen deutschen Komponisten der Barock-Zeit und theoretisch hätten sie sich treffen können, es hat aber tatsächlich nie geklappt.

Die Suche in der häuslichen Bibliothek hat gleich zwei Bücher über Johann Sebastian Bach hervorgebracht – aber sträflicherweise keines über „meinen“ Händel, ein Zustand den ich schnellstens ändern muss.

Als die Musik in Deutschland spielte – Bruno Preisendörfer

Bruno Preisendörfer entführt uns in die Lebenswelt des Barock: Wie kleideten sich die Menschen? Wie sah das Familienleben aus? Tabak kam gerade in Mode und auch der Kaffee und damit der Siegeszug der Kaffeehäuser.

Musik wurde überall gespielt – ob in Gottesdiensten, zur Unterhaltung des Adels, der Bürger oder auf dörflichen Festen. Es war die Zeit von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann, deren Kompositionen uns bis heute nachhaltig berühren.

Preisendörfer breitet ein Füllhorn an Fakten, Anekdoten und Wissen aus, für mich hat die Lesbarkeit manchmal etwas gelitten und mich machte dieses hektische Springen von einer Anekdote zur nächsten irgendwie etwas kirre.

Hätte mir mehr über das Leben Johann Sebastian Bachs gewünscht und etwas weniger Hektik.

Als Bach nach Dresden kam – Ralf Günther

Leider stand auch in diesem Buch nicht etwa Johann Sebastian Bach im Zentrum der Geschichte, sondern der Dresdner Konzertmeister und Direktor der französischen Hofmusik: Jean-Baptiste Volumier.

Im Jahr 1717 ist Volumier Konzertmeister der Hofkapelle August des Starken. Als ihm zu Ohren kommt, dass der skandalumwitterte französische Musiker Louis Marchand nach Dresden geholt werden soll, wird ihm angst und bange: Wird Marchand ihm den Rang streitig machen? Volumier fasst einen Plan: Ein Orgelduell, bei dem er Marchand gegen den größten lebenden deutschen Komponisten antreten lässt: Johann Sebastian Bach wird Marchand überstrahlen, da ist Volumier sicher, und nach einer Blamage wird Marchand das Weite suchen. In Weimar lernt Volumier Bachs Cousine Friedelena kennen. Die Begegnung verändert einiges. Kurz bevor das Tastenduell stattfindet, nehmen die Ereignisse einen unvorhergesehen Verlauf.

Ein unterhaltsames Buch, aber ich wollte doch etwas mehr Bach und weniger Volumier *mit den Füßen trampelt*.

Jetzt aber zwei Bücher über einen Komponisten, bei dem man tatsächlich das bekam, was auch außen drauf stand.

Wir reisen nach Österreich und widmen uns DEM Komponisten der Wiener Klassik: Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart: Ein Leben ist eine gut recherchierte Biographie von Maynard Solomon und war 1996 Finalist für den Pulitzerpreis. Sie liest sich wie ein Roman, in dem wir Mozart durch seine frühe Kindheit in Salzburg bis zu seinen gefeierten Auftritten in den Hauptstädten Europas als Wunderkind begleiten.

Solomon folgt ihm nach Wien, wo er heiratet und als vielversprechender junger Komponist nicht nur in Wien, sondern auch in Prag und Deutschland Erfolg hat. Sein Leben überschattet eine sich stetig vertiefende Melancholie, die sich besonders ausprägte als er an seinem letzten Werk, dem Requiem, arbeitet, bevor er im Alter von 36 Jahren viel zu früh stirbt.

Mozart last Aria – Matt Rees

Matt Rees nimmt in seinem Roman das historische Rätsel des Mordes an Mozart unter die Lupe und präsentiert anhand von Fakten und Personen aus dem wirklichen Leben eine mögliche Lösung des Falles.

Zu Beginn der 1790er Jahre steht Europa vor einigen großen Problemen. In Frankreich ist die Französische Revolution im Gange. Preußen und Österreich sind Erzfeinde. Und Mozart verliert unter mysteriösen Umständen sein Leben und vermutet eine Vergiftung. Der Roman beginnt, als seine Schwester Nannerl im Sterben liegt und Mozarts Sohn das von ihr geführte Tagebuch gibt. Als Nannerl von Mozarts rätselhaftem Tod erfährt, verlässt sie ihr Dorf Salzburg und reist nach Wien, wo ihr Bruder Mozart Erfolg hatte und Zugang zu den höchsten gesellschaftlichen Kreisen erlangte. Nannerls Ziel ist einfach: herauszufinden, was mit ihrem Bruder geschehen ist.

Nur ist dem Wien, dem sie begegnet, ein anderes als das ihrer Jugend. Die Atmosphäre ist nicht mehr offen und entspannt, sondern geheimnisvoll und trügerisch. Als Nannerl beginnt, sich umzuhören, gerät sie in ein gefährliches Spiel – sie wird auf der Straße angegriffen und muss um ihr Leben fürchten.

Der Roman war eine verführerische Lektüre. Gleich zu Beginn des Buches stellt Rees dem Leser eine Liste der Charaktere und ihrer Identitäten zur Verfügung, das hilft sehr. Jedes Mal, wenn man glaubt, der Mörder sei entlarvt, schlägt Rees wieder einen Haken. Das Buch hat wirklich Spaß gemacht.

Die Mozart-Lektüre hat mir große Lust gemacht den Film Amadeus wiederzusehen, leider konnte ich ihn nirgendwo streamen, daher musste ich mich vorab erst mal mit dem Trailer begnügen:

Der letzte Roman dieser Hirngymnastik führt uns in die Welt der Kastraten.

Margriet de Moors „Der Virtuose“ hatte ich vor Jahren schon einmal gelesen und war gespannt, wie viel mir noch in Erinnerung geblieben war und wie gut es mir jetzt gefallen würde.

Dieser Roman erzählt die Geschichte eines berühmten Sängers. Der musikalisch begabte Garparo, der in furchtbare Armut hineingeboren wird lässt sich freiwillig und bereitwillig kastrieren, als er fast schon in der Pubertät ist. Danach wurde er ins Konservatorium gebracht und unzählige Stunden lang zu einem der berühmtesten Sänger Neapels ausgebildet.

Es ist die Geschichte der dramatischen Liebesgeschichte zwischen Gaspara und einer reichen Adligen.

Das Buch gibt Einblick in eine Zeit, in der Menschen – egal welcher Klasse sie angehörten völlig verrückt nach der Oper waren. Aristokraten, wie die Heldin des Romans, besuchten das Theater von San Carlo mehrmals in der Woche in ihren Logen, dort wurde gespielt und gegessen, Gespräche über Philosophie geführt und auch Liebesaffären nahmen dort ihren Lauf.

Manchmal widmeten sie sich aber auch der Musik und gingen mitunter sogar bis auf die Bühne, um die Aufführungen aus der Nähe zu sehen! Seither verstehe ich, warum Mahler darauf bestand, dass die Zuschauer ruhig sitzen und zuschauen sollten.

De Moor lässt die Welt der italienischen Musik und der neapolitanischen Aristokratie mit einer Sinnlichkeit aufleben, die einem den Atem raubt.

Der passende Film zum Buch ist natürlich Farinelli:

Zum Abschluß eine Playlist meiner liebsten klassischen Stücke:

Ich hätte gerade riesige Lust dazu. Habe mich für Ende Dezember um Tickets beworben an der Münchner Staatsoper, aber noch weiß ich nicht ob es geklappt hat. Wir werden sehen.

Ich hoffe ich konnte euch etwas Lust machen auf klassische Musik – habt ihr Lieblingskomponisten oder Stücke die ihr mir empfehlen würdet? Geht ihr gerne in die Oper?

Meine Woche

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Gesehen:  Hustlers (2019) von Lorene Scafaria mit Jennifer Lopez, Constance Wu uva. eine Gruppe gewiefter Strip-Club-Mitarbeiterinnen schließt sich zusammen, um den Spieß bei ihren Wall-Street-Kunden umzudrehen. Großartig. Basiert auf wahren Begebenheiten.

First Man (2018) von Damien Chazelle mit Ryan Gosling und Claire Foy. Bio-Pic über Neil Armstrong und die weltberühmte Mondlandung. Spannend und unterhaltsam.

Gehört: Hauschka live aus der Elbphilharmonie, First Man Soundtrack,  Multi Natural – Christina Vantzou, The Gardener – VLMV, Patrizia No. 3 – Johann Sebastian Bach / Hilary Hahn, Hello – Allie X

Gelesen: Mütter kritisieren ein Leben lang die Körper ihrer Töchter, Sophie Passmann zur Rolle der Veranstalter in der Lisa Eckhart Debatte, the devastating decline of a bright young coder, die Kurzgeschichte „With the Beatles“ von Haruki Murakami, diesen Artikel über Stanislaw Lem

Getan: im Watt gewandert, die kleine Nichte eingeschult, Hauschka live aus der Elbphilharmonie gehört, Uno im Garten gespielt und viel Zug gefahren

Gegessen: Nordseekrabben

Getrunken: Astra

Gefreut: über das Buchgeschenk von der lieben Schwiegermama

Geärgert: dass ich die Perseiden verpasst habe

Geklickt: auf dieses Interview mit Judith Butler, auf diese Liste von 15 Entdeckerinnen die man kennen sollte, Nadine Champions TED Talk „10 seconds of courage – Life lessons from a fighter“

Gestaunt: Sharkfest 2020

Gelacht: über den Twitter Thread „Introduce a male character like male screenwriters describe women characters“

Gewünscht: diesen Boxsack, diesen Schrank, dieses Bad

Gefunden: nix

Gekauft: Bücher, Zeitungen und ein St. Pauli T-Shirt

Gedacht: This is not your responsibility, but it is your problem // Cheryl Strayed

 

Meine Woche

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Gesehen: The Crow (1994) von Alex Proyas mit Brandon Lee. Zurecht ein Kult-Film. Großartige Ästhetik und sehr guter Soundtrack. Den werde ich definitiv irgendwann noch mal anschauen.

Rams (2018) von Gary Hustvidt. Spannendes Biopic über die Stil-Ikone schlechthin. Während Covid-19 kann man sämtliche Filme Hustvidts auf seiner Webseite umsonst ansehen.

Lost Girls (2020) von Liz Garbus. Verfilmung der auf wahren Begebenheiten beruhenden Long Island Morde. Muss man nicht gesehen haben.

Gehört: Johannes Passion – Johann Sebastian Bach, The Crow Soundtrack, Ghosts V + VI – Nine Inch Nails, Radiohead live from a ent in Dublin, Empty – Nils Frahm,  Sound Therapy – Gronny, Murder most foul – Bob Dylan, Asleep – The Smiths, I of the Storm – Of Monsters and Men

Gelesen: Eugen Ruge zum Kapitalismus mit tötlichem Antlitz, Olga Tokarzcuk blickt aus dem Fenster, Twin Peaks wird 30, Ann-Kathrin Büüsker: Solidarität verändert keine Strukturen, Covid19 as a chance to do capitalism differently, warum Shirley Jackson die Autorin der Stunde ist

Getan: viele virtuelle Meetings und Onboarding Sessions und richtig viel gelesen

Geplant: mein Box-Training im Wohnzimmer zu machen

Gegessen: die ersten Grillwürschtel

Getrunken: Tee & Wein

Gefreut: über das Osterpaket von der Schwiegermama mit tollem Buchgeschenk

Geärgert: nein

Geklickt: auf Mai Thi Nguyen-Kims Info Video zu Covid-19, auf Radio Garden (man dreht den Globus und es werden alle Radiostationen der Welt anklickbar angezeigt), Marvel bietet kostenlos jede Menge Comics an

Gestaunt: über die überirdisch schöne Siphonophore Apolemia, 12 Frank Lloyd Wright Buildings offer virtual tours,

Gelacht: Ostern 2020

Gewünscht: dieses Haus, diesen Teppich, diese Kerze, diese Maske

Gefunden: nix

Gekauft: eine Balkonverkleidung und ein Notizbuch

Gedacht: Forgive yourself for not knowing until you know better

Meine Woche

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Gesehen: Hereditary (2018) von Ari Aster mit Toni Colette und Gabriel Byrne. Atmosphärischer Horror ganz ohne jump scares.

Lady Bird (2017) von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan. Ein Marienkäfer wird flügge und Mutter/Tochter schauen wer sturer sein kann. Hat mir gut gefallen.

Ready, Player, One (2018) von Steven Spielberg. Lustig-bunter Sci-Fi Spaß der gut unterhält.

Gehört: Double Concerto in D-minor – Johann Sebastian Bach, No time to die – Billie Eilish, Orange Tree – Hilary Woods, Horizon – Cat Power, Beaten Down – Sharon Van Etten, Driving – POLIÇA, Toilet Brushes – Nils Frahm und Unchartered Destination – Ambient Atomic Orbital

Gelesen: Brit Marling on I Don’t Want to Be the Strong Female Lead,   Adèle Haenel and Noémie Merlant on Portrait of a Lady on Fire, People Born Blind Are Mysteriously Protected From Schizophrenia, über eine verbotene Liebe im Oman, die Oscars 2020 – es geht wieder um was, What Would Happen If the World Suddenly Went Vegetarian? und Nicole Seifert: Es zählt nur die Qualität – Über ein fadenscheiniges Argument

Getan: geboxt, Yoga gemacht und liebe Freunde getroffen

Geplant: den Bookclub besuchen

Gegessen: Crunchy Reisnudel-Salat

Getrunken: Pouilly-Fumé

Gefreut: über Valentinstag Blumen von der lieben Schwiegermama und über Natalie Portmans Oscar-Cape

Geweint: nein

Geklickt: Dinosaurs eating people – so süß 🙂

Gestaunt: Vampire star system undergoing super-outburst, ‘Reaper of Death’ tyrannosaur discovered in Canada, über die 4 Hamburgerinnen die es schafften über den Atlantik zu rudern und the most detailed photos yet of the far side of the moon

Geärgert: nein

Gelacht: über #meetTheGermans mit Rachel Stewart über die „Hair Tie“ Bemerkung im Harley Quinn – Birds of Prey Trailer

Gewünscht: diesen Mantel, dieses Bad, diese Kommode

Gefunden: nix

Gekauft: ein Nirvana Tshirt

Gedacht: Racists always try to make you think they are the majority, but they never are // Toni Morrison

Meine Woche

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Gesehen: Morgan (2016) von Luke Scott mit Kate Mara. Spannender Film um die Frage ob AI grundsätzlich böse wird mit sehr schönen Bildern.

Suicide by Sunlight (2019) von Nikyatu Jusu mit Natalie Paul. Vampir Horror-Kurzfilm über eine Krankenschwester die ihren Blutdurst in den Griff bekommen muss, um das Sorgerecht für ihre Töchter zu erhalten.

Gehört: Misere Mei – Gregorio Allegri, Cello Suite No 1 – Johann Sebastian Bach/Yo Yo Ma, Megafaun Rituals – Paleowolf, Purple Rain – Prince, Tombs – Common Eider, Fade into You – Mazzy Star, Hey Jo – Jimi Hendrix, Leader of the Pack – The Shangri-Las, Urstromtal – Jürgen Knieper

Gelesen: What people get wrong about Bertrand Russell, Jill Lepore on the lingering of loss, Abenteuer Buchhandel, why the 8-hour-workday is a counter-productive lie, Virginia Woolf is trending, dieses Interview mit Greta Gerwig

Getan: geboxt und den kleinen Neffen besucht

Geplant: Yoga, Boxen und liebe Freunde treffen

Gegessen: Tortillas mit Blumenkohl

Getrunken: viel Kaffee

Gefreut: über den süßesten Neffen der Welt, über Susanne Hennig-Welsow und Nancy Pelosi

Geweint: nein

Geklickt: auf dieses Interview mit David Lynch und Moby

Gestaunt: über die Hühnerkirche,

Geärgert: über die schreckliche Farce in Thüringen und die wieder so weißen und männlichen Oscars

Gelacht: über dieses Interview mit Patrick Stewart und Jeri Ryan

Gewünscht: dieses Cottage, diese George-Orwell-Bände, diese Pflanzen-Töpfe

Gefunden: nix

Gekauft: nein

Gedacht: “Life does not get better by chance, it gets better by change.” // Jim Rohn

Meine Woche

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Gesehen: „Solaris“ (1972) von Andrei Tarkovsky mit Donatas Banionis und Natalya Bondarchuk. Dieser Film ist ein Meisterwerk, der mit jedem mal sehen besser wird.

Mythos Suhrkamp“ Reportage von Sigfried Ressel. Die Republik – ihre Diskurse – ihr Verlag.

Leonardo da Vinci – die Welt malen“ Dokumentation von Sandra Paugam anläßlich des 500. Todestages des Universalgenies.

Gehört: „Solaris“ – Eduard Artemiev, „Weihnachtsoratorium“ – Johann Sebastian Bach

Gelesen: How my local library changed my life, Margarete Stokowskis Vorschläge zur Gleichberechtigung, Robert Macfarlane why we’re drawn into darkness, Das „Last Supper“ Gemälde einer Nonne aus der Renaissance macht sein Debut, The biggest lie tech people tell themselves and others, If you don’t want kids you don’t have to want a career instead, On the 19th century invention of the madwoman und diese Kurzgeschichte von Olga Tokarczuk

Getan: den Markt der unabhängigen Verlage besucht, die Erika Mann Ausstellung im wunderbaren Hildebrandhaus besucht und den Bookclub bewirtet

Geplant: Firmen-Umzug innerhalb des Gebäudes organisieren

Gegessen: veganes Sushi im Kansha und Lebkuchenmännchen

Getrunken: unter anderem diesen, diesen und diesen wunderbaren Wein auf der Mövenpick Weinverkostung 20/20

Gefreut: über diese vielversprechende Mukoviszidose Behandlung, über meinen großartigen Adventskalender, eine spannende Virginia Woolf Biografie aus Berlin und ein sehr großzügiges Wein-Geschenk

Geweint: nein

Geklickt: auf Sasha Baron Cohens inspirierende Rede, 73 questions with Olivia Cole, auf Neil Gaimans Gedanken zur Liebe, Hannah Gadsby on being diagnosed with autism und auf 15 commercials directed by David Lynch

Gestaunt: A timeline of 7 million years of human evolution, Are we living in a simulation? und über diese großartigen Fotos aus Wales

Geärgert: nein

Gelacht: über die großartige Tweetsammlung von Frau Kaltmamsell

Gewünscht: Baby Yoda, diese Lampe, dieses Outfit

Gefunden: nix

Gekauft: dieses Buch von Stefan Zweig aus dem Topalian & Milani

Gedacht: “Don’t limit your challenges, challenge your limits.” // Martonek Jr

Meine Woche

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Gesehen: „Picnic at Hanging Rock“ (1975) von Peter Weir. Mystery um ein Valentins-Picknick im Jahr 1900 bei dem mehrere Mädchen verschwinden. Wunderschöne Bilder, tolle Atmosphäre.

The Yellow Handkerchief“ (2008) von Udayan Prasad mit Kristen Stewart, William Hurt und Eddie Redmayne. Road Movie um drei einsame Menschen auf der Suche nach Halt.

Killing Eve“ (2018) mit Sandra Oh und Jodie Comer. Brilliante Thriller-Serie um eine Auftragsmörderin. Großartige Dialoge, intelligent und witzig – unbedingt ansehen

Gehört: „Trouble so hard“ – Vera Hall, „Halo“ – Mono, „From dust to beyond“ – God is an Astronaut, „Cellophane“ – FKA Twigs, „Watchmen“ – Trent Raznor & Atticus Ross, It’s all over now, Baby Blue – Them, „Last Walk“ – Space Mountain, „Smash my Head“ – CocoRosie

Gelesen: Margarete Stokowskis Rede anläßlich ihres Tucholsky-Preises, Was es mit OK Boomer auf sich hat, diesen Artikel von W. H. Auden über Virginia Woolf, J. S. Bach der Rebell, Goodbye to free lunches, John le Carrés Exit vom Brexit, How Susan Sontag taught me how to think, Oslo ist nahezu komplett autofrei in der Innenstadt

Getan: viel gelaufen, den Zündfunk Kongress besucht und meinen nächsten Workshop vorbereitet

Geplant: einen erfolgreichen Workshop durchzuführen

Gegessen: Brokkoli-Salat mit Kichererbsen

Gefreut: über die vielen spannenden Menschen die sich engagieren, zB  hier: ReDi School, Foodsharing, Netzpolitik

Geweint: nein

Geklickt: Boy told off for doodles becomes restaurant artist und auf dieses „Actor on Actor“-Interview von Jessica Lange und Taylor Schilling

Gestaunt: über diese unglaublich schönen Pilze, über den Bananen-Aal  und australische Wasserratten die mit chirurgischer Präzision Krötenherzen entfernen und essen

Geärgert: nein

Gelacht: über diesen Panda

Gewünscht: diese wasserfesten Sneaker, dieses Häuschen, dieses Lego Batmobile

Gefunden: tolle Bücher im Bücherschrank

Gekauft: nix

Gedacht: „If you don’t care who gets the credit, you can do a lot of good in the world“ (Esther Abraham)

Meine Woche

Gesehen: „Marianne“ (2019) von Samuel Bodin mit Victoire du Bois und Lucie Boujenah. Tolle französische Gothic-Horror-Serie mit tollen Bildern. Man möchte sofort in die Bretagne reisen.

Predator“ (1987) von John McTiernan mit Arnold Schwarzenegger. Puh hat mich der genervt. Wollte Space statt Urwald, ein kicherndes Monster eine Horde fader Männer mit dicken Armen. Äh nein.

Gehört:  „Eine kleine Nachtmusik“ – Wolfgang Amadeus Mozart, Concerto for Oboe & Violin BMV 1060 Test of Time – False Idols, Dégom – Paleowolf,  Mind Garden – Pool of Light, Arthax – Anthony Baldino, Stars End Annex Mix. Brautlied – Michaela Melián, Goodbye my friend – The Echelon Effect

Gelesen: Oliver Sacks und Technologie, dieses Interview mit der ersten Bundesrichterin in der Schweiz, Women in the Irak war, diese Debatte zwischen James Baldwin und William F Buckley, the long fight for equal pay in sports und Ausschlafen als revolutionärer Akt

Getan: ein wundervolles Reading Weekend mit dem Bookclub im Zillertal und dabei viel gelesen, gequatscht, Bibliotherapie durchgeführt, gewandert und danke @Münchner Küchenexperimente mega lecker gegessen

Geplant: ein Wiesn-Besuch

Gegessen: zuviel

Gefreut: es hat alles geklappt beim Reading Weekend

Geweint: das nicht aber ziemlich erschrocken über die megagroße Spinne im Küchenfenster

Geklickt und gestaunt: Photographic dispatches from the extremities of the earth

Gelacht: how to recognize famous painters

Gewünscht: diese Teebeutel, dieses Cottage, diesen Astronaut

Gefunden: fremdes Shampoo in der Tasche 😉

Gekauft: diesen Bunnahabhain

Gedacht: „I don’t ask you to love me always like this, but I ask you to remember. Somewhere inside of me there will always be the person I am tonight.” (F. Scott Fitzgerald)

Meine Woche

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Gesehen: „Iwans Kindheit“ (1962) von Andrei Tarkovsky. Arbeite mich weiter durch Tarkovskys Filmwerk – auch dieser Film wieder ganz großes Kino.

In Full Bloom“ (2019) von Maegan Houang. Koreanischer Kurzfilm mit tollen Bildern um eine alte Frau in deren Haus ein schwarzes Loch auftaucht.

Lucy’s Tale“ (2018) von Chelsea Lupkin. Body-Horror meets Coming of Age Kurzfilm.

Gehört: „Partitia #2“ – Johann Sebastian Bach, „Sì morrò ma lonor mio meco“ – Georg Friedrich Händel, Charlie XCX live in Chicago, „Pink & Blue“ – Tycho, „Bungalow“ – Bilderbuch, „III“ – Banks, „Dune“ – Soundtrack

Gelesen: dieses Interview mit einer Profilerin potentielle Mass-Shooters aufdeckt, dieses Interview mit Nicolas Cage, diesen Nachruf von Fran Lebowitz auf Toni Morrison, diesen Artikel über die merkwürdige Sekte „Christliche Wissenschaft“ und diesen Artikel von Amanda Lee Koe über Marlene Dietrich

Getan: die Nacht auf der Geburtstagsparty durchgetanzt und beim Augenarzt ein schmerzhaftes Gerstenkorn behandeln lassen

Geplant: Treffen mit lieben Menschen

Gegessen: Irisches Soda-Brot mit Cheddar

Gefreut: über diesen wunderbaren Sommer

Geweint: über die Tatsache, dass eine liebe Freundin beide Elternteile verloren hat

Geklickt: auf diese wunderschönen Bilder aus Teherans verlassenen Gebäuden

Gelacht: Wenn Frauen über Autoren schreiben, wie sonst nur Männer über Autorinnen schreiben und Fragen die Männern nie gestellt werden von Sibylle Berg

Gestaunt: die Seite Wolfram Alpha ist ein wunderbarer Zeitvertreib und über diese Kontaktlinsen

Gewünscht: dieses Tshirt, diese visuellen Meßbecher, diesen Kalender

Gefunden: tolle Bücher im Bücherschrank

Gekauft: ein Abo der SZ,

Gedacht: If there is a book that you want to read, but it hasn’t been written yet, you must be the one to write it. (Toni Morrison)