Konzert-Marathon Teil II: Russian Circles + Cloakroom @ Strom

Das Konzert wurde so perfekt von Gerhard in Worte gefasst, dem habe ich nix hinzuzufügen. Wundere mich bloß noch immer, wie er es geschafft hat an mir vorbeizuschlüpfen im Strom. Nächstes Mal klappt das wieder mit dem Treffen beim Konzert hoffe ich 🙂

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KULTURFORUM

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Den intensiven Konzertabend zum lauten Wochenend-Abgesang am vergangenen Sonntagabend im Münchner Strom eröffnete das US-Trio Cloakroom aus Northwest/Indiana, die Band um den klagenden Sänger und Gitarristen Doyle Martin stieß im vollen Saal des Indie-Clubs auf die offenen Ohren der dankbaren Abnehmer und wusste das zugewandte Publikum in der halben Stunde ihres vehementen Auftritts zu überzeugen mit ihrem Konglomerat aus schwergewichtigem Alternative Rock/Post-Core, Grunge, gedehnt-ätherischen Psychedelic-Elementen und einer hinsichtlich Härte bereichernden Prise Space-Rock-Abgedrehtheit, versehen mit einem treibenden, schnörkellosen Rhythmusgerüst durch die Herren Brian Busch und Bobby Marcos an Drums und Bass.
Die Band ist seit 2013 aktiv und hat nach einer Handvoll Singles Anfang 2015 den Debüt-Longplayer „Further Out“ via Run For Cover Records veröffentlicht, die Entwicklung der Band darf getrost mit Interesse weiterverfolgt werden.
(**** – **** ½)

Für schwerste Begeisterung sorgten die Headliner von Russian Circles mit ihrem Auftritt beim fachkundigen Postmetal/Postrock-Publikum, das Trio aus Chicago glänzte wie zuletzt…

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Klaxons @ Strom

Klaxons 0

Im Strom steht man ja schnell bei gut gefülltem Haus fast auf der Straße, also möglichst früh hin und mit Becks bewaffnet einen der guten Treppenplätze vorne an der Seite gesichert.

Erst tröpfelte der Andrang so vor sich hin, auf einmal war es knackevoll und auf der Bühne standen drei bärtige junge Männer parat um ohne großes langsames Aufwärmtraining den Leuten gleich mal die ersten Songs um die Ohren zu hauen. Fenech Soler – die haben nicht lange gefackelt, da ging es gleich ab. Gefielen mir ganz gut, es ging elektronisch-gitarrig ordentlich zur Sache. Nach einer halben Stunde ungefähr gab es dann eine verdiente Ruhepause fürs Publikum.

Fenech Soler

Unser Trüppchen war dann auch beisammen und wir standen etwas orgelpfeifen-ähnlich aufgereiht auf den Treppchen herum und es hat ganz schön lang gedauert, bis die Herren Klaxons dann ihre Pizza aufgefuttert hatten oder was Bands auch immer so tun hinter der Bühne, wenn es so lange dauert, aber irgendwann war es dann so weit.

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Ganz in weiß gekleidet, im 80er Jahre Retro Look irgendwo zwischen Spandau Ballet und Duran Duran lassen auch diese Herren aus London nicht lange bitten und legen sehr schnell heftig los. Die Jungs verstehen es wirklich, innerhalb kürzester Zeit Party zu machen, Hut ab. Das Publikum war tanzfreudig und bis auf mein persönliches Problem mit Jamie Reynolds‘ gern ins Falsett gehender Stimme, die ich in der Kombination mit der Musik irgendwie schwierig finde, hat es mir gut gefallen.

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Es ging fix vorbei das Konzert, alle Highlights waren dabei und wurden auch entsprechend vom Publikum gewürdigt. Die Klaxons gehen gerne auf Tuchfühlung und haben zur letzten Zugabe dann nicht nur die Vorband auf die Bühne gebeten, sondern das Publikum gleich mit. Die Bühne war dann gut voll, jeder hat jeden und sich selbst fotografiert und alle waren happy und vielleicht wie ich dann auch irgendwann müde und taub.

Eine weitere Rezension des Abends findet ihr hier.