Blogparade – Mein ganz persönliches Film Genre

Miss Booleana hat eine neue Blogparade ins Leben gerufen, die für mich einem tiefenpsychologischen Selbstfindungstrip ähnelte, denn wir waren aufgerufen, das ganz eigene persönliche Genre zu benennen, Filme die für uns (und eventuell nur für uns) etwas Gemeinsames haben und mindestens fünf Filme sollten es sein bitteschön.

Ich habe es eine ganze Weile marinieren lassen und bin kurz vor knapp und Deadline-Schluss zwei Motiven auf die Spur gekommen. Keine Ahnung wie streng die Richtlinien sind (ich habe bei der letzten Blogparade schon Haue bekommen, weil ich mich da nicht so ganz ans Erscheinungsjahr der Filme gehalten hatte und ich möchte ja ungern schon wieder in Teufels Küche kommen). Daher breite ich mich nur bei einem Thema episch aus und das andere erwähne ich nur ganz kurz, ok?

Meine beiden Genre, die ich für mich gefunden habe, sind zum einen Mindfuck Filme, aber das ist ja nicht so wirklich meines alleine, denn es gibt immerhin schon eine Bezeichnung dafür, von daher denke ich, das würde sicherlich nicht wirklich sortenrein sein.

Daher erlasse ich euch jetzt meine Liste von Mulholland Drive, Inception, Primer, The Machinist etc. und wir konzentrieren uns auf mein anderes Genre. Ich hoffe innigst, dass ich da jetzt nicht auch bereits ausgelatschte Pfade betrete.

Auf jeden Fall mag ich Filme und Serien in denen es coole, schlaue Wissenschaftlerinnen gibt, die mit Hirn und Herz für’s Gute und die Wissenschaft kämpfen.

 

Darf ich vorstellen hier sind meine badass-Scientist Ladies:

Charlie Blackwood, Astrophysikerin und Fluglehrerin in „Top Gun“ (1986)
Charlie Blackwood (Kelly McGillis) ist nicht nur eine sehr gut aussehende Fluglehrerin, sie hat auch einen Abschluss in Astrophysik. Das Pentagon setzt sie als Ausbilderin von Marinefliegern ein, denen sie die eine oder andere Lektion erteilt.

 

Dana Scully, Ärztin und Rechtsmedizinerin in „X-Files“ (1993-2002)
Dana Scully (Gillian Anderson), die skeptische Medizinerin, die partout nicht an Außerirdische oder irgendwelche paranormalen Phänomene glauben wollte. Im Laufe der Serie muss sie erkennen, dass Science nicht alles erklären kann, dennoch hält sie immer wieder die Fahne der Rationalität hoch.

 

Dr. Ellie Sattler, Paläobotanikerin in Jurassic Park (1993)
Die Paläobotanikerin (Laura Dern) ist nicht nur eine ausgesprochene Natur- und Pflanzenfreundin, die jede Menge über Dinosaurier und Botanik weiß,  sie ist auch so viel mutiger und widerstandsfähiger, als man anfangs vielleicht vermutet. Sie übersteht zahlreiche Dinosaurier-Angriffe und hilft anderen zu überleben.

 

 

Dr. Sarah Harding, Behavioral Paleontologist in The Lost World: Jurassic Park (1997)
Dr. Sarah Harding (Julianne Moore) liebt Dinosaurier, beschäftigt sich gerne mit ihnen und versucht, sie zu schützen. Sie ist nicht nur sehr intelligent, sondern auch ziemlich mutig. Sie schafft es, einen T Rex ruhig zu stellen, um ihn davor zu bewahren erschossen zu werden.

 

Dr. Eleanor Arroway, Astrophysikerin in „Contact“ (1997)
Dr. Arroway (Jodie Foster) ist eine Astrophysikerin auf der Suche nach außerirdischem Leben. Sie macht „First Contact“ mit Außerirdischen, die ihr Pläne zum Bau einer Maschine übermitteln. Sie ist nicht nur brillant, sondern auch immens leidenschaftlich und setzt ihr Leben aufs Spiel bei der Nutzung der Maschine.

 

Dr. Maura Isles, Gerichtsmedizinerin in der Serie „Rizzoli & Isles“ (2010 – 2016)
Dr. Maura Isles (Sasha Alexander) ist die Gerichtsmedizinerin von Massachusets und arbeitet im Boston Police Department gemeinsam mit ihrer Busenfreudin Jane Rizzoli. Maura ist ein wandelndes Lexikon, die permanent Fakten von sich gibt, ob diese relevant sind oder nicht. Maura ist ein liebenswerter Nerd-Streber, sehr schüchtern aber stets bestens gekleidet.

 

Dr. Elizabeth Shaw, Archäolgoin in Prometheus (2012)
Gemeinsam mit ihrem Partner entdeckt Dr. Shaw, gespielt von Noomi Rapace, eine 35,000 Jahre alte Höhlenzeichnung, die Menschen und Außerirdische gemeinsam zeigen. Die mutige Archäologin ist Teil der Crew, die sich auf die Reise zu einem Lichtjahre entfernten Planeten macht.

 

Dr. Ryan Stone, Medizintechnikerin in „Gravity“ (2013)
Die Medizintechnikerin, gespielt von Sandra Bullock, ist keine Astronautin, aber nach einem sechsmonatigen Trainingsprogramm ist sie bei der NASA für die Erfindung neuer medizinischer Bildtechnologie zuständig. Ihr Versuch, im All ein Shuttle zu reparieren, ist der Anfang eines Abenteuers, bei dem sie allein auf sich gestellt entgegen jeder Wahrscheinlichkeit ums Überleben kämpft.

 

Dr. Delphine Cormier, Immunologin und Cosima Niehaus, Biologin in Orphan Black (2013 – 2017)
Dr. Cormier (Evelyne Brochu), ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dyad Institut als Monitor von Klon Cosima Niehaus (Tatiana Maslany) eingesetzt. Delphine verliebt sich unerwarteterweise in Cosima und hilft ihr, im Laufe der Serie ihren Ursprung zu verstehen und sie und ihre Schwestern vor den diversen miteinander konkurrierenden Bösewichten zu beschützen.

 

Murphy Cooper, Mathematikerin in Interstellar (2014)
Murphy Cooper (Jessica Chastain) arbeitet als Mathematikerin mit Professor Brand im NASA Hauptquartier, um mit ihm das Gravitationsproblem zu lösen. Sie entdeckt Inkonsistenzen in der Formel und auf dem Sterbebett des Professors erfährt sie, dass der gesamte auf der Formel basierende Plan zur Rettung der Menschheit ein Schwindel ist. Trotzdem arbeitet sie weiter daran, die Menschheit zu retten.

 

Louise Banks, Linguistin in Arrival (2016)
Die von Amy Adams gespielte geduldige Linguistin versucht herauszufinden, wie man mit den auf der Erde gelandeten Heptapods Kontakt aufnehmen kann. Ganz konkret würde insbesondere das Militär gerne wissen, warum die Aliens da sind und was sie auf der Erde wollen. Ms Banks muss versuchen, den ungeduldigen Militärs klar zu machen, dass das schwieriger ist als sie denken.

OK jetzt ihr, habe ich irgendwelche interessanten Wissenschaftlerinnen in Filmen übersehen und was wäre euer ganz persönliches Genre? Ich bin gespannt…

Advertisements

Meine Woche

IMG_6557

Gesehen: „The Beguiled“ (2017) von Sophia Coppola mit Kirsten Dunst und Nicole Kidman. Wunderbare Bilder, toller Soundtrack – sehenswert. Der Film brachte Coppola den Director Award in Cannes ein.

Mommy“ (2014) von Xavier Dolan. Sehr guter Film um die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einer Witwe, ihrem gewalttätigen Sohn und einer hilfsbereiten Nachbarin. Noch ein Cannes Gewinner.

Top Gun“ (1986) von Tony Scott mit Tom Cruise und Kelly McGillis. Da werden Jungenderinnerungen wach. Ein Klassiker.

Tremors“ (1990) von Ron Underwood mit Kevin Bacon. Der deutsche Titel ist viel besser. „Im Land der Raketenwürmer“ – wunderbare Unterhaltung.

Gehört: „Roygbiv“ – Boards of Canada, „And then there was light“ – Monk by the Sea, „V“ – Iona Fortune, „Take my breath away“ – Berlin, „Dark Ambient“ – Cyro Chamber

Gelesen: den berührenden Artikel von Mara Giese, im Panoptikum des Datenkapitalismus, dieses Interview mit Orphan Black Regisseurin Helen Shaver, wo Zeit eigentlich herkommt und „The Rise of the Thought Leader

Getan: den Rahm Contest leider nicht gewonnen, aber ganz wunderbare Menschen kennengelernt, tolles Feedback bekommen, viel gelernt. Den CSD in Berlin besucht, Ocelot unsicher gemacht und viele Interviews geführt

Geplant: nächste Woche zum Doc um was abklären zu lassen

Gegessen: Döner

Getrunken: Prosecco

Gelacht: Cannibals don’t eat Clowns, they taste funny

Geärgert: hab meine Chucks in Berlin totgelaufen

Gefreut: auf das Frühstück mit lieben Freunden heute, dass sich so ein schönes AirBnB Zimmer mit toller Gastgeberin hatte

Gewünscht: diese Woche nix

Geklickt: auf Christopher Nolans „Time Puzzle

Gekauft: Geburstagsgeschenke und Ersatz-Schuhe

Gefunden: Verloren: meine Leute auf dem CSD beim Wolkenbruch

Gewundert: wie angenehm networken sein kann (trotzdem anstrengend)