2017 – The Year in Books and Films

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Foto: artpie.co.uk

And here come the points from Bingereader for my favorite Books and Films. Not necessarily produced in 2017 but consumed during the year by me. So here for a totally subjective list of awesome stuff.

Top 10 Books:

 

The movies are mainly from 2017 some a little older:

This was a pretty good year culture-wise and I’m looking forward to seeing you all back in 2018. Thanks for being part of this journey 🙂

What do you think – any books/movies you also have on your list or you totally disagree with?

 

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Day 22 – The book I most often give as a gift

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This book is just the perfect gift. It is a book that I liked when I was around 18 and still love it… it just get’s better and I discover different things each time I read it.

And because this is the case I will give it this year to one of my readers here. So leave a comment until the 31.12. midnight 😉 and let me know which book you most often give away as a present and why and also if you would prefer to have Virginia Woolf’s „A room of one’s own“ in English or German.

The book is called „Ein eigenes Zimmer“ in German and was published in Fischer Verlag.

The lucky winner will receive a brand new copy so you have lot’s of space in the margins for your own notes and underlinings.

Good luck!

Meine Woche

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Gesehen: „Stranger Things“ Season 2 beendet. Sooo sooo gut. Unbedingt anschauen, freue mich schon auf die nächste Staffel.

Edge of Tomorrow“ von Doug Liman mit Tom Cruise und Emily Blunt. Live, Die, Repeat – interessanter Zeitschleifen Sci-Fi.

Whisper“ Horror short Film von Julian Terry, danach möchte man Alexa definitiv aus dem Schlafzimmer werfen.

Gehört: „Melting Morning“ – Solar Ocean, „The Book of Wind“ – Aware, „Dying Giants“ – ASIWYFA, „Run for Cover“ – Killers

Gelesen: diesen Artikel von Patty McCord über „Radical Honesty„, „What Facebook did to American Democracy“, „what a 21st century police state looks like“, „Why Futurism has a cultural blindspot“, „the back-stories of 5 famous books„, „The 36 Questions that lead to Love„, „How should one read a book“ von Virginia Woolf

Getan: das Radl zur Reparatur gebracht, einen schönen Abend mit Freunden im Fugazi/Frenzy verbracht, bei Microsoft über „Future of Work“ diskutiert, zwei Freundinnen unter die Haube gebracht und sehr viel getanzt.

Geplant: den Bookclub besuchen und ein richtig gutes Bootcamp durchführen

Gegessen: Dreierlei Bohneneintopf und ein sehr leckeres spontan gebasteltes Essen aus Brokkoli, Linsen und Chorizo

Getrunken: jeden Tag einen Ingwershot

Gelacht: Would you like you if you met you?

Geärgert: dass mein Papa uns im Dezember nicht besuchen kommt

Gefreut: wir haben Esstisch und Stühle zusammengebaut bekommen ohne dass Scheidung drohte 😉

Geklickt: auf diesen Talk von Paul Graham Raven zu Transhumanismus, diesen TED Talk über die Rolle von Städten in der Zukunft und diesen TED Talk „We can hack our immune system to fight cancer“

Gewünscht: diese schwebende Küchengarderobe, dieses Bild (gesehen bei amy von einfallsreich), diese Vitrine

Gefunden: nix

Gestaunt: mit diesem Adler mit dem man über die Berge fliegt

Books & Booze: Mrs Dalloway

„Language is Wine upon the Lips“

In „Mrs Dalloway“ schildert Virginia Woolf detailliert einen Tag im Leben von Clarissa Dalloway, einer Dame der High-Society in London nach dem ersten Weltkrieg. Die Geschichte beschäftigt sich mit Clarissas Vorbereitungen für eine Party, die sie am Abend geben wird. Mittels berühmt-berüchtigtem „Stream-of-Consciousness“ springt die Geschichte zwischen verschiedenen Zeitebenen in Clarissas Bewußtsein hin und her und zeichnet so ein Bild der Protagonistin und dem sozialen Gefüge zwischen den beiden Weltkriegen.

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Wie in Joyces „Ulysses“ spielt die Geschichte an einem einzigen Tag in der gleichen Stadt: London am 13. Juni 1923. Keine Ahnung, warum alle den 16. Juni in Dublin feiern und kein Mensch den 13. Juni 1923 in London. Dieser Artikel hier versucht das zu ändern. Ab jetzt meine Lieben, wisst ihr was ihr an dem Tag zu tun habt. Ab jetzt trinken wir an diesem Tag (und natürlich nicht nur dann) den speziell von Barkeeperin Wonnie von den Münchner Küchenexperimenten gemixten

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„Mrs Dalloway“:

Pro Glas:

  • 4 cl Gin (Feel Munich)
  • 2 cl Granatapfel-Sirup
  • 250 ml Tonic (z.B. einen unserer Lieblinge: das Fever Tree Mediterranean)
  • 1 Scheibe Gurke
  • 1 Scheibe Limone

2005 wurde Virginia Woolfs „Mrs Dalloway“ vom TIME Magazin zu einem der besten 100 englischsprachigen Romane gewählt die seit 1923 erschienen sind.

Books & Booze Logo

Wenn das kein Grund für einen eigenen Cocktail ist, dann weiß ich es auch nicht. Lest „Mrs Dalloway“ bis zum Juni nächstes Jahr habt ihr Zeit, dann frage ich euch ab 😉

Cheers my Dears

PS: Lust auf mehr Virginia Woolf? Hier gibt es eine Rezension zu „A Room of One’s Own“ und Jacob’s Room

Das Buch erschien auf deutsch unter dem gleichen Titel im Fischer Verlag.

Meine Woche

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Gesehen: „I am not Your Negro“ (2016) von Raoul Peck. Faszinierendes wichtiges Biopic über James Baldwin. Unbedingt anschauen.

Personal Shopper“ (2016) von Olivier Assayas mit Kristen Stewart. Auch beim zweiten Schauen immer noch richtig gut. Tolle Atmosphäre, spannend und ein wunderschöner Soundtrack.

Doctor Strange“ (2016) von Scott Derrickson mit Benedict Cumberbatch. Intelligente Marvel-Verfilmung mit Humor.

Peggy Guggenheim: Art Addict“ (2015) von Lisa Immordino Vreeland. Biopic über die exzentrische Kunstsammlerin. Interessante aber teilweise etwas dröge Dokumentation.

Gehört: „Track of Time“ – Anna von Hausswolff, „Hiding Rivers“ – Diary of Dreams, „Music from before the Storm“ – Daughter, „Snow Wolf“ – Nick Cave & Warren Ellis, „Histós Lusis – Toàn,

Gelesen: über die geheimnisvolle Malerin des Okkulten Hilma af Klint, the Four Burners Theory, Productivity hacks to rule kindergarden like a Silicon Valley Boss ;), der Heiratsmarkt zahlt Frauen besser als der Arbeitsmarkt, Virginia Woolfs Essay „The Decay of Essay Writing“, diesen Artikel über Gertrude Stein

Getan: eine Arbeitswoche in zwei Tage gepresst mit vielen Meetings und Diskussionen, nach Berlin zum Internationalen Literaturfestival gereist und die wunderbare Elif Shafak und Arundhati Roy getroffen, Berlin unsicher gemacht und in der Alten Nationalgalerie die Bilder von Caspar David Friedrich bewundert.

Geplant: meinen Vortrag auf der Sticks’n’Stones nächste Woche vorbereiten und einen Leadership Workshop

Gegessen: Süsskartoffelsuppe mit Limetten und Erdnüssen

Getrunken: Himbeer-Gin Sprizzer

Gelacht: Told you so. Sincerely, Your Intuition

Geärgert: über das mögliche Ende von DACA

Gefreut: wieder zu Hause zu sein

Gewünscht: diese Körbe oder diesen Sack für die Schmutzwäsche, diese Stühle und diesen Tisch

Geklickt: auf den Kurzfilm „Chase“ von Páraic Mc Gloughlin und auf diesen TED Talk von Tomas Saraceno „Would you live in a floating bubble in the sky?“

Gekauft: diese Cupcakes, Berliner Brandstifter und Bücher

Gefunden: dieses Korkmännchen in Berlin

Gewundert: dass mittlerweile mehr Schriftsteller und Journalisten in der Türkei inhaftiert sind als in China 😦

A Room of One’s Own – Virginia Woolf

“Lock up your libraries if you like; but there is no gate, no lock, no bolt that you can set upon the freedom of my mind.” 

Virginia Woolf

Virginia Woolfs Essay „A Room of One’s Own“ ist ein Herzensbuch, bei dem ich aus dem Unterstreichen nicht herausgekommen bin und auch bei wiederholtem Lesen verliert es nichts von seiner Faszination. Sie untersucht die Limitierungen von Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und es hat meines Erachtens gar nichts an Aktualität und Wichtigkeit verloren.

“A woman must have money and a room of her own if she is to write fiction.” 

Virginia Woolf plädiert präzise und poetisch für die Freiheit der Frau, sie betont wie wichtig ein unabhängiges Einkommen und der titelgebende „eigene Raum“ sind, der die meisten Frauen davon abhält ihr literarisches Potential voll zu entfalten. Ihre Einsichten und die daraus resultierende Empörung ob dieser Tatsachen ist auch heute noch relevant und „A Room of One’s Own“ bleibt für mich eines der schönsten und treffendsten Analysen zur Rolle der Frau.

Wer Angst hat vor Virginia Woolf (um mal zu kalauern) und das sind leider gar nicht so wenige, dem lege ich dieses Büchlein ans Herz. Nirgendwo sonst zeigt sie so viel Humor, Herz und Klarheit wie hier und für mich war es damals die Einstiegsdroge, ich liebe ihre Bücher und finde es so schade, wie viele Menschen sie zitieren und grundsätzlich toll finden aber leider nicht lesen.

“One cannot think well, love well, sleep well, if one has not dined well.”

Ein Buch das ich wieder und wieder lese, gerade einmal 111 Seiten lang und jede Seite ist voller kostbarer Einsichten und man spürt die jahrelange Arbeit, ihre Gedanken, ihre Recherche, ihre Schlussfolgerungen und ihre Ansichten.

Dieser Essay ist eine Hommage an die unbekannten Heldinnen der Vergangenheit die vielleicht Gedichte, Lieder, Romane schrieben aber in die Anonymität gezwungen waren, einfach, weil es für Frauen unakzeptabel war zu schreiben. Wie furchtbar muss das sein, unbedingt schreiben zu wollen und nicht zu dürfen, nur, weil man dem “falschen” Geschlecht angehört und die Gesellschaft Frauen die geschlechtsspezifische Rolle der Mutter und Ehefrau aufgedrückt hat, aber kein Interesse daran hatte, Frauen den Zugang zu Bildung zu gewähren. Man spürt Virginia Woolfs Wut über dieses Ausgeschlossen sein und das gilt nicht nur für die Literatur, die für Frauen nicht zugänglich war.

Besonders spannend fand ich Woolfs Gedankenspiel was wäre, wenn Shakespeare eine ähnlich talentierte Schwester gehabt hätte, die ihr Talent nie hätte ausleben können, die ausgelacht worden wäre, hätte sie Interesse daran bekundet zu schreiben.

“Anon(ymus), who wrote so many poems without signing them, was often a woman.” 

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Jane Austen sieht Woolf ganz klar als sehr sehr clevere Autorin, da sie nie versuchte einen männlichen Stil zu kopieren, sondern sich sehr selbstbewusst für einen ganz eigenen Stil entschied. Sie konnte nur über einen sehr limitierten Ausschnitt ihrer Welt schreiben, denn sie hätte einfach nicht über Politik oder Kriege schreiben können, das waren Sphären die einer Frau einfach nicht zugänglich waren. Sie schrieb über das was sie sah und erlebte, während sie in den Ecken der Herrschaftshäuser saß und alles still beobachtete. Ich muss mich einfach mal wieder mit Jane Austen beschäftigen, ich habe sie immer ein wenig vernachlässigt.

“Women have sat indoors all these millions of years, so that by this time the very walls are permeated by their creative force, which has, indeed, so overcharged the capacity of bricks and mortar that it must needs harness itself to pens and brushes and business and politics.” 

Am Ende ihres Essays fordert sie Männer und Frauen auf zu schreiben, sie betont wie wichtig es ist die Limitierungen von Geschlechtsidentitäten hinter uns zu lassen und einen androgynen Geist zu entwickeln.

“It is fatal to be a man or woman pure and simple; one must be woman-manly or man-womanly.

“Anything may happen when womanhood has ceased to be a protected occupation.” 

“Women have served all these centuries as looking glasses possessing the magic and delicious power of reflecting the figure of man at twice its natural size.” 

 “The history of men’s opposition to women’s emancipation is more interesting perhaps than the story of that emancipation itself.” 

Ich bin überaus dankbar dafür, dass Virginia Woolf 500 Pfund im Jahr aus einer Erbschaft zur Verfügung standen (was heutzutage etwa 200,000 GBP entsprechen dürfte) und sie diesen wichtigen eigenen Raum hatte. Ohne wäre dieser wunderbare Essay und ihr Werk vielleicht gar nicht zustande gekommen. Ich habe Virginia Woolf als Teenager entdeckt, ihre Lektüre machte mich mutiger, neugieriger und vielleicht sogar ein bisschen klüger.

Dieser Essay sind 100 Seiten Anfeuerung voller Eleganz, Poesie und Wissen und ihr werdet die Lektüre nicht bereuen, versprochen.

Wem ich noch ein wenig mehr Lust auf Ms Woolf machen darf, der könnte hier weiterleiten, da findet ihr eine Besprechung zu ihrem Buch „Jacob’s Room“ und meinem Besuch in „Monks House“ wo sie zeitweise lebte.

Das Buch erschien auf deutsch unter dem Titel „Ein Zimmer für sich allein“ im Reclam Verlag.

Meine Woche

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Gesehen: „The Babadook“ (2014) von Jennifer Kent. Eine alleinerziehende Mutter kämpft mit ihrem Sohn gegen den Babadook, der einem Buch entstieg. Puh, der war schon heftig gruselig aber wirklich gut.

Glen or Glenda“ (1953) von Ed Wood. Pseudo-Dokumentation über Transvestiten und wie man sie heilen kann (?), krasses Thema für die Zeit, sehr seltsamer Film.

Gehört: „No Horses“ – Garbage, „Soak“ – Zola Jesus, „Hemma“ – Surma, „Gängig“ – Dieter Möbius, „Sunrise through the dusty nebula“ – Hannah Peel, „Downfall“ – Tegh

Gelesen: Rebecca Solnits Artikel über die Einsamkeit von Donald Trump, short history of global living conditions, über das Vergessen in Zeiten des Internets, diesen Artikel über Virgina Woolfs Essay „On being Ill“ und warum Margaret Atwoods „The Handmaids“ Tale auch einen ökologischen Aspekt hat

Getan: die letzten Tage auf Kreta genossen, Freunde von uns unter die Haube gebracht, jede Menge Wäsche gewaschen und in der Bücherei gestöbert.

Geplant: den Rahm Contest zu gewinnen

Gegessen: selbstgebasteltes Müsli

Getrunken: Bramble

Gelacht: über eine Freundin die den Grenzbeamten auf Kreta überzeugen konnte, ohne ihren US-Pass nach Deutschland fliegen zu dürfen

Geärgert: dass ich beim Gewitter vergessen habe das Fenster zu schließen und mein SUB ertrunken ist

Gefreut: über die schöne Hochzeit

Gewünscht: dieses Regal, dieses Pflanzen-Labor, dieses Bild

Geklickt: Can Robots teach us to be more human, Disruptive Leadership und Evolution Accelerated

Gekauft: Olivenöl und Kreta-Souvenirs

Gefunden: endlich den Soundtrack zu „2049“

Gewundert: wie gerne ich die Babykätzchen eingepackt hätte