Meine Woche

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Gesehen: „Star Trek Discovery“ Season 2. Endlich geht es weiter. Allein für das Intro lohnt sich die Serie schon.

Gehört: „No Dog“ + „Darkness“ – Esben and the Witch, „One Kiss“ – Dua Lipa & St. Vincent, „Zebracazebra“ – Nyos, „Solifuge“ – Less Bells

Gelesen: Martha Nussbaums moral philosophies, the worst mistake of the human race, warum streiten wir überhaupt

Getan: viel Yoga, am Meer spazieren gegangen, Zug gefahren, gelesen und mit der Familie geklönt

Geplant: die Entspannung mit in den Alltag nehmen

Gegessen: mega leckere vegetarische Küche im Kubatzki

Getrunken: jede Menge Tee, Smoothies und in Hamburg ein Astra

Gefreut: über die wundervoll entspannte Woche im Norden

Geärgert: nö

Geklickt:  auf Meditation in the time of disruption

Gelacht: über meine diversen Knoten in den Gliedmassen beim Yoga

Gewünscht: dieses Bolster, diese Socken, diese Schüssel

Gestaunt: über die Pfahlhäuser in St. Peter Ording

Gekauft: nix

Gefunden: meine innere Ruhe 😉

Gedacht: “I am rooted but I flow“ – Virginia Woolf

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The Moth and the Star – Biography of Virginia Woolf

I am rooted
but I flow

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Der erste Satz aus Aileen Pippetts Virginia Woolf Biografie hätte auch von mir sein können: Alles, was ich über Virginia Woolf wusste war, dass ich alles von ihr und über sie gelesen hatte und sie auf diese Weise irgendwie ein Teil meines Lebens war. Aber schon ab dem zweiten Satz war die Autorin uneinholbar für mich und ich wurde ein klein wenig grün vor Neid:

„I met her once, in a Bloomsbury attic, by candlelight, unexpectedly, at a small party some time in the middle nineteen-thirties. To me it was a memorable occasion, though I did nothing to make it so, being more than content to admire and observe and remain quieter than the mice behind the wainscoting, for I believed then, as I do still, that anything of importance an author has to say to a reader is to be found in books and heard in the privacy of the mind.“

Eine Biografin, die Virginia Woolf selbst kennengelernt hatte, das gefiel mir außerordentlich und hat ihr ein paar Vorschußlorbeeren eingebracht. Meine Erwartungen wurden aber durchaus erfüllt. Bei „The Moth und the Star“ handelt es sich um eine sehr lesenswerte Biografie voller Atmosphäre, die uns an der Kindheit und Jugend Virginias teilhaben lässt. Leise und heimlich heften wir uns an ihre Fersen, wenn sie den Gartenweg zu ihrem Schreibstudio entlanggeht, oder wir sie bei ihren ausgiebigen Spaziergängen an der Küste, durch die Straße Londons oder auf dem Land begleiten. Wir lernen ihre Bekannten kennen und ihre Freunde kennen.

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Das Portrait baut sich wie aus kleinen Mosaikstückchen zusammen. Wir lernen die Stephens Familie kennen, die „Bloomsberries“ (die von der Autorin gegen jegliche Abstempelung als hochmütige Elfenturmbewohner vehement verteidigt werden). Wir folgen Virginia Woolf durch Kew Garden, besuchen mit ihr Monks House (hier habe ich im Übrigen schon einmal über meinen Besuch in Monks House berichtet) und erleben die Freuden und Miseren einer sehr sensiblen, ätherisch wirkenden jungen Autorin, die die Literaturwelt revolutionierte.

Interessant fand ich auch ihr gemeinsames Schreiben mit E. M. Forster als Antwort auf die Öbszönitäts-Anklage gegen Radclyffe Hall:

“Writers produce literature, and they cannot produce great literature until they have free minds. The free mind has access to all knowledge and speculation of its age, and nothing cramps it like a taboo.”

Aileen Pippett verknüpft auf’s wunderbarste Virginia Woolfs Leben mit ihrer Arbeit wobei ihr als Quellen neben Woolfs Büchern und Tagebüchern auch die ausgiebige Korrespondenz zwischen Virginia und Vita Sackville-West dient. Der Frau, der sie mit „Orlando“ ein einzigartiges Denkmal gesetzt hat. Vitas Sohn beschrieb „Orlando“ später einmal als den längsten und schönsten Liebesbrief in der Literatur.

Die Biografie zeigt auch deutlich den Einfluss, die Faszination, den Verwandte und Freunde, ihre Arbeit in der Hogarth Press und überhaupt die Welt draußen auf Virginia Woolf ausübte. Doch immer wieder wird es alles zuviel, sie muss mit ihren Kräften haushalten, sie ist kränklich und fragil und wird immer wieder von Depressionen heimgesucht.

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Wolf in Monks House

Im März 1940 hat sie keinerlei Kraft mehr, gegen einen weiteren mentalen Zusammenbruch anzukämpfen. Sie hat Angst davor, verrückt zu werden. Sie schreibt einen Abschiedsbrief in ihrem Gartenhäuschen in Monks House, füllt ihre Taschen mit Steinen und ertränkt sich in dem kleinen Flüsschen Ouse ganz in der Nähe des Hauses.

„The Moth and the Star“ ist die gelungene Biografie von einer Zeitgenossin Virginia Woolfs. Das Buch bringt den Leser einer großen Schriftstellerin näher, ohne die Privatssphäre zu verletzen, die einem Menschen wie Virginia Woolf sicherlich durchaus wichtig gewesen wäre.

Darf es noch ein bisschen mehr sein? Dann findet ihr hier die Besprechung zu zwei ihrer Romane „Jacobs Room“ und Mrs Dalloway  und dem phänomenalen „A room of one’s own„. Dazu passt auch wunderbar ihr Briefwechsel mit Vita Sackville-West „Geliebtes Wesen„.

Ich würde gerne noch weitere Biografien über Virginia Woolf lesen – habt ihr Empfehlungen?

Meine Woche

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Gesehen: „Blade Runner 2049“ (2017) von Denis Villeneuve. Auch beim zweiten Mal wirklich klasse. Der Soundtrack ist ebenfalls großartig. Die Kurz-Filme „Black Out 2022„, „2036 Nexus Dawn“ und „2048 Nowhere to Run“ lohnen sich ebenfalls.

Tokyo Story“ (1953) von Yasujiro Ozu. Ein älteres Ehepaar besucht in der Stadt ihre Kinder, die wenig Zeit für sie haben. Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern bringt endlose Freude und endlosen Schmerz. Gilt zurecht als einer der besten Filme.

Gehört: „Blade Runner 2049 Soundtrack“ – Hans Zimmer & Benjamin Wallfisch, „Grönland“ – Glasbird, „I told you everything“ – Sharon van Etten, „Face the Fire“ – Boy Harshner, „Tokyo“ – White Lies, „You’ve got a friend“ – Lady Gaga, „Excavation“ – Cicely Irvine

Gelesen: dieses Interview mit Temple Grandin, The radical idea of a world without jobs, Australia 2050 – what life could be like after the failure of capitalism, diesen Artikel im New Yorker über das Erstarken der neuen Rechten in Deutschland, Nick Cave on the question if AI will ever write a good song

Getan: ein gutes Step Up Camp in Dortmund durchgeführt, Zug gefahren und mit Freunden lecker gefrühstückt

Geplant: das Massive Attack Konzert besuchen

Gegessen: Orientalisches Gemüse mit Pfannenfladenbrot

Gefreut: über das erfolgreiche Zusammenbasteln von Ikea-Möbeln

Geklickt:  auf die Kurzfilme „Merger“ und „Hyper-Reality“ über unsere mögliche Zukunft, auf den TED Talk von Greta Thuberg zum Klimawandel und auf den Webcomic „You should have asked“ woran Frauen so alles denken müssen

Gelacht: Am I adopted? 😉

Gewünscht: dieses Häuschen, diese Brotdose, dieses Auto

Gestaunt: Patti Smith liest aus Virginia Woolfes „The Waves

Gekauft: diesen Blumenständer, diesen Servierwagen, diese Regale

Gefunden: Jahrestage von Uwe Johnson im Bücherschrank

Gedacht: “Reading was my escape and my comfort, my consolation, my stimulant of choice: reading for the pure pleasure of it, for the beautiful stillness that surrounds you when you hear an author’s words reverberating in your head.” Paul Auster

 

Meine Woche

Gesehen: „Roma“ (2018) von Alfonso Cuaron. Der Hype hatte mich etwas skeptisch gemacht, aber das ist wirklich ein großartiger Film mit beeindruckenden Bildern und zurecht ein Oscar-Anwärter.

Dreaming Murakami“ (2018) von Nithesh Anjaan. Einblicke in die Arbeit der Murakami-Übersetzerin Mette Holm mit surrealistischen Versatzstücken aus Murakamis Welt. Sehr interessant.

Gehört: „I wish I would know how it feels to be free“ – Nina Simone, „Wiseblood“ – Zola Jesus, „Three Synthesizers“ – Jonny Greenwood,  „Love to Hate“ – The Stargazer Lillies, „After you comes the flood“ – Mono, „Mix 517“ – Clark, „Barefoot in the Park“ – James Blake

Gelesen: Über die perfide Kampagne gegen George Soros, Wie eine Selbstverständlichkeit wie „Nazis Raus“ von Journalisten zerschrieben wird, über diese 10 Feministinnen die man kennen sollte, Yuval Noah Hararis on why humans dominate earth,  Ellen Page on why she’s not afraid to speak the truth, die Toilette als Innovationstreiber, Power causes Brain damage, What really happens after the Apocalypse

Getan: einen tollen Workshop in Berlin absolviert mit großartigen, inspirierenden Menschen, ein schönes Dinner mit Freunden und mir von Judith Schalansky vorlesen lassen.

Geplant: einen tollen Workshop in Dortmund abliefern

Gegessen: Schwarze Bohnen mit geröstetem Blumenkohl und eine sehr leckere Seezunge im Limani

Gefreut: über unsere Datenight am Freitag abend

Geklickt:  auf die Kanon, In a Nutshell und „A winter spent alone on an island“

Gelacht: über die Whatsapp Gruppe der 1970er Jahre

Gewünscht: diesen Kaffeewecker, diese Lampe, dieses Tattoo

Gestaunt: Have Aliens found us? Interview with Harvard astronomer Avi Loeb

Gekauft: Shirts bei H&M die dann leider durchsichtig waren und Sweatpants

Gefunden: nix

Gedacht: “The past is beautiful because one never realises an emotion at the time. It expands later, & thus we don’t have complete emotions about the present, only about the past.” —Virginia Woolf

Book-a-Day Challenge – Day 13

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These stories are perfect for all part time insominiacs. So instead of tossing and turning from one side to the other, grab that neat little reading light and let one of these great authors soothe you slowly into Morpheus‘ arms.

Some of the stories are only two or three pages long, some nearly 20 pages. The stories themselves are arranged into specific categories within the book: “Stories to make you glad to be alive”, “Stories to send a shiver up your spine”, “Stories to read when everything is going wrong”…

An eclectic mix of writers from Haruki Murakami to Virginia Woolf presented in a beautiful hard back edition.

This also comes with a recommendation from our Reading Weekend our Bookclub went to recently, were we read a few of these stories at night in the kitchen by the fire.

Combine this with my collection of short stories for long nights and Ted Chiang’s „Stories of your Life

Meine Woche

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Foto: https://www.instagram.com/dottie1310/

Gesehen: „The Duke of Burgundy“ (2014) von Peter Strickland. Poetisch-hypnotisches S/M-Liebes-Drama um zwei Fauen in einem sehr ungewöhnlichen Film mit tollem Soundtrack.

Sin City“ (2005) von Roberto Rodriguez/Frank Miller. Ästhetisch anspruchsvolle Comic-Verfilmung mit Starbesetzung. Brutal aber wirklich gut gemacht.

Barbarella“ (1968) von Roger Vadim mit Jane Fonda. Knallbunte LSD-Trip Space Opera mit dem kuscheligsten Raumschiff das ich je erlebt habe. Abgefahrener Kult-Film.

Gehört: „Requiem for the Duke of Burgundy“ – Cat’s Eyes, „Baby save me tonight“ – May, „After All“ – Sune Rose, „33 Eleven“ – We Stood Like Kings, „Plus tot“ – Alexandra Strélinski, „Ten Headed Beast“ – Hundreds, „End of the Road“ – Hot Wave

Gelesen: über die erschreckenden Formen der Fake News Paranoia, how Virginia Woolf’s „Orlando“ became a trans triumph, how the Octopus got its smarts und was passiert wenn man Oktopoden MDMA gibt,  wie die CSU den Anschluß verliert

Getan: ein leckeres Thai Dinner mit Freundinnen genossen, viel gelesen, gelernt und geschrieben und einen Workshop geplant

Geplant: Nicht zur Buchmesse nach Frankfurt fahren (heul)

Gegessen: Spinat-Ricotta-Pistazien Brotaufstrich

Getrunken: Rotwein und leckeres Minze-Zitronen-Wasser

Gelacht: über diesen Hund

Geärgert: über die Wahl zum Supreme Justice Court Brett Kavanagh

Gefreut: über die Nobelpreis-Gewinnerinnen Donna Strickland (Physik), Frances Arnold (Chemie) und Nadia Murad (Frieden)

Geklickt: auf Chimamanda Ngozi Adichies TED Talk „The danger of a single story“ und Liv Boerees TED Talk „3 lessons on decision-making from a poker champion“

Gewünscht: dieses Regal, dieses Bad, diesen Pool

Gekauft: die Zeit

Gestaunt: Hidden Details of the New York Public Library

Gefunden: nix

Gedacht: „My mind works in idleness. To do nothing is often my most profitable way“ (Virginia Woolf)

2017 – The Year in Books and Films

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Foto: artpie.co.uk

And here come the points from Bingereader for my favorite Books and Films. Not necessarily produced in 2017 but consumed during the year by me. So here for a totally subjective list of awesome stuff.

Top 10 Books:

 

The movies are mainly from 2017 some a little older:

This was a pretty good year culture-wise and I’m looking forward to seeing you all back in 2018. Thanks for being part of this journey 🙂

What do you think – any books/movies you also have on your list or you totally disagree with?