2016 – Das Konzertjahr

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2016 war ein ganz gutes Konzertjahr. Kein wirklicher Ausfall dabei, ich kann mich nur schwer für ein Ranking entscheiden und lasse es daher. Hier meine Konzerte in diesem Jahr in alphabetischer Reihenfolge incl der jeweiligen Vorbands:

Und hier zum Abschluß noch meine Playlist 2016

David Bowie – Lazarus
Sia – Waving Goodbye
Russian Circles – Mota
Daughter – Doing the Right Thing
Massive Attack – The Spoils
Christine and the Queens – Tilted
Lea Porcelain – Warsaw Street
Archive – Bright Lights
Polica – Lime Habit
Trentemoller – Never Fade
Banks – 27 Hours
IAMX – Everything is Burning
Avec – Granny
Public Memory – Ringleader
The Kills – Heart of a Dog
Esben and the Witch – Sylvan
Get Well Soon – Marienbad
Austra – Utopia
Mono – Ely’s Heartbeat
Savages – Adore
Explosions in the Sky – Landing Cliffs
The Raveonettes – Run Mascara Run
Holy Esque – Rose
Garbage – Even Though our love is doomed
Skunk Anansie – Death to the Lovers
Warpaint – New Song
Pantha du Prince – The Winter Hymn
White Lies – Take it Out on Me
Johan Johannsson – Arrival
Aphex Twin – CHETAHT2
Swans – Finally Peace

Wie war euer musikalisches 2016 ? Haben wir Überschneidungen ? 2017 werde ich auf jeden Fall versuchen wieder häufiger in die Oper zu kommen.

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Amphi 2016 – kranker Krach und Gothic Pogo

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Ich brauchte ein bisschen Abstand um mir vernünftig eine Meinung zum Amphi 2016 bilden zu können. Unser 7. Amphi in Folge fühlte sich etwas durchwachsen an. Locationwechsel weg vom Tanzbrunnen zur Lanxess Arena und zurück war das eine, die sich einschleichende Routine vielleicht das andere.

Der Samstag fiel für mich ziemlich ins Wasser und das nicht nur wegen des Wetters. Die elektronischen Bands die mich interessiert hätten spielten fast alle auf der Theater Stage und da war permanent ewiges Schlangestehen angesagt, so dass man nicht hineinkam oder erst wenn die Hälfte des Konzerts vorbei war. Daher auf dem Schiff ein bisschen „Lebanon Hanover“ und „Whispers in the Shadow“ gehört was beides ganz ok war, aber wirklich vom Hocker hat es mich nicht gehauen. Wir sind recht früh ins Hotel zurück und hofften auf den Sonntag.

Der zeigte sich dann auch von der besten Seite. Strahlende Sonne und keine Schlange an der Theater Stage, dem Electro-Frühstück stand damit nichts im Wege und bäm hatte ich mein absolutes Festival-Highlight: XOTOX

Wo zur Hölle waren die die ganze Zeit ? Warum habe ich die nicht früher entdeckt. Das ist so richtig kranker shit auf den ich ziemlich abgefahre. Kostprobe ?

Mechanische Unruhe:

oder Schwanengesang:

Da fliegen ein paar Gehörgänge raus und ein paar Gehirnzellen sterben, aber das lohnt sich. Electro-Stampf vom Feinsten.

Und zack war ich nach dieser schweißtreibenden Tanzeinlageschon weitestgehend versöhnt mit dem Amphi. Danach reflektierten wir mit den Schweizern „The Beauty of Gemini“ zu gitarrenlastigem Dark Wave über die dunklen Seiten des Lebens. Die wohnten übrigens im gleichen Hotel wie wir, genau wie die Jungs von Solitary Experiment.

Hier aber erst mal eine Kostprobe zu „The Beauty of Gemina“

Suicide Landscape darf da ebensowenig fehlen

wie „Darkness“:

Anschließend zog es uns wieder raus in die Sonne und wir sahen uns auf der Hauptbühne Solar Fake und Suicide Commando an. Zwei Bands die immer wieder gehen. Und wer bei Solar Svens Hüftschwung nicht neidisch wird, dem ist nicht zu helfen.

Solar Fake – „Not what I wanted“

Suicide Commando „God is in the Rain“

Den krönen Abschluß gab es dann mit den Editors, die ein wirklicher Knaller waren für das Amphi, den solche Hochkaräter gibt es da eher selten zu sehen. Herr Smith war überaus gut drauf und selbst rosafarbene Einhörner die ständig zu ihm auf die Bühne wanderten brachten ihn nicht aus dem Konzept.

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Editors „Papillon“:

Life is a Fear:

Meine Highlights waren Xotox und die Editors, der Sonntag hat vieles rausgerissen, aber noch schwanke ich, ob wir nächstes Jahr wieder fahren werden, oder ob eine Pause mal ganz gut tut…

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Meine Woche

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Foto: Amy von Einfallsreich

Gesehen: „Synchronicity“ Indie-Zeitreise-Film von Jacob Gentry. Interessanter Low-Budget Sci-Fi der mich nicht komplett überzeugt hat, erinnert an Blade Runner aber durchaus sehenswert.

The Bling Ring“ von Sophia Coppola mit einer überragenden Emma Watson. Eine Teenie-Krimi-Satire die  auf der wahren Geschichte von fünf Upper Class Jugendlichen beruht, die in Villen von Hollywood-Prominenten einbrachen

Cosmos“ Doku-Serie über die Entstehung des Weltraums mit dem von mir sehr verehrten Neil de Grasse Tyson. Erinnert an Carl Sagans Serie aus den 70ern – einfach nur klasse. Unbedingt angucken.

Gehört: „Schwanengesang“ – Xotox, „Industrial Madness“ – Xotox, „Time Travel“ – Ben Lovett, „Crown on the Ground“ – Sleigh Bells, „Suicide Landscapes“ – The Beauty of Gemina, „Ouroboros“ – Oneohtrix Point Never, „Freeze“ – Klaus Schulze, „FML“ – Deadmau5

Gelesen: warum Menschen Neues so oft ablehnen, wie „Environmental Grief“ uns daran hindert aktiv zu werden, über die Man Booker Prize Longlist, über Laurie Pennys „Wohlfühllüge„, Gero von Ranows Artikel „Erhitzte Zeiten“, wie uns die Rating-Kultur in fürchterliche Chefs verwandelt und was man vor und nach Salingers „Franny und Zooey“ lesen sollte.

Getan: einen Abstecher ins Dortmunder Büro gemacht und den Beer Bash dort sehr genossen, einen Küchen-Dosenbier-Klönabend mit einer Freundin verbracht, ein Interview gegeben und dabei ein wunderbares Gespräch gehabt, am See gelegen und gelesen

Geplant: den neuen Star Trek Film gucken

Gegessen: Bohnen-Mozzarella-Salat mit Korianderpesto

Getrunken: Dosenbier

Gelacht: The idea is to die young, as late as possible

Geärgert: das unser Coup nicht 6 Wochen früher gelungen ist und Lieblingsvase kaputt gemacht 😦

Gewünscht: diese Flip Flops, diese Lautsprecher, diesen Toaster, diesen VW Käfer

Gefunden: nix

Gekauft: Geburtstagsgeschenke und für mich ein Buch über „Bucky“ Buckminster Fuller

Geklickt: „The long reach of reason“ – TED Talk von Steven Pinker & Rebecca Newberger Goldstein, auf diese Lösung für ein schlimmes Problem, auf die Timemachine der Tate Gallery und auf diesen Artikel über Cyborgs.

Gewundert: das Tatiana Maslany aus Orphan Black sogar ihre Bloopers „in character“ macht.