Kick-Ass Women – Mackenzie Lee

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Das es in der Weltgeschichte keine Heldinnen gegeben hat, ist natürlich Quatsch. Aber immer wieder hört man nur von den immer Gleichen, die alibimässig in überwiegend männerlastigen Listen auftauchen.

Mackenzie Liee hat in dieser herausragenden Sammlung 52 Frauen vorgestellt, die es verdienen, deutlich berühmter zu sein, als sie es tatsächlich sind. Frauen aus der ganzen Welt, aus unterschiedlichen Rassen und Klassen, die Krankheiten geheilt haben, Diktatoren überworfen, Unterdrückung widerstanden und sich erdrückenden Geschlechtsvorurteilen einer männlich dominierten Welt widersetzt haben.

Lee schreibt knapp und witzig, manchmal etwas flach, aber immer packend. Sie baut aus den kurzen umfassenden Biografien spannende Geschichten von Frauen die Heldinnen, Anführerinnen, Athletinnen oder auch Kriminelle sind. Die Frauen sind intelligent, gefährlich, mutig, verführerisch und vor allen Dingen durchbrechen sie die gläserne Decke aus Patriarchie und Vorurteilen.

Die 52 Frauen sind alle großartig, aber hier sind ein paar meiner Favoritinnen:

Hatschepsut, die erste Pharaonin, die nach dem Tod ihres Mannes den Thron bestieg, weil sie es konnte und die ihre Untertanen 22 Jahr erfolgreich führte.

Agnodike, die Frau, die sich als Mann verkleiden musste, um im antiken Athen Medizin studieren zu können.

Arawelo, die legendäre Königin von Somalia, die jegliche Stereotype über den Haufen warf und eine Regierung schuf ,die komplett aus Frauen bestand. Sie und ihr Kabinett zeigten den Männern was es tatsächlich heißt, den Haushalt eines Landes zu übernehmen.

Königin Christina von Schweden, die Beschützerin der Künste. Gelehrt und insbesondere an Naturwissenschaften interessiert. Sie befürwortete Religionsfreiheit und hatte keinerlei Interesse an der Ehe.

Irena Sendler war eine polnische Krankenschwester, die wahnsinnig mutig war und während des 2. Weltkriegs unter Einsatz ihres Lebens mehr als 2500 jüdische Kinder aus dem Warschauer Ghetto rettete.

Das sind nur ein paar Beispiele der 52 wundervollen Portraits, jede der Frauen großartig farbenprächtig illustriert von Petra Eriksson.

Ich glaube, man merkt wie sehr mir dieses Buch gefallen hat. Kauft es euch, verschenkt es und gebt ihm einen besonders schönen Platz in eurem Regal. Dieses kleine Schatzkästchen voller Mut und Empowerment ist ein Denkmal für alle Frauen, die nach ihren eigenen Spielregeln spielen und die Pionierinnen waren in ihren jeweiligen Bereichen.

Aus dem Englischen von Jenny Merling erschienen im Suhrkamp Verlag, dem ich für dieses Rezensionsexemplar herzlich danke.

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Book-a-Day Challenge – Day 22 + 23

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Today I would like to recommend a book that was in my „Books that matter“ subscription box and I’m so grateful for it. This one might have not reached my radar as I’m not exactly the self-help type, had never heart of #slumflower and that would have been a tragic miss.

This book was so much more than I expected from the colourfol cover. Wow. Chidera Eggerue asa „The Slumflower“ is a name inspired by the ‚Slumflower‘ project, which is centred around the idea of a rose growing from concrete. Growing up in Peckham, South-East London, Chidera shares so many similarities with this concept of beautifully growing, glowing and flourishing in an environment that mainly appears to promote the opposite, especially being a predominantly black neighbourhood which is currently undergoing heavy gentrification.

Eggerue is an award-winning blogger, radio host and her biggest role model beside her mother is not surprisingly Chimamanda Ngozi Adichie.

This is what it says on her publishers site Quadrille about the book:

„In What A Time To Be Alone, The Slumflower will be your life guru, confidante and best friend. She’ll show you that being alone is not just okay: it’s just about the best freaking thing that’s ever happened to you. As she says, ‘You’re bad as hell and you were made with intention.’ It’s about time you realised.
Peppered with insightful Igbo proverbs from Chidera’s Nigerian mother and full of her own original artwork, What A Time To Be Alone will help you navigate the modern world. We can all decide our own fates and Chidera shows us how, using a three-part approach filled with sass, wisdom and charm.

  1. Learn how to celebrate YOU – decide your self-worth, take time to heal and empower yourself in this messy world.
  2. Don’t worry about THEM – avoid other people’s demons and realize that everyone is protecting themselves from something – no matter how aggressive their method.
  3. Feel the togetherness in US – sustain and grow healthy relationships and avoid toxicity in your friendships.

Own your story. Create your own narrative. Read this book“. #WATTBA

Here is an interesting interview with Chidera.
So don’t hesitate and make this a great Christmas present for youself or a loved one and combine it with a subscription box for „Books that Matter“ which is a gift I got for my birthday and I can guarantee that is a great gift to get.

100 Jahre Frauenwahlrecht

100 Jahre dürfen Frauen in Deutschland wählen. Eine Selbstverständlichkeit, das jeder Mensch wählen kann, sollte man meinen und doch hat es ewig gedauert, bis Frauen wählen durften und es gingen jahrezehntelange ermüdende Kämpfe voraus. Deutschland liegt mit der Einführung des Wahlrechts für Frauen im Jahr 1919 im guten Mittelfeld. Eines der ersten Länder war Finnland, wo Frauen ab 1906 wählen durften, Länder wie Griechenland (1952) oder gar die Schweiz (1971) waren ziemliche Spätzünder. Liechtenstein ist gar erst im Jahr 1984 aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Unfassbar.

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Foto: AddF

Überhaupt spannend, dass sich häufig gerade die Länder, die alte bestehende Männerdemokratien waren, mit der Einführung des Frauenwahlrechts besonders schwer taten, siehe Griechenland oder auch Frankreich, das mit 1948 auch nicht gerade bei der ersten Welle dabei war. Nur in wenigen Ländern wurde das allgemeine Wahlrecht für beide Geschlechter zum selben Zeitpunkt eingeführt. Liberale Parteien sympatisierten am ehesten mit der Idee des Frauenwahlrechts, aber für sie war politische Beteiligung vom sozialen Stand abhängig. Das fand sich auch entsprechend in der Frauenbewegung wieder, wo sich bürgerliche Frauen vehement für ihr Wahlrecht einsetzten, dies aber durchaus auf bürgerliche Frauen beschränkt wissen wollten.

Die Parteien jeglicher Couleur fürchteten negative Konsequenzen. Soziale und Liberale fürchteten, die Stimmen der Frauen würden überwiegend zu den Konservativen wandern, die Konservativen glaubten, Frauen würden überwiegend Linke und Liberale stützen. Einig waren sich die Herren der unterschiedlichen Parteien auch, dass das Wahlrecht der erste Schritt zu einer vollständigen Emanzipation sei und das wollte keiner. Die Aufhebung der Klassenbarriere ließ sich daher einfacher und schneller durchsetzen als das Frauenwahlrecht.

Eine der bekanntesten deutschen Frauenrechtlerinnen, der wir nicht nur mit Blick auf das Wahlrecht viel verdanken, war die erste deutsche Juristin, Anita Augspurg. Sie gründete 1902 in Hamburg gemeinsam mit anderen Aktivistinnen den Deutschen Verein für Frauenstimmrecht.

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„Im Ersten Weltkrieg nahmen Augspurg und Heymann an internationalen Frauen-Friedenskonferenzen teil und hielten illegale Versammlungen in ihrer Münchner Wohnung ab und verteilten Flugschriften gegen den Krieg. Anita Augspurg kooperierte mit Kurt Eisner und wurde nach der Proklamation der Bayerischen Republik 1918 in München Mitglied des provisorischen bayerischen Parlaments. Bei den bald folgenden Wahlen kandidierte sie auf Listen der sozialistischen USPD, erlangte aber kein Mandat.

Während der Machtübernahme der NSDAP weilten Augspurg und Heymann auf einer Auslandsreise, von der sie nicht nach Deutschland zurückkehrten. Der Grund war, dass sie Repressalien befürchteten, da sie unter anderem 1923 beim bayerischen Innenminister die Ausweisung des Österreichers Adolf Hitler wegen Volksverhetzung beantragt hatten. Ihr Besitz wurde beschlagnahmt; ihre Bibliothek und alle Aufzeichnungen aus ihrer jahrzehntelangen Arbeit in der nationalen und internationalen Frauenbewegung gingen verloren“ (Zitat Wikipedia)

Eine Menge spannender Informationen zur Geschichte des Frauenwahlrechts findet ihr im Übrigen hier.

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Foto: Wikipedia

Bei meinem letzten London Besuch entdeckte ich dieses spannende Buch, das ich euch in diesem Zusammenhang ans Herz legen möchte:

„The Periodic Table of Feminism“ – Marisa Bate

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Kurze Biografien über entscheidende Figuren im Feminismus angelehnt an das Periodische System. Aufgeteilt in die 4 Wellen des Feminismus gibt es folgende Aufschlüsselung:

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Precious Metals: the leaders, the face of the movements
Catalysts: pioneers, fire-starters
Conductors: bringing people together, the organisers
Diatomic: women working together
Stabalizers: peaceful, pacificsts
Explosives: radicals, anarchists, violent

Es liest sich leicht, ist ein guter Einstieg in das Thema und bietet eine Übersicht über weiterführende Literatur. Das Büchlein macht Spaß und man bleibt leicht hängen, wenn man eigentlich nur mal kurz reinblättern möchte. Allerdings hätte ich dem Buch einen besseren (oder überhaupt einen) Korrekturleser gegönnt, es sind schon einige Tippfehler im Buch. Mir hat das die Freude am Entdecken und Wiederentdecken nicht genommen. Es ist etwas angloamerikanisch geprägt, Anita Augspurg war aber ebenfalls vertreten. Bislang gibt es das Buch nur in Englisch und ich weiß nicht, ob eine Übersetzung geplant ist, falls ja würde es sicherlich Sinn machen, es dann etwas stärker zu europäisieren.

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Vieles, was wir heute für selbstverständlich halten, musste von tapferen Menschen hart erkämpft werden. Wir dürfen das nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen. Ich bin dankbar, dass es so mutige Frauen wie  Frauen wie Anita Augspurg, Emmeline Pankhurst und Chimamanda Adichie gibt und gegeben hat, die Herzblut, Kraft und viel Verstand in den Feminismus investiert haben und geholfen haben, die Welt etwas gleichberechtigter zu machen.

Es bleibt noch viel zu tun und wir brauchen Feminismus heute mehr denn je!

 

Homegoing – Yaa Gyasi

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Ohne Frage eine der anspruchsvollsten Familiengeschichten, die ich bislang gelesen habe. Yaa Gyasi verfolgt ihre Geschichte über 7 Generationen, schreibt aus 14 unterschiedlichen Perspektiven – normalerweise etwas, wo ich vor lauter Stammbaum schnell den Überblick verliere und schnell die Flinte ins Korn werfe.

Unglaublich, wie sie es schafft, jede Person auf ein paar Seiten so derart individuell, einzigartig und klar rüber zu bringen. Wow. Die Geschichte beginnt mit zwei Halbschwestern: Effia und Esi – die sich niemals kennenlernen. Die eine verschlägt es als Sklavin in die USA, die andere bleibt als Frau eines Sklavenhändlers in Ghana und an den jeweiligen zwei Standorten entwickeln sich die beiden Familienlinien weiter.

“We believe the one who has power. He is the one who gets to write the story. So when you study history, you must ask yourself, Whose story am I missing? Whose voice was suppressed so that this voice could come forth? Once you have figured that out, you must find that story too. From there you get a clearer, yet still imperfect, picture.”

“This is the problem of history. We cannot know that which we were not there to see and hear and experience for ourselves. We must rely upon the words of others. Those who were there in the olden days, they told stories to the children so that the children would know, so that the children could tell stories to their children. And so on, and so on.” 

Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines neuen Charakters geschrieben. Erst Effia und Essi, dann jeweils 6 ihrer Nachkommen. Auf diese Weise werden nicht nur die Schicksale der beiden Familien, sondern auch die historischen Ereignisse in Ghana und den USA miteinander verwoben. Durch die Augen der Protagonisten erleben wir die Stammeskonflikte in Ghana im 18. Jahrhundert, den absoluten Horror des transatlantischen Sklavenhandels, der unter amerikanischen und britischen Sklavenhändlern aufblühte.

Was mir bis dato nicht bewusst war, dass es Sklaverei auch vorher in Afrika gab. Bei Stammeskonflikten wurden oft Angehörige des unterlegenen Stammes als Hausmädchen, Ehefrauen, Dienstboten, als Sklaven mitgenommen und die westlichen Sklavenhändler waren eifrig dabei, Öl ins Feuer dieser Konflikte zu gießen und die Stämme dazu zu bringen, ihnen die Verlierer aus solchen Konflikten zu verkaufen.

“You want to know what weakness is? Weakness is treating someone as though they belong to you. Strength is knowing that everyone belongs to themselves.” 

Auf gerade einmal 300 Seiten wird so derart viel an geschichtlichem Wissen und Charakterstudien übermittelt, dass mein Hirn wohl noch eine Weile mit diesem Thema beschäftigt sein wird. Es war spannend, dieses Buch im Bookclub direkt nach Zora Neale Hurstons „Their Eyes were watching God“ zu lesen. Die passende Anschlusslektüre wäre wohl Colson Whiteheads „The Underground Railroad“, das auch schon eine Weile in meinem Regal steht. Wir waren uns bei der Diskussion im Übrigen so einig wie selten. Ich glaube fast jede hat dem Roman 5 Sterne gegeben.

Das Buch ist, wie zu erwarten, keine einfache Lektüre. Brutalität, Blut, Auspeitschungen, Rassismus, die unerträgliche Überlegenheit der Sklavenhändler, die fürchterliche Angst, die der „Fugitive Slave Act“ von 1850 brachte, etc.
Gyasi behandelt diese Themen mit viel Sensibilität, sie schafft ein ehrliches und realistisches Porträt der Gewalt, ohne voyeuristisch zu wirken.

Eine mutige, ungeschminkte Geschichte über die noch immer anhaltenden Effekte der Kolonisation Afrikas und des Sklavenhandels. Unglaublich, dass es sich bei diesem Buch um ein Debüt handelt, was für ein Talent. Ich bin sehr gespannt auf das nächste Buch dieser großartigen Autorin, die ihrem Vorbild Toni Morrison alle Ehre macht.

Danke an Leila, für die Übersendung dieser spannenden Artikel über die Autorin:

und

https://www.theguardian.com/books/2017/oct/28/yaa-gyasi-my-writing-day

sowie dieses spannende Interview/Lesung mit ihr:

Auf deutsch erschien der Roman unter dem Titel „Heimkehren“ im Dumont Verlag.

Schmale Schönheiten II

Als ich kürzlich krankheitsbedingt mein Regal auf der Sache nach etwas schmaleren Bänden absuchte, bin ich auf den Geschmack gekommen und habe mich weiter durch den Stapel schmaler Werke gefräst, auch nachdem ich längst wieder fit war. Eines, das mich in dieser Zeit im Briefkasten überraschte, war das vielbesprochene aber auch wirklich großartige

Rattatatam, Mein Herz von Franziska Seyboldt

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Mit dem Thema Angst kenne ich mich leider besser aus, als ich es jemals wollte. Ein paar Jahre lang war das ein Thema, das mein Leben so bestimmt hat, dass eine Zeit lang für wenig anderes in meinem Leben Platz war.

Ich habe mich so derart geschämt – auch vor mir selbst – dass ich von dem Thema absolut nichts hören, lesen oder gar darüber sprechen wollte. Ich hatte Angst vor der Angst und wollte nichts mit ihr zu tun haben, wollte sie einfach nur loswerden, zu allen Schwierigkeiten, die ich im Leben so hatte, mich nicht auch noch mit Psycho-Scheiß rumschlagen. Das war etwas für Leute, die Zeit und Geld für sowas hatten und sich mit sowas beschäftigen konnten.

Irgendwann habe ich mich zum Glück damit beschäftigt, ich habe keine Angst mehr vor der Angst, sie ist weg und ich habe auch keine Angst mehr davor, dass sie wiederkommt, denn selbst wenn, ich biete ihr dann einen Stuhl an und frage sie, was sie mir mitteilen möchte und dann schauen wir mal.

Sarah Kuttners „Mängelexemplar“ war das einzige Buch bislang, das mir zu dem Thema gefiel, mit dem ich mich einigermassen identifizieren konnte. Als „Rattatatam“ im Briefkasten lag, wollte ich nur kurz reinlesen, dachte es wäre sicherlich nichts für mich und bin dann heftig hängengeblieben.

„Ist man schwach, wenn man Schwäche zeigt, oder holt man sich gerade so die Kontrolle zurück?“

Spätestens mit diesem Satz hatte sie mich. Die Journalistin und Autorin Franziska Seyboldt schreibt ohne Pseudonym, stellt gleich von Anfang an die richtigen Fragen „Warum spricht niemand darüber? Warum ist Angststörung nicht so »normal« wie Depressionen oder Burn-out?

Die Angst schleicht sich früh in ihr Leben, „allgemeine Angststörung“ wird diagnostiziert und Seyboldt beschreibt wie sie versucht, ihren beruflichen Alltag zu meistern ohne aufzufliegen, immer stark sein, nur keine Schwäche zeigen. Das ist so anstrengend, dass kann sich glaube ich niemand vorstellen, der das nicht selbst einmal erlebt hat.

Dr. Goldberg wird das später eine „depressive Episode“ nennen; es ist die erste von dreien, immer im Abstand von einer Woche. Er erklärt mir, dass mein Körper mich schützt, wenn die Ängste zu groß werden. Oder die Ansprüche an mich selbst. Wie bei einem Stromausfall: Überhitzung, zack, dunkel. Man könnte auch sagen: Ich bin ein Stern, der in einer Supernova explodiert und seine äußeren Schichten abwirft. Der Rest kollabiert und wird auf winzigstem Raum zusammengepresst, woraufhin ein schwarzes Loch ensteht, das kein Licht mehr entkommen lässt. Abblende.“

Ich bin absolut beeindruckt, wie klar, poetisch und schön Seyboldt über ein Tabu-Thema schreibt. Ich wünschte mir, jemand hätte dieses Buch vor vielen Jahren in die Hand gedrückt, aber auch ohne Angst ist das ein wunderbares und wichtiges Buch.

Ich danke dem Kiepenheuer & Witsch Verlag für das Rezensionsexemplar.

Als ich mir kürzlich am Bahnhof etwas Zeit vertreiben musste, fiel mir dieses Buch in die Hand, das ich schon länger auf dem Radar habe:

„Dear Ijeawele. A Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions“ – Chimamanda Ngozi Adichie

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Because social norms are created by human beings…there is no social norm that cannot be changed.
Adichie ist eine Autorin, die wie keine andere Essays schreibt, die den Nagel nicht nur direkt auf den Kopf trifft, sondern auch so derart schön und dennoch zugänglich. Ihre Bücher sind Pageturner, denen man sich nicht entziehen kann. Definitiv eine Autorin, von der ich unbedingt das Gesamtwerk lesen möchte.

Bei diesem Essay hier handelt es sich um einen Brief, den Adichie schreibt, als eine Freundin sie um Rat darum bittet, wie sie ihre Tochter zu einer Feministin erziehen kann.

Der Text ist eloquent und sehr bewegend. Adichies Stil ist einfach und zugänglich und sie kritisiert die häufige Tendenz von Feministinnen, unnötigen Jargon zu verwenden wie    z. B. „patriarchy“, ohne diesen im Kontext zu erklären.

Sie schreibt über Feminismus, Liebe, Ehe, Gender Rollen, Rassismus, Sexismus, die Privilegien der Weißen, Gleichberechtigung, weibliche Sexualität, die Probleme, die Frauen häufig mit ihrem Körper haben, Unterdrückung etc.

Ein revolutionärer Text mit so viel spannenden treffenden Zitaten, dass ich das halbe Buch hier markieren könnte:

“Teach her that if you criticize X in women but do not criticize X in men, then you do not have a problem with X, you have a problem with women.”

“Your feminist premise should be: I matter. I matter equally. Not ‘if only’. Not ‘as long as’. I matter equally. Full stop.”

„Because you are a girl“ is never a reason for anything. Ever.“

Ein Buch, das sich wunderbar verschenken läßt und dem ich jede Menge Leser und Leserinnen wünsche.

Einmal um die halbe Welt ging es dann, um mich mit Oscar Niemeyer in einer kleinern Bar in Rio de Janeiro zum Gespräch zu treffen (zumindest in Gedanken war ich beim Lesen dort)

„Wir müssen die Welt verändern“ – Oscar Niemeyer

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Als Oscar Niemeyer 2012 nur wenige Tage vor seinem 105. Geburtstag starb, galt er weltweit als einer der letzten der großen Architekten des 20. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Werk ist Brasilia, der Höhepunkt des utopischen modernen Urbanismus. Die Erschaffung dieses sozialen Experiments und logistischen Abenteuers dauerte nur 3,5 Jahre von der Konzeption bis zur Fertigstellung.

„Wenn man mich fragt, was für mich die Fantasie bedeutet, antworte ich: Fantasie ist die Suche nach einer besseren Welt“

Niemeyers Stil wird oft mit brasilianischer Musik verglichen – die sich wiegenden Linien und anschwellenden Konturen seiner Gebäude lassen an Samba, sinnliche Tänze, schwülen Sex und den Schmelztiegel der unterschiedlichen Nationalitäten in Brasilien denken.

Dieses kleine Büchlein ist das Resümee seines Lebens, in dem er über die Gesellschaft reflektiert, die Rolle der Fantasie und der Freundschaft, über das Alter, Politik, Kunst und seine Begegnungen mit prägenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts wie Sartre, Le Corbusier und Fidel Castro.

„Die Architektur ist nur ein Vorwand. Wichtig ist das Leben, wichtig ist der Mensch, dieses merkwürdige Wesen mit Seele und Gefühl, das nach Gerechtigkeit und Schönheit hungert“

Niemeyer ist einer meiner liebsten Architekten und ich würde sofort in die Casa das Canoas einziehen, irgendwann werde ich mir seine Gebäude mal vor Ort ansehen und dann auf jeden Fall dieses Büchlein im Gepäck haben.

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Ob Niemeyer in seinem langen Leben Psychedelika zur Hilfe nahm um seine Architektur-Visionen zu unterstützen, weiß ich nicht, Aldous Huxley hätte ihm auf jeden Fall dazu geraten. Von einem Utopisten zum nächsten, wo Niemeyer die Welt durch schönere Gebäude verbessern wollte, experimentierte Huxley mit Drogen um sich dadurch neue Einblicke und Perspektiven auf die Welt zu ermöglichen:

Psychedelics – Aldous Huxley

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In seinem Roman „Brave New World“ experimentiert Huxley mit der Idee, wie eine Droge namens Soma genutzt wird, um soziale Gleichheit herzustellen. In diesem Auszug aus seinem Essay „The Doors of Perception“ beschreibt er sein einmaliges Erlebnis nach der Einnahme von Mescalin (eine psychedelisch und halluzinogen wirkende Droge, die sich in mittelamerikanischen Kakteen befindet und seit Jahrhunderten von den amerikanischen Ureinwohnern bei heiligen Zeremonien verwendet wurde). Durch die Einnahme von Mescalin versuchte er, den Geheimnissen des Universums auf die Spur zu kommen.

Er beschreibt seine Empfindungen zum Beispiel beim Anblick von Blumen in einer Vase:

„a bundle of minute, unique particulars in which, by some unspeakable and yet self-evident paradox, was to be seen the divine source of all existence.“

oder das Wunder, das sich vor seinen Augen vollzieht beim Betrachten seines Bambus-Stuhls:

„I spent several minutes – or was it several centuries? – not merely gazing at those bamboo legs, but actually being them – or rather being myself in them; or, to be still more accurate (for „I“ was not involved in the case, nor in a certain sense were „they“), being my Not-self in the Not-self which was the chair.“

Huxley beschreibt seinen Trip, der etwa 8 Stunden dauert, als vollständige Auflösung des Ichs, ein Experiment, das ihm das Gefühl gab, unendlich viel Zeit zu besitzen, sich in einer Art immerwährendem Moment zu befinden und in einer Art „Über-Achtsamkeit und Aufmerksamkeits“-Taumel, völlig losgelöst von seinem Hirn zu sein.

Das Buch war sicherlich sehr einflußreich in den 1960er Jahren und es macht einem bewusst, dass das, was wir als Realität empfinden, wohl nur die Spitze des Eisberges ist. Eine immense Verlockung für Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle, sich der immerwährenden Tyrannei der Logik und Realität zu entziehen und sich auf ein sensorischen Abenteuer einzulassen, das im wahrsten Sinne des Worte die Türen der Wahrnehmung weit öffnet.

Ein faszinierendes Büchlein, dass durchaus Lust auf einen kleinen Mescalin-Trip macht vielleicht während der Lektüre des nächsten Murakami? 😉

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„Die seligen Jahre der Züchtigung“ – Fleur Jaeggy

Ein Buch, das ich schon vor längerer Zeit aus dem Regal meines Bruders entliehen habe und das auf dem Weg in die Berge kürzlich die perfekte Zuglektüre war.

Jaeggys seltsam schönen, beklemmenden Novelle spielt in der Nachkriegs-Schweiz, die recht unschuldig beginnt und schon im zweiten Satz mit Robert Walser aufwarten kann:

„Mit vierzehn war ich Zögling in einem Internat im Appenzell. In einer Gegend, in der Robert Walser viel spazieren ging, während er in Herisau, nicht weit von unserem Institut, in der Nervenheilanstalt war.“

Eve, die Erzählerin der Geschichte, berichtet von ihrem Leben als Zögling der Schule und ihre Versuche, die Zuneigung der neuen interessanten und perfekt wirkenden Schülerin Fréderique zu gewinnen. Während sie entsprechende Pläne schmiedet, sie über die Kontrolle, Wahnsinn und Liebe nachdenkt, nimmt das Büchlein ordentlich an Fahrt auf. Die Geschichte ist kurz aber von beunruhigender Energie.

Die Erinnerungen der Erzählerin fokussieren sich auf Disziplin, Zwang und verfehlte Ausbrüche aus der Enge und einem unbändigen Freiheitswunsch. Diese Extreme werden durch die beiden Mädchen repräsentiert, zwischen denen sich Eve hin- und hergerissen fühlt: Fréderique, die Nihilistin, die nahezu perfekt für Kontrolle und Gehorsam steht, und die fröhliche extrovertierte Michelle, deren Zukunftsträume sich um Parties, Freiheit und ihren Daddy drehen.

Jaeggys Novelle ist hypnotisch, man fühlt sich wie in einem dunklen Strudel, aus dem es kein Entrinnen gibt. Die unschuldige Zeit der Jugend zeigt sich als alles andere als unschuldig, der schmale Grat zwischen Disziplin und Wahnsinn verschwimmt immer mehr und nichts scheint die Charaktere der Freiheit näher zu bringen.

Das New York Times Literary Supplement wählte es 1992 zu einem der Bücher des Jahres und meiner Meinung nach durchaus zu Recht.

Hier die Bücher nochmal im Überblick:

  • Rattatatam mein Herz von Franziska Seyboldt erschienen im Kiepenheuer und Witsch Verlag
  • A Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions“ – Chimamanda Ngozi Adichie auf deutsch erschienen unter dem Titel „Liebe Ijeawele: Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden erschienen im Fischer Verlag
  • Wir müssen die Welt verändern von Oscar Niemeyer schienen im Kunstmann Verlag
  • Psychedelics von Aldous Huxley auf deutsch in dem Band „Die Pforten der Wahrnehmung“ im Piper Verlag erschienen
  • Die seligen Jahre der Züchtigung von Fleur Jaeggy erschien im Berlin Verlag

Day 22 – The book I most often give as a gift

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This book is just the perfect gift. It is a book that I liked when I was around 18 and still love it… it just get’s better and I discover different things each time I read it.

And because this is the case I will give it this year to one of my readers here. So leave a comment until the 31.12. midnight 😉 and let me know which book you most often give away as a present and why and also if you would prefer to have Virginia Woolf’s „A room of one’s own“ in English or German.

The book is called „Ein eigenes Zimmer“ in German and was published in Fischer Verlag.

The lucky winner will receive a brand new copy so you have lot’s of space in the margins for your own notes and underlinings.

Good luck!

What works

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Wie hartnäckig sich auch heute noch – teilweise unbewußte – geschlechtsspezifische Vorurteile halten, kann auch den optimistischsten Menschen zur Verzweiflung bringen. Den Vorwurf des Sexismus weisen die meisten vehement von sich, aber die Stereotype sind omnipresent, in Kindergarten und Schule heute stärker als noch vor einigen Jahren. Die Erkenntnis, dass wir die Gleichstellung der Geschlechter und diversifizierte Belegschaften in Unternehmen brauchen, ist mittlerweile einigermaßen weitverbreitet. Bei der Umsetzung sieht es allerdings noch recht trüb aus.

Fast jedes größere Unternehmen bietet mittlerweile Diversitäts-Trainings an, der Markt an Trainingsanbietern floriert, doch den Nachweis für ihren Erfolg müssen diese Trainings noch erbringen. Die Verhaltenswissenschaft bietet da neue Lösungen an, die Iris Bohnet in ihrem Buch unter die Lupe nimmt. Anstatt das Verhalten der Menschen  durch kostspielige, langwierige und nicht nachgewiesen erfolgreiche Trainings ändern zu wollen, schlägt Bohnet vor die Organisationen selbst umzugestalten, in dem man versucht, mit smarten Lösungen große Wirkung zu erzielen.

Sie analysiert Verhalten und Prozesse um explizit zu machen, wie sich diese auf die Gleichstellung auswirken und schlägt entsprechende systemische Interventionen vor. Dieser verhaltens- und designbasierte Vorgang wird auch als „Nudging“ bezeichnet und erfreut sich zunehmend größerer Beliebtheit, wenn gleich auch das „Nudging“ nicht unumstritten und mit Vorsicht zu genießen ist.

Bohnet geht mit den Diversitätstrainings hart ins Gericht. Allein in den USA geben Unternehmen dafür jährlich 7 Millarden Dollar aus, ohne dass die Wirksamkeit tatsächlich belegt wär., Bohnet argumentiert viel mehr, es könne sogar sein, dass es nicht nur nichts bringt, es könne sogar durchaus nach hinten losgehen aufgrund „moralischer Lizensierung“: die Tendenz von Menschen, nach solchen Trainings unmoralischer zu handeln, da sie gefühlt durch das Training eine Art „Freibrief“ erhalten haben.
Stattdessen sollten Unternehmen ihre Prozesse überdenken und das Geld in deren Überarbeitung stecken, statt in nutzlose Trainings.

„Verhalten zu verändern ist Arbeit, und die große Mehrheit von uns ist nicht bereit, sie zu leisten.“

Sie zeigt das an einem Beispiel der fünf wichtigsten Orchester in den USA. Noch in den 1970 Jahren lag der Frauenanteil unter den Musikern bei gerade einmal 5 Prozent. Heute sind es immerhin über 35 Prozent. Diese Entwicklung ist kein Zufall und auch nicht das Ergebnis von erfolgreich absolvierten Diversitätstrainings, sondern das Ergebnis von „blindem Vorspielen“ hinter einen Vorhang oder einem Wandschirm. Das Boston Symphony Orchester führte das blinde Vorspielen als erstes ein und die anderen folgten dem Beispiel. Theoretisch sollte ein Dirigent allein auf die Töne hören und nicht auf Geschlecht oder Hautfarbe der Person achten, die das Instrument spielt. In der Praxis hingegen haben beispielsweise die Wiener Philharmoniker erst 1997 das erste weibliche Orchestermitglied aufgenommen. Die Dirigenten und Auswahlkomitees waren ganz zufrieden mit den durchweg männlichen und durchweg weißen Orchestermitgliedern und sich ihrer Voreingenommenheit wahrscheinlich nicht einmal bewußt.

Das ist das wirklich Ernüchternde: Egal, wie groß der gute Wille ist, wir benehmen uns oft voreingenommen, auch wenn wir das gar nicht wollen. Bohnet bezieht sich in ihrem Buch unter anderem auf Daniel Kahneman’s Forschungen, die er 2011 in dem Buch „Thinking Fast and Slow“ veröffentlichte und wo er belegt, wie sehr unser Verhalten, ob in der Arbeit oder sonstwo im Leben, deutlich stärker durch unbewußte Reflexe kontrolliert wird, als durch rationales Denken.

Bohnet macht auch darauf aufmerksam, wie wichtig es auf der einen Seite ist, eine „kritische Masse“ zu haben, auf der anderen Seite aber auch darauf zu achten, dass niemand als reine „Quoten-Besetzung“ wahrgenommen wird. Solche Selbstwahrnehmung führt häufig dazu, dass die Leute sich ganz besonders assimilieren wollen, ihre eigenen Perspektiven oft in den Hintergrund schieben und statt den Weg freizumachen für andere, sie größerer Gleichberechtigung sogar eher im Weg stehen.

Sie zeigt, dass es sich für Frauen noch immer eher auszahlt nett rüberzukommen, als kompetent. Firmen sind sich zunehmend dieses Dilemmas bewusst, vor dem Frauen in Gehaltsverhandlungen stehen. Sie wollen weibliche Angestellte nicht verlieren, die, nachdem sie einen Job und ein Vergütungspaket angenommen haben, enttäuscht feststellen, dass sie das schlechtere Geschäft gemacht haben. Wie die Oscar-Gewinnerin Jenniver Lawrence 2015 verbittert schrieb, nachdem sie in einer durch ein Internetleak veröffentlichten E-Mail erfahren hatte, wie viel weniger sie für einen Film bekommen hatte, als ihre Kollegen: „Ich würde lügen, wenn ich nicht zugäbe, dass der Wunsch gemocht zu werden, meine Entscheidung beeinflusste, den Vertrag ohne einen echten Kampf abzuschließen. Ich habe gefürchtet, als „schwierig“ oder „verwöhnt“ angesehen zu werden. Damals dachte ich, das sei eine gute Idee, bis ich die Gehaltsliste im Internet sah und feststellte, dass alle Männer, mit denen ich arbeitete, sich defnitiv nicht darum scherten, ob sie als „schwierig“ oder „verwöhnt“ angesehen wurden.“

Das zeigt, wie schwierig solche Prozessanpassungen sein können, dennoch findet Bohnet auch funktionierende Beispiele, wie solche Gruppenprozesse zu größerer Gleichberechtigung von unterschiedlichern Ansichten und Perspektiven führen können. Eines der Kapitel beschäftigt sich damit, wie wichtig es für Unternehmen ist, Personaldaten zu sammeln und zu analysieren, um Muster und Trends zu verstehen und Prognosen zu machen. Man wird keine Änderungen herbeiführen können, wenn nicht einmal bekannt ist wieviele Frauen im Unternehmen in senioren Führungspositionen arbeiten oder wieviele Mitglieder einer Minderheit im letzten Jahr eingestellt wurden.

Besonders nützlich war das Kapitel für mich, in dem es um einfache Veränderungen im Recruitingprozess ging und die simple Einführung von Checklists. Stehen die Fragen vorher fest? Sind die Interviewer vorbereitet und besteht eine entsprechende Rating- Matrix nach Beendigung des Interviews etc.? Ich komme selbst aus dem Personalbereich und habe Hunderte von Interviews geführt und war trotzdem geschockt, wie schnell man auf „Groupthink“ und unbewußte Vorurteile hineinzufallen droht.

„What works“ ist das Ergebnis ihres zehnjährigen Projekts, dem man anmerkt, wie fasziniert sie von dem Thema war, wieviel Wissen und Herzblut darinsteckt. Sie hat es nicht nötig, den Leser mit akademischem Jargon oder komplizierten Diagrammen beeindrucken zu wollen, wobei ihr Buch durchaus akribisch recherchiert und mit Fußnoten versehen ist. Sie zeigt unkomplizierte Methoden auf die Unternehmen helfen können, Diversität und ein integratives Umfeld zu schaffen, der eigentliche Test für das Buch kommt aber dann, wenn es darum geht, die zu erreichen, die nicht (wie ich zum Beispiel) ohnehin schon mehr als offen für das Thema sind.

“What works” ist ein Buch, in dem Firmen jede Menge Denkanstösse finden können – sie müßten sie nur auch wirklich umsetzen wollen.

Ich danke dem Beck Verlag für das Rezensionsexemplar.