Meine Woche

Gesehen: The Church (1989) von Michele Soavi mit Asia Argento. Italienischer Horrorfilm um eine alte Kathedrale, die über einem Massengrab erbaut wurde, entwickelt seltsame Kräfte und hält eine Reihe von Menschen im Inneren mit Geistern eines Massakers aus dem zwölften Jahrhundert gefangen. Gute Unterhaltung.

Alucarda (1977) von Juan López Moctezuma. Blutiger mexikanischer Vampirfilm in dem sehr viel geschrien und Satan gelegentlich mit Saitan übersetzt wird. Ebenfalls eine Empfehlung.

Gehört: The Church Soundtrack, Ya Habibi Ta’ala – Lynn Adib & Zeid Hamdan, I’d like to teach the world to sing – Amiina, Inspirit – Julianna Barwick, I Still Dream About You, Sometimes But Not Always (Snorri Hallgrímsson Rework, Oddments – Motion Sickness of Time Travel, Dark Complex – Alphaxone

Gelesen: France to start research into ‚enhanced soldiers‚, Als Frauen sich das Schreiben eroberten, dieses Interview mit Gal Gadot, Cal Newport on the rise and fall of getting things done, A Son Took His Mother Out Fishing. She Never Came Back.

Getan: viele Meetings und Telefonate, Päckchen zur Post gebracht, spazieren gegangen und Yoga gemacht

Gegessen: ein super leckeres gewonnenes Abendessen vom Pacific Times

Getrunken: Negroni (nicht gemocht) ausgetauscht mit Lagavulin (sehr gemocht)

Gefreut: Mai Thi Nguyen-Kim wurde zur Journalistin 2020 gewählt, diese süße Aktion im irischen Parlament und natürlich über das gewonnene Abendessen

Geweint: nein

Geärgert: nein

Geklickt: Wildlife photographer of the year und Brainpickings Maria Popova hat die 20 besten Bücher 2020 ausgewählt

Gestaunt: über die unglaublich klaren Pluto Fotos, über den Bride Waterfall in Peru

Gelacht: über Katzen

Gewünscht: endlich Jalousien für unsere Balkontüren/Fenster im Wohnzimmer,  diese Handtücher, diese Tischdeko

Gefunden: nix

Gekauft: eine Backwaage und Wein

Gedacht: As our own species is in the process of proving, one cannot have superior science and inferior morals. The combination is unstable and self-destroying. //Arthur C. Clarke

Meine Woche

Gesehen: Happiest Season (2020) von Clea DuVall mit Kristen Stewart und Mackenzie Davis. Wunderbare LGBTQ+ mainstream RomCom – wer hier nicht in Weihnachtsstimmung kommt, dem ist nicht mehr zu helfen

Hour of the Wolf (1968) von Ingmar Bergman mit Max von Sydow. Ein Künstler in der Krise wird in Ingmar Bergmans einzigem Horrorfilm von Albträumen aus der Vergangenheit heimgesucht. Großartig.

The Stranger (1946) von und mit Orson Welles. Ein Mann, der für die Kriegsverbrecherkommission arbeitet, vermutet, dass sich ein wichtiger Nazi-Funktionär in amerikanischen Kleinstadt verschanzt hat.

Winter’s Blood (2019) von Parker Brennon. Vier wirklich gruselige Minuten. Es klicke wer sich traut.

Gehört: Healing is a miracle – Julianna Barwick, Sea swallow me – Harold Budd, Tumbling towards a wall – Ulla Straus, Body -Mia Gargaret, Weed Killer – The Kills, Vivaldi, Corelli, Sardelli | la Filarmonica Toscanini diretta da Sardelli, Die Zauberflöte – Wolfgang Amadeus Mozart

Gelesen: The pandemic is a portal – Arundhati Roy, Aufenthaltsrecht auf Zeit. Was Professor_innen über ihren Bildungsaufstieg erzählen, The end of the office, ‘Women’s Work’ Can No Longer Be Taken for Granted von Anna-Louie Sussmann, Andrea Petkovic über Selbstoptimierung

Getan: eine virtuelle Weihnachtsfeier organisiert und gefeiert, spazieren gegangen und nach Ewigkeiten mal kurz wieder in der Stadt gewesen

Gegessen: Szechuan Auberginen mit grünen Bohnen

Getrunken: Rotwein

Gefreut: dass die Weihnachtsfeier gut geklappt hat

Geweint: über den vernünftigerweise ausbleibenden Besuch der Schwiegermama

Geärgert: nein

Geklickt: auf die Buch-Bestenlisten 2020 von Do Lectures, Penguin und Guardian

Gestaunt: über David Attenboroughs „Japanese secret water gardens

Gelacht: Frau Merkel teilt aus und über Carolin Kebekus‘ „Shitstorm und Haters

Gewünscht: dieses Wohnzimmer, dieses Outfit, dieses Multifunktions-Werkzeug

Gefunden: nix

Gekauft: Weihnachtsgeschenke und Bücher

Gedacht: At the end of the day, at the end of the week, at the end of my life, I want to say I contributed more than I criticized //Brenè Brown

Hirngymnastik Chemie

Chemie ist ein unglaublich faszinierendes Studiengebiet. Weil sie für unsere Welt so grundlegend ist, spielt die Chemie im Leben eines jeden Menschen eine Rolle und berührt fast jeden Aspekt unserer Existenz in irgendeiner Weise. Die Chemie wird oft als die zentrale Wissenschaft bezeichnet (wobei das wahrscheinlich fast jede Wissenschaft von sich behauptet), weil sie Physik und Mathematik, Biologie und Medizin sowie die Erd- und Umweltwissenschaften miteinander verbindet.

Die Chemie hilft, die Welt um uns herum zu verstehen. Warum verfärben sich Blätter im Herbst? Warum sind Pflanzen grün? Wie wird Käse hergestellt? Was ist in Seife enthalten und wie wird sie gereinigt? All dies sind Fragen, die mit Hilfe der Chemie beantwortet werden können.

Grundkenntnisse in Chemie helfen auch, Produktetiketten zu lesen und zu verstehen. Funktioniert ein Produkt wie beworben oder ist es ein Betrug? Wer versteht, wie Chemie funktioniert, ist in der Lage, ver-nünftige Erwartungen von reiner Fiktion zu trennen.

Chemie ist außerdem das Herzstück des Kochens. Wer die chemischen Reaktionen versteht, die beim Aufgehen von Backwaren, beim Neutralisieren von Säure oder beim Eindicken von Saucen ablaufen, hat gute Chancen, ein besserer Koch werden.

Ein guter Grund, dieser spannenden Naturwissenschaft mal ein wenig in die Reagenzgläser zu schauen – willkommen zur Hirngymnastik Chemie:

Was eignet sich besser zum Einstieg, als ein Buch über die 50 wichtigsten chemischen Elemente im Periodensystem? Das Periodensystem war bei mir im Übrigen Auslöser für die erste Brille, die ich auch wirklich aufgesetzt habe. Ich saß soweit von dem Ding weg, das sich partout die Ordnungszahlen nicht erkennen ließen. Es musste also eine Brille her und zack klappte es auch mit der Chemie 🙂

Die Elemente in 30 Sekunden vermitteln die chemischen Grundkenntnisse zu den wichtigsten 50 Elementen. Jedem Element ist eine Doppelseite gewidmet, jede mit einer klaren Beschreibung, den wichtigsten Eckdaten und einer Illustration. Der Band ordnet sie in den Rahmen der übrigen 68 Elemente des Periodensystems ein und beschreibt deren Wechselbeziehungen. Biographien von Chemikern, die unser Wissen bereicherten und damit die Geheimnisse des Lebens weiter entschlüsselten, ergänzen die Darstellung. Die Illustrationen veranschaulichen die Unterschiede und Übereinstimmungen zwischen den einzelnen Elementen.

Die Reihe ist nicht nur optisch ein Leckerbissen, sie gibt auch wirklich in kürzester Zeit einen ersten Überblick über ein Thema und ermöglicht dem Leser dann bei Bedarf abzutauchen. Ich habe noch einige weitere Themen aus der Reihe auf dem Radar.

Herausgeber Eric Scerri ist Chemiker und Wissenschaftstheoretiker, der vor allem zur Geschichte und Systematik des Periodensystems publiziert. Er ist Gründer und Chefredakteur der internationalen Zeitschrift Fundation of Chemistry.

Im 19. Jahrhundert strömten die New Yorker in Scharen in Sammlungen seltsamer und grotesker Kuriositäten, die als „Kuriositätenkabinette“ bezeichnet wurden. Jetzt soll in Manhattan an der Stelle eines der alten Kabinette ein moderner Wohnturm entstehen. Doch als die Ausgräber in einen Keller einbrechen, entdecken sie eine Leichenkammer des Grauens: die Überreste von über dreißig Menschen, die vor über 130 Jahren von einem unbekannten Serienmörder ermordet und auf grausame Weise zerstückelt wurden.

In der Folge beginnen FBI-Sonderagent Pendergast und die Museumsarchäologin Nora Kelly mit einer Untersuchung, die einen mysteriösen Arzt zutage fördert, der einst durch die Stadt streifte und medizinische Experimente an lebenden Menschen durchführte. Doch gerade als Nora und Pendergast beginnen, die Hinweise auf die jahrhundertealten Morde zu entschlüsseln, bricht um sie herum eine neue Welle von Mord und chirurgischer Verstümmelung aus und New York City wird von Terror überflutet.

Der Krimi ist in der Zeit Wissenschafts-Krimireihe herausgebracht worden und enthält eine Chemie-Analyse des Buches. Im Roman geht es um einen Serienkiller, der auf der Suche nach der Geheimformel für das ewige Leben ist. Seit der Mensch denken kann, versucht er seine Sterblichkeit zu überwinden und ein Elixier zu finden, dass den Tod in seine Schranken weist.

Noch immer ist rätselhaft, was im Organismus dafür sorgt, dass das Leben zum Tode führt. Viele Fachleute sind aber überzeugt, dass die Dauer menschlichen Lebens verlängert werden kann und künftig auch wird. „Altern ist keine gottgegebene Unausweichlichkeit, man kann es kontrollieren und ändern“ behauptet der amerikanische Genetiker Michael Rose, ein Pionier der modernen Altersforschung.

In metabolischen Prozessen, und auch in den Gen-Netzwerken, haben die Forscher erste Triebkräfte des Alters aufgespürt. Bereits durch die Ausschaltung einzelner Gene für Wachstum und Energiestoffwechsel können die Genetiker dem natürlichen Tod Einhalt gebieten.

Das einfachste Zaubermittel zur Lebensverlängerung heißt Hungern. Kalorische Restriktion hilft Fliegen, Mäusen und Würmern, dem Tod zu trotzen. Die Ursache ist vermutlich, dass dabei der Energiestoffwechsel heruntergefahren wird. Dadurch enstehen weniger aggressive Stoffwechselprodukte im Körper – der sogenannte oxidative Stress im Organismus nimmt ab.

Aber ist es wirklich erstrebenswert, 100 Jahre zu hungern, um 100 Jahre alt zu werden?
Da genetische Manipulationen des menschlichen Erbgutes, mit denen altersfördernde Gene blockiert werden könnten, derzeit weder sicher durchgeführt werden können, noch erwünscht sind, ruhen die Hoffnungen der Altersforscher vor allem auf der Pharmazie. Grausige Verfahren wie das des Killers in Formula sind indessen nicht zu befürchten.

Ein spannender Krimi, der nicht nur chemische Einblicke gewährt, sondern auch gut unter der Rubrik Forensik hätte laufen können. Allerdings nichts für Zartbesaitete.

Perfekt hätte in diese Hirngymnastik natürlich Primo Levis „Das periodische System“ gepasst – das habe ich allerdings bereits gelesen und auch schon hier besprochen. Wer Lust hat, die Grande Dame der Chemie, Marie Curie, näher kennenzulernen, den verweise ich auf diesen Artikel hier in der Rubrik „Women in Science“.

Ansonsten habe ich erstaunlich wenige Nicht-Fachbücher zu dieser Hirngymnastik gefunden, falls ihr also noch weitere Tipps habt – jederzeit gerne.

Ich hoffe, ich konnte euch etwas Lust auf Chemie machen – wie war es bei euch in der Schule? Mochtet ihr das Fach, beschäftigt ihr euch heute noch hin und wieder damit oder macht ihr lieber einen großen Bogen um Reagenzgläser, Kolbenbrenner und Periodensystem?

Meine Woche

Gesehen: Cracks (2009) von Jordan Scott mit Eva Green. Eifersucht flammt auf, nachdem die Direktorin eines Elite-Internats für Mädchen von einer neuen Schülerin besessen ist. Tolle Atmosphäre.

American Horror Story (2011) Season 1 „Murder House“. Bin noch nicht so richtig reingekommen in die Serie, aber vielleicht funkt es, wenn Sarah Paulson endlich auftritt 😉

Upstream (2019) von Robert Macfarlane und Rob Petit. Upstream wurde über drei Jahre entlang des Flusses Dee in Schottland gedreht, ein Film über die Wildnis und den Winter mit Musik von Hauschka. Wunderschön und hypnotisierend.

Gehört: My body is a glasshouse – Glasvegas,  Therefore I am – Billie Eilish, Fundamental Values – Nils Frahm, American Gothic – Lauren Hope, Longest Year – Hammock, Japanese Ambient Music – Kanyo Ongaku, Reservations – Lambchop, Following the Walkers – Diam Mati

Gelesen: Hallo Elliot Page, Don’t Blame Social Media. Blame Capitalism, How William Gibson keeps his Science Fiction real, TIME’s First-Ever Kid of the Year: die 15jährige Erfinderin und Wissenschaftlerin Gitanjali Rao, the social life of forests, vielleicht waren prähistorische Frauen doch nicht nur Sammlerinnen

Getan: den Weihnachtsbaum geschmückt, viel aufgeräumt und spazieren gegangen

Gegessen: Pad Kaprow Moo Kai Dow

Getrunken: Jever Fun

Gefreut: über das Buchgeschenk von der lieben Anna – habe „Piragesi“ schon fast durch und finde es großartig und über Lauras weltbeste Weihnachtsplätzchen

Geweint: nein

Geärgert: nein

Geklickt: auf die Ausstellung des Stadtmuseum München „Welt im Umbruch – Kunst der 20er Jahre“

Gestaunt: über die Sistine Chapel of the Ancients und die Fotos des Jahres 2020 der Nachrichtenagentur AP

Gelacht: stimmt – Science doesn’t give a fuck what you believe

Gewünscht: diese Brille, dieses Buch, dieses Outfit

Gefunden: nix

Gekauft: einen Weihnachtsbaum

Gedacht: “We do not escape into philosophy, psychology, and art — we go there to restore our shattered selves into whole ones.” //Jen Myers

Meine Woche

Gesehen: The Conformist (1970) von Bernado Bertolucci. Umwerfend schöner Film über einen willensschwacher Mann der unter Mussolini zu einem faschistischen Lakaien wird. Unbedingt ansehen.

Spider Baby (1967) von Jack Hill. Schwarze Horror-Komödie über das Schicksal dreier Waisen die am „Merrye Syndrom“ leiden. Addams Family trifft The Texas Chain Saw Massacre. Fand ich erstaunlich gut.

Dracula (2020) von Johnny Campbell und Damon Thomas. Neuverfilmung als Mini-Serie von den Dr Who Machern. War ok, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen.

Expedition Arktis – Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis. (2020) Doku über die größte Arktis-Expedition aller Zeiten. Sehr interessant.

Gehört: Steady – POLIÇA, Enneun – thisquietarmy, Meeting Shelley – Si Begg,  Let him see – Marina Maximillian, Es steht ein Haus in New Orleans – Manfred Krug, Fantasie in g-moll for Cello and Piano – Fanny Mendelssohn, Love bade me welcome – Judith Weir

Gelesen: 6 Sci-Fi Writers Imagine the the Future of Work, ‚Is anybody in there?‘ Life on the inside as a locked-in patient, Do these people look real to you? AI fakes people, Theresa Bäuerlein über Verschwörungstheorien und Noreena Hertz why loneliness fuels populism

Getan: meinen ersten komplett virtuell durchgeführten Leadership Workshop gegeben, den Adventskalender bestückt und eine kleine Radl-Tour mit Glühwein im Perlacher Forst

Gegessen: frischgebackene Brioches

Getrunken: einen sehr leckeren Rotwein

Gefreut: dass sich die Schwiegermama so über unser Renteneintritts-Packerl gefreut hat

Geweint: nein

Geärgert: über den erneuten Absturz meines Bruders

Geklickt: auf diesen TED Talk von Oliver Sacks zu Halluzinationen, Kristen Pressner warum sie Vorurteile hat, auf den Instagram-Kanal von erklärmirmal,

Gestaunt: Unexplained Monolith Discovered in Rural Utah’s Red Rock Country

Gelacht: über Mai Thi Nguyen-Kim – Die Gefühle von Wissenschaftler*innen und über diese Gebrauchs-Anweisungen für Babies

Gewünscht: dieses Hai-Weinglas, diesen Kamin, diese Suppenkelle

Gefunden: nix

Gekauft: Hosen und Tshirts

Gedacht:

‘Blessed are they who see beautiful things in humble places where other people see nothing. //Camille Pissarro

Gemischte Tüte

Kein Grund zur Sorge, bei Kalmann kann man sich sicher sein, es wendet sich alles zum Guten. Kalmann ist der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn und er muss einen Mord aufklären. Das wäre im besten Fall schon keine einfache Sache, aber in Kalmanns Kopf geraten die Dinge schnell durcheinander, die Fäden verwirren sich und manchmal laufen die Räder in seinem Kopf auch rückwärts.

„Als ich noch ein Kind war, hatte meine Mutter nie Zeit für mich, arbeitete fast rund um die Uhr. Ihr Problem war, dass sie keinen Mann hatte. Aber es gab schon Versuche. Einmal stellte sie mich sogar einem vor. Ein geschiedener Elektriker. Seine Haare waren schön gescheitelt, und weil er auch schön angezogen war, sah er überhaupt nicht aus wie ein Elektriker. Sie hoffte wohl, einen Vaterersatz für mich gefunden zu haben, aber so was wie einen Vater kann man nicht einfach ersetzen. Man hat dasselbe Blut in den Adern wie sein Vater. Es gibt also nur einen. Das spürt man. Genau darum ist es für mich ganz normal, einen Cowboyhut und einen Sheriffstern zu tragen, das ist in mir programmiert, da kann meine Mutter noch so laut meckern.“

So sehr mir dieser charmante Island-Roman auch gefallen hat, ich kann ihn nicht ohne Warnung empfehlen. Ihr müsst wissen, worauf ihr euch mit diesem Buch einlasst: Ihr werdet ganz sicher eine Reise nach Island buchen wollen, so bald das Virus uns nicht mehr Griff hat. Dieses Buch macht extrem Lust, dorthin zu reisen und ich habe die Route schon geplant, hoffe sehr ich treffe Kalmann vor Ort oder zumindest den mindestens genau so symphatischen Autor Joachim B. Schmidt, um gemeinsam einen Brennivin zu trinken und Polarfüchse zu beobachten. Die Reiselektüre ist dann auf jeden Fall schon mal klar.

Kalmann von Joachim B. Schmidt erschien im Diogenes Verlag.

What was is and what is was.

Die Erzählerin des Romans ist S.H., eine Schriftstellerin, die aus Minnesota stammt und nach New York zieht, um ihre schriftstellerische Karriere voranzutreiben.

Zum Zeitpunkt des Romans ist S.H. 61 Jahre alt und eine etablierte Autorin, die bereits mehrere Romane geschrieben hat. Als wir sie treffen, durchstöbert sie die Besitztümer ihrer Mutter und stößt dabei auf ein Tagebuch, das sie im Alter von 23 Jahren führte, als sie zum ersten Mal in New York ankam.

Auf diese Weise wird eines der Hauptthemen des Buches vorgestellt: Wie wirken Erinnerung und Vorstellungskraft zusammen. In zwei Strängen des Buches schreibt S.H. aus der Gegenwart des Romans über ihre Erinnerungen an diese Zeit (und die Zeiten davor und danach) und parallel dazu gibt sie Einträge aus dem Tagebuch wieder und denkt darüber nach.

The more I focus on remembering, the more details I am likely to provide, but those particulars may well be invented.

We are all wishful creatures, and we wish backward, too, not only forward, and thereby rebuild the curious, crumbling architecture of memory into structures that are more habitable.

Let us not forget that each time we evoke a memory, it is subject to change, but let us also not forget that those changes may bring truths in their wake.

Wie immer steckt Hustvedt voller interessanter Ideen und Beobachtungen. Der Roman ist nicht ganz einfach, aber er ist immer fesselnd und faszinierend.

Auf Deutsch erschien der Roman unter dem Titel „Damals“ im Rowohlt Verlag.

Wo gehören wir hin? Was ist unser Zuhause in einer Zeit, in der sich immer weniger Menschen sinnstiftend dem Ort verbunden fühlen, an dem sie geboren wurden?

„Traumata sind Teil der eigenen Biografie. Man kann sie nicht im Nachhinein veändern, und sie hören nicht auf, ihre Schatten auf das Leben zu werfen, das man führt.“

In seinem persönlichen Essay beschreibt Daniel Schreiber den Umschwung eines kollektiven Gefühls: Zuhause ist nichts Gegebenes mehr, sondern ein Ort, nach dem wir uns sehnen, zu dem wir suchend aufbrechen. Schreiber blickt auf Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse, und zugleich erzählt er seine eigene Geschichte: von Vorfahren, die ihr Leben auf der Flucht verbrachten. Von der Kindheit eines schwulen Jungen in einem mecklenburgischen Dorf. Von der Suche nach dem Platz, an dem wir bleiben können.

Ein Buch, das einen definitiv auf eigene Spurensuche schickt.

„Die amerikanische Lyrikerin Maya Angelou: „Die schmerzhafte Sehnsucht nach einem Zuhause lebt in jedem von uns. Es ist die Sehnsucht nach dem Ort (…), an dem wir nicht in Frage gestellt werden.“

Zuhause von Daniel Schreiber erschien im Hanser Verlag.

Mit Mitte zwanzig, auf dem Höhepunkt des Tech-Boom ist Anna Wiener – wie fast jeder Millennial – auf der Suche nach dem Sinn in ihrer Arbeit. Der Job im Buchverlagswesen erfüllt sie nicht richtig und reich wird man mit diesem Job natürlich auch nicht. Die Tech Branche ist hungrig nach frischen Talenten, man lockt sie und es fällt ihr nicht wirklich schwer, den Verlockungen nachzugeben.

Sie zieht von New York nach San Francisco, wo sie bei einem großen Daten-Startup im Herzen der des Silicon Valley landet: eine Welt surrealer Extravaganz, zweifelhaften Erfolgs und ambitionierter Unternehmer, die wild entschlossen sind, die Welt zu dominieren.

Doch inmitten von Skiurlauben mit ihrem Unternehmen und den ständigen Saufgelagen im Büro mit den Bros entsteht ein neues Silicon Valley: eines das weit über seine Mittel lebt, eines, das sich auf Kosten der idyllischen Zukunft bereichert, die es angeblich für alle Menschen erarbeiten möchte.

Anna Wieners Memoiren sind das Porträt einer bereits schon wieder vergangenen Ära. Sie geben seltenen Einblick in eine Überflieger- und rücksichtslose Gründerkultur, in der ungebremster Ehrgeiz auf unkontrollierte Überwachung trifft.

“The platforms designed to accommodate and harvest infinite data inspired infinite scroll…people were saying nothing and saying it all the time.”

Mit Witz, Offenheit und Herz zeichnet Anna geschickt den Wandel der Technologieindustrie vom selbsternannten Weltretter zum demokratiegefährdenden Moloch nach, eingebettet in ihre eigene persönliche Erfahrung, die voller Ambivalenzen und Desillusionierungen steckt.

Uncanny Valley eine prägnante, schonungslose und warnende Biografie, die uns auf die mit Konsequenzen aufmerksam macht, die auf die ahnungslosen User zukommt und die wir erst jetzt langsam zu verstehen beginnen.

Being the only woman on a nontechnical team, providing customer support to software developers, was like immersion therapy for internalized misogyny. I liked men—I had a brother. I had a boyfriend. But men were everywhere: the customers, my teammates, my boss, his boss. I was always fixing things for them, tiptoeing around their vanities, cheering them up. Affirming, dodging, confiding, collaborating. Advocating for their career advancement; ordering them pizza. My job had placed me, a self-identified feminist, in a position of ceaseless, professionalized deference to the male ego.”

Auf Deutsch erschien das Buch unter dem Titel „Code kaputt“ im Droemer Knaur Verlag.

Meine Woche

Gesehen: High Life (2018) von Claire Denis mit Juliette Binoche und Robert Pattinson. Wunderbar atmosphärischer SciFi Film der mich an Solaris erinnerte. Der Soundtrack ist auch klasse. Empfehlung.

You were never really here (2017) von Lynne Ramsay mit Joaquin Phoenix. Drama um einen traumatisierten Veteranen der vermisste Kinder aufspürt und in eine Verschwörung gerät. Großartig.

Gehört: High Life Soundtrack, Some kind of peace – Nils Frahm, Ballard Landscapes – Cousin Silas, Where you find me – The Notwist, Mandrill – Martin Gore, Velatore – The Inventors of Aircraft, Ghost Sounds – Polaroid Notes, Vattenhålens Dräpare – Beckahesten, Burial – God is an Astronaut

Gelesen: über Arbeitszeit und Biorhythmus, Can history predict the future?, dieses Interview mit Jan Morris, Rebecca Solnit: On Not Meeting Nazis Halfway, why Obama fears for our democracy, Why we should go to Venus not Mars, why Opera will never die

Getan: ein Interview gegeben, mit dem Bookclub gezoomt, viel spazieren gegangen in der Sonne

Gegessen: Fregola Sarda mit Auberginen-Caponata

Getrunken: Chai Tee

Gefreut: über unsere neue Fußmatte „Enter the Batcave“ und über ein tolles Überraschungspaket von Schwiegermama und Nichte

Geweint: nein

Geärgert: nein

Geklickt: auf dieses alten Bäume, auf die NYT Liste der 100 Bücher 2020, Liziqi ist meine heimliche Droge, She’s that woman

Gestaunt: über die kleine Eule im Rockefeller Weihnachtsbaum und den leuchtenden Jupiter Mond „Europa“

Gelacht: über dieses Flowchart

Gewünscht: diesen Waschtisch, dieses Haus, diesen Plattenspieler

Gefunden: nix

Gekauft: weitere Geschenke für den Adventskalender

Gedacht: “If it’s wisdom you are after, you are going to spend a lot of time sitting on your ass and reading.“ — Charlie Munger

Meine Woche

Gesehen: The Changeling (1980) von Peter Medak mit George S. Scott und Trish Van Devere. Gilt zurecht als DER Haunted House Film. Großartig.

Tell it to the Bees (2018) von Annabel Jankel mit Anna Paquin und Holliday Grainger. Angestaubte Romanze mit wenig Chemie, muss man nicht sehen.

Gehört: Piano Sketches – Birdy, Mountain of Air – Ellen Arkbro, Dopo notte – Joyce DiDonato, Black Garden – Shinjuku Thief, An Ending & Ship in a Bottle – Brian Eno, Ebben? Ne andrò lontana‚ – La Wally, Western Sycamore – R Beny, Ballo Barocco – Montagsstück der Bayerischen Staatsoper

Gelesen: über die Impfstoffforscher Özlem Türeci und Uğur Şahin, Teaching Science Fiction while living in Lebanon, David Graeber against Economics, dieses Interview mit Judith Butler

Getan: im Homeoffice gearbeitet, in der Sonne spazieren gegangen, Bücherregale und Kommoden aufgeräumt und eine virtuelle Weihnachtsparty geplant

Gegessen: Selleriesalat mit Granatapfel und Feta und sehr leckeres geliefertes Essen von Madame Chutney

Getrunken: Jever Fun

Gefreut: über den Trailer zu „Happiest Season

Geweint: nein

Geärgert: immer wieder über die „Querdenken“ Vollpfosten

Geklickt: Paris After Dark – Walking the Streets as Night Falls, Virtuelle Museumsbesuche, See What the World’s Reading Habits Look Like in 2020

Gestaunt: Plants can see, hear and respond

Gelacht: Homosexuality and common sense, Virtual meetings are basically modern seances

Gewünscht: dieses Haus, dieses Outfit, diese Küche

Gefunden: nix

Gekauft: erste Geschenke für den Adventskalender

Gedacht: ““There are years that ask questions and years that answer.” 
― Zora Neale Hurston

Findungen – Maria Popova

“Geschichte ist jedoch nicht das Geschehene, sondern das, was die Schiffbrüche von Urteil und Zufall überlebt.

Maria Popova hat mit Brainpickings einen meiner liebsten Blogs geschaffen, dem ich seit vielen Jahren folge und dem ich unglaublich viele Lektüretipps, Ideen und spannende Einsichten verdanke. Sie schafft es schon seit Jahren von einem Blog leben zu können, der sich mit Wissenschaft, Literatur, Philosophie, Feminismus, Poesie, Astronomie und vielem anderen beschäftigt.

Das Buch beginnt mit Johannes Kepler und mit dem Einfluß, den er mit seiner Persönlichkeit und seinem beruflichen Leben auf eine ganze Litanei an Menschen in der Astronomie und der Kunst seither genommen hat. Alles ist miteinander verbunden. Gedanken und Ideen durchdringen Raum und Zeit, landen irgendwo, inspirieren und die Kombination ganz unterschiedlicher Ideen führt immer wieder zu neuen und weiteren Entdeckungen.

“Leben verflechten sich mit anderen Leben, und aus diesem Wandteppich ergeben sich Hinweise zu Antworten auf Fragen, die die Essenz des Lebens betreffen: Was sind die Bausteine des Charakters, der Zufriedenheit, der nachhaltigen Errungenschaften?

„Figuring“ ist ein multidisziplinärer Begriff. Er steht für die Verbindung von unterschiedlichen wissenschaftlichen Domänen, den Künsten und menschliches Erkenntnisvermögen. Es gibt sogar ein Institute for Figuring in den USA, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Menschen mit der ästhetischen und poetischen Dimension von Naturwissenschaft und Mathematik in Verbindung zu bringen. Und Kepler ist eine der großen Inspirationen für dieses Vorgehen, da er einer der führenden „Figurer“ in der Geschichte war.

“Nichts, was über die ersten mathematischen Formeln hinausgeht, kann als gegeben betrachtet werden. Stellen Sie alles Übrige in Frage” 

Für Popova ist Kepler sowas wie der Ur-Vater in ihrem Buch. Ein Mann, dessen facettenreiches Leben eine Verflechtung aus Naturwissenschaft, Ästhetik und Theologie war. Von ihm aus leitet sie uns an eine ganze Reihe historischer Charaktäre weiter, die ebenfalls disziplinübergreifend tätig waren, die Grenzen überschritten haben auf der Suche nach Warheit, Schönheit und der Suche nach dem wahren und richtigen Leben.

Für dieses disziplinübergreifende Sein könnte man sich keinen besseren Paten vorstellen als Kepler. Er schrieb eine Abhandlung über Schneeflocken, verfasste eine Stereometrie der Weinfässer, berechnete die Umlaufbahn von Planeten und gab 5 Bücher zur Harmonik der Welt heraus. Seine berühmteste Entdeckung war, dass die Planeten in Elipsen um die Sonne wandern, wobei er mal eben ein 2000 Jahre altes astronomisches Dogma über den Haufen warf und damit den Weg für Newtons Law of Gravity ebnete.

Auch wenn Kepler auch nicht annähernd so berühmt ist wie Newton oder Kopernikus, so ist er doch auf Augenhöhe mit ihnen und er ist einfach eine sehr spannende Persönlichkeit, insbesondere durch seine Mischung aus mathematischer Strenge und ästhetischer Verspieltheit. Er verteidigte seine Mutter, die von der Kirche der Hexerei angeklagt wurde und die er nach langem und qualvollem Prozess am Ende zum Freispruch verhilft. Kepler erkennt auch, dass seine Mutter als Frau nie die Möglichkeit hatte, selbst eine Gelehrte zu werden, sondern ihnen hilflos ausgeliefert war. Das veranlasste Kepler zu einer sehr modernen Erkenntnis:

“Die unterschiedlichen Schicksale der Geschlechter, deutet Kepler an, werden nicht vom Himmel bestimmt, sondern von der irdischen Konstruktion des Geschlechts als kultureller Funktion.”

Nach dem Einstieg mit Kepler fokussiert sich Popova weitestgehend auf weibliche Geschichten und man begegnet hier ein paar sehr interessanten Frauen – alle unerschrockene Denkerinnen – die immense Hindernisse überwinden mussten um astronomische Entdeckungen machen zu können, zu schreiben, zu malen oder die Umweltbewegung zu gründen.

Besonders spannend fand ich die Astronominnen Maria Mitchell und Caroline Herschel, die Mathematikerin Mary Somerville, die Autorin/Kritikerin Margaret Fuller, die Bildhauerin Harriet Hosmer, die Dichterin Emily Dickinson und die Biologin/Umweltaktivistin Rachel Carson. Frauen, die allesamt die Verkörperung von Francois Poullain de la Barres Aussage sind „der Verstand hat kein Geschlecht.“

„Figuring“ ist ein komplex geknüpftes Netz, in dem die Leben dieser Frauen und einem guten Dutzend weiterer wissenschaftlicher und literarischer Figuren über Jahrhunderte und Kontinente hinweg miteinander verbunden sind. Verbunden durch unerwartete Verkettungen  wie gemeinsame Freunde, „Serendipity“ (das wunderbare Wort kann man einfach nicht wirklich übersetzen finde ich), durch Zusammenkünfte, Briefe, Freund- und Liebschaften. Beim Lesen hat man das Gefühl, dass Popovas Hirn durch die immensen Berge an Literatur, die sie liest, mit speziellen Filtern ausgestattet ist, das solche Verbindungen aufspürt:

“Die Welt ist durch geheime Knoten verbunden.” (Athanasius Kircher)

Aber vor allen Dingen gelingt es Popova, diese Menschen greifbar zu machen, man lebt, leidet, liebt mit ihnen und sie alle Leben changierend zwischen Zufall und Entscheidung.

Kreative Arbeit geht aus dem Prozess der Zusammensetzung existierender Gedanken- und Bildfragmente zu neuen Kombinationen hervor.

Gelegentlich bin ich in den Verlinkungen und Verbindungen etwas verloren gegangen, dann hatte ich manchmal das Gefühl beim Lesen Brotkrumen legen zu müssen, damit ich mich von den verwobenen Abschweifungen wieder zum Hauptteil des Kapitels zurückfinde.

Aber es kann ab und an ja auch ganz schön sein sich zu verirren. Man macht überraschende Entdeckungen und am Ende findet man meist wieder zurück. In „Figuring“ treffen wir auf brilliante Menschen mit spannenden Gehirnen – die meisten davon gehören Frauen und die überwiegende Anzahl der Figuren im Buch ist queer und sie alle bestehen darauf, das Leben bis zum Letzten auszukosten und sich von nichts und niemandem aufhalten zu lassen.

Einen der schönsten Sätze sagt die Astronomin Maria Mitchell zu ihren Studenten:

“Lassen Sie das Sternenlicht in ihr Leben sickern und sie werden sich nie mehr über Kleinigkeiten ärgern“

Kepler hätte dem sicherlich zugestimmt.

Große Empfehlung und eine großartige Schatzkiste insbesondere für meine #WomeninScience Reihe

Ich danke dem Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar.

Meine Woche

Gesehen: The Handmaid’s Tale (2019) Auch die 3. Staffel lässt kein bisschen nach. Elisabeth Moss, Yvonne Strahovski, Alexis Bledel und Joseph Fiennes sind wirklich großartig. Eine Serie die nach wie vor echt unter die Haut geht.

My Cousin Rachel (2017) von Roger Michell mit Rachel Weisz und Sam Claflin. Daphne du Maurier-Verfilmung mit schönen Bildern, nicht grandios, aber durchaus unterhaltsam.

Unnur (2020) von Chris Burkard. Kurzfilm über einen isländischen Fotografen, Surfer und Kayakfahrer. Tolle Bilder.

Gehört: Talkin‘ ‚bout a revolution – Tracy Chapman, Pale Yellow und Goliath – Woodkid, Theatre of Nature – Anna von Hausswolff, Yuve Yuve Yu – The HU, For now I am winter – Ólafur Arnalds, Parce Mihi Domine – Claudio Monteverdi, Ballad for a Blue Moon – Motion Sickness of Time Travel, A Body of Water – Angstkiste

Gelesen: Music in Human Evolution, Futurist Amy Webb rezensiert SciFi Filme, The Science of Wisdom, diesen Artikel über Brian Eno, No one gets Sylvia Plath

Getan: das Wahlergebnis gefeiert, einen großen virtuellen Workshop durchgeführt zum Thema „The Future of Work“ und viel positives Feedback bekommen, viele schöne Spaziergänge gemacht

Gegessen: selbstgebackenes Sauerteigbrot

Getrunken: viel Chai Tee und Earl Grey

Gefreut: darüber dass Freiheit, Anstand und Verantwortungsgefühl gewonnen haben

Geweint: mit CNN Moderator Van Jones

Geärgert: nein

Geklickt: auf Kamala Harris‚ Antrittsrede, auf How to be at Home,

Gestaunt: über die Ottobahn, wie riesig Coconut Crabs werden können, wie sehr sich Singapur in den letzten Jahren verändert hat

Gelacht: Trump

Gewünscht: diese Schale, diese Uhr, dieses Auto

Gefunden: Bücher im Bücherschrank

Gekauft: Bücher

Gedacht: “It isn’t that the evil thing wins — it never will — but that it doesn’t die.” //John Steinbeck