Meine Woche

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Gesehen: „Berlin Syndrome“ (2017) von Cate Shortland mit Teresa Palmer. Heftiger Psychothriller um eine australische Backpackerin in Berlin, nach dem man wahrscheinlich nie wieder einen One-Night-Stand haben will 😉

The Fog“ (1980) von John Carpenter mit Jamie Lee Curtis. Ich habe einfach eine Schwäche für Horror-Filme aus den 70er und 80ern – der hier macht viel Spaß.

The Glass Castle“ (2017) von Destin Cretton mit Brie Larson, Naomi Watts und Woody Harelson. Buch-Verfilmung die mich irgendwie so gar nicht gepackt hat.

Gehört: „Geh in die Stadt“ – Petula Clark, „Streets of Berlin“ – Bryony Marks, „Fragile“ – God is an Astronaut, „Helios Erebus“ – God is an Astronaut, „Beyond the Fields“ – Barst, „Crazy“ – Gnarls Barkley, „Music and Poetry of the Kesh“ – Ursula Le Guin, „Grid of Points“ – Grouper

Gelesen: Silicon Valley’s Tax-Avoiding, Job-Killing, Soul-Sucking Machine, Does having a day job make better art, from information to reputation age, wie viel Gewalt in Obst stecken kann

Getan: kurze aber schöne Radltour durch den englischen Garten, den Überraschungsbesuch der Schwiegermama organisiert, abgerockt auf dem God is an Astronaut Konzert, mit Freunden Pizza gegessen, im Nymphenburger Park spazieren gegangen und die Sonne genossen

Geplant: einen Workshop mit Studenten der TU München und den Literaturmix im Literaturhaus besuchen

Gegessen: Steckerlfisch und Spargelsuppe

Getrunken: versehentlich Radler

Gelacht: über Darth Vader und diesen Alt-Right Vollpfosten

Geärgert: wie viel über das dumme Geschwätz von Tellkamp geschrieben wurde und wie wenig im Gegensatz über die großartige Rede von Michael Köhlmeier

Gefreut: ich fahre zur Digital Bauhaus nach Weimar (zu Tante Masha winkt)

Geklickt: the 50 best reading nooks und auf diesen TED Talk „A Woman’s fury holds a lot of wisdom“ von Tracee Ellis Ross

Gewünscht: das ESO Planetarium besuchen, diesen Fahrradhelm, dieses Bild

Gefunden: die Transcendence DVD

Gekauft: nix

Gestaunt: über Mary Beard die einen Tag im British Museum als Guard arbeitete aber auch wie wenig in der Presse über die Unruhen in Puerto Rico zu lesen ist

Gedacht: Der Haß ist die Liebe die gescheitert ist (Sören Kierkegaard)

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#WomeninSciFi (17) Der Report der Magd von Margaret Atwood oder Gilead ist überall

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Janine vom Blog „Frau Hemingway“ hat einen Literaturblog, auf dem ich mich wunderbar heimisch fühle. Ich streife an ihren Regalen entlang, nehme hier mal ein Buch raus, freue mich da wieder über eines, dass ich auch habe und bin ein wenig neidisch auf ihren Lesesessel, der unglaublich bequem aussieht und das coole Moby Dick Poster.

Sie hat sich mit Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ der wohl realistischsten und bedrohlichsten Dystopie gewidmet, die die Science Fiction Welt so zu bieten hat. Auf nach Gilead also, auch wenn es weh tut – hoffen wir, dass wir es so weit nie werden kommen lassen:

Nachdem Desfred zum ersten Mal das „Ritual“ über sich ergehen lassen hat, musste ich die Serie kurz pausieren und meinem Blick vom Fernseher abwenden. Das „Ritual“ findet an den fruchtbaren Tagen Desfreds statt und dabei versucht der Kommandant Fred, in dessen Haus Desfred leben muss, sie zu schwängern während die Ehefrau des Kommandanten Desfreds Hände festhält. Der Kommandant und dessen Frau tun so als würden eigentlich sie ein Kind zeugen; die Magd Desfred ist überhaupt nicht anwesend, obwohl sie gerade vergewaltigt wird. Es ist sowohl im Buch „Der Report der Magd“ als auch in der Serie „The Handmaid´s Tale“ eine sehr intensive und zugleich beängstigende Szene, leider gibt es von dieser Art Szene bei Margaret Atwood genügend und mein Herz würde auch in den neun weiteren Folgen der Serie nicht zur Ruhe kommen.

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Foto: Piper Verlag

„Der Report der Magd“ handelt von der Republik Gilead, die durch einen Staatsstreich von einer christlich-fundamentalistischen Gruppierung in den Vereinigten Staaten gegründet wird. Die Regeln dieses Staates sind sehr strikt und die Bibel dient als Rechtfertigung für alles. Am schlimmsten sieht es für die Frauen aus: Sie dürfen nichts besitzen, haben keinerlei Mitspracherecht und müssen die Rolle der kindergebärenden Hausfrau übernehmen. Das heißt, wenn die Frau noch Kinder gebären kann, denn ein Großteil kann es nicht mehr. Aus diesem Grund kommt Desfred auch so eine besondere Rolle als Magd zu. Die Mägde sind Frauen, die vor der Gründung Gileads bereits ein Kind geboren und also bewiesen haben, dass sie zeugungsfähig sind.

Gilead ist überall

Obwohl „Der Report der Magd“ in der Zukunft spielt, streitet Margaret Atwood vehement ab, dass ihr Buch Science-Fiction sei. Margaret Atwood definiert Science-Fiction als etwas, dass passiert, obwohl es heute noch nicht möglich ist. Das ist in „Der Report der Magd“ schlicht nicht der Fall, weil alles, was darin passiert, gab es bereits in der Vergangenheit oder gibt es in der Gegenwart. Die Geschichte von Desfred ist weitergesponnene Gegenwart und das macht Margaret Atwood sehr eindrucksvoll.

Besser als im Buch kommt dieser Punkt jedoch in der Serie zur Geltung: Hier lässt sich mittels der Rückblenden sehr leicht nachvollziehen, wie sich eine demokratische Gesellschaft in einen totalitären Staat verwandelt. Zum Beispiel wurde zuerst das Wahlrecht beschnitten, dann durften sämtliche Frauen kein eigenes Geld mehr haben und am Ende durften sie durch ein Berufsverbot auch nicht mehr arbeiten. Der Prozess von ein paar kleinen Gesetzesänderungen bis hin zu Desfreds gesellschaftlich-akzeptierten Gefangenschaft war schleichend und erinnert stark an das „Boiling Frog Paradigma“. Hierbei wird ein Frosch in einen Topf mit angenehm-temperierten Wasser gesetzt, anschließend wird dieses Wasser sehr langsam erhitzt und der Frosch wird sterben, weil er lebendig gekocht wird, aber eben nicht aus dem Topf springt. Der Mensch in einer Gesellschaft ist oftmals genauso lethargisch.

Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass Gilead auch hier sein könnte. Gilead könnte zu jeder Zeit überall entstehen. Es ist ein furchtbarer Gedanke, aber er kommt beim Lesen des Buchs oder Sehen der Serie immer mal wieder in den Vordergrund. Es wird zwar die Geschichte Desfreds erzählt, aber genauso gut könnten es auch du und ich sein, die gemeinsam zu einer Zusammenkunft der Mägde gehen, um jemanden steinigen zu müssen, der vermeintlich ein Verbrechen begangen oder auch einfach bei diesem ganzen Wahnsinn nicht mehr mitgespielt hat.

Mehr von Gilead:

  • Buch „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood (ISBN: 978-3492311168, Taschenbuch, Piper Verlag, 12,00 €)
  • Essay „Wie Utopia entstand“ im Buch „Aus Neugier und Leidenschaft – Gesammelte Essays“ von Margaret Atwood (ISBN: 978-3827006660, Hardcover, Berlin Verlag, 28,00 €)
  • DVD „The Handmaid´s Tale“ (Komplette Serie, 21,99 €)

Hier noch der link zur Rezension der englischen Folio-Ausgabe von „The Handmaid’s Tale“.

Schmale Schönheiten II

Als ich kürzlich krankheitsbedingt mein Regal auf der Sache nach etwas schmaleren Bänden absuchte, bin ich auf den Geschmack gekommen und habe mich weiter durch den Stapel schmaler Werke gefräst, auch nachdem ich längst wieder fit war. Eines, das mich in dieser Zeit im Briefkasten überraschte, war das vielbesprochene aber auch wirklich großartige

Rattatatam, Mein Herz von Franziska Seyboldt

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Mit dem Thema Angst kenne ich mich leider besser aus, als ich es jemals wollte. Ein paar Jahre lang war das ein Thema, das mein Leben so bestimmt hat, dass eine Zeit lang für wenig anderes in meinem Leben Platz war.

Ich habe mich so derart geschämt – auch vor mir selbst – dass ich von dem Thema absolut nichts hören, lesen oder gar darüber sprechen wollte. Ich hatte Angst vor der Angst und wollte nichts mit ihr zu tun haben, wollte sie einfach nur loswerden, zu allen Schwierigkeiten, die ich im Leben so hatte, mich nicht auch noch mit Psycho-Scheiß rumschlagen. Das war etwas für Leute, die Zeit und Geld für sowas hatten und sich mit sowas beschäftigen konnten.

Irgendwann habe ich mich zum Glück damit beschäftigt, ich habe keine Angst mehr vor der Angst, sie ist weg und ich habe auch keine Angst mehr davor, dass sie wiederkommt, denn selbst wenn, ich biete ihr dann einen Stuhl an und frage sie, was sie mir mitteilen möchte und dann schauen wir mal.

Sarah Kuttners „Mängelexemplar“ war das einzige Buch bislang, das mir zu dem Thema gefiel, mit dem ich mich einigermassen identifizieren konnte. Als „Rattatatam“ im Briefkasten lag, wollte ich nur kurz reinlesen, dachte es wäre sicherlich nichts für mich und bin dann heftig hängengeblieben.

„Ist man schwach, wenn man Schwäche zeigt, oder holt man sich gerade so die Kontrolle zurück?“

Spätestens mit diesem Satz hatte sie mich. Die Journalistin und Autorin Franziska Seyboldt schreibt ohne Pseudonym, stellt gleich von Anfang an die richtigen Fragen „Warum spricht niemand darüber? Warum ist Angststörung nicht so »normal« wie Depressionen oder Burn-out?

Die Angst schleicht sich früh in ihr Leben, „allgemeine Angststörung“ wird diagnostiziert und Seyboldt beschreibt wie sie versucht, ihren beruflichen Alltag zu meistern ohne aufzufliegen, immer stark sein, nur keine Schwäche zeigen. Das ist so anstrengend, dass kann sich glaube ich niemand vorstellen, der das nicht selbst einmal erlebt hat.

Dr. Goldberg wird das später eine „depressive Episode“ nennen; es ist die erste von dreien, immer im Abstand von einer Woche. Er erklärt mir, dass mein Körper mich schützt, wenn die Ängste zu groß werden. Oder die Ansprüche an mich selbst. Wie bei einem Stromausfall: Überhitzung, zack, dunkel. Man könnte auch sagen: Ich bin ein Stern, der in einer Supernova explodiert und seine äußeren Schichten abwirft. Der Rest kollabiert und wird auf winzigstem Raum zusammengepresst, woraufhin ein schwarzes Loch ensteht, das kein Licht mehr entkommen lässt. Abblende.“

Ich bin absolut beeindruckt, wie klar, poetisch und schön Seyboldt über ein Tabu-Thema schreibt. Ich wünschte mir, jemand hätte dieses Buch vor vielen Jahren in die Hand gedrückt, aber auch ohne Angst ist das ein wunderbares und wichtiges Buch.

Ich danke dem Kiepenheuer & Witsch Verlag für das Rezensionsexemplar.

Als ich mir kürzlich am Bahnhof etwas Zeit vertreiben musste, fiel mir dieses Buch in die Hand, das ich schon länger auf dem Radar habe:

„Dear Ijeawele. A Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions“ – Chimamanda Ngozi Adichie

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Because social norms are created by human beings…there is no social norm that cannot be changed.
Adichie ist eine Autorin, die wie keine andere Essays schreibt, die den Nagel nicht nur direkt auf den Kopf trifft, sondern auch so derart schön und dennoch zugänglich. Ihre Bücher sind Pageturner, denen man sich nicht entziehen kann. Definitiv eine Autorin, von der ich unbedingt das Gesamtwerk lesen möchte.

Bei diesem Essay hier handelt es sich um einen Brief, den Adichie schreibt, als eine Freundin sie um Rat darum bittet, wie sie ihre Tochter zu einer Feministin erziehen kann.

Der Text ist eloquent und sehr bewegend. Adichies Stil ist einfach und zugänglich und sie kritisiert die häufige Tendenz von Feministinnen, unnötigen Jargon zu verwenden wie    z. B. „patriarchy“, ohne diesen im Kontext zu erklären.

Sie schreibt über Feminismus, Liebe, Ehe, Gender Rollen, Rassismus, Sexismus, die Privilegien der Weißen, Gleichberechtigung, weibliche Sexualität, die Probleme, die Frauen häufig mit ihrem Körper haben, Unterdrückung etc.

Ein revolutionärer Text mit so viel spannenden treffenden Zitaten, dass ich das halbe Buch hier markieren könnte:

“Teach her that if you criticize X in women but do not criticize X in men, then you do not have a problem with X, you have a problem with women.”

“Your feminist premise should be: I matter. I matter equally. Not ‘if only’. Not ‘as long as’. I matter equally. Full stop.”

„Because you are a girl“ is never a reason for anything. Ever.“

Ein Buch, das sich wunderbar verschenken läßt und dem ich jede Menge Leser und Leserinnen wünsche.

Einmal um die halbe Welt ging es dann, um mich mit Oscar Niemeyer in einer kleinern Bar in Rio de Janeiro zum Gespräch zu treffen (zumindest in Gedanken war ich beim Lesen dort)

„Wir müssen die Welt verändern“ – Oscar Niemeyer

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Als Oscar Niemeyer 2012 nur wenige Tage vor seinem 105. Geburtstag starb, galt er weltweit als einer der letzten der großen Architekten des 20. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Werk ist Brasilia, der Höhepunkt des utopischen modernen Urbanismus. Die Erschaffung dieses sozialen Experiments und logistischen Abenteuers dauerte nur 3,5 Jahre von der Konzeption bis zur Fertigstellung.

„Wenn man mich fragt, was für mich die Fantasie bedeutet, antworte ich: Fantasie ist die Suche nach einer besseren Welt“

Niemeyers Stil wird oft mit brasilianischer Musik verglichen – die sich wiegenden Linien und anschwellenden Konturen seiner Gebäude lassen an Samba, sinnliche Tänze, schwülen Sex und den Schmelztiegel der unterschiedlichen Nationalitäten in Brasilien denken.

Dieses kleine Büchlein ist das Resümee seines Lebens, in dem er über die Gesellschaft reflektiert, die Rolle der Fantasie und der Freundschaft, über das Alter, Politik, Kunst und seine Begegnungen mit prägenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts wie Sartre, Le Corbusier und Fidel Castro.

„Die Architektur ist nur ein Vorwand. Wichtig ist das Leben, wichtig ist der Mensch, dieses merkwürdige Wesen mit Seele und Gefühl, das nach Gerechtigkeit und Schönheit hungert“

Niemeyer ist einer meiner liebsten Architekten und ich würde sofort in die Casa das Canoas einziehen, irgendwann werde ich mir seine Gebäude mal vor Ort ansehen und dann auf jeden Fall dieses Büchlein im Gepäck haben.

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Ob Niemeyer in seinem langen Leben Psychedelika zur Hilfe nahm um seine Architektur-Visionen zu unterstützen, weiß ich nicht, Aldous Huxley hätte ihm auf jeden Fall dazu geraten. Von einem Utopisten zum nächsten, wo Niemeyer die Welt durch schönere Gebäude verbessern wollte, experimentierte Huxley mit Drogen um sich dadurch neue Einblicke und Perspektiven auf die Welt zu ermöglichen:

Psychedelics – Aldous Huxley

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In seinem Roman „Brave New World“ experimentiert Huxley mit der Idee, wie eine Droge namens Soma genutzt wird, um soziale Gleichheit herzustellen. In diesem Auszug aus seinem Essay „The Doors of Perception“ beschreibt er sein einmaliges Erlebnis nach der Einnahme von Mescalin (eine psychedelisch und halluzinogen wirkende Droge, die sich in mittelamerikanischen Kakteen befindet und seit Jahrhunderten von den amerikanischen Ureinwohnern bei heiligen Zeremonien verwendet wurde). Durch die Einnahme von Mescalin versuchte er, den Geheimnissen des Universums auf die Spur zu kommen.

Er beschreibt seine Empfindungen zum Beispiel beim Anblick von Blumen in einer Vase:

„a bundle of minute, unique particulars in which, by some unspeakable and yet self-evident paradox, was to be seen the divine source of all existence.“

oder das Wunder, das sich vor seinen Augen vollzieht beim Betrachten seines Bambus-Stuhls:

„I spent several minutes – or was it several centuries? – not merely gazing at those bamboo legs, but actually being them – or rather being myself in them; or, to be still more accurate (for „I“ was not involved in the case, nor in a certain sense were „they“), being my Not-self in the Not-self which was the chair.“

Huxley beschreibt seinen Trip, der etwa 8 Stunden dauert, als vollständige Auflösung des Ichs, ein Experiment, das ihm das Gefühl gab, unendlich viel Zeit zu besitzen, sich in einer Art immerwährendem Moment zu befinden und in einer Art „Über-Achtsamkeit und Aufmerksamkeits“-Taumel, völlig losgelöst von seinem Hirn zu sein.

Das Buch war sicherlich sehr einflußreich in den 1960er Jahren und es macht einem bewusst, dass das, was wir als Realität empfinden, wohl nur die Spitze des Eisberges ist. Eine immense Verlockung für Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle, sich der immerwährenden Tyrannei der Logik und Realität zu entziehen und sich auf ein sensorischen Abenteuer einzulassen, das im wahrsten Sinne des Worte die Türen der Wahrnehmung weit öffnet.

Ein faszinierendes Büchlein, dass durchaus Lust auf einen kleinen Mescalin-Trip macht vielleicht während der Lektüre des nächsten Murakami? 😉

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„Die seligen Jahre der Züchtigung“ – Fleur Jaeggy

Ein Buch, das ich schon vor längerer Zeit aus dem Regal meines Bruders entliehen habe und das auf dem Weg in die Berge kürzlich die perfekte Zuglektüre war.

Jaeggys seltsam schönen, beklemmenden Novelle spielt in der Nachkriegs-Schweiz, die recht unschuldig beginnt und schon im zweiten Satz mit Robert Walser aufwarten kann:

„Mit vierzehn war ich Zögling in einem Internat im Appenzell. In einer Gegend, in der Robert Walser viel spazieren ging, während er in Herisau, nicht weit von unserem Institut, in der Nervenheilanstalt war.“

Eve, die Erzählerin der Geschichte, berichtet von ihrem Leben als Zögling der Schule und ihre Versuche, die Zuneigung der neuen interessanten und perfekt wirkenden Schülerin Fréderique zu gewinnen. Während sie entsprechende Pläne schmiedet, sie über die Kontrolle, Wahnsinn und Liebe nachdenkt, nimmt das Büchlein ordentlich an Fahrt auf. Die Geschichte ist kurz aber von beunruhigender Energie.

Die Erinnerungen der Erzählerin fokussieren sich auf Disziplin, Zwang und verfehlte Ausbrüche aus der Enge und einem unbändigen Freiheitswunsch. Diese Extreme werden durch die beiden Mädchen repräsentiert, zwischen denen sich Eve hin- und hergerissen fühlt: Fréderique, die Nihilistin, die nahezu perfekt für Kontrolle und Gehorsam steht, und die fröhliche extrovertierte Michelle, deren Zukunftsträume sich um Parties, Freiheit und ihren Daddy drehen.

Jaeggys Novelle ist hypnotisch, man fühlt sich wie in einem dunklen Strudel, aus dem es kein Entrinnen gibt. Die unschuldige Zeit der Jugend zeigt sich als alles andere als unschuldig, der schmale Grat zwischen Disziplin und Wahnsinn verschwimmt immer mehr und nichts scheint die Charaktere der Freiheit näher zu bringen.

Das New York Times Literary Supplement wählte es 1992 zu einem der Bücher des Jahres und meiner Meinung nach durchaus zu Recht.

Hier die Bücher nochmal im Überblick:

  • Rattatatam mein Herz von Franziska Seyboldt erschienen im Kiepenheuer und Witsch Verlag
  • A Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions“ – Chimamanda Ngozi Adichie auf deutsch erschienen unter dem Titel „Liebe Ijeawele: Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden erschienen im Fischer Verlag
  • Wir müssen die Welt verändern von Oscar Niemeyer schienen im Kunstmann Verlag
  • Psychedelics von Aldous Huxley auf deutsch in dem Band „Die Pforten der Wahrnehmung“ im Piper Verlag erschienen
  • Die seligen Jahre der Züchtigung von Fleur Jaeggy erschien im Berlin Verlag

#WomeninSciFi (16) Zoo City – Lauren Beukes

 

Wenn du Schuld, schwere Schuld, nicht mehr verbergen kannst, weil sie sich wie ein Tier an dich krallt, ein Tier, ohne das du nicht mehr leben kannst, von dem du dich nicht entfernen kannst, ohne dich selbst aufzulösen, …

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Ich freue mich, dass Thomas trotz anfänglicher Schwierigkeiten heute dabei sein kann. Was gab es nicht alles für Probleme zu überwinden: der heimische Bibliothekar musste geteert und gefedert werden, weil er keine weiblichen Sci-Fi Autoren im Bestand hatte, als dieser dann dienstbeflissen eines herangeschafft hatte, war dieser Titel schon vergeben. Zu seinem Glück konnte er dann dieses kleine Juwel hier auftun.

Danke Thomas, für diesen Buchtipp und die vielen anderen – ich freue mich, dass unsere anregenden Diskussionen über Kanban, Agile Software-Entwicklung, die Lean Methodologie, SciFi, Bücher und vieles mehr auch weiterhin bei dem einen oder Bier mariniert und diskutiert werden können. Jetzt aber auf nach Johannesburg zu den Getierten:

Johannesburg in einem Paralelluniversum: Zinzi December, eine junge Afrikanerin, liebt Mode, hat eine große Klappe und lebt in einer verschimmelten Hochhausruine in Johannesburg zusammen mit Junkies, Armen und Gestrandeten. Sie ist eine „Getierte“ – politisch korrekt: Sie leidet an einer erworbenen symbiontenfreien Gewöhnung. In ihrem Fall ist das ein Faultier, das sich nicht weiter als wenige Meter von ihr entfernen kann. Meistens sitzt es auf ihrem Rücken.

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Foto: Rowohlt Verlag

Weniger politisch korrekt heißen die „Getierten“ Zoos. „Tatsache ist, wir sind alle Verbrecher. Mörder, Vergewaltiger, Junkies. Abschaum. In China erhält jeder Zoo die Todesstrafe, aus Prinzip. Weil nichts auf der Welt so laut „schuldig!“ ruft wie ein Geister-Vieh an deiner Seite.“ (S. 10). Die Tiere sind ein unübersehbares Stigma ihrer Schuld.

Mit dem Stigma kommt eine Gabe, als Fluch erlebt. Zinzi spührt körperlich die Verbindung von verlorenen Gegenständen zu ihren Besitzern, und so schlägt sie sich mit kleinen Wiederbeschaffungsjobs durch. Normale Jobs sind für „Getierte“ fast unerreichbar. Neben praktischen Erwägungen – die Tiere passen nicht zu jedem Jobprofil – ist die Stigmatisierung in der Gesellschaft überall spürbar. So kommt Zinzi zu einem Auftrag, der sie als Detektivin tief in die Abgründe der Stadt und der menschlichen Seele führt. Sie soll sich im Auftrage eines Produzenten auf die Suche nach dem weiblichen Teil eines erfolgreichen Teenie-Pop-Duos machen, die in Johannesburg verschwunden ist. Mit der Einstellung eines Phillip Marlow, zynisch bis zur Härte gegen sich und das Schicksal, aber nie unberührt geht sie durch eine zynische und harte Welt.

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Jeder Teil lässt den Tag mit bohrendem, gelben Licht anbrechen: Zinzi im Bett an der Seite eines Mannes in ihrer Wohnung. Die Parallelität macht das Gefälle von Zinzis Gefühlsleben zwischen diesen beiden Morgen deutlich. Der erste Teil führt uns in einer furiosen Fahrt am Ende zu Zinzis Nullpunkt. Von nun an ist sie auch in der Geschichte nicht länger eine Unbeteiligte mit einem Auftrag, sondern sie ist nun existentiell beteiligt an den Geschehnissen, an deren Ende ihre Existenz sich grundlegend geändert hat.

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Lauren Beukes arbeitete vor ihrer Karriere als Buch-, Comic- und TV-Autorin 10 Jahre als freie Journalistin. U. a. drehte sie 2010 den Dokumentarfilm „Glitterboys and Ganglands“ http://laurenbeukes.bookslive.co.za/blog/2012/03/12/glitterboys-ganglands-in-official-competition-at-the-atlanta-film-festival/, der 2012 als bester LGTBI-Film auf dem 36. Atlanta Black Film Festival ausgezeichnet wurde. Für ihr schrifstellerisches Werk gewann sie neben anderen Preisen den Arthur C Clark Award. In Johannisburg 1976 geboren, lebt sie heute mit ihrem Mann und ihrer 8-jährigen Tochter in Kapstadt.

„Zoo City“ ist unter dem gleichen Titel auf deutsch im Rowohlt Verlag erschienen.

Meine Woche

Gesehen: „Youth“ (2015) von Paolo Sorrentino mit Michael Caine, Harvey Keitel und Rachel Weisz. Film über eine lebenslange Freundschaft der in einem Luxusressort in der Schweiz spielt. Tolle Bilder, sehr schöner Soundtrack.

The Signal“ (2014) von William Eubank. Dieser low budget Sci-Fi Film mit Laurence Fishburn war chaotisch, das Script hatte mehr Löcher als ein Schweizer Käse da hätte man echt mehr draus machen können.

Wilde Erdbeeren“ (1957) von Ingmar Bergman. Psychogramm eines älteren Mannes der in Rückblicken, Träumen und Gesprächen über sein Leben nachdenkt. Tiefgründig.

Gehört: „All Melody“ – Nils Frahm, „Undoing a Luciferian Towers“ – Godspeed You! Black Emperor, Meryl Streep reads Sylvia Plaths „Morning Song„, „No. 4“ – Christina Vantzou, „You got the love“ – The Retrosettes Sister Band, „Figlioa to scuoti“ – Susan Patterson

Gelesen: ein Productivity Guide der mir gefällt, dieses Interview mit Jaron Lanier, diesen Artikel über Quantencomputer, Alan Lightman über Teleskope, diesen Artikel über das Tracken von literarischen Orten, Are we already living in virtual reality? The Terror of Totalitarianism explained

Getan: „Der Balkon“ von Genet mit viel nackigem Po (und mehr) gesehen – krasses aber gutes Stück, interessante Gespräche mit Freunden geführt, das Nils Frahm Konzert sehr genossen und den Abszess zur Hölle gejagt

Geplant: eine Radltour und das „God is an Astronaut“ Konzert besuchen

Gegessen: das gewonnene 7 Gänge Menü von Fernsehkoch Frank Rosin

Getrunken: einen Hannah Arendt Cocktail und Sancerre

Gelacht: über diesen tanzenden Papagei und über Harrison Ford

Geweint: nein

Gefreut: über ein ganz tolles Bücher-Paket, einen sehr sehr süßen schwarzen Bücherwurm, das Amys Blog „Einfallsreich“ wieder funktioniert und über das plastikfressende Enzym,

Geklickt: auf Dokumentation „The World Within“ über Carl Jung

Gewünscht: dieses Bad, diese Pflanzen-Wand, dieses Haus und diesen BB8 Droid

Gefunden: die Solaris DVD

Gekauft: Musik im Internet

Gestaunt: über diese Papierflieger

Gedacht: What makes us feel liberated is not total freedom, but rather living in a seet of limitations that we have created and prescribed for ourselves (Andrea Zittl)

Books & Booze: Hannah Arendts Die Freiheit, frei zu sein

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Schon Kierkegaard war ja der Meinung, dass eines der lächerlichsten Dinge am modernen Leben die Tatsache sei, dass der Mensch keine Zeit mehr habe zu reflektieren – das schein im 19. Jahrhundert also nicht großartig anders gewesen zu sein als heute. Cocktail Bars sind aber auf jeden Fall ein Ort, an dem man sich die Zeit und den Raum nehmen kann und nehmen sollte, nachzudenken und über den Lauf des Lebens zu reflektieren.

Philosophie und Cocktails haben eine lange und intime Geschichte, über die wir jetzt gerne noch deutlich mehr schreiben würde, das Problem ist, Hannah Arendt, über die wir heute Abend schreiben und der unser heutiger Cocktail gewidmet ist, partout keine Philosophin sein wollte.

Sie gilt als eine der einflussreichsten politischen Philosophinnen des 20. Jahrhunderts, auch wenn sie diesen Titel für sich selbst stets ablehnte. Ich habe mich ewig darüber gewundert, überlegt ob es in einer falschen Bescheidenheit begründet liegt, bis Thomas Meyer, Dozent für Philosophie an der LMU München, bei einer Veranstaltung im Literaturhaus München meinte, seiner Einschätzung nach habe sich Arendt mit dieser Äußerung einfach von der Philosophie distanzieren wollen, die sie bis zu einem gewissen Grad für die Gräueltaten des Holocaust und des Nationalsozialismus mit verantwortlich machte. Eine für mich neue, aber durchaus einleuchtende Theorie.

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Sie wirft der Philosophie vor, feindselig auf die Politik zu blicken und mit Blick auf die Gräueltaten des Holocaust und des Nationalsozialismus versagt zu haben. Sie kritisiert die künstliche Trennung zwischen praktischer und theoretischer Philosophie. Die politische Theorie stellte für sie eine mögliche Alternative zur Philosophie dar.

Der Text „Die Freiheit, frei zu sein“, der letztes Jahr wiederentdeckt wurde, ist erstaunliches Bestsellerlisten-Material. Er ist alles andere als zugänglich, es scheint, als wolle die Bevölkerung sagen „traut uns sowas Schwieriges zu“, „wir wollen nicht nur Leichtverdauliches“. Die Menschen wollen nicht mehr unterfordert werden und wehren sich gegen die sprachliche und intellektuelle Verwahrlosung unserer Zeit. Wollen einer konservativen Revolution etwas entgegensetzen, die allen voran ausgerufen wird von einem Typen, der das Wort „Freiheit“ nicht einmal buchstabieren kann.

Der Text ist das Transkript einer Rede, dass sie vor einem konservativen Think Tank in Chicago hielt, für die alles Denken und alle Philosophie nach Plato eigentlich nur noch eine Fußnote darstellte.

Gerade diesem steifen Publikum kommt Arendt – vermutlich charmant wie immer – gleich mit der Revolution ins Haus.

„Mein Thema heute ist, so fürchte ich, fast schon beschämend aktuell. Revolutionen sind inzwischen alltägliche Ereignisse, denn mit der Beendigung des Imperialismus haben sich viele Völker erhoben, um „unter den Mächtigen der Erde den selbständigen und gleichen Rang einzunehmen, zu dem die Gesetze der Natur und ihres Schöpfers es berechtigen.“

Revolutionen werden für die Freiheit gemacht. Aber Freiheit von was? In der Regel folgen auf Befreiungen erst einmal Terror und die wichtigste Frage ist nicht so sehr wie erlange ich Freiheit, sondern wie bewahre ich die Freiheit? Freiheit darf für Hannah Arendt nicht in der Passivität bleiben (noch einmal ein Wink mit dem Zaunpfahl nach Freiburg) Freiheit muss rückverankert in die Gesellschaft sein, es muss das Ziel jedes Einzelnen sein, Freiheitsräume zu schützen, denn Freiheit geht jeden an.

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Hannah Arendt hat mit diesem gut fünfzig Jahre alten Text ein Gegengift in die Welt gesetzt, dass uns hilft darüber nachzudenken, was in unserer Zeit und in unserer Gesellschaft erhaltenswert ist.

Der Text hat durchaus ein gewisses Mass an Reflektions-Komplexität, bietet uns aber einen so positiven Begriff von Freiheit, dass wir Hannah Arendt mit dieser Books & Booze Ausgabe einen eigenen Cocktail widmen wollen.

Die Münchner Küchenexperimente sind im Labor verschwunden und kamen dann mit dieser köstlichen und überaus süffigen Mischung wieder hervor:

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100 ml stark aufgebrühten grünen Tee

Tonic und Gin eurer Wahl

Eiswürfel

Den grünen Tee schön stark aufbrühen und dann abkühlen lassen. Mit den Eiswürfeln in ein Glas geben und mit Tonic und Gin nach Wunsch auffüllen.

Ladies and Gentlemen, versuchen Sie diesen Cocktail – ich bin sicher, Frau Arendt hätte ihn mit ihrer „Bae“ Mary McCarthy bei circa 20 Zigaretten lässig an einem Nachmittag weggeschlürft.

Es lebe die Freiheit und Hannah Arendt 😉

Wer noch mehr möchte – hier der link zu ihrem unvergesslichen Interview mit Günter Gaus:

Meine Woche

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Gesehen: „The Great Dictator“ (1940) von und mit Charlie Chaplin. Wow, dachte schon, dass der großartig sein wird, war aber noch mal besser. Unbedingt (wieder) sehen. Große Empfehlung.

Gehört: „Arch“ – Cold Cold Heart, „Assimilation“ – Ghost Island, „Neige Nuit“ – Sairen, „Initial Link“ – Artificial Waves, „Nothing compares 2 U“ – Prince, „No Harm“ – Editors, „Munich“ – Editors

Gelesen: How to think like a programmer, Junot Diaz on childhood trauma, How Laura Ingalls Wilder’s frontier vision of freedom survives in Trump’s USA, Hans Rosling on the world isn’t as horrific as you think, über die Freundschaft von Hannah Arendt und Mary McCarthy, Women Lawyers who campaigned for the right to vote

Getan: mit einer lieben Freundin ganz München abgelaufen, meine Development Dialogues beendet, Zug gefahren und im Biergarten gesessen, meinen Namen auf die Parker Solar Probe gepackt, das Editors Konzert besucht und den Taubenberg erklommen

Geplant: ins Theater und zum Nils Frahm Konzert gehen

Gegessen: Quiche mit Spinat und Feta

Getrunken: Biergarten-Bier

Gelacht: über diesen Hund, wie man Anrufe entgegennimmt und über diesen Shout-out

Geweint: fast wegen eines sehr schmerzenden Abszesses

Gefreut: über die coole Rettungsaktion der Pilotin Tammy Jo Shults

Geklickt: auf diesen Talk von Esther Perel

Gewünscht: diese kuschelige Balkon-Ecke, diese coole Wand und diesen Tisch

Gefunden: nix

Gekauft: Walt Disneys wunderbare Natur

Gestaunt: Differences in assessing jobs by Gender

Gedacht: Complaining is not a strategy. You have to work with the world as you find it, not as you would have it be (Jeff Bezos)