Short but Sweet

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Dieser Blog ist ja auch der schonungslose Einblick in die Tiefen der Bingereaderschen Leseseele. Kein Buch bleibt unerwähnt, aber da ich nicht immer Lust auf ausführliche Rezensionen habe und mir dann vermutlich auch nicht genug Zeit zum Lesen bliebe, hier mal ein Rundumschlag des bislang Unbesprochenen der letzten Wochen:

The Humanoids – Jack Williamson

Auf einem nicht benannten Planeten leitet der Physiker Forester ein geheimes Regierungsprojekt, bei dem es um die Konstruktion einer „rhodomagnetischen“ Bombe geht. Kurz darauf erscheinen „Humanoiden“ auf dem Planeten, die sich allerdings aus seiner Sicht innerhalb kürzester Zeit eher als Fluch denn als Segen herausstellen. Die Humanoiden haben die Direktive den Menschen zu dienen und zu gehorchen, nehmen ihnen jegliche Tätigkeit ab und versuchen, sie vor sämtlichen Gefahren zu schützen. Da aber schon Sport zu den als gefährlich angesehen Dingen gehöret, langweilen die Menschen sich schnell und wissen mit ihrer Zeit nichts mehr anzufangen.

Um die Menschen ruhig zu halten, verpassen die Humanoiden ihnen eine gehirnwäsche-artige Pille, die rundherum glücklich macht und „Euphoride“ heißt. Auch Foresters Projekt wird abgesetzt, da es als zu gefährlich gilt für ihn.

Der Roman beschäftigt sich mit dem Zwiespalt zwischen Sicherheit und Freiheit. Das schien sich grundsätzlich auszuschließen und es muss immer zwangsläufig zu einem Kompromiss kommen. Wird der Mensch es jemals schaffen, eine gesunde Balance zwischen beidem zu erreichen?

Geschrieben wurde das Buch schon 1949 und ich fand es unglaublich aktuell. Es ist ziemlich pseudo-wissenschaftlich mit all den rhodo-magnetischen Energiespektren, ich fand aber den Quantentheoretischen Ansatz zum Beamen nicht uninteressant. Klare Empfehlung für alle, die sich auch gerade mit Artifical Intelligence, Robotern etc beschäftigen und gute Unterhaltung suchen.

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Logicomix: Eine epische Suche nach Wahrheit – Apostolos Doxiadis

Eine phantastische Graphic Novel, die sich mit den wackeligen Grundfesten der Mathematik beschäftigt und der Odyssee des Philosophen und Mathematikers Bertrand Russell, der auf der Suche nach der absoluten mathematischen Wahrheit war. Seine Suche bringt ihn mit Mathematikern wie Gottlob Frege, Kurt Gödel und anderen zusammen und er findet in Ludwig Wittgenstein einen leidenschaftlichen Schüler, der sich später von ihm distanziert. Eine Suche, die viele Denker auch durchaus an den Rand oder mitten in den Wahnsinn hinein getrieben hat.

Es ist auch Russells persönliche Lebensgeschichte, seine Haltung als Pazifist im Krieg und seine endlose Suche nach der absoluten Wahrheit, die nicht nur sein privates Glück, sondern auch seine Karriere zu zerstören droht. Logicomix beleuchtet den immerwährenden Konflikt zwischen idealer Rationalität und der gar nicht perfekten und fehlerhaften Realität.

“The oldest story around: Instinct, Emotion, and Habit get the better of human beings.”

Wer nur eine Graphic Novel dieses Jahr lesen will oder überhaupt mal ausprobieren dem lege ich diese ans Herz.

“It’s been said before: ‚The sleep of reason produces monsters.”

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„Normal“ – Warren Ellis

In dieser dünnen Dystopie geht es um Menschen, die professionell in den Abgrund schauen und denen dann das passiert, wovor Nietzsche schon warnte: „Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ So jemand ist Adam Dearden, von Beruf „Zukunftsstratege“ eine Sparte, die zivilen Ursprung hat und sich mit Themen wie Geoengineering oder auch Smarte Städte beschäftigt und grundsätzlich Wege zu finden sucht, wie der drohende Untergang zu vermeiden ist. Die zweite Gruppe Futuristen die es gibt sind die „Strategischen Prognostiker“, die ebenfalls versuchen, dem Untergang zu entgehen, sich aber auf militärische Dinge konzentrieren wie Kriegsführung mit Dronen, geopolitische Aufstände etc.

„People who have tried to look into the future in order to try to save the world and have been driven insane by it. The worst kind of insanity, Adam Dearden. We’ve all been sent mad by grief.“

Die erste Gruppe wird von Nonprofit-Organisationen bezahlt, die zweite von Firmen und globalen Sicherheitsgruppen. Beide Gruppen mögen sich nicht sonderlich, teilen aber ein gemeinsames Schicksal. Wer gut ist in seinem Job und sich Tag und Nacht mit den dunklen Seiten der Zukunft beschäftigt, landet irgendwann unweigerlich mit dem Syndrom „Abyss Gaze“ in „Normal“, einer Psychiatrischen Klink gemeinsam gesponsert von den Non Profits und den Konzernen, um die Futuristen wieder fit zu machen.

„The future arrived a couple of weeks ago and nobody noticed. Because that’s how the future always arrives. You don’t realize it’s here until you bump into it.“

Die Klinik „Normal Head“ liegt in der Wildnis Oregons innerhalb eines experimentellen Waldes. Auch Adam Dearden wird mit einer heftigen Form von „Abyss Gaze“ eingeliefert, die ersehnte Abschottung und Ruhe dauert jedoch nur einen Tag. Dann verschwindet ein Patient aus einem verschlossenen Zimmer und alles, was von ihm überbleibt ist ein riesiger Haufen lebender Insekten. Dearden versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und kommt dabei einer Verschwörung auf den Grund, die die Grundfeste erschüttert wie wir über die Zukunft denken.

Düster und atmosphärisch, für paranoide Philip K Dick („Dickheads“) und „Was wäre wenn-Fans“ – unbedingt lesen.

„The thing about the future is that it keeps happening with you.“

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„Schnell, Dein Leben“ – Sylvie Schenk

Ein kurzer, wahnsinnig dichter Roman, der mir sonst durch die Lappen gegangen wäre, wenn ich ihn nicht wunderbarerweise vom Hanser-Verlag zugeschickt bekommen hätte. Das Leben in diesem Roman rauscht so schnell vorbei wie das eigene.

Louise wächst in den den französischen Alpen auf. Sie studiert in den 50er Jahren in Lyon, geht in Jazzkneipen, trifft spannende Leute, hat ersten Sex mit dem melancholischen Henri, der unter der Ermordung seiner Eltern im zweiten Weltkrieg leidet. Sie trennt sich von ihm und verliebt sich in den Deutschen Johann. Sie heiraten, leben gemeinsam in Deutschland und kommen immer wieder mit der Schuld der Deutschen und konkret auch mit Johanns Eltern in Kontakt.

Ein Buch, das sich mit Verantwortung beschäftigt und der Schwierigkeit, mit der eigenen Familie über Schuld zu sprechen. Der Stil ist gewöhnungsbedürftig, denn es wurde ausschließlich im Imperativ geschrieben. Eine wahnsinnig gute Sätze gibt es im Buch, ich teile hier nur einen, schließlich ist es ein dünnes Büchlein:

„Die Herkunft deiner Mutter war ein Tabu. Auch du hast deine Mutter totgeschwiegen. Aber manchmal, wenn du heute beobachtest, wie selbstverliebte Menschen von ihren verkrachten Existenzen in Fernsehsendungen berichten oder im Internet ihre kleinsten seelischen Regungen ausbreiten, empfindest du viel Mitgefühl und Zuneigung für diese Eltern, die nicht so viel Aufhebens um sich selbst gemacht haben, ihre Kindheitstrauma nicht breitgeschlagen haben, dem eigenen Kummer das Recht streitig gemacht haben, das Leben anderer zu verdunkeln, weil es nichts ändert zu klagen, weil man nur damit auffällt und andere belästigt.“

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„My Name is Lucy Barton“ – Elizabeth Strout

Unsere November-Lektüre im Bookclub hat wieder einmal für heiße Diskussionen gesorgt. Ein dünnes Büchlein, dem man soviel explosiven Diskussionsstoff gar nicht zugetraut hätte. Kalt gelassen hat es niemanden. Es ist – um es gleich vorneweg zu nehmen – sehr gut geschrieben, das Wesentliche des Buches besteht in dem, was zwischen den Zeilen steht, was nicht erzählt und angesprochen wird.

Lucy Barton liegt im Krankenhaus wo sie mit Komplikationen nach einer einigermaßen einfachen Operation zu kämpfen hat. Ihre Mutter, zu der sie seit Jahren kaum Kontakt hat, besucht sie im Krankenhaus. Sie kommunizieren Klatsch und Tratsch über die gemeinsamen Bekannten aus der Heimat in Illionois miteinander, ohne wirklich unter die Oberfläche zu gehen. Dort, wo unerfüllte Sehnsüchte, Spannungen und Verletzungen liegen.

Lucy konnte ihrer „white trash“ Familie entkommen, lebt in New York und versucht Schriftstellerin zu werden. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und doch kann sie ihren Kindheitstraumata nicht wirklich entkommen.

“Then I understood I would never marry him. It’s funny how one thing can make you realize something like that. One can be ready to give up the children one always wanted, one can be ready to withstand remarks about one’s past, or one’s clothes, but then–a tiny remark and the soul deflates and says: Oh.”

Mir war Lucy etwas zu passiv, hat zu wenige Ansprüche an ihre Mutter gestellt, aber vielleicht kommen da persönliche Befindlichkeiten meinerseits mit rein. Ein Roman, den ich grundsätzlich gerne gelesen habe, auch wenn ich „Olive Kittridge“ für ihr weitaus stärkeres Buch halte.

“But I think I know so well the pain we children clutch to our chests, how it lasts our whole lifetime, with longings so large you can’t even weep. We hold it tight, we do, with each seizure of the beating heart: This is mine, this is mine, this is mine.”

Hier noch eine schöne Besprechung von letteratura.

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„Die Juristische Unschärfe der Ehe“ – Olga Grjasnowa

Eine interessante Geschichte mit spannenden, wenn auch nicht unbedingt sympatischen Charakteren, temporeich erzählt mit den kurzen Kapiteln. Bin ziemlich durchgebraust durch den Roman. Es geht um Leyla und Altay, die eine Scheinehe führen, um ihre Familien nicht mit ihrer Homosexualität zu konfrontieren. Sie leben ein cooles, bohemian Leben in einer Berliner Altbauwohnung und beide schleppen hin und wieder Partner für eine Nacht ab, lassen sich aber auf nichts ernstes ein. Sie leben ihre Zerrissenheit miteinander aus und stärken sich gegenseitig.

Das ändert sich, als die beiden Jonoun treffen, eine Frau, die mehr als eine flüchtige Beziehung für Leyla ist und Altay fühlt sich von ihr bedroht. Hat Angst um seine bequeme und glückliche Ehe mit Leyla, die ihm sicher zu sein scheint. Er ist nach einer unglücklichen Liebe vollkommen unfähig sich neu zu verlieben.

Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Städte in Russland und im Kaukasus, den Einblick in das Leben einer Ballerina am Bolschoi-Theater und auch der Einblick in den homosexuellen Alltag in Russland.

Zum Ende hin hat Frau Grjasnowa mich allerdings verloren. Das wirkte abrupt, als hätte sie keine Lust mehr gehabt. Ja und vermutlich mochte ich auch nicht den Beigeschmack, den das Ende für mich hatte und der Wasser auf die Mühlen der „Homosexualität ist eine Wahl“-Freaks ist. Aber vielleicht bin ich da auch zu empfindlich.

„Dort wirst du doch auch nur unter bestimmten Umständen akzeptiert. Was wärst du bloß für ein Schwuler, wenn du dich nicht gut anziehen, dich für Innendesign, Avantgardemusik, Kochen und Lifestyle interessieren würdest?“

„Der Westen braucht den Diskurs über Homosexualität um sich der eigenen Überlegenheit zu vergewissern.“

Kennt ihr eines der vorgestellten Bücher? Wie war eure Leseerfahrung ? Ähnlich ganz anders oder konnte ich vielleicht den einen oder anderen auf eines der Bücher neugierig machen? Ich hoffe doch.

So long und jetzt muss ich erst noch mal meinen Darth Vader anwerfen, ich liebe es wenn er tanzt …

  • Jack Williamson – „The Humanoids“ auf deutsch unter „Wing 4“ bei Heyne erschienen
  • Apostolos Doxiadis – „Logicomix“ erschienen im Atrium Verlag
  • Warren Ellis – „Normal“ erschienen bei Farrar/Straus & Giroux Verlag
  • Sylvie Schenk – „Schnell Dein Leben“ erschienen im Hanser Verlag
  • Elizabeth Strout – „My name is Lucy Barton/Die Unvollkommenheit der Liebe“ erschienen im Luchterhand Verlag
  • Olga Grjasnowa – „Die juristische Unschärfe einer Ehe“ erschienen im dtv Verlag

Meine scheisskranke Familie – Dan Marshall

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Kein Buch für zarte Gemüter. Habe selten ein Buch erlebt, in dem so derart viel geflucht, geschimpft, gesoffen, schwanzgelutscht und Mormonen-Bashing betrieben wird, wie in diesem. Ich bin da ja eher hart im nehmen, aber ich hab auch gelegentlich geschluckt bei der Wortwahl und dennoch, ich halte Marshalls Biografie für ein überaus lesenwertes Buch.

Als Dan den Anruf bekommt, dass sein Vater Bob an ALS erkrankt ist, läuft es gerade so richtig gut für ihn. Er ist ganz erfolgreich in seinem ersten Job direkt nach dem College, führt eine glückliche Beziehung mit seiner Freundin und geniesst in Kalifornien das gute Leben und die Freiheit vom Elternhaus. Und dann kommt der Anruf und von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr wie es war. Daddy is krank. Please come home.

Die Art Anruf, die wohl jeder von uns zutiefst fürchtet. Dan will die Signifikanz der Diagnose anfangs nicht wahrhaben, doch nach kurzem Zögern fährt er doch heim. Seine gutsituierte Familie lebt in einer fetten Villa in Salt Lake City, als eine der wenigen Nicht-Mormonen. Seine Mutter ist eine erfahrene Chemotherapie Veteranin, die seit 1992 mit einer Krebserkrankung kämpft und eigentlich der sterbende Elternteil in der Familie war. Jetzt gehören 100% seiner Eltern zum Team Totgeweiht.

Bob war bislang der ruhende Pol der Familie. Der Besitzer einer Reihe kleinerer Zeitungen, der sich gleichzeitig um seine 4 Kinder und seine kranke Frau kümmerte und in seiner Freizeit Marathons lief, ist gerade einmal 53, als die Krankheit ihn erwischt und die ihn nach und nach völlig lähmt und am Ende erstickt.

Debi, die Mutter, bittet ihre Kinder, nach Hause zu kommen und die Pflege des Vaters zu übernehmen. Sie selbst ist wieder einmal inmitten einer Chemotherapie, die ihr mächtig zusetzt. Sie ist schwach, die Medikamente verursachen bei ihr ein verwirrtes Chemo-Hirn und sie kann daher nicht wirklich viel helfen bei der Pflege.  Auch von Dans Schwestern ist wenig Hilfe zu erwarten. Tiffany, die älteste Tochter ist zu beschäftigt mit ihrem Studium, ihrem Job und ihrem Freund „Big cock Brian“ und die beiden jüngeren Schwestern sind noch im Teenageralter und alles andere als eine Stütze.

Die 17-jährige Michelle hat ein Alkoholproblem und eine heimliche Affäre mit ihrem fast 20 Jahre älteren Fußballtrainer, aber die  die 14-jährige Chelsea hat Asperger, denkt an nichts anderes als Tanzen und leidet mit am meisten unter der Krankheit ihres Vaters, die sie, so gut sie kann, zu ignorieren versucht.

Daher fällt Bobs Pflege in die Hände von Dan und seinen Bruder Greg, der gerade in Illionois ein Studium begonnen hatte und die Freiheit genossen hatte, seine Homosexualität frei ausleben zu können, etwas, das im stockkonservativen Utah ziemlich undenkbar ist. Sie bauen das Schlafzimmer in ein Krankenzimmer um und kümmern sich so gut sie können um ihren Vater. Sie lernen Beatmungsgeräte zu nutzen, wischen ihm den Po ab, baden und füttern ihn. Sie programmieren seinen Stephen Hawking mäßigen Kommunikator, gerne auch mit Sprüchen wie „Boy I could use a Blowjob“ – trotzdem es ist Erwachsenwerden im Schnelldurchlauf.

Das Team Totgeweiht gibt alles im Kampf gegen die Krankheit der Eltern. Die Geschwister sind nicht unbedingt Vorzeigekinder, wie sie im Buche stehen, aber die Liebe zu ihren Eltern, insbesondere zum sterbenden Vater, sickert regelrecht durch die Seiten durch. Sie kümmern sich liebevoll und reißen dabei die dreckigsten, derbsten Witze die man sich nur vorstellen kann.

Bob Marshall hat sein Schicksal und die liebevollen, aber oft chaotischen und zotigen Pflegebemühungen recht stoisch akzeptiert.  Ich heule nicht so schnell bei Büchern, war auch bis kurz vor Schluss überzeugt, das mir das hier nicht passiert, aber fuck hat es mich dann doch mitgenommen.

„Mom, jeder von uns macht irgendwas Besonderes mit Dad, bevor er in vierundreißig Tagen stirbt, nur du nicht. warum?“ fragte ich.
„Das mache ich doch“ sagte sie. 
„Neben ihm Joghurt zu essen und fast abzukratzen ist jetzt nicht so besonders.“
„Nur damit du’s weißt, er bekommt jeden Tag einen Blowjob von mir, bis er stirbt“ sagte sie so stolz, als würde sie für wohltätige Zwecke spenden oder Obdachlosen Essen geben.
„Jeden Tag einen Blowjob? Das sind eine Menge Blowjobs.“ sagte ich. „Aber die hast du ja schon seit der Highschool drauf.“
„Ach sei still du kleiner Kackefresser. Eines Tages hast du keine Mutter mehr, die du so beschissen behandelt kannst“ sagte sie. „Und nur fürs Protokoll, ich kann das richtig gut. Er liebt es.“

Neben Bob ist für mich ganz eindeutig Debi die Heldin der Geschichte, die Mutter, die kampferprobte Chemo-Amazone, die schon vor ihrer Erkrankung fluchen konnte wie ein Matrose und die alle zusammenhält.

Zartbesaitete Seelen oder Mormonen sollten die Finger lassen von dem Buch, allen anderen kann ich es wirklich ans Herz legen.

ALS ist ein Arschloch von Krankheit, das Buch hat das auf drastische und unsentimentale Weise klargemacht. Seit der Ice Bucket Challenge ist es ziemlich still geworden, daher möchte ich das Buch hier daher gerne versteigern und den Erlös der http://www.alsa.org spenden. Falls es jemanden gibt, der es gerne hätte, bitte per Kommentar Bescheid. Startgebot sind 10,- € Ich werde am Ende 50,- € drauflegen. Ich hoffe, es kommt was zusammen.

Das Buch ist im Atrium Verlag erschienen.