Short and Sweet – Gemischte Tüte

Short and Sweet kommt ja oft, wenn ich ein bisschen faul bin für elaborierte Rezensionen, das soll gar nicht wertend sein den Büchern gegenüber, die ich dann nur kurz bespreche. Habe mal die liegengebliebenen der letzten Wochen (und einmal fast schon Monate) zusammengesucht, damit ich sie endlich ins Regal räumen kann und sie aufhören, mich so vorwurfsvoll anzuschauen.

Mein großes Highlight in diesem Stapel war „Night Film“ von Marisha Pessl, eine Autorin, die mit ihrem Debut „Special Topics in Calamity Physics“ vor ein paar Jahren für ordentlich Aufsehen in der Literaturbranche sorgte. Zusammen mit Jonathan Safran Foer galt sie als literarisches Wunderkind, wurde aber gleich auch mit ihm als Vertreterin der „Streber-Literatur“, der show-offs, in einen Topf geworfen.

Ich mochte ihr Debut sehr, mag auch Safran Foer und daher haben mich diese Spitzen überrascht, habe sie aber weitestgehend ignoriert und war erfreut, dass ein weiterer Roman von ihr erschienen ist, der sich dann auch noch mit dem Genre Horror-Film beschäftigt. Die Aufmachung erinnert entfernt an Mark Z Danielewskis „House of Leaves“ und die Geschichte um den Selbstmord der Tochter des mysteriösen Horrorfilm-Regisseurs Stanislav Cordova, der seit über 30 Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde, hatte für mich definitiv Pageturner-Qualitäten.

“Mortal fear is as crucial a thing to our lives as love. It cuts to the core of our being and shows us what we are. Will you step back and cover your eyes? Or will you have the strength to walk to the precipice and look out?“

Nicht wirklich gruselig, aber düster und atemberaubend spannend, ein Thriller der Extraklasse, der Lust aufs Gruseln macht.

„Solitaire“ von Kelly Eskridge entführt uns in eine nicht all zu weit entfernte Zukunft, in der es tatsächlich endlich Weltfrieden gibt. Als Symbol der Hoffnung wurden alle Kinder, die genau in der Sekunde geboren wurden, als die Friedensverhandlungen beendet wurden, zu „Hopes“ ernannt und werden auf ihre Rolle als künftige Aushängeschilder der globalen Administration vorbereitet.

Die „Hope“ des weltweit einzigen Konzernstaates ist Ren „Jackal“ Seguara. Als Ren für eine fürchterliche Katastrophe die Schuld gegeben wird, bricht die Ko Corporation, ihr Heimatland sozusagen, jegliche Verbindung mit ihr ab und verurteilt sie zu einer fürchterlichen Strafe. Sie wird im Rahmen eines Experiments in eine Virtual Reality Isolationshaft gebracht, wo sie die nächsten 8 Jahre allein in ihrem Geist eingesperrt wird, ohne jeglichen Kontakt von außen.

„When we are left all alone is that when we find out who we truly are?“

Was mir an diesem stylischen Sci-Fi Roman unter anderem gut gefallen hat, war die absolute Selbstverständlichkeit mit der Ren eine Freundin hat und das auch ohne große Liebesdramen oder Dreiecksgeschichten, sondern von der ersten Seite an war klar, dass sie mit Snow zusammen ist. Eine willkommene Abwechslung.

Richtig kaugummibunt wird es dann bei „Knallmasse“ von Ulrich Holbein, einem durchgeknallten Science-Fiction Märchen. Klingt als hätte es George Orwell mit Lewis Carroll geschrieben, nachdem sie sich durch Aldoux Huxleys komplette LSD-Vorräte gearbeitet hatten.

Eine Zusammenfassung erscheint mir ziemlich unmöglich daher kupfer ich mal die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken ab um hier ordentlich Appetit auf diesen Roman zu machen, der im Übrigen bereits 1993 erschienen und liebevoll illustriert vom Humunculus Verlag wieder aufgelegt wurde.

„Es knallt und zwischt. Roboter Knallmasse lebt mit seinesgleichen im Staat des Dröhnens DeziBel, wo man das Klobige, Harte schätzt und das Weiche, Runde verabscheut. Als sich jedoch durch einen Sportunfall siene Weltsicht verkehrt und er dem Organischen plötzlich zugetan ist, hat er den Platz in sienem bisherigen Lebensraum verwirkt. Der Staatsapparat macht unterbittlich Jagd auf den Abweichler. Mit zwei menschenähnlichen Wulwiletten gelingt Knallmasse die Flucht ins kunterbunte Weltall, wo ein Abenteuer komischen Ausmaßes auf sie wartet.“

Ich danke dem Humunculus-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Kluge Gedanken für Leserinnen in allen Lebenslagen aus dem Elisabeth Sandmann Verlag ist eine Hommage an die lesende Frau und ich habe darin für meine Serie „Awesome People (Binge)Reading auf Facebook noch ein paar sehr schöne Motive gewonnen. Die Bilder sind wunderbar, zeigen überwiegend eher unbekanntere Leserinnen in abgefahrenen Positionen, das ganze wird von literaturbezogenen Zitaten geschmückt. Ein Buch das man gerne durchblättert und dass das perfekte Coffee-Table-Büchlein für die lesende Frau von Welt ist 😉

Einzig die Auswahl der Zitate fand ich gelegentlich etwas einseitig, einige Autorinnen sind dutzenfach vorhanden, ein paar, die gut gepasst hätten, fehlen leider gänzlich. Aber das ist jammern auf hohem Niveau, wer noch ein passendes Geschenk für eine Freundin oder sich selbst sucht, der kann hier beruhigt zugreifen.

Mein letztes Buch für heute hätte ganz wunderbar in die Short and Sweet – Illustre Runde gepasst, da hatte ich es allerdings noch nicht, aber so ein Geburtstag sorgt ja immer wieder für Neuzugänge und somit habe ich jetzt auch Haruki Murakamis „Schlaf“ in meiner Sammlung.

„Der Zustand, in dem ich in dieser Welt lebte und existierte, war wie eine vage Halluzination. Bei einem Windstoß, glaubte ich, würde mein Körper bis ans Ende der Welt geweht, an einen Flecken am Ende der Welt, den ich nie gesehen und von dem ich nie gehört hatte. Ewig wären mein Körper und mein Bewusstsein voneinander getrennt.“

Illustriert wurde es wieder mehr als genial von der wunderbaren Kat Menschik. Die Geschichte handelt von einer Frau, die seit siebzehn Tagen absolut kein Auge zumachen kann. Während Mann und Sohn nachts schlafend in ihren Betten liegen, beginnt für die namenlose Erzählerin ihr zweites Leben, das bald deutlich aufregender ist, als ihre immer gleichförmigen Tage.

Die 30jährige erzählt niemandem von ihrer Schlaflosigkeit, einzig der Leser erfährt davon. Es gibt keine Anzeichen von einsetzendem Wahnsinn oder anderen üblichen Symptomen nach einer derart langen Zeit der Schlaflosigkeit. Murakami hat sich ganz sicher intensiv mit dem Thema beschäftigt, ich fand die Idee unglaublich spannend, muss aber sagen, es handelt sich meines Erachtens um eine etwas schwächere Geschichte vom Meister. Aber auch hier jammern auf hohem Niveau. Ein Buch das jeder Murakami-Fan in seiner Sammlung braucht und spätestens in der nächsten schlaflosen Nacht werde ich es noch einmal hervorholen…

Das wars für heute meine Lieben. Hier noch mal kurz in der Übersicht die besprochenen Bücher dieser Short und Sweet Folge:

  • Marisha Pessl – Night Film. Im deutschen unter dem Titel „Die amerikanische Nacht“ im Fischer Verlag erschienen
  • Kelley Eskridge – Solitaire. Bislang nicht auf deutsch erschienen. Ansonsten im Small Bear Verlag.
  • Ulrich Holbein – Knallmasse. Erschienen im Homunculus Verlag
  • Kluge Gedanken für Leserinnen in allen Lebenslagen. Erschienen im Elisabeth Sandmann Verlag
  • Haruki Murakami – Schlaf. Erschienen im Dumont Verlag.

Short and Sweet – eine illustre Runde

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Los gehts mit Haruki Murakamis „Birthday Girl“, eine Geschichte die ich vor einigen Jahren schon in dem von ihm herausgegebenen Kurzgeschichtenband „Birthday Stories“ gelesen habe. Eine Geschichte, die ich mochte, die mir aber nicht übermässig im Gedächtnis geblieben war.

Das wird sich dank Kat Menschiks Illustrationen definitiv ändern. Menschik und Murakami sprechen eindeutig die gleiche (Bild)Sprache, die Bilder treffen so sehr den Kern seiner Geschichten, jedes einzelne davon würde ich mir auch als Druck an die Wand hängen.

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„Birthday Girl“ ist die Geschichte eines 20jährigen Mädchens, das als Kellnerin in einem Restaurant arbeitet und eines Abends dem alten Restaurant-Besitzer in seiner Wohnung über dem Restaurant das Abendessen serviert. Durch einen Zufall erfährt der Mann, dass sie Geburtstag hat und schenkt ihr einen Wunsch – egal was es ist. Nur einen beliebigen Wunsch, aber einmal geäußert, kann er nicht mehr zurückgenommen werden.

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Den Wunsch selbst erfährt der Leser nie. Nur dass es nichts normales ist wie „schöner oder reicher werden“. Denn …“ich kann mir die Auswirkungen nicht so recht vorstellen, falls so etwas tatsächlich einträte. Vielleicht würde es mir sogar über den Kopf wachsen. Ich habe das Leben noch gar nicht im Griff. Wirklich nicht. Ich weiß nicht, wie es funktioniert.“

Mir gefällt besonders, wie man bei jeder seiner Geschichten ein Stück Murakami in seinen Protagonisten entdecken kann. In dieser Geschichte greift er auf seine eigenen Erfahrungen als Kellner in einem Café zurück, als er zwanzig Jahre alt war.

Ich danke dem Dumont-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Wir bleiben noch ein bisschen bei meiner Lieblings-Illustratorin Kat Menschik und lassen uns von ihr nach Schweden entführen und zwar zu:

„Die Bergwerke zu Falun“ von E. T. A. Hoffmann

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E.T.A. Hoffmann hat surrealistische Geschichten geschrieben, lange bevor der Begriff überhaupt benutzt wurde. Ich halte ihn für einen der Urgesteine des Horror/SciFi/Phantastik-Genres und seine Geschichten sind auch fast 200 Jahre nach Erscheinen immer noch zeitlos und einzigartig.

Was ihn meines Erachtens mit Murakami verbindet ist die Tatsache, dass auch seine Protagonisten sehr viel von ihm selbst enthalten, seiner Umgebung, seinen Frauen, denen er hinterherlief, in seinem viel zu kurzen Leben.

Ein „Jack-of-all-Trades“ der als Maler, Komponist, Jurist, Kritiker und Schriftsteller unterwegs war, es gibt wenig im kulturellen Bereich, dass er nicht zumindest einmal ausprobiert hätte und in den meisten Bereichen war er unglaublich gut.

Seine Geschichten sind psychologische Studien, die sich mit dem Übernatürlichen, Wahnsinn, der Technik seiner Zeit aber auch mit märchenhaften Dingen beschäftigen. Immer wenn man gerade glaubt zu ahnen, in welche Richtung er mit seiner Geschichte will, biegt er ab und der Leser ist urplötzlich wo ganz anders.

Seine wie im Fiebertraum gesponnenen Metaphern und Vergleiche zeichnen ein berückendes Bild seiner sich oft in Bedrängnis fühlenden Progagonisten. Oft sind sie halb verrückt, von unerfüllter Liebe zu einer Frau gequält und wenn es etwas gibt, was ich an ihm nicht so mag, dann ist es seine schablonenhafte Beschreibung der Frauenfiguren in seinem Werk.

Die Geschichte „Die Bergwerke zu Falun“ ist schnell erzählt. Alles fängt mit dem Fest der Matrosen an, die nach einer langen Seereise für die ostindische Gesellschaft wieder in Schweden angekommen sind und ihre Rückkehr feiern. Nur Elis Fröbom sitzt allein und niedergeschlagen da. All seine Motivation auf See rührte daher seiner Mutter bei der Rückkehr ein gutes Leben zu ermöglichen, bei der Rückkehr muss er feststellen, dass sie zwischenzeitlich gestorben ist und er weiß nicht recht wohin jetzt mit sich und seiner Trauer.

Als ein alter Bergwerksarbeiter erscheint und ihm die wunderbare Welt der Minen und Bergwerke ans Herz legt überlegt er, sich die Seefahrt an den Nagel zu hängen und statt dessen im Bergwerk zu Falun anzuheuern. Fieberhaft träumt er nachts von einer kristallenen Welt mit einer Königin, in die er sich verliebt und macht sich am nächsten Tag tatsächlich auf nach Falun. Doch dort angekommen schreckt er beim Anblick der Mine zurück:

„Elis Fröbom schritt guten Mutes vorwärts, als er aber vor dem ungeheuern Höllenschlunde stand, da gefror ihm das Blut in den Adern und er erstarrte bei dem Anblick der fürchterlichen Zerstörung“

Auch nach dem dritten Lesen entdecke ich jedes Mal wieder etwas Neues in den versteckten Hinweisen und den nuancierten Betrachtungen. Nicht zu vergessen die Illustrationen, die auch aus dieser Geschichte ein absolutes Juwel machen:

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Ich stelle mir jetzt Murakami und ETA beim gemeinsamen Dosenbier vor, in ihrer Welt sollten ein paar hundert Jahre Zeitunterschied und Sprachbarrieren keine Probleme darstellen.

Wer glaubt, dass es jetzt mega realistisch zugeht, nur weil es mit Bertolt Brecht weitergeht, der hat sich gehörig in den Finger geschnitten. Brecht kann auch anders meine Herrschaften, der kann sich auch mal gepflegt Gedanken machen, wie es wohl wäre „Wenn die Haifische Menschen wären“.

Bertold Brecht – Wenn die Haifische Menschen wären“

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Die Parabel ist eine der etwas längeren Geschichten rund um Herrn K. Hier tauchen wir ab in die Welt der Haifische, die ein menschliches Leben führen. Sie schicken ihre Kinder in die Schule, wo sie neben menschlichen Werten und Normen auch andere Sachen lernen wie Geografie, Rechnen und Religion.

„Wenn die Haifische Menschen wären«, fragte Herrn K. die kleine Tochter seiner Wirtin, „wären sie dann netter zu den kleinen Fischen?“ hier startet Brecht seinen philosophisch-kritischen Blick in die Welt der Haifische und Menschen. Zitate wie „Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank“ sind überraschend aktuell.

Eine bibliophile Ausgabe vom Buch-Onlineversand Fröhlich & Kaufmann mit wunderschönen Illustrationen, die den Text wunderbar ergänzen und interpretieren. Freue mich, auf der Buchmesse in Leipzig bei diesem Büchlein zugeschlagen zu haben, ein schöner Neuzugang für meine in die Jahre gekommene Brecht-Sammlung.

Foto: Froehlichundkaufmann.de

Habt ihr Lieblings-Illustratoren oder illustrierte Bücher die ihr mir empfehlen könnt? Bin gerade mächtig auf den Geschmack gekommen.

Auf Youtube gibt es noch einen animierten Cartoon „If Sharks were Men“:

Hier noch mal im Überblick:

Haruki Murakami – Birthday Girl, Dumont Verlag
E. T. A. Hoffmann – Die Bergwerke zu Falun, Galiani Verlag
Bertold Brecht – Wenn die Haifische Menschen wären, Fröhlich & Kaufmann

Meine Woche

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Gesehen: „Mulholland Drive“ (2001) von David Lynch mit Naomi Watts. Mein absoluter Lieblingsfilm. Ab und an muss ich den sehen. Diese Bilder, die Musik und Los Angeles – unbedingte Empfehlung.

Aeon Flux“ (2005) von Karyn Kusama mit Charlize Theron. Stylischer Sci-Fi Film der überwiegend in Berlin gedreht wurde. Die Kritiken waren nicht besonders, mir hat er aber gefallen. Ich glaube Fans der ursprünglichen Serie fanden einige Fehler, da ich die nicht kenne – no prob.

Gehört: „Differance“ – Jambinai, „Echo of Creation“ – Jambinai, „Mulholland Drive“ – Angelo Badalamenti, „Llorando“ – Rebekah del Rio, „Diana and Camilla“ – Angelo Badalamenti, „Fire“ – Beth Ditto, „The Relical and Keeper“ – Graeme Revell

Gelesen: diesen Artikel über „Thick Data“, warum man zur Abwechslung verstärkt andere Menschen mögen sollte, statt alleiniger Selbst-Optimierung, Douglas Coupland findet „9-5 barbaric„, Herr Murakami spricht über sein neues Buch. Über den Koch und Reisenden Anthony Bourdain

Getan: ein paar krasse Informationen verdaut, einen inspirierenden Spaziergang am Maisinger See in toller Gesellschaft gemacht, mit dem Papa gefeiert und die Mandelblüten in der Mainzer Ritterstraße bewundert

Geplant: ein paar überfällige Anmeldungen abschicken

Gegessen: Spundekäs

Getrunken: Riesling-Schorle

Gelacht: Askhole – a person who constantly asks for your advice, yet always does the opposite of what you told them

Geärgert: über die nervigen Bauchschmerzen

Gefreut: wie sehr sich mein Papa über unser Dresden-Wochenende-Geschenk gefreut hat

Gewünscht: diesen Iglu, wenn ich einen Garten hätte, dieses Poster

Geklickt: auf John Steinbecks USA, Cynthia Nixon liest Emily Dickinson und auf diesen Guide mit dem man die Welt erlesen kann

Gekauft: Wein beim Winzer

Gefunden: meinen alten Schulpavillon wo ich die ersten 4 Schuljahre verbracht habe

Gewundert: schon wieder keine Verspätung mit dem Zug – hurra

Kurzgeschichten für lange Nächte


Ich bin kein großer Kurzgeschichten-Fan, ich glaube das ist – wie bei Gedichten auch – so ein „aquired taste“ wie Rotwein, Whisky, Blauschimmel-Käse. Kurzgeschichten haben es nicht leicht bei mir, drohen immer mal wieder in die Ecke zu fliegen, wenn ich in die Geschichten nicht reinkomme (wie kürzlich beispielsweise bei George Saunders), daher wiegen die hier aufgelisteten für mich um so mehr, denn die haben mich in der Regel von der ersten Zeile nicht mehr losgelassen.

Eine liebe Freundin hat mir vor kurzem einen Kurzgeschichten Band zugeschickt: Victoria Hislops Sammlung mit Kurgeschichten von Frauen und zu meinem Entzücken fand ich dort meine Lieblingsgeschichte „The Lottery“ wieder, was mich auf den Gedanken brachte, meine Bibliothek zu durchforsten, um meine persönliche Sammlung aus den für mich besten Kurzgeschichten der Welt hier zu präsentieren.

Einige kann man im Internet finden, da habe ich den link ensprechend angehängt und bin jetzt sehr gespannt, ob Euch meine Sammlung gefällt, welche ihr davon kennt und vielleicht auch mögt oder eben auch nicht. Fehlt euch etwas? Freue mich sehr auf Eure Kommentare und etwaigen Ergänzungen. So long äh short 😉

Isaac Asimov – The Martian Way
Margaret Atwood – Torching the Dusties
Margaret Atwood – Death by Landscape
Paul Auster – Augie Wren’s Christmas Story
James Baldwin – The Outing
Karen Blixen – The Monkey
Wolfgang Borchert – Nachts schlafen die Ratten doch
Jorge Luis Borges – Die Bibliothek von Babel
Octavia Butler – The Morning, and the evening and the night
TC Boyle – Dogology
Ray Bradbury – The Veldt
Ray Bradbury – A sound of Thunder
Ray Bradbury – The Million-Year Picnic
Albert Camus – The Artist at Work
Truman Capote – Handcarved Coffins
Truman Capote – Miriam
Raymond Carver – Neighbors
Angela Carter – The Bloody Chamber
Ted Chiang – Story of Your Life
Roald Dahl – Lamb to the Slaughter
Philip K Dick – The Golden Man
Philip K Dick – The Minority Report
Charles Dickens – The Signal-Man
Charles Dickens – A Christmas Carol
Denis Diderot – Gründe meinem alten Nachtrock nachzutrauern
Joan Didion – On Self-Respect
Emma Donoghue – Words for Things
Fjodor Dostojewski – Weihnachtsbaum und Hochzeit
Fjordor Dostojewski – Weiße Nächte
Arthur Conan Doyle – The Adventure of the Blue Carbuncle
Agatha Christie – The Witness for the Prosecution
Jennifer Egan – Safari
Harlan Ellison – I have no mouth and I must scream
Sheridan Le Fanu – Green Tea
William Faulkner – A Rose for Emily
F Scott Fitzgerald – The Curious Case of Benjamin Button
Gillian Flynn – The Grownup
EM Forster – The Machine Stops
Neil Gaiman – Der Fluch der Spindel
Neil Gaiman – Snow, Glass, Apples
Ursula LeGuin – Coming of Age in Karhide
Ursula LeGuin – The ones who walk away from Omelas
Graham Greene – The Third Man
Ernest Hemingway – The Snows of Kilimanjaro
O. Henry – The Robe of Peacej
Patricia Highsmith – The stuff of Madness
Aldous Huxley – Young Archimedes
Washington Irving – The Legend of Sleepy Hollow
Mary Gaitskill – The Other Place
Charlotte Perkins Gilman – The Yellow Wallpaper
Maria Dahvana Headley – See the Unseeable, Know the Unknowable
Judith Hermann – Kaltblau
Siri Hustvedt – Mr. Morning
Henry James – The Turn of the Screw
Shirley Jackson – The Lottery
Franz Kafka – Die Verwandlung
Franz Kafka – In der Strafkolonie
Stephen King – Rita Hayworth and Shawshank Redemption
Stephen King – Children of the Corn
Stephen King – The Road Virus heads north
Heinrich Kleist – Die Marquise von O
Lautréamont – Die Gesänge des Maldoror
Stanislaw Lem – Test
HP Lovecraft – Cool Air
HP Lovecraft – The Dunwich Horror
Guy de Maupassant – Der Horla
Herman Melville – Bartleby, the Scrivener
Laurie Moore – How to become a writer
Daphne Du Maurier – Don’t look back
Daphne Du Maurier – The Birds
Haruki Murakami – Kinos Bar
Haruki Murakami – Yesterday
Haruki Murakami – The Elephant Vanishes
Vladimir Nabokov – Terra Incognita
Joyce Carol Oates – Where are you going, where have you been?
Dorothy Parker – Sentiment, A Telephone Call
Sylvia Plath – Johnny Panic and the Bible of Dreams
Edgar Allan Poe – The Tell-Tale Heart
Edgar Allan Poe – The Pit and the Pendulum
Annie Proulx – Brokeback Mountain
Karen Russell – Vampires in the Lemon Grove
Karen Russell – Reeling for the Empire
JD Salinger – For Esme
JD Salinger –  A Perfect Day for a Banana-Fish
Oliver Sacks – Altered States
Jean-Paul Sartre – The Room
Jean-Paul Sartre – The Wall
Arthur Schnitzler – Traumnovelle
Ali Smith – Free Love
Robert Louis Stevenson – The Body Snatcher
Bram Stoker – Dracula’s Guest
Donna Tartt – The Ambush
James Tiptree Jr – And I awoke and found me here on the Cold Hill’s side
Mark Twain – Cannibalism in cars
Jules Verne – Der ewige Adam
Kurt Vonnegut – Harrison Bergeron
HG Wells – Empire of the Ants
Jeanette Winterson – Days like this
Virginia Woolf – A mark on the wall
Richard Yates – Saying Goodbye to Sally
Banana Yoshimoto – Lizard
Stefan Zweig – Die Schachnovelle
Stefan Zweig – Brief einer Unbekannten

Meine Woche

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Gesehen: „Personal Shopper“ (2016) von Olivier Assayas. Kristen Stewart ist wirklich unglaublich gut in dem Film und sie hat ein Händchen für gute Scripts. Deutlich unheimlicher als ich dachte. Der Soundtrack ist auch gut. Unbedingt angucken.

Somewhere“ (2010) von Sophia Coppola. Meditation on the nature of celebrity bringt es ganz gut rüber. Kann man anschauen, war aber nicht ihr bester Film.

We are Legion“ (2012) von Brian Knappenberger. Doku über die Hacker rund um Anonymus. Sehr spannend.

The Black Hole“ (2008) von Philip Sansom. Sci-Fi Kurzfilm der in seinen 3 Minuten echt was wuppt.

Gehört: „Track of Time“ – Anna von Hausswolff, „Das Hobellied“ – Marlene Dietrich, „Si Ay Perdut Mon Saber“ – Ponc d’Ortafà, „Where is the Revolution“ – Depeche Mode

Gelesen: why luck is a skill set you can learn, dieses Interview mit Paul Auster was man in Murakamis Biografie über Talent und Training lernen kann, woran es liegt, dass schon kleine Mädchen glauben nicht schlau zu sein

Getan: Jonathan Safran Foer im Literaturhaus besucht, im Kino gewesen, eine sehr effektive Coaching-Session gehabt, viel geschrieben

Geplant: Tel Aviv

Gegessen: Süßkartoffel Taco Fries

Getrunken: Pfefferminztee

Gelacht: über diese Schlagzeile

Geärgert: immer nur wenn ich Kommentare von diesen Trump Honks lese, aber ich könnte es ja lassen

Gefreut: das ich einen neuen Laptop bekomme

Gewünscht: diese Lunch-Box, diese City-Guides, diese Boxen für Küchenkräuter

Geklickt: auf Eduardo Bricenos Talk „How to get better at the things you care about“, auf Lava die in Hawaii ins Meer strömt, Amanda Palmer liest Ella Wheeler Wilcox‘ Gedicht „Protest

Gekauft: Tel Aviv Lektüre in der Online-Buchhandlung Fernlese

Gefunden: nix

Gewundert: über PomPom Krabben, peeking Saturn und eierlegende Schnecken

2016 – Das Jahr in Büchern

Good riddance you motherf*** of a Year – hoffen wir das nächste wird besser. Meine Oma sagte immer 7 ist eine Glückszahl, von daher stehen die Chancen gut.

Happy new Year on a brick wall, street-art style

Ein Jahresrückblick ist ja immer eine gute Ausrede für eine weitere Liste und das ich die liebe hat man ja sicherlich schon gemerkt.

Meine Goodreads Bücher-Challenge hatte ich bewusst recht hoch gesteckt und zwar auf 110 Bücher. Habe ich nicht ganz geschafft, aber 107 ist trotzdem gut, sind aber auch einige Comics, Graphic Novels und recht dünne Bücher dabei. Geschrieben habe ich über nahzu jedes Buch das ich gelesen habe. Jetzt zum Ende hin ist es knapp geworden und daher werde ich eine Rezension zu diesen Büchern hier leider nicht mehr schaffen:

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Gefahren des Lesens“ ist ein großartiges Buch – das perfekte Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk für alle Leseratten, Bücherwürmer, Bibliophile und ähnliche Verrückte. Habe es mit großem Vergnügen auf der langen Zugfahrt in den hohen Norden gelesen – ganz ohne Vollrausch, versprochen. Unbedingt kaufen eines für euch und eines zum Verschenken.

superhelden

Dafür brauchts das hier nicht unbedingt. Hatte mich sehr drauf gefreut, ich mag die Reihe von Reclam eigentlich sehr. Nur hier wurde ich nicht warm. Es klang so bemüht intellektuell, ging so in Verteidigungshaltung. Wäre ich Herr Scheck hätte ich das jetzt in die Tonne geworfen, sorry.

Hier noch eine literarische Überraschung. Hatte das Buch nicht auf dem Schirm, aber die Bingereader-Gattin hat mir fast körperlich gedroht, wenn ich nicht sofort und auf der Stelle dieses Buch lese … Und es hat mir wirklich sehr gefallen. Spielt in der Kunstszene der 80er Jahre in New York und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Unbedingte Empfehlung für:

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OK – aber jetzt kommt sie wirklich die Liste. Versprochen. Habe meine Best Books 2016 ein bisserl nach Genre sortiert. Ist ja immer ganz schön schwierig die Auswahl zu treffen. So viele die ganz knapp nicht genannt werden konnten.

OK Top 12 Belletristik (eines für jeden Monat sozusagen) 😉

Kein Ranking – zufällige Anordnung wie auf dem Bild von oben links im Uhrzeigersinn, die Mitte zuletzt.

The Vegetarian – Han Kang
Unterleuten – Juli Zeh
In Cold Blood – Truman Capote
Die Toten – Christian Kracht
The Pursuit of Love – Nancy Mitford
Die geheime Geschichte von Twin Peaks – Mark Frost
Atlas Shrugged – Ayn Rand
Chocolates for Breakfeast – Pamela Moore
Der Hals der Giraffe – Judith Schalansky
The Ship of Theseus – JJ Abrams & Doug Dorst
Carol – Patricia Highsmith
The Interestings – Meg Wolitzer

Habe auch sehr viel Science Fiction und Sachbücher gelesen, daher hier jeweils die Top 5:

Sci-Fi:

The Handmaids Tale – Margaret Atwood
Station Eleven – Emily St. John Mandel
Idoru – William Gibson
What we talk about when we talk about Clone Club – Gregory Pence
Normal – Warren Ellis

und zum Abschluss die Top 5 der Sachbücher:

Hoffnung in der Dunkelheit – Rebecca Solnit
Sapiens A Brief History of Humankind – Yuval Noah Harari
Von Beruf Schriftsteller – Haruki Murakami
The Selfish Gene – Richard Dawkins
History of Western Philosophy – Bertrand Russell

Hier die Bücherlisten der geschätzen Kollegen, hoffe ich habe niemanden vergessen 🙂

Was sagt ihr zu meiner Auswahl ? Lob, Kritik – fehlt euch was oder gabs Überraschungen ? Freue mich von Euch zu hören.
Morgen gibt es dann die Konzerte und Filme 2016 – juhuuu mehr Listen.

Ich wünsche Euch allen ein wunderbares 2017 – habt einen guten Rutsch und lasst es krachen 🙂

Day 3 Book-a-Day-Challenge: The book I most often give as a gift

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Foto: Sab Qu

No Challenge without Mr Murakami. This one is my favourite books ever and well what can I say. I always had a bit of the missionary in me, when it comes to books (sorry no religion) so this would be the book I have most often recommended and/or given as a present in order co make new converts for the Murakami movement.

Kafka Tamura, a teenage boy runs away from home in a mix of searching for his long-missing mother and escaping from a dark prophecy. There is an old rather simple guy, Nakata, who never really was his normal self after what happened to him in the war who is drawn to Kafka for unclear reasons.

“Memories warm you up from the inside. But they also tear you apart.”

Kafka lives in a library (imagine !) and the reader enters a world where cats talk, Johnny Walker appears, fish fall from the sky and a few gruesome killings happen as well.
To learn if he finds his mothers and can unravel this knotted mystery get the book or become my friend and some day you will probably get it as a present.

“When you come out of the storm, you won’t be the same person who walked in. That’s what this storm’s all about.”

Which book have you been giving away most often ?