Meine Woche

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Foto: tigramgros

Gesehen: „Twin Peaks – Fire walk with me“ (1992) von David Lynch. Kurz bevor es mit der Serie weitergeht, musste ich den nochmal sehen. Zu unrecht kritisiert, ganz groß.

Below her mouth“ (2016) von April Mullen mit Erika Linder. Die Handlung war eher skizzenhaft, aber ziemlich hot…

The Silenced“ (2015) von Lee Hae-young. Mysteriös geheimnisvolle Vorgänge in einem Internat in Korea. Nicht ganz Horror, nicht ganz Psychothriller, aber durchaus sehenswert.

Toni Erdmann“ (2016) von Maren Ade. Ich hatte es schon befürchtet, das war nicht ganz mein Cup of tea, kann aber nachvollziehen, warum er so gehyped wurde.

Gehört:  „Colverine“ – Mogwai, „Pain“ – Boy Harsher, „Thorn in the Lions Paw“ – Sumac, „Century“ – Feist ft Jarvis Cocker, „Death in Rebirth“ – Mono, „Late Night“ – Odesza

Gelesen: dieses Interview mit Miriam Meckel, diesen Bericht über die re:publica (nächstes Jahr!) und „If it doesn’t suck it’s not worth doing“, dieses Interview mit Hilary Mantel

Getan: im Werkstatt Kino gewesen, die Ausstellungen „Manifesto“ in der Villa Stuck und die Peter Lindbergh Ausstellung in der Kunsthalle besucht, einen wunderbaren Bookclub-Abend erlebt und einen Abstecher auf den Hofflohmarkt Haidhausen gemacht

Geplant: ein Bild-Projekt verwirklichen

Gegessen: Tentakel Salat

Getrunken: einen leckeren Chardonnay aus Harxheim

Gelacht: When live gives you lemons, squeeze them in people eyes

Geärgert: es gibt keine schwarzen Freitag Taschen

Gefreut: Mainz 05 ist nicht abgestiegen

Gewünscht: diese Sneaker, diese Hose, diese Pflanze

Geklickt: auf BBC4s „Being bored: The importance of doing nothing“ und auf Panel-Diskussion zum Thema „Singularities

Gekauft: diese Lampe und Urzeitkrebse auf dem Flohmarkt

Gefunden: nix

Gewundert: über die Verwandlungskünste von Cate Blanchett bei Manifesto oh und kaum auf dem spannenden Weblog/Blog bei Frau Gröner erwähnt und zack 100 Leute mehr am Tag die gucken – krass

Swans + Anna von Hausswolff @ Hansa39, München, 2016-11-11

Danke an Gerhard für die perfekte Zusammenfassung eines mehr als außergewöhnlichen Konzert-Abends:

KULTURFORUM

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Schöner (auch optisch) kann man kaum an die intensiven Klang-Rituale der Swans herangeführt werden: Am vergangenen Samstagabend eröffnete die zierliche Schwedin Anna von Hausswolff den Hörgewohnheiten-herausfordernden Abend mit ihren Begleitern, zu denen sich im weiteren Verlauf der Aufführung auch der Swans-Slide-Gitarrist Christoph Hahn auf die Bühne gesellte. Nach dezentem, Folk- und Wohlklang-affinen Intro schwenkte von Hausswolff nicht nur ihr wallendes Blondhaar, sondern auch zügig in das dominierende Klangspektrum der Veranstaltung, mit intensivster Keyboard-Bearbeitung in den Gefilden des Prog- und Doom-Rock und der experimentellen Neo-Klassik, unterfüttert von einer treibenden, düsteren Grund-Rhythmik und begleitet von ihrem exzessiven Sirenen-Gesang entwarf die Skandinavierin ihre eigene Sprache hinsichtlich Grenzgang in den Bereichen halluzinierender Avantgarde-Mystik und wuchtiger, pochender, nahezu schwermütiger, im klassisch-repetitiven Minimalismus verhafteter Orgel-Drones. Ein hypnotischer Ausbruch, dem man in der Form gerne auch über die gängige, volle Konzert-Distanz beigewohnt hätte.
(*****)

„I frequently hear music in the heart of the noise“ soll George Gershwin laut…

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Gisbert zu Knyphausen – MMA

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Das Mixed Munich Arts in der Katharina-von-Bora-Straße ist eines meiner liebsten Locations in München. Mit Akkustik kenne ich mich leider viel zu wenig aus, um hier ein fachmännisches Urteil abgeben zu können, ob das auch klanglich optimal ist, aber es hat Charme und die beiden Konzerte die ich dort bisher sah, haben mir ausgesprochen gut gefallen.

Die Konzerte sind immer eine Art Geheimtipp, auf jeden Fall muss man schnell sein, wenn dort ein Künstler auftreten will, den man sehen möchte, denn die Tickets sind schneller weg, als man es sich überlegen kann.

Bei Gisbert zu Knyphausen hat es mal wieder funktioniert. Mein zweites Konzert von ihm und er hat auch die überaus skeptische Bingereader-Gattin, die bislang eigentlich nur einen Song wirklich kannte und mochte, durchaus überzeugen können.

Nicht nur Gisbert kam sich vor wie in einer Kirche mit einem Publikum, das mucksmäuschenstill da saß und ihm gebannt lauschte, mir ging es auch so. Wären nicht in regelmässigem Abstand Bierflaschen umgefallen, man hätte wirklich denken können, man wohne dem Gottesdienst einer Untergrund-Kirche bei.

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Für Setlist mitschreiben war es leider zu dunkel und zu andächtig, schon das zweite Astra zu erwischen und sich durch die Reihen derer zu kämpfen, die keinen Sitzplatz ergattert hatten, erntete mir eine Menge empörter Blicke.

Spätestens seit seinem zweiten Album „Hurra! Hurra! So nicht.“ aus dem Jahr 2010 kann Gisbert zu Knyphausen sich einer treuen Fangemeinde sicher sein, die ungeduldig auf ein neues Solo-Album von ihm wartet. Er ist an vielen musikalischen Projekten beteiligt, führte jedes Jahr ein kleines, aber feines Festival das „Heimspiel“ auf dem heimischen Weingut durch.

Die Zusammenarbeit mit Kid Kopphausen war besonders fruchtbar, ich habe mich sehr gefreut, dass zu Knyphausen doch einiges vom gemeinsamen Album gespielt hat. Gisbert hat übrigens versprochen, es würde 2017 wieder ein neues Album geben von ihm, ein paar fertige und Lieder in Arbeit durften wir hören.

Alles in allem ein gelungener Abend und für alle die, nicht dabei sein konnten, hier ein paar Lieder, die gespielt wurden und mir besonders gefallen haben.

„Das Leichteste der Welt“

 

Sommertag

 

Kräne

So seltsam durch die Nacht

 

 

Meine Lieblinge (4)

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Endlich mal wieder eine Neu-Vorstellung aus der Reihe bibliophile Lieblinge des BingeReaders. Wäre ich noch, wie vor ein paar Jahren, ein Münchner Westend-Girl wäre mir das Lesecafe „Kunst und Textwerk“ in der Ligsalzstraße ganz sicher nicht so lange verborgen geblieben. So war mein zufälliger Besuch einer Verabredung im Bodhi zu verdanken, und meiner wetterbedingten verfrühten Anreise. Serendiptiy sozusagen, denn die Buchhandlung/Cafe/Antiquariat die ich beim Spazierengehen durchs Viertel dann entdeckte, ist wirklich vom Feinsten.

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Man betritt den Laden und fühlt sich irgendwie gleich ein wenig entspannter und ruhiger. Die Mischung aus Coolness und Eleganz dieses „Indie“-Buchladens mit spannenden auch mal abseits des Mainstreams angesiedelten Buchtiteln, haben ihn sofort zum Liebling werden lassen.

Ein freundlicher Ort mit einem Besitzer der Ahnung hat und Bücher wirklich liebt (ich habe eine sehr spannende Unterhaltung über Kinderbücher mitbekommen). Der Laden ist dreigeteilt. Im ersten sind Antiquariat und Cafe untergebracht, im mittleren Teil Kinder- und Jugendbücher und eine sehr schöne Auswahl an Graphic Novels, im dritten Teil Belletristik, ein kleines Regal fremdsprachiger Bücher und eine Sachbuch-Ecke.

Das gemütliche Cafe lädt nach dem Schmökern ein sich mit einem Koffein-Kick für den Alltag draußen wieder entsprechen zu rüsten oder man greift zu einer der vielen verschiedenen Limonaden. Ich glaube es gibt auch Kuchen, da ich aber zum Abendessen verabredet war, habe ich das nicht mehr auf dem Schirm.

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Sollte es Euch ins Westend verschlagen kann ich Euch einen Besuch nur wärmstens ans Herz legen. Das hier ist Bookshop Heaven. Natürlich kann man auch jedes Buch das nicht vorrätig ist bestellen, oder man spaziert einfach mit ein paar Neuentdeckungen unter dem Arm heraus.

Archive @Muffathalle München

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Foto: Pressfoto Archive

Archive ist eine Band die ich mag seit mir das 1996 erschienene Album „Londinium“ in die Hände fiel und zack war ich dem Trip-Hop verfallen und von da an habe ich eine Weile fast ausschließlich Portishead, Massive Attack, Tricky etc gehört und höre das auch heute noch wahnsinnig gerne.

Archive hat sich zwar auch etwas von ihren ursprünglichen Trip-Hop Wurzeln entfernt, aber sie sind stets auf spannenden elektronischen Wegen unterwegs gewesen.

Die Muffathalle in München ist ein Venue das ich gerne mag, die Akkustik ist ok, man kann meistens ganz gut sehen und gut zu erreichen ist es auch. Archive trat ohne Vorband auf, stattdessen lief der Kurzfilm zum Axiom Album, der mir total gut gefallen hat. Wer düstere Trip-Hop-Dystopien mag in der Menschen durch Glockenklänge kontrolliert und das herrschende System von Distorted Angels (eine Gruppe Taubstummer) bekämpft wird, der ist auf einem Archive Konzert richtig.

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Das Konzert war ein hochkomplexes intensives Klangerlebnis. Da hämmern in einem Moment Gitarrenwände auf einen los um glich beim nächsten Song radikal das Tempo zu drosseln. Tolle Gesangspassagen die für Gänsehaut sorgen und die facettenreich zwischen den langsamen atmospherischen Songs und den schnellen rhythmischen Songs variieren.

Auch wenn ich den Gassenhauer „Fuck you“ schon gerne einmal live gehört hätte, hatte ich einen ganz tollen Abend und kann jedem empfehlen sich Archive mal live anzusehen, auch nicht als Riesen-Fan. Eine großartige Band – ein ganz toller Abend. Archive werde ich nicht zum letzten Mal live gehört haben denke ich.

Meine Woche

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Gesehen: „Only Lovers left alive“ – wow! Was für ein Film, was für ein Soundtrack. Der hat das Zeug einer meiner absoluten Lieblingsfilme zu werden.
Welcome to the Rileys“ mit Kristen Stewart, die wieder zeigt, das sie nicht nur hübsch aussehen kann.

Gehört: SQÜRL & Madeline Follin „Funnel of Love„, Yasmine Hamdan „Hal“ und viel Interpol zB dieses

Gelesen: dieses Interview mit Björk zu ihrem neuen Album, diesen Artikel über Beziehungen und diesen Artikel über Karriere-Verweigerer

Getan: Freunde getroffen, eine schöne neue Bar ausprobiert, ein Abschieds- und Willkommens-Team Dinner, im Bookclub disktuiert, zum Konzert nach Köln geflogen

Gegessen: sehr leckere Grünkohl-Minestrone

Getrunken: einen Vinum Vincentinum vom Christopherus Hof – sehr lecker!

Gefreut:  auf das tolle Konzert und die wunderbare Gesellschaft

Geärgert: protect me from what I want oder will ich wirklich wissen, was ich wissen will?!?

Gelacht: über 19 verschiedene Versionen von „Total Eclipse of my Heart“ – grandios und über diese wundervolle Nachricht, die uns zu Ronaldo erreichte

Geplant: ich sollte mehr schlafen – bleibt! Und wieder 2 MBTI-Workshops nächste Woche

Gewünscht: diesen Hoody und dieses Bücherregal

Gekauft: Tulpen

Gefunden: einen schönen Gedicht-Band in der Klenzestrasse

Geklickt: auf den Artikel „The Secret history of same-sex marriage“ – interessant.

Gewundert: über die wunderbare Welt der Reisekostenrichtlinien – wow!

Streetart Brudermühlbrücke München

Streetart vom Feinsten findet man immer wieder auf zwölf Großflächen an der Brudermühlbrücke, die damit größte Freiluftgalerie Münchens. Seit 1996 geben sich im Rahmen des Projekts ISART ein bis zweimal im Jahr die angesagtesten Sprayer die Dose in die Hand.

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Foto 1Mehr Infos zu ISART findet ihr hier: http://www.diefaerberei.de.