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Die liebsten, die spannensten, die mich am meisten zum Nachdenken angeregt haben und es fehlen im Bild die verliehenen oder die, die ich als Hörbuch gehört habe:

Was waren eure liebsten in 2021? Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit Euch und danke für die Treue, die Kommentare, das Feeback, die Freundschaft. Ich wünsche Euch allen von Herzen ein tolles 2022 mit viel Glück, Gesundheit und Zeit zum lesen und nachdenken.

8. Türchen: Der Fisch in uns – Neil Shubin

Warum sehen wir so aus, wie wir aussehen? Was hat die menschliche Hand mit dem Flügel einer Fliege gemeinsam? Stehen Brüste, Schweißdrüsen und Schuppen in irgendeiner Weise miteinander in Verbindung? Um das Innenleben unseres Körpers besser zu verstehen und die Ursprünge vieler der heute am häufigsten auftretenden Krankheiten zu ergründen, müssen wir uns an unerwartete Quellen wenden: Würmer, Fliegen und sogar Fische.

Neil Shubin, ein führender Paläontologe und Professor für Anatomie, der das Fossil Tiktaalik entdeckte – das „fehlende Glied“, das im April 2006 weltweit für Schlagzeilen sorgte – erzählt die Geschichte der Evolution, indem er die Organe des menschlichen Körpers Millionen von Jahren zurückverfolgt, lange bevor die ersten Lebewesen die Erde betraten. Durch die Untersuchung von Fossilien und DNA zeigt Shubin, dass unsere Hände tatsächlich Fischflossen ähneln, unser Kopf wie der eines längst ausgestorbenen kieferlosen Fisches aufgebaut ist und große Teile unseres Genoms wie die von Würmern und Bakterien aussehen und funktionieren.

„Nirgendwo ist diese Vergangenheit deutlicher zu erkennen al sin den Umwegen, Wendungen und Windungen unserer Arterien, Nerven und Venen. Verfolgt man den Weg einzelner Nervenbahnen im Körper, so stellt man häufig fest, dass sie um andere Organe seltsame Bögen machen – sie verlaufen scheinbar in eine Richtung, biegen dann aber ab und enden an einer ganz unerwarteten Stelle. Die Umwege sind eine faszinierende Folge unserer Geschichte, … bescheren sie uns häufig Unannehmlichkeiten wie Schluckauf oder Eingeweidebrüche.“

Shubin lässt uns uns selbst und unsere Welt in einem völlig neuen Licht sehen. Dein innerer Fisch ist Wissenschaftsliteratur vom Feinsten – erhellend, zugänglich und mit unwiderstehlichem Enthusiasmus erzählt.

„Wir sind nicht dazu gebaut, mehr als achtzig Jahre zu leben, zehn Stunden am Tag auf unserem Hintern zu sitzen oder Buiskuitkuchen zu essen, und ebenso wenig sind wir zum Fußballspielen konstruiert. Diese große Kluft zwischen unserer Vergangenheit und unserem heutigen Leben hat zur Folge, dass unser Organismus auf bestimmten, vorhersagbaren Wegen den Bach hinuntergeht.

Eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr und eines der Bücher, das ich sicherlich noch mal lesen werde. Ich habe bei der Lektüre unfassbar viel gelernt.

Habe ich euch Lust machen können auf das Buch oder habt ihr eine Idee wer sich über das Buch freuen würde?

Meine Woche

Gesehen: Apostle (2018) von Gareth Evans mit Dan Stevens und Lucy Boynton. Okkult-Horror der auf einer abgelegenen Insel vor Wales spielt. Hat mir gut gefallen.

Civilisation (1969) BBC Mini-Serie von Michael Gill mit Kenneth Clarkson. Doku über das das kulturelle Erbe der westlichen Welt, vom Zusammenbruch des Römischen Reiches bis zur Entstehung der Moderne. Grundsätzlich spannend, aber es kommt nicht eine Frau vor.

Your Inner Fish (2014) von David Dugan mit Paläontologen Neil Shubin. Verfilmung des gleichnamigen Buches – eine Reise durch die Evolution und die unerwartet große Verwandtschaft zwischen Fisch und Mensch.

Gehört: Morning Star – King Woman, Flowers of Herself – Max Richter, Sonate G-Moll BWV 1020 – Johann Sebastian Bach, Sonate in B KV 15 – Wolfgang Amadeus Mozart, Ave verum corpus – William Byrd, Spem In Alium – Thomas Tallis, Falling Free

Gelesen: Von falschen Konsum-Versprechungen, Judith Butler: We need to rethink the category of woman, It’s Time to Replace Ambition with Adaptation

Getan: einen kurzen Zwischenstopp in München gemacht und Ex-Arbeitskolleg*innen im Biergarten getroffen, in Garmisch noch ein paar Tage entspannt, viel geschwommen und sauniert, spontan ein sehr schönes Klassik-Konzert besucht

Gegessen: Schwammerl Gulasch

Gefreut: über das tolle Wetter in Garmisch

Geweint: nein

Geärgert: nein

Geklickt: Climate Change & Star Trek

Gestaunt: Male giraffes will headbutt females in the bladder until they pee. They then drink the urine, tasting it to determine whether the female is ovulating. There. That’s something you know now.

Gelacht: immer wieder über den Laschet-Clown

Gewünscht: dieses Tiny House, diese Kabel-Halterung, dieser bayrische Strandkorb

Gefunden: nix

Gekauft: nix

Gedacht: Don’t hope that events turn out the way you want, welcome events in which ever way they happen: this is the path to peace //Epictetus