Mein Lesejahr 2025

2025 war mein bisher intensivstes Lesejahr und zwar mit deutlichem Abstand. 157 Bücher sind es geworden. Eine Zahl, die mich selbst ein wenig überrascht hat, auch wenn sie sich im Rückblick völlig stimmig anfühlt. Denn Lesen hatte in diesem Jahr ganz klar Priorität: keine Serien, nur wenige Filme, kaum Fernsehen, ein paar Wochen abgeschieden in den Bergen = Bücher, Bücher, Bücher.

Auffällig war dabei eine Verschiebung, die sich ganz ohne bewusste Entscheidung ergeben hat. Ich habe deutlich mehr deutschsprachige Literatur gelesen als sonst, während in den vergangenen Jahren oft anglo-amerikanische Titel überwogen. Gleichzeitig finden sich – gerade auch in meiner Top 20 – viele übersetzte Romane, die mir lange im Kopf geblieben sind. Diese Mischung hat mein Lesejahr schon besonders gemacht.

Die Auswahl dieser Top 20 ist mir trotzdem echt nicht leicht gefallen. Bei so vielen starken Leseerfahrungen hätte die Liste problemlos noch länger ausfallen können. Für diesen Rückblick habe ich mich bewusst ausschließlich auf Romane konzentriert auch wenn ich 2025 ein paar wirklich hervorragende Sachbücher und Biografien gelesen habe, die es ebenso verdient hätten, hier erwähnt zu werden. Vielleicht bekommen sie an anderer Stelle noch ihren eigenen Raum.

Es war ein wirklich großartiges Lesejahr: mit tollen Entdeckungen, ein paar sehr beglückenden Wiederentdeckungen und Büchern, die mich nicht nur während der Lektüre, sondern auch weit darüber hinaus begleitet haben. Geschichten, Sätze, Figuren, die geblieben sind.

Besonders schön waren aber auch die literarischen Begegnungen außerhalb der Bücher. Der Besuch des Erlanger Poetinnenfests gemeinsam mit Constanze von Zeichen und Zeiten war ein echtes Highlight, ebenso die Lesungen mit Ulrike Draesner, Annett Gröschner, Anja Kampmann, Kaleb Erdmann, Dimitrij Kapitelman, Fikri Anıl Altıntaş, Kristine Bilkau, Jonas Lüscher und Kerstin Holzer. Dazu kam der Besuch der Frankfurter Buchmesse, der mir jenseits des Trubels vor allem durch viele schöne Gespräche und Begegnungen in Erinnerung bleiben wird. Und nicht zuletzt die Susan-Sontag-Ausstellung im Literaturhaus München, die mich sehr beeindruckt hat.

Der Book Swap im Amerika Haus im Oktober hat dafür gesorgt, dass die Regale nicht leerer werden und der Therese Ghiese Spaziergang sowie die von mir durchgeführten literarischen Spaziergänge durch Schwabing haben mich noch mal eine Menge Ecken in München entdecken lassen, die mir bis dahin unbekannt geblieben waren. Ab März biete ich wieder Spaziergänge an – bei Interesse meldet euch gerne.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr möchte ich außerdem zwei Reihen erwähnen, die den Blog 2025 maßgeblich geprägt haben und mir selbst besonders ans Herz gewachsen sind. Zum einen „Read around the World„, eine Reihe mit der ich literarisch inzwischen immerhin 22 Länder bereist habe. Ein Unternehmen also, das noch lange nicht abgeschlossen ist, worüber ich glücklich bin denn jede neue Lektüre öffnet mir einen weiteren Horizont.

Zum anderen habe ich mit „Stimmen, die bleiben“ eine neue Reihe begonnen, die mir auf einer sehr persönlichen Ebene wichtig ist. In loser Folge erinnere ich darin an Schriftstellerinnen, die mich geprägt haben: weil ich mit ihren Texten aufgewachsen bin, weil ich sie erst spät für mich entdeckt habe oder weil sie mir immer wieder das Gefühl geben, dass Literatur mehr ist als bloße Worte auf Papier. Dass sie Halt geben kann, Widerstand leistet, tröstet — kurz: ein Rettungsanker sein kann in Zeiten, die sich zunehmend verdunkeln.

Drei Autorinnen habe ich 2025 bereits vorgestellt — Anna Seghers, Carry Brachvogel und Marie-Luise Kaschnitz — und jede von ihnen steht auf ihre eigene Weise für eine Stimme, die bis heute nachhallt. Schon in den nächsten Tagen wird hier ein weiterer Beitrag dieser Reihe folgen, und ich freue mich darauf, diese Vorstellung von Autorinnen fortzusetzen, deren Texte geblieben sind, die aber gerne etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen dürften.

All das hat dieses Lesejahr nicht nur quantitativ, sondern vor allem qualitativ geprägt. Bücher waren 2025 nicht bloß Konsum, sondern Lebensexlisier, Begleiter, Anlass für Austausch, für Nachdenken, und einfach auch echte Begeisterung. Die große Anzahl meiner Lektüre hat sicherlich auch mit der gegenwärtigen Weltlage zu tun. In einer Zeit, in der politische, gesellschaftliche und ökologische Krisen sich zu überlagern scheinen und die Welt oft wilder, unübersichtlicher und katastrophaler wirkt, wird Literatur für mich zu einem Ort der Ruhe. Sie bietet mir Halt, Orientierung und nicht zuletzt Trost: eine stille, aber verlässliche Quelle von Kraft und Zuversicht. Im Lesen entsteht für mich ein Raum, in dem Komplexität ausgehalten, Ambivalenzen gedacht und Hoffnung bewahrt werden können, und der mir hilft, all das, was draußen geschieht, ein Stück weit einzuordnen und selbst halbwegs unbeschadet hindurchzukommen.

Jetzt freue ich mich auf das Lesejahr 2026 – und so viel sei schon verraten: Es beginnt mit einem weiteren 5-Sterne-Banger. Wenn das kein gutes Zeichen ist, weiß ich es auch nicht. Hier jetzt im Überblick meine 20 liebsten Romane die ich 2025 gelesen habe und ganz ehrlich, morgen oder übermorgen könnte diese Liste schon wieder leicht anders aussehen.

Wer die dazugehörigen Rezensionen noch mal lesen mag: hier in alphabetischer Reihenfolge mit Verlinkung:

Danke für Eure Besuche auf meinem Blog, eure Kommentare, Empfehlungen, konstruktive Kritik, euer Zuspruch und unser Dialog und einige entstandene Freundschaften darüber bedeuten mir sehr viel und ich möchte mich letusreadsomebooks anschließen und einladen 2026 wieder zum Jahr der Blogs zu machen. Lasst uns mehr lesen, schreiben, kommentieren und weniger scrollen. Ich freue mich drauf 🙂

Wie war Euer Lesejahr 2025 – was waren eure Highlights?

Meine Woche

Gesehen: The Salt Path (2024) von Marianne Elliott mit Gillian Anderson und Jason Isaacs. Verfilmung des gleichnamigen Buches. Sind letztes Jahr ein Stück Salt Path gewandert und mochten das Wiedersehen zumal Gillian Anderson beim Filmfest war und wir sie sehr nah und live sehen konnten (Scully 🖤)

Gehört: Hildergard – Zelenaia Dubrovonka, Killer – The Raveonettes, Bar Lonely – Franz Ferdinand

Gelesen: über Klimagerechtigkeit, Interdependence is my new retirement plan, Allein auf einer irischen Insel

Getan: Gillian Anderson Fangirl gewesen, mit lieben Freundinnen getroffen: zum Abendessen, zur Susan Sontag Ausstellung und zur Trier Erkundung und damit einhergehend viel Zug gefahren

Gefreut: mein kleiner Blog wurde im Börsenblatt erwähnt, über einen Pulli den ich geschenkt bekommen habe und den Sieg im EM Auftaktspiel

Geärgert: nein

Getrauert: dass ich es nicht in die Marc Aurel Ausstellung geschafft habe

Gelacht: über Ignaz und diese kleine Giraffe

Gegessen: Eifeler Wildschweinschinken

Getrunken: Mosel Riesling

Geklickt: auf diese Rede von Frau Merkel

Gestaunt: wie gut Railfinder funktioniert

Gewünscht: diese Bücherecke, dieses Bild, diesen Mantel

Geplant: diesen Wein trinken

Gefunden: eine Topf-Pflanze

Gekauft: Bücher

Gedacht: The US is being run by the Facebook comments section

Meine Woche

Gesehen: Midsommar (2019) von Ari Aster mit Florence Pugh und Jack Reynor. Folk Horror in Schweden unter wolkenlosem Himmel. Immer noch einer meiner liebsten.

Gehört: Vamos a la playa – DJ Koze ft Soap & Skin, Mistake – Moby, schegge – Giorgio Poi, Nantes – Barbara, Fólk fær andlit – Hildur Guðnadóttir

Gelesen: What the comfort class doesn’t get

Getan: Gipsy Rufina in Mikes Vintage Pub gesehen, gerutscht, im Garten gegrillt, einen Literaturwalk durch Schwabing gemacht, die Fotoausstellung „A closer look“ von Bruce Gilden gesehen und die Ausstellung „Farben Japans“ sowie den Biergarten am Wiener Platz mal wieder besucht

Gefreut: über liebe USA Besucher*innen, das positive Feedback zum Walk

Geärgert: über all die autokratischen alten Männer mit viel zu viel Macht

Getrauert: nein

Gelacht: mit dem kleinen Zain auf der Rutsche

Gegessen: Flammkuchen

Getrunken: saures Radler

Geklickt: auf „Why I joined DOGE“ und Demi Moore is done with the male gaze

Gestaunt: wie gut ich dieses Gefühl kenne

Gewünscht: dieses Spray, diesen Insektenfänger, dieses Outfit

Geplant: die Susan Sontag Ausstellung im Literaturhaus besuchen

Gefunden: ein paar neue passende Timberland Schuhe in einer Verschenk Box

Gekauft: Eis

Gedacht: Desinformation ist selten ein Zufallsprodukt. Sie ist ein Geschäftsmodell.

Meine Woche

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Gesehen: „Picnic at Hanging Rock“ (1975) von Peter Weir. Mystery um ein Valentins-Picknick im Jahr 1900 bei dem mehrere Mädchen verschwinden. Wunderschöne Bilder, tolle Atmosphäre.

The Yellow Handkerchief“ (2008) von Udayan Prasad mit Kristen Stewart, William Hurt und Eddie Redmayne. Road Movie um drei einsame Menschen auf der Suche nach Halt.

Killing Eve“ (2018) mit Sandra Oh und Jodie Comer. Brilliante Thriller-Serie um eine Auftragsmörderin. Großartige Dialoge, intelligent und witzig – unbedingt ansehen

Gehört: „Trouble so hard“ – Vera Hall, „Halo“ – Mono, „From dust to beyond“ – God is an Astronaut, „Cellophane“ – FKA Twigs, „Watchmen“ – Trent Raznor & Atticus Ross, It’s all over now, Baby Blue – Them, „Last Walk“ – Space Mountain, „Smash my Head“ – CocoRosie

Gelesen: Margarete Stokowskis Rede anläßlich ihres Tucholsky-Preises, Was es mit OK Boomer auf sich hat, diesen Artikel von W. H. Auden über Virginia Woolf, J. S. Bach der Rebell, Goodbye to free lunches, John le Carrés Exit vom Brexit, How Susan Sontag taught me how to think, Oslo ist nahezu komplett autofrei in der Innenstadt

Getan: viel gelaufen, den Zündfunk Kongress besucht und meinen nächsten Workshop vorbereitet

Geplant: einen erfolgreichen Workshop durchzuführen

Gegessen: Brokkoli-Salat mit Kichererbsen

Gefreut: über die vielen spannenden Menschen die sich engagieren, zB  hier: ReDi School, Foodsharing, Netzpolitik

Geweint: nein

Geklickt: Boy told off for doodles becomes restaurant artist und auf dieses „Actor on Actor“-Interview von Jessica Lange und Taylor Schilling

Gestaunt: über diese unglaublich schönen Pilze, über den Bananen-Aal  und australische Wasserratten die mit chirurgischer Präzision Krötenherzen entfernen und essen

Geärgert: nein

Gelacht: über diesen Panda

Gewünscht: diese wasserfesten Sneaker, dieses Häuschen, dieses Lego Batmobile

Gefunden: tolle Bücher im Bücherschrank

Gekauft: nix

Gedacht: „If you don’t care who gets the credit, you can do a lot of good in the world“ (Esther Abraham)

Kluge Köpfe II

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Als sich vor ein paar Tagen „meine“ Siri Hustvedt mit Miriam Meckel in Zürich zum Gespräch traf, wurde ich vor lauter Neid schon ein bisschen ohnmächtig. Es gibt einfach Menschen mit wahnsinnig attraktiven Gehirnen und mit diesen beiden Damen würde ich liebend gerne mal ein paar Nächte durch diskutieren und über die Zukunft der menschlichen und künstlichen Intelligenz sprechen.

Miriam Meckel untersucht in ihrem Buch „Mein Kopf gehört mir“ in 14 Stationen die unterschiedlichen Wege, in denen die Menschen momentan versuchen, ihr Hirn zu tunen und sich mit Hilfe der Technologie in mehr oder weniger Cyborgs zu verwandeln. Dabei reicht es ihr bei weitem nicht, entsprechende Literatur darüber zu lesen, Frau Meckel startet eigentlich überall den Selbstversuch und führt protokollarisch Tagebuch über ihre Erlebnisse.

„Es wird unsere Aufgabe für die Zukunft sein, den Verbindungsbalken zwischen den Hemisphären des neuen Weltgeistes aus menschlicher und künstlicher Intelligenz zu bauen. Wenn es schlecht läuft, werden wir verlieren von dem, was unsere Welt und das Leben schön macht: Kreativität, Emotionen, geistige Einzigartigkeit und die Fähigkeit, Menschen und Dinge zu lieben. Wenn es gut läuft, wird es uns gelingen, die beiden Zustände zu verbinden und in einer großartigen Welt zu leben…“

Das geht von 24 Stunden in der Dunkelkammer, Neuro Enhancer Pillen und Stromstößen fürs Gehirn bis hin zu Spracherkennung über das Gedankenlesen. Nicht alle Versuche gingen spurlos an ihr vorbei und sie hat sich da weit aus ihrer Komfortzone rausgewagt.

Besonders gefiel mir, dass Meckel nie plakativ ins Schwarz-Weiße verfällt. Sie zeigt kritisch Gefahren auf, erklärt aber auch die durchaus bestehenden positiven Möglichkeiten, insbesondere für die Medizin. Immer wieder werden wir mit der Frage konfrontiert, sollen wir wollen, was wir können, was bedeutet das aus ethischer Sicht für die Menschen und wie weit können wir die möglichen Folgen absehen, weil aktuell vieles noch nicht durch Langzeitstudien erforscht ist?

Ein spannendes und unterhaltsames Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und ich hoffe noch immer auf einen Besuch der Autorin in München. Mein Hirn war jedenfalls permanent on fire und ich könnte problemlos die ganze Nacht mit Frau Meckel diskutieren – auch ganz ohne Hirnboosting durch Stromzufuhr.

Ich bedanke mich beim Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.

Verteidigung des liberalen Charakter

Dieses kleine Büchlein hatte unglaublich viele großartige Erkenntnisse geboten für mich, ich kam aus dem Unterstreichen überhaupt nicht mehr raus. Strenger führt aus, dass die Menschen ihre Freiheiten als selbstverständlich und naturgegeben ansehen und nicht als etwas, dass man sich erarbeiten muss und für das es sich zu kämpfen lohnt.

Wir sehen die politische Stabilität und die Menschenrechte zum Beispiel als eines unserer Grundrechte an und in dem Moment, wo irgendwer diese Rechte beschneidet oder uns ins Gehege kommt, kreiden wir das dem jeweiligen Politiker oder der Gesellschaft als solches an, sehen es aber in der Regel nicht als unser ureigenes Problem an, das wir proaktiv mit lösen müssen.

Die meisten sind so sehr damit beschäftigt, sich selbst zu optimieren durch Sport, die passende Ernährungsweise oder dem optimierten Schlafverhalten, dass neben Beruf und Selbstoptimierung maximal noch Zeit für Beruf und etwas Familie bleibt, aber für die Gesellschaft bleibt am Ende nichts übrig.

Wir haben meistens kein größeres Ziel, als uns selbst zu verbessern, was dazu führt, dass unsere gesellschaftlichen Systeme einknicken oder von rechts unterwandert werden. Wir sind zuviel mit uns selbst beschäftigt und haben keine Zeit und nicht genügend Interesse, der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Eine Kritik, die ich mir auch persönlich gefallen lassen muss. Ich sehe einiges positiver als Strenger, aber grundsätzlich trifft er mit vielen Punkten ins Schwarze.

Die größte Leistung der westlichen Aufklärung liegt darin, dass sie den Menschen die Möglichkeit, gibt ihr Leben frei gestalten zu können und es heute mehr Auwahl gibt als je zuvor. Das ist aber nicht nur Anlass zur Freude, denn es bedeutet auch, dass die Menschen sich ihre existentiellen Fragen nach dem Warum, ihrer Identität, dem Sinn etc. selbst beantworten und ihrem Leben einen eigenen Sinn geben müssen. Manche Menschen befreit diese Freiheit, doch für einige bedeutet es ein zu viel an Verantwortung, Mut und Anstrengung und das auch noch ohne Erfolgsgarantie.

„Wo negative Freiheit als Freiheit von äußeren Zwängen definiert ist, besteht die positive darin, dass wir wirklich autonom sind. Wahre Selbstbestimmung erfordert Vernunft, Wissen und Disziplin. Mit negativer Freiheit ist durchaus vereinbar, dass wir zu Sklaven unserer Leidenschaften, Begierden oder auch äußerer Manipulation werden. Der Begriff der positiven Freiheit hingegen gibt einer starken menschlichen Intuition Ausdruck: Wahrhaft frei sind wir nur dann, wenn wir die negative Freiheit mit Inhalten füllen, für die wir uns bewusst entschieden haben.“

Die westlichen Gesellschaften werden nicht überleben können, wenn die Menschen nicht bereit sind, ihre persönliche und gesellschaftliche Freiheit zu verteidigen.

Mit eines der wichtigsten Bücher für mich, die ich dieses Jahr gelesen habe. Spannend und bringt das Hirn garantiert auf Hochtouren.

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Ich habe hier ja schon bis zum Abwinken seine beiden Bücher „Sapiens“ und „Homo Deus“ besprochen, beworben und vielfach verschenkt und zugegebenermaßen ist hier nichts neues drin, da es sich hier um einen Auszug aus seinen beiden Büchern handelt. Trotzdem. Es hat sich gelohnt, dieses Büchlein zu lesen.

Der erste Teil erzählt die Geschichte des Geldes. Wie und warum wurde es erfunden? Warum hat es so eine derart große Bedeutung in unserem Leben und macht es uns eher glücklich oder unglücklich? Im zweiten Teil entwickelt er Zukunftsszenarien zur Zukunft der Menschheit, des Individuums und der Gesellschaft. Wir befinden uns am Rande einer Revolution, ob wir das wollen oder nicht.

Seine brillianten Einsichten, Klarsicht und seine Weitsichtigkeit sorgen für Lektüre die den Leser aufrüttelt, zum Nachdenken bringt und wer sich bislang nicht sicher war, ob er seine beiden Bücher lesen sollte, spätestens nach diesem Auszug dürfte alles klar sein.

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Die beiden Essays machte Susan Sontag über Nacht zu einer literarischen Sensation und waren die ersten, die versucht die Grenzen zwischen der sogenannten „Hoch- und Trivialkultur“ zu überwinden.

„Camp“ auf Deutsch vielleicht mit dem Begriff „Kitsch“ oder „affektiert“ zu übersetzen ist eine bestimmte Form des Ästhetizismus. Eine bestimmte Art, die Welt zu sehen. Es hat nicht unbedingt mit Schönheit im klassischen Sinne zu tun, sondern mehr mit einer Versinnbildlichung der artifiziellen stilisierten Form.

The more we study Art, the less we care for Nature“

„The ultimate camp state means it’s good because it’s awful“

Mir hat der zweite Essay „One Culture and the New Sensibility“ vielleicht sogar noch besser gefallen. Es beschäftigt sich mit der nach wie vor aktuellen Debatte um den Bruch zwischen low und high brow Kultur und die Weiterentwicklung in die sogenannte nobrow Kultur.

„One important consequence of the new sensibility is that the distinction between high and culture seems less and less meaningful.“

4 Hirne und die daraus entstandenen Texte/Bücher, die garantiert den Blickwinkel erweitern und die eigenen Synapsen zum Glühen bringen. Hier die klugen Köpfe noch mal im Überblick:

  • Miriam Meckel „Mein Hirn gehört mir“ erschienen im Piper Verlag
  • Carlo Sprenger „Abenteuer Freiheit“ erschienen im Suhrkamp Verlag
  • Yuval Noah Harari „Money“ erschienen im Vintage Verlag
  • Susan Sontag „Notes on Camp“ erschien im Penguin Verlag

Meine Woche

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Gesehen: „An inconvenient truth“ – informative Reportage von Dave Guggenheim über Al Gores Aufklärungskampagne zum Thema Global Warming. „Taxi Driver“ – zu Recht Kult. Hat mich sehr beeindruckt.
Wer ist Hanna“ – abgefahrener Action Thriller mit schönen Bildern und tollem Soundtrack, die Story selbst ist a bisserl dürftig.

Gehört: Chemical Brothers „Hanna

Gelesen: Zwei Artikel über zwei spannende Frauen. Artikel in der FAZ zum 80. Geburtstag von Joan Didion und ein Bericht über die brasilianische Architektin Lina Bo Bardi. In München findet im Architekturmuseum derzeit eine Ausstellung statt, die möchte ich mir gerne noch ansehen.

Getan: eine Menge Interviews geführt, „Das Leiden anderer betrachten“ in den Kammerspielen gesehen, den PinkXmas Weihnachtsmarkt besucht und mit Freunden lecker gegessen und getrunken

Gegessen: Afghanisch – braun gebackenen Basmatireis mit Spinat im Bamyan – sooo lecker !

Getrunken: Gin aus dem Schwarzwald im Konsulat – Monkey 47

Gefreut: über 2 tolle Weihnachtspakete von sehr lieben Menschen in einer Woche 🙂

Geärgert: das es einfach nicht möglich ist einem Menschen zu helfen, der sich nicht wirklich helfen lassen will 😦

Gelacht: über diese Eule

Geplant: mir weniger vorzunehmen

Gewünscht: diese Schreibtischlampe und diese Tasche

Gekauft: einen neuen Bademeantel

Gefunden: wiedergefunden eigentlich – den Eingang in Murakamis Parallelwelt, mag gar nicht mehr rauskommen

Geklickt: auf die Ankündigung zu einer Joan Didion Dokumentation – freu mich drauf

Gewundert: wieviele Wollpullover man anscheinend so zum Einlaufen bringen kann

The Susan Sontag Read-athon

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Vor ein paar Wochen habe ich mich auf einen Susan Sontag Read-athon begeben, eine Autorin, Essayistin, Welt-Intellektuelle die ich schon sehr lange bewundere und über die ich nach einer kürzlich gesehenen Dokumentation gerne noch mehr erfahren wollte. Als mir Daniel Schreibers Biografie „Susan Sontag. Geist und Glamour“ in die Hände fiel, beschloss ich dieses „Mehr erfahren“ großflächig in Angriff zu nehmen.

Neben der Biografie besorgte ich mir die Tagebücher „Reborn. Early Diaries 1947 – 1963“ und „As Consciousness is Harnessed to Flesh: Diaries 1964 – 1980“ sowie das Rolling Stone Interview „The Doors and Dostojewski“ und begann, diese parallel zu lesen.

Ein sehr intensives Eintauchen in das Leben und die Gedanken eines anderen Menschen.

Besonders fasziniert hat mich in den frühen Tagebüchern (von 14 bis 30) wie unglaublich reif und erwachsen Sontag schon als Jugendliche denkt und schreibt. Sie scheint sich direkt aus ihrem Hirn heraus entwickelt zu haben und die Kindheit einfach wie eine lästige Hülle abgestreift zu haben, um sich voll und ganz ihrem Lebensziel, der Intellektualisierung ihrer selbst, zu widmen. Ernsthaftigkeit ist bei ihr Programm und unnachgiebig sich selbst und anderen gegenüber treibt sie ambitioniert ihr Ziel, eine ernstzunehmende Intellektuelle zu werden, voran.

Neben dem intellektuellen Erwachen zeugen ihre frühen Tagebücher auch von ihrer sexuellen Erweckung und ihrer Erkenntnis mit sechzehn in Berkely:  „I feel that I have lesbian tendencies (how reluctantly I write this).“

Viele der Einträge sind extrem persönlich, teilweise Beichten ähnlich und ich habe mich des Öfteren beim Lesen gefragt, ob sie wirklich gewollt hätte, dass diese Tagebücher in der Form veröffentlicht werden. Viele Einträge sind kurze Notizen, viele Listen (wooohooo – noch ein Listomaniac), die es nicht immer einfach machen, sie zu verstehen und es ist auch nicht immer einfach, sie zu mögen.

Sie ist eine herausfordernde Liebende, sie erwartet 100% Aufmerksamkeit, sie ist unglaublich „needy“ und anstrengend. Sie liebt heftig und hat einen Hang zu desaströsen Beziehungen.

Der erste Band ihrer Memoiren folgt ihrer intellektuellen und emotionalen Entwicklung vom Schulmädchen zur cleveren Studentin, von New York nach Paris und von ersten lesbischen Affären, über ihre Heirat und die Geburt ihres Sohnes bis hin zu Liebhaberinnen während und nach ihrer Ehe. Beruflich folgt ihrem Studium die Professur an der Columbia University und der Beginn ihrer schriftstellerischen Tätigkeit.

Der Band endet 1961 – ein Jahr, in dem sie den Eindruck hat, sich selbst nicht zu mögen und auch dem Leser fällt das nicht immer leicht. Aber man ist stets und ständig fasziniert. Ihr Sohn kommt verhältnismässig wenig vor in ihren Tagebüchern. Mich hätte das wahrscheinlich ziemlich verletzt an seiner Stelle.

Susan Sontag. Reborn: Early Diaries 1947 – 1963

Der zweite Tagebuch-Band beginnt mit Sontags Abkehr von der akademischen Welt. In ihren Dreissigern lebt sie hauptsächlich in einer Welt des Schreibens und dem rauschhaften Kultur-Konsum, den New York im Überfluss zu bieten hat. Die Tagebücher sind endlose Auflistungen von Filmen, Büchern, „Happenings“ Besuchen in Kunstgalerien usw.

Sie hat eine unglaubliche Energie, sieht teilweise 3 Filme an einem Tag und schafft es nahezu täglich ein Buch zu lesen. Das ist im übrigen etwas was ich unglaublich mag, denn ich leide ja auch unter diesem nie stillbaren Kulturhunger, der einem auch oft genug den Vorwurf einhandelt, man lese nicht tief genug, könne doch unmöglich „richtig“ lesen und verstehen.

Ihre Einträge beschäftigen sich häufig mit ihren Betrachtungen, Analysen ihrer Umwelt. Diese Band ist noch weitaus fragmentierter, kürzere Notizen, Buchzitate und wieder jede Menge Listen. Listen der gesehen oder noch zu sehenden Filme oder der Bücher die sie gelesen hat oder lesen will und Bemerkungen über ihre Therapie.

Nach ihrer schmerzvollen Trennung von der kubanischen Dramatikerin Maria Irene Fornés („I am frozen, paralysed, the gears are jammed … „) stürzt sie sich in eine Beziehung mit Carlotte del Pezzo, einer italienischen Adligen mit großem Appetit auf Heroin. Die Affäre dauert nur etwa 10 Monate, aber im Tagebuch nimmt sie viel Platz ein und bringt Sontag fast an den Rand eines Zusammenbruchs “God help me – help me – to stop loving her if she doesn’t love me any more.

Sontag liebt hart, heftig und häufig mit großem psychischen und physischen Einsatz, wenngleich häufig mit wenig Glück.

“It hurts to love. It’s like giving yourself to be flayed and knowing that at any moment the other person may just walk off with your skin.”

“Being in Love means being willing to ruin yourself for the other person.”

“I have always been full of lust – as I am now – but I have always been placing conceptual obstacles in my own path.”

Beruflich ist sie wesentlich erfolgreicher. In dieser Zeit entsteht ein Großteil ihres essayistischen Werks, unter anderem auch der in der Partisan Review erschienene Essay „Notes on Camp“, der wohl Sontags bekannteste Arbeit ist und zu einer Zeit entstand, als sie vom intellektuellen „It-Girl“ zu einer der wichtigsten öffentlichen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts wurde.

Eine Zeit auch, in der sie viel reist, sich mit Politik beschäftigt und dank schmerzhafter Chemotherapien eine Stage4-Brustkrebs-Diagnose überlebt.

“My library is an archive of longings.”

Ich denke, egal wieviel und was man über Sontag erfährt, am Ende bleibt, dass es ihre Arbeit und ihr publiziertes Werk ist, das zählt und die wichtigste Grundlage kritischer Beurteilungen sein muss.

“I am only interested in people engaged in a project of self-transformation.”

Susan Sontag – As Consciousness is harnessed to Flesh

Eine weitere spannende Besprechung ihrer Tagebücher findet ihr auch hier.

Daniel Schreiber, der sechs Jahre lang in New York lebte und dort auch die erste umfassende Biografie zu Susan Sontag schrieb, wirft einen distanzierten Blick auf ihr Leben. Schreiber beschäftigt sich überwiegend mit dem öffentlichen Bild Sontags, hat für seine Recherche mit vielen Freunden, Bekannten und Weggefährten Sontags gesprochen und stark ihr publiziertes Werk analysiert.

Sontag ist ein Mensch, der immer auf Mission ist. Sie hat einen Bildungsauftrag und nimmt diesen Ernst. Ihre Texte haben große Kraft. Sie ist ein Mensch, der sich gleichzeitig ständig in den Mittelpunkt stellt und doch wichtige Seiten ihrer selbst im Hintergrund lässt. Sie ist ein extrem privater Mensch, der meines Erachtens schon zu verstehen gibt, ich kann mich erst zeigen, wenn ihr als Gesellschaft toleranter wärt. Sie macht sich immer wieder angreifbar und zeigt sich auch verletzlich in ihren Selbstwidersprüchen, die ihr Werk durchziehen.

Er zeigt Sontag in all ihren Widersprüchen, nur der Mensch Sontag ist mir nach dem Buch irgendwie etwas fremd geblieben. Trotzdem kann ich die Biografie empfehlen, würde aber gerne noch eine Biografie lesen, die weniger den öffentlichen Menschen in den Mittelpunkt stellt, als die Person hinter der bekannten Intellektuellen.

Daniel Schreiber – Susan Sontag. Geist und Glamour

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Das Rolling-Stone Interview, das Jonathan Cott 1978 mit Susan Sontag führte, ist ein absolutes faszinierendes, vielseitiges Gespräch, das einem das Gefühl gibt, als Mäuschen bei einem Dinner-Date mit zwei extrem intelligenten Menschen dabeizusein und fasziniert mit offenem Mund sitzenzubleiben und zu hoffen, nicht entdeckt zu werden.

„Die meisten meiner Gedanken entwickle ich im Gespräch.“

Allein für diesen Satz liebe ich sie, denn mir geht es ganz genauso. Leider entwickel ich auch im Gespräch niemals auch nur annähernd so clevere Gedanken 😉

Das Interview entstand nicht in einer Sitzung, erst in Sontags Pariser Wohnung, dann einige Zeit später in ihrem New Yorker Loft. Das Gespräch zeigt ihre intellektuelle Spannkraft, ihr Interesse an den unterschiedlichsten Themen. Von Fotografie, Ästhetik, Politik, Nietzsche über Feminismus zu den Doors und zurück. Die weitverbreitete Trennung von Hoch- und Popkultur interessiert sich nicht im geringsten. Sie hat auf Kategorien verzichtet, alles gleich und zugleich behandelt, genau hingesehen einzig entscheidend ist der Qualitätsanspruch.

Jonathan Cott – The complete Rolling Stone Interview

Neben dem Read-a-thon hat zeitgleich in München ein dreitägiges Symposium zur Aktualität Susan Sontags stattgefunden. Im Rahmen dessen besuchte ich eine Forumsdiskussion zum Thema „Ethik des Sehens“, an der Daniel Schreiber, Carolin Emcke, Juliane Rebentisch und Stefan Hunstein teilnahmen.

Die Diskussion beschäftigte sich mit der Frage was zeigen wir? Wie zeigen wir Bilder? Mit der Ästhetik in der Ethik oder dem Fehlen von Ästhetik und Ethik?

Es kamen sehr interessante Fragen auf, ob es möglich ist, die affektive und emotionale Kraft in Bildern zu kanalisieren und zu kontrollieren. Sontag war der Ansicht, das Fotografien immer selektiv und interpretierbar und daher konstruiert sind. Sie hat Partei ergriffen für den Kontext und den narrativen Text, ohne den Bilder nicht verständlich sind. Bilder zeigen immer nur Fetzen von Wirklichkeit. Wer hat die Bedeutungskontrolle über Bilder?

Ihr Essay „Das Leiden anderer betrachten“ birgt Sontags Aufforderung in sich, genau hinzusehen und die Verpflichtung, sich moralisch kundig zu machen. Bilder nicht einfach zu konsumieren, sondern über das Gesehene nachzudenken und vom Nachdenken ins Handeln zu kommen.

Fotografie ist eine Waffe um Interesse zu manifestieren.

Als großer Fan von Sontag und der Electroband „Fischerspooner“ habe ich mich riesig gefreut zu erfahren, das Sontag kurz vor ihrem Tod einen Song für Fischerspooners Album „Odyssee“ geschrieben hat. Mit diesem Video beende ich jetzt erst einmal meinen Sontag-Marathon und widme mich meiner anderen Leseleidenschaft: Murakami. Aber keine Sorge, nur ein Roman, keine Read-a-thons momentan zu befürchten.

Hier noch mal in der Übersicht:

Susan Sontag – The Doors und Dostojewski, Hoffmann & Campe Verlag
Susan Sontag – Wiedergeboren. Tagebücher 1947-1963, Hanser Verlag
Suan Sontag – Ich schreibe, um herauszufinden was ich denke. Tagebücher 1964-1980
Daniel Schreiber – Susan Sontag. Geist und Glamour, Aufbau Verlag

Day 2 – Penguin Book-a-Day Challenge (Last Read)

Featured today my „Last Read“ – even though that is a bit difficult this time, as the last book was sort of a compilation of books as I was reading Susan Sontag’s Biography, her Journals, her Interview with the Rolling Stone in parallel and also went to a symposium about the timeliness of Susan Sontag.

My frentic Sontag Reading Happening will be (for now) concluded with a play we will be seing tonight in Münchner Kammerspiele based on her last book „Regarding the pain of others“.

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Meine Woche

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Gesehen: The Abyss – den hab ich damals geliebt und war sehr gespannt, ob ich den auch heute noch gut finden würde. Und ja – nach wie vor ein guter dieser ganz früher Cameron Sci-Fi.
Die Ausstellung „Ab nach München“ im Stadtmuseum über Künstlerinnen in München um 1900

Gehört: Jede Menge Talks auf der TEDxMünchen und eine Podiums-Diskussion zum Thema „Ethik des Sehens„. Zur Aktualität Susan Sontags. War beides klasse, aber mein Hirn flimmert 😉

Gelesen: Die Literatur-Beilage der Zeit, das ist immer ein absolutes Highlight für mich und ein interessantes Interview mit Donald Sutherland, oh und diese weihnachtliche Geschichte von Damian – die hat mich sehr berührt.

Getan: das letzte Mal (für dieses Jahr) den Situational Leadership Workshop durchgeführt, einen Adventskalender gebastelt, den Internations-Bookclub und das Klaxons Konzert besucht, den frisch-bezogenen Poäng in der Lese-Ecke bewundert und heute endlich auch mal ausprobiert.

Gegessen: viel zu viel von diesem unglaublich leckeren Artischocken-Brotaufstrich

Getrunken: ChariTea – auf der TED Konferenz entdeckt – lecker ! Und einen leckeren „Huck vom Bach“ aus Südtirol

Gefreut: über meinen tollen Stern

Geärgert: eigentlich gar nicht. Höchstens das es schon wieder Sonntag nachmittag ist. Wochenende könnte noch mal beginnen.

Gelacht: über einen Elch im Flur

Geplant: einen ruhigen Advent zu haben – aber das klappt eh nicht. Kenn mich ja.

Gewünscht: diesen Kronleuchter, diese Ikea-Lampe, diese Kamera und diese Strickjacke (mir wurscht ob die eigentlich für Jungs ist)

Gekauft: Theaterkarten und Geschenke

Gefunden: im Moment ist Bücherkisten-Alarm. Nicht das ich mich beschweren würde 😉 Die Ausbeute diese Woche: Irmgard Keun „Das kunstseidene Mädchen“ und Joseph Roth „Hotel Savoy“

Geklickt: auf diesen beeindruckenden TED Talk „Dance your PhD„- was für eine coole Idee. Hier der Gewinner-Beitrag 2014 und eine geniale Webseite für alle Mathe-Phobiker wie mich.

Gewundert: wie unnötig komplex vieles gemacht ist

(diese Auflistung bei philuko gesehen für toll befunden und übernommen – hoffe, das ist ok).

Meine Woche

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Gesehen: Einen meiner absoluten Lieblingsfilme „Melancholia“ – seit dem check ich immer wieder mal ob der Vollmond wirklich noch normal groß ist oder ….
Und „Das weiße Band“ – der hat meiner Meinung nach zu Recht soviele Preise abgeräumt.

Gehört: Meinen November Mix und Händel’s „Ombra mai fu“ – sooo schön !

Gelesen: einen Artikel über die Arbeitsbedingungen im Amazon Waren-Lager und „Die Rache aus dem Stall“ ein erschreckender Beitrag in der aktuellen Zeit über die Ausbreitung der multiresistenten Keime durch Massentierhaltung

Getan: einen Organizational Design Workshop besucht, an der Isar spazieren gegangen, meinen Bookclub zu Besuch gehabt, die einarmige Wonnie betüdelt

Gegessen: einen riesigen leckeren Salat im „Attentant Griechischer Salat

Getrunken: viel leckeren Pukka-Tee (der erinnert mich immer an das wunderbare Reading Weekend)

Gefreut: über die tolle Streetart an der Isar

Geärgert: über die lange Wartezeit am Zebra bis wir unseren Platz bekommen haben im Salat Restaurant

Gelacht: über ein „silly cats“ Video, kann es aber nicht mehr finden. Katzen können genauso bekloppt sein wie Menschen 😉

Geplant: das Susan Sontag Symposium Ende November besuchen

Gewünscht: diese Bettwäsche, diesen Duschvorhang, diese Vase und diese Jacke

Gekauft: Tee

Gefunden: wieder über eine Bücher-Verschenk-Kiste gestolpert und dieses Mal Emile Zola „Nana“ und Umberto Eco „Wie man mit einem Lachs verreist“ erbeutet 🙂

Geklickt: auf dieses Interview von Patti Smith mit David Lynch und ein Interview mit Fritz J. Raddatz

Gewundert: wieder einmal: wieviel schneller die Zeit am Wochenende vergeht

(diese Auflistung bei philuko gesehen für toll befunden und übernommen – hoffe, das ist ok).