Meine Woche

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Gesehen: „A Quiet Place“ (2018) von John Krasinksi mit der großartigen Emily Blunt. Sci-Fi Horror um Außerirdische die alles jagen und töten was ein Geräusch macht. Jump-scare vom Feinsten, richtig gut.

Hounds of Love“ (2016) von Ben Young. Australischer Psycho-Thriller um ein junges Mädchen das von einem durchgeknallten Ehepaar entführt und gefoltert wird. Krass.

Gehört: „New Revelations of Being“ – Patti Smith, „Seoul“ – Amiina, „Lucy, Too“ – Now, Now, „Kaiyon“ – Water Fai, „For this we fought the battle of ages“ – Subrosa, „Sleeping through the veil of unconscious“ – Motion Sickness of Time Travel, „The Magic Place“ – Julianna Barwick, „No Dreams“ – Noveller

Gelesen: Türkische Polizei stoppt Frauenmarsch mit Tränengas, dieses Interview mit Meryl Streep & Glenda Jackson, warum die Einschränkung von Privilegien kein Einschnitt in die Freiheit ist, diesen Artikel über Siri Hustvedt, The deadly truth about a world built for men, die wiederentdeckten literarischen Geständnisse von Virginia Woolf und anderen Autorinnen, the female US national soccer team filed a lawsuit against US soccer

Getan: eine liebe Freundin im Krankenhaus besucht, im „Bahnwärter Thiel“ mit Freunden einem tollen DJ Set gelauscht, einen Workshop vorbereitet und Yoga gemacht

Geplant: einen richtig gutes finales Workshop Modul abliefern und Freunde treffen

Gegessen: eine sehr scharfe neapolitanische Pizza in der Soulkitchen und leckeres Karotten-Linsen-Walnuss-Hummus

Getrunken: Rotwein

Gefreut: dass es einer schlimm erkrankten Freundin wieder besser geht und über ein tolles Buchpaket im Briefkasten 🙂

Geklickt: auf dieses Interview von 1975 mit Simone de Beauvoir „Warum ich Feministin bin“,

Gelacht: This is why I have trust issues

Gewünscht: dieses Outfit, dieses Haus, diese Socken

Gestaunt: If the moon were replaced with some of our planets

Gekauft: Opernkarten für Alceste

Gefunden: nix

Gedacht: „Another world is not only possible, she is on her way. On a quiet day, I can hear her breathing“ – Arundhati Roy

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Alceste – Christoph Willibald Gluck

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Wer träumt nicht davon, mal in der Oper in der zweiten Reihe zu sitzen, ohne jede Sichtbehinderung und die Sänger und Sängerinnen nicht nur zu hören sondern tatsächlich auch spielen zu sehen? In München meist unbezahlbar und häufig auch gar nicht zu bekommen die Plätze, selbst wenn das Kleingeld dafür da wäre. Das Nationaltheater Mannheim hat es mir bei „Alceste“ möglich gemacht. Was für ein Unterschied zu meinen sonstigen Plätzen und es hat sich so sehr gelohnt.

Wenn ich eines liebe, dann Barockopern. In der 1776 uraufgeführten Oper „Alceste“ von Christoph Willibald Gluck wetteifern zwei, die die große Liebe gefunden haben darum, wer jetzt für wen sterben darf. König Admète liegt im Sterben und seine liebende Frau ist außer sich vor Trauer. Der Oberpriester kennt einen Ausweg: Wenn sich jemand für den König opfert, kann dieser weiterleben. Alceste beschließt, ihren geliebten Mann durch ihren eigenen Tod zu retten – nur wie soll Admète diesen Verlust überstehen?

7712_sth6_alceste_b_premiere09Foto: Nationaltheater Mannheim

Man erlebt ja des öfteren Liebende, die sich streiten, wer jetzt das Abendessen bezahlen darf, aber würde man tatsächlich für den Partner sterben? Schwierige Frage, diese beiden ringen auf jeden Fall heftigst miteinander, wessen Opferfreudigkeit nun größer ist.

Das Bühnenbild und die Kostüme aus der Zeit der Uraufführung sind phantastisch. Das Bühnenbild stellt einen Innenhof dar, im Hintergrund ein großes Tor. Dahinter erzeugen Videoprojektionen den Eindruck weiterer Gänge und Räumen, nur für Alceste und Admète gibt weder Ausgang noch Ausweg aus ihrer Situation. Das Volk schaut dem Seelenspektakel ihrer Herrscher freundlich interessiert zu und bekommt das melancholisch-düstere Ende serviert, das von Anfang an zu erwarten war.

Die Musik ist gelassen, elegant und melancholisch. Ruben Dubrovsky hat Solisten, Chor und Orchester zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt. Galina Shesterneva hat insbesondere nicht nur stimmlich, sondern auch schauspielerisch überzeugt.  Ein wundervoll düsterer klangprächtiger Abend – ich komme sehr gerne wieder, geniesse die erschwinglichen Ticketpreise, das musikalisch hohe Niveau und im Anschluß gibts dann wieder anspruchsvolle Cocktails im Speicher 7.

Schön ist aber auch, wenn man sich endlich mal ein Programmheft gönnt und es dann, bevor man es überhaupt gelesen hat, mit ’nem Stapel Wäsche in die Maschine stopft – seufz. Ich hätte es durchaus lieber gelesen als es jetzt über Wochen als nervige Mini-Fusseln aus meinen Klamotten zu pflücken.

Meine Woche

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Gesehen: Touch of Evil von Orson Welles – ich liebe Film Noir. Sehr empfehlenswert

Coherence – spannender Thriller über ein astronomisches Phänomen das das Leben von 8 Freunden mehr als durcheinander bringt. Schroedingers Katze und so.

Gehört: ∆AIMON – Mirrors Fade, Cold Cave – The Great Pan is Dead, Crystal Castles – Crimewave

Gelesen: diesen Artikel über die Geister die uns verfolgen  und diesen Artikel über Fahrradkuriere in London

Getan: Freunde besucht, Alceste in Mannheim gesehen, eine tolle Cocktailbar entdeckt, im Bus nicht das Kotztütchen benutzt und die Füße vor schleckenden Hundezungen versteckt 🙂

Gegessen: jede Menge leckeren Spargel

Getrunken: Basil Gin im Speicher 7

Gefreut:  über die tollen Plätze in der Oper

Geärgert: das ich meine Sneakers vergessen hatte

Gelacht: über ein schräges Pony

Geplant: Mein Backlog abzuarbeiten

Gewünscht: diese Lampe und diesen Stuhl

Gekauft: ein Tshirt und Flip Flops

Gefunden: nix

Geklickt: auf diesen Artikel von Ursula Krechtel und auf diese Ausstellungsinfo über Louise Bourgeois im Haus der Kunst

Gewundert: wie seekrank man in einem Bus werden kann

Meine Woche

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Gesehen: The Fall von Tarsem Singh- eine märchenhaft-verrückte, extravagante visuelle Orgie über einen Stuntman der sich im Krankenhaus nach einem Unfall mit einem kleinen Mädchen anfreundet und ihr eine Geschichte über fünf mythische Helden zu erzählen.

The Tenant von Roman Polanski – wunderbar düsterer Psychothriller über einen schüchternen jungen Mann, der eine Wohnung anmietet in der die Vormieterin Selbstmord begangen hat. Empfehlenswert !

Gehört: Gulda plays Bach Englische Suite No. 2 und ansonsten viel Britpop zB Cataonia Mulder and Scully, Pulp Common People und The Verve – The Drugs don’t work

Gelesen: Diesen Artikel über die „most disturbing novels“, diesen Artikel aus der Zeit über die Banalisierung der Kunst, der bietet Diskussionsmaterial und diesen Artikel über Twin Peaks

Getan: Orphan Black Season 1 Marathon durchgeführt, Zug gefahren, Dortmund besucht, erstes Picknick an der Isar, Freunde getroffen und Burger gebastelt

Gegessen: dieses leckere Ostermenü und Burger

Getrunken: Lillet

Gefreut:  über den OITNB Season 3 Trailer 

Geärgert: das ich nie Karten für die Oper in München bekomme 😦

Gelacht: wurde über mich und meine Idee meinem 68 Jahre alten Papa einen H&M Gutschein zu schenken – phhh ich dachte, es wäre mal was anderes

Geplant: die beiden Workshops erfolgreich durchführen und den Bookclub besuchen

Gewünscht: einfach diese gesamte Wohnung – wow, dieses Outfit und diesen faltbaren Wäschekorb

Gekauft: ein Ticket für Alceste in Mannheim

Gefunden: ein Buch von Christa Wolf in einer Verschenk-Kiste

Geklickt: auf dieses Interview mit Marc Andreessen zum Thema Optimismus, auf diesen Artikel  über den Independent Foreign Fiction Prize und auf diese beiden spannenden TED Talks von Jonathan Fields und Carole Dweck

Gewundert: über dieses äußerst seltsame Buch. Da hat doch jemand nicht mehr alle Bälle im Netz