Day 20 Book-a-Day Challenge: Book of Poems

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Today is another piece from the the popular series of „Findings of a paper trash diver“. This wonderful book I found a few years ago in the paper trash behind the house together with a few dozen others really interesting books mainly from the 60s and 70s and all in English.

I’m sure it would have been very interesting to have a chat with the owner of all these books but somehow I had the feeling she/he might have passed away and somebody had thrown out all his books. Sad.

Anyhow, this book is a wonderful treasure box full of popular well-known poems and some more rare findings. It’s fun opening it at random, finding your poem of the day.

This is what I’m going to do right now and post your the random poem for today. Enjoy 🙂

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What is your favorite book of Poems ?

Women – Charles Bukowski

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Bukowski lesen ist ein Kurztrip in die Hölle. Ein paar Seiten reichen und ich war einfach nur dankbar, dass ich es nur mit Bildern in meinem Kopf zu tun haben würde, nicht aber noch mit Gerüchen, die aus dem Buch kommen könnte. What a dirty smelly old man – krass!

Wer Bukowski lesen will, muss bereit sein, sich drauf einzulassen, prophylaktisch sollten alle etwaig vorhandenen Stöcke aus dem Hintern entfernt und jegliche ideologische, feministische oder moralische Weltsicht bis zum Ende der Lektüre sorgsam auf Seite deponiert werden.

„Women“ war meine erste Begegnung mit Bukowski und ganz erholt hab ich mich glaube ich noch nicht von der Erfahrung 😉 Auf Seite 15 etwa habe ich mich erst einmal verpisst und mich nach diesem Dialog seinen Gedichten gewidmet:

„Look“, I said, „I know your tragedy.“
„What?“
„I know your tragedy.“
„What do you mean?“
„Listen,“ I said, „just forget it.“
„I want to know.“
„I don’t want to hurt your feelings.“
„I want to know what the hell you’re talking about.“
„O.K., if you give me another drink I’ll tell you.“
„All right.“ Lydia took my empty glass and gave me half whiskey, half-water. I drank it down again.
„Well?“ she asked.
„Hell, you know.“
„Know what?“
„You’ve got a big pussy.“
„What?“
„It’s not uncommon. You’ve had two children.“

Jaaaa, nicht wirklich ein Absolvent der Wiener Charmeschule. Aber die Gedichte, zu denen ich mich dann vorübergehend geflüchtet habe, sind richtig gut. Auch Briefe wie dieser sind Seiten seiner Persönlichkeit,die zeigen, dass er mehr ist als einfach nur ein sexistischer, notgeiler Typ.

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Fast jeder, der „Women“ liest, macht eine ähnliche Erfahrung. Man ist abgestossen und kann es doch nicht weglegen, es ist wie einem Autounfall zuschauen. Nach der siebten oder achten Kotzorgie habe ich wieder mal gedroht, Chinaski in die Ecke zu treten, um dann, gerade als ich es zum Wurf bereit in der Hand hatte, mit einem weiteren kleinen Goldstückchen belohnt zu werden, das in einer Menge Unrat schwamm. Mehr als einmal habe ich mich gefragt „WTF – warum lese ich das?“ und hab dann weitergeblättert.

Wir haben das Buch im Bookclub gelesen (spannende Diskussion auf jeden Fall) und ein E-Reader machte interessante Statistik-Spielereien möglich. „Vomit“ kam nur schlappe 19 mal vor, gefühlt hat er sich für mich auf jeder Seite übergeben 😉 Dafür „Cunt“ glaube ich 38 mal, auch „mount“  und „dick“ waren recht vorn dabei. Hab leider vergessen, mir genaue Daten zu notieren.

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„I never pump up my vulgarity. I wait for it to arrive on its own terms.“

Bukowski beschönigt nichts. Er bezeichnet sich selbst als „dirty old man“ ich möchte ihm da nicht widersprechen. Ob wir wollen oder nicht, wir schauen ihm einfach fasziniert angeekelt zu, wie er sich nochmal übergibt, die nächste Frau besteigt, sich Vodka-Infusionen legt und nach und nach macht sich das Gefühl breit, Bukowski ist das beschissenste und gleichzeitig stellenweise Beste (Gedichte!) was man lesen kann.

„Love is alright for those who can handle the psychic overload. It’s like trying to carry a full garbage can on your back over a rushing river of piss.“

Für Absätze wie diese hat sich die Lektüre für mich definitv gelohnt. Die Gewalt, die Vergewaltigung, seine Lächerlichkeit haben mich oft ziemlich abgestossen. Wenn man weiß, woher er kommt, die tiefen Verletzungen erkennt, die er in der Kindheit erlitten hat, wird einem vieles klarer „Love is a Dog from Hell“.

Ist kein Freifahrtschein, aber ich habe einiges besser verstanden.

Das Buch erschien auf deutsch unter dem Titel „Das Liebesleben der Hyäne“ bei dtv.

Day 24 – Christmas is here :)

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Merry Christmas everyone 🙂 Enjoy the festivities with friends and relatives and hopefully you have plenty of books under the tree. Thanks to all of you Bingereader had a great first year. Wishing you all a wonderful 2015 and the first presie of the day is a wonderful poem by Emily Dickinson about something that we all seem to love unequivocally.

A Book

There is no frigate like a book
To take us lands away,
Nor any coursers like a page
Of prancing poetry.
This traverse may the poorest take
Without oppress of toll;
How frugal is the chariot
That bears a human soul!

Day 12 + 13 Penguin Book-a-Day-Challenge (Book of Poems and Stocking Filler)

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My delayed flight home from Hamburg hindered me to send yesterday’s posting on time there two days in one today. The book of poems I chose is the one by Emily Dickinson who’s poetry I adore. She was an American Poet from Massachusetts who lived a very introverted and isolated life. She was born in 1830 to a well placed family and went to study at Amherst for a couple of years before returning home to live with her family

People saw her as quite eccentric and later in life rarely left her room. Only a handful of her nearly 1800 poems were published during her lifetime. Her younger sister Lavinia discovered the poems after her death and had the first volume published four years later.

Emily Dickinson is considered today one of the most important American poets.

Here is one of my favourites:

Heart, we will forget him!
You and I, tonight!
You may forget the warmth he gave,
I will forget the light.

When you have done, pray tell me
That I my thoughts may dim;
Haste! lest while you’re lagging.
I may remember him!

And here the picture for Day 13 the Stocking Fillers I bought mostly for myself and for the kids of a good friend of mine:

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I doubt that I will ever master the art of entering a bookshop without going out with a less than 5kg package. I really am hopeless and will join the Bookaholics anonymus as soon as I can find one.

Ein Stern ist aufgegangen

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Bingereader war ausgesprochen artig dieses Jahr und hat sich und der Leseecke deshalb selbst zu Weihnachten diesen prachtvollen, wunderbaren, einzigartig schönen und wundervoll kalligrafierten Stern geschenkt. Da kamen vor kurzem einfach zwei Sachen zusammen. Bei Birgit von Sätze & Schätze eines der schönsten und passendsten Gedichte überhaupt entdeckt, sich umgehend einen Rilke-Gedichtband zugelegt und dann bei Queen Sandra of Kalligrafie  „Art of Confusion“ diese tollen Sterne entdeckt.

Also zack Text rübergebeamt und Sandra die Feder spitzen lassen und schon ein paar Tage später halte ich das Prachtstück in den Händen und gleich installiert.

Hammer unglaublich schön, oder ? Meine Leseecke war vorher schon muggelig – aber jetzt, jetzt will ich hier gar nicht mehr raus.

Das Gedicht hat nicht ganz auf den Stern gepasst und es ist auf dem Foto auch etwas schwierig zu lesen, daher hier noch einmal das gute Rilke Stück in ganzer Länge.

Geduld

Und ich möchte dich,
so gut ich kann bitten,
Geduld zu haben gegen alles Ungelöste
in deinem Herzen,
und zu verstehen.
Die Fragen selbst liebzuhaben
wie verschlossene Stuben
und wie Bücher, die in einer fremden Sprache
geschrieben sind.
Forsche jetzt nicht nach Antworten,
die dir nicht gegeben werden können,
weil du sie nicht leben könntest.
Und es handelt sich darum,
alles zu leben.
Vielleicht lebst du dann
allmählich – ohne es zu merken –
eines fernen Tages in die Antwort hinein.
(Rainer Maria Rilke)

Florine Stettheimer

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Bin letztes Wochenende ganz zufällig in eine Ausstellung mit Bildern von Florine Stettheimer geraten. Die Künstlerin war mir bis dahin gänzlich unbekannt. Sie ist sowas wie die Erfinderin von Popart goes Wimmelbilder und mir haben die Bilder richtig gut gefallen. Bin ich auch sonst mehr eine Anhängerin der Neuen Sachlichkeit und ähnlichem. Stettheimer, eine Zeitgenössin und Freundin Marcel Duchamp’s hat spannende Bilder gemacht, es gibt viel zu entdecken und was mich neben ihren Bildern noch sehr begeistert hat, waren einige ihrer Gedichte die neben ihren Bildern die Wände schmücken.

Florine Stettheimer ist eine zu Unrecht viel zu unbekannte Künstlerin in Deutschland. Sie hat lange in Europa gelebt, auch in Deutschland ist weit gereist und hat ein überaus spannendes Leben gelebt. Ihre Bilder hat sie fast nie einfach in kühlen Galerien ausgestellt, ihre Ausstellungen waren Inszenierungen mit Kostümen, Möbeln und jeder Menge Ambiente. Verkauft hat Stettheimer nie ein Bild.

Es war eigentlich ihr Wille, dass ihre Bilder nach Ihrem Tod zerstört werden, glücklicherweise für die Nachwelt ein Wunsch den ihr ihre Schwester Ettie nicht erfüllte.

Die Ausstellung im Lenbach-Haus kann ich nur empfehlen und hier zwei der Gedichte die mir besonders gut gefallen haben:

(OCCASIONALLY)

Occassionally
A human being
Saw my light
Rushed in
Got singed
Got scared
Rushed out
Called fire
Or it happened
That he tried
To subdue it
He tried to extinguish it
Never did a friend
Enjoy it
The way it was
So I learned to
Turn it low
Turn it out
When I met a stranger –
Out of courtesy
I turn on a soft
Pink light
Wihich is found modest
Even charming
It is a protection
Against wear
And tears
And when
I am rid of
The Always-to-be-Stranger
I turn on my light
And become myself

THE UNLOVED PAINTING

I was pure white
You made a painted show-thing of me
You called me the real-thing
Your creation
No setting was too good for me
Silver – even gold
I needed gorgeous surroundings
You then sold me to another man

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