Juli Lektüre

Gelesen habe ich:

  • Die Postkarte – Anne Berest
  • Gestapelte Frauen – Patrícia Melo
  • Flesh and Bone and Water – Luiza Sauma
  • Das Fest – Margaret Kennedy
  • Das dreißigste Jahr – Ingeborg Bachmann
  • Lázár – Nelio Biedermann
  • Vivian Maier: Street Photographer

Der Juli war literarisch ziemlich abwechslungsreich und gleichzeitig bin ich erstaunlich oft bei Büchern über Herkunft, Erinnerung, Familie und die Frage gelandet, wie sehr die Vergangenheit unser heutiges Leben bestimmt.

Mit Anne Berests Die Postkarte war eine große Familiengeschichte dabei, die von einer anonymen Postkarte ausgehend die Geschichte einer jüdischen Familie und ihrer Ermordung im Holocaust rekonstruiert. Ein Buch über Erinnerung, Identität und darüber, was Familien über Generationen hinweg mit sich tragen.

Gleich zwei Bücher führten mich im Rahmen meiner Read around the world-Reihe nach Brasilien. Patrícia Melos Gestapelte Frauen beschäftigt sich mit Femiziden und Gewalt gegen Frauen und verbindet dabei einen sehr politischen Roman mit einer fast mythischen Ebene. Luiza Saumas Flesh and Bone and Water erzählt dagegen viel leiser von Herkunft, Klasse, Schuld, Liebe und den Geschichten, die wir uns über unsere eigene Vergangenheit erzählen. Zwischendurch hat der Roman für mich etwas an Tempo verloren, aber spätestens gegen Ende hatte er mich wieder völlig.

Bei Margaret Kennedys Das Fest war das Bookclub Buch Juli und in einem Hotel an der Küste Cornwalls.

Mit Ingeborg Bachmanns Das dreißigste Jahr ging außerdem mein kleiner Bachmann-Schwerpunkt aus dem Juni weiter. Die Erzählungen haben mir beim Lesen wirklich sehr gut gefallen und gleichzeitig musste ich einige Wochen später feststellen, dass erschreckend wenig davon in meinem Kopf geblieben war. Auch ein interessantes Leseerlebnis.

Deutlich einfacher war mein Urteil bei Nelio Biedermanns Lázár: Die große ungarische Familiengeschichte hätte eigentlich ziemlich genau in mein Beuteschema passen müssen. Ob es tatsächlich passende Beute war? Schaut rein und findet es raus 😉

Und mein Vorhaben, jeden Monat einen Bildband anzuschauen, habe ich ebenfalls fortgesetzt. Nach Willy Ronis im Juni war im Juli Vivian Maier an der Reihe, eine Fotografin mit einem wunderbaren Blick für Menschen, kleine Gesten und die merkwürdigen, flüchtigen Momente des Alltags auf der Straße.

Mehr zu den Büchern und natürlich auch dazu, was ich davon wirklich empfehlen würde, gibt es wie immer in meinem Video zum Lesemonat Juli.

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