Reading Weekend Zillertal

We did it again. Bookclub on Tour für 3 Tage dieses Mal und wieder in der wundervollen Hütte im Zillertal.  Es wurde im Pyjama vorgelesen, Yoga gemacht, viel und lecker gegessen und getrunken, Bibliotherapie gemacht, spannenden Diskussionen geführt, zu den Wasserfällen gewandert und wir haben Henry James‘ „The Turn of the Screw“ diskutiert.

Wir waren dieses Mal 10 Bücherwürmer aus 6 Ländern (eine flog wieder aus Amsterdam ein) verteilt im ganzen Haus. Ob Schlittenzimmer, Stube, Kastenbetten – es gab unzählige kuschelige Ecken, in denen man sich wunderbar mit Buch einkuscheln konnte. Die riesige Wohnküche mit Holzofen und Eckbank war aber das eigentliche Herz- und Nervenzentrum des Wochenendes.

 

Tausend Dank auch hier nochmal an die weltbesten Münchner Küchenexperiemente, die uns sehr lecker die ganze Zeit über kulinarisch verwöhnte.

Es war ein unglaublich schönes, entspannendes verlängertes Wochenende, bei dem wir viel über Bücher diskutiert haben, uns in der Küche beim Knacken des Holzofens Gruselgeschichten vorgelesen haben, Karten gespielt, viel zu viel gegessen und getrunken und nachts dann unter schweren Federbetten literarische Träume geträumt haben.

Ich denke wir werden auch nächstes Jahr wieder ein Reading Retreat machen, vielleicht mal in einer anderen Location, wobei diese schon wirklich sehr schön ist.

Nur sollte man keine Religions/Jesus-Phobien haben, denn mindestens eins hängt in jedem Zimmer, und einige hat das natürlich dazu gebracht, ganz besonders brav zu sein 😉

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Überlege noch immer mal ein deutschsprachiges durchzuführen – vielleicht mit einer spannenden Autor*in als Gast. Hättet Ihr Interesse an einem solchen Wochenende teilzunehmen?

Happy Reading 🙂

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Book-a-Day Challenge – Day 14

This is another book no bookworm should miss. It’s the perfect one to cuddle up with on the sofa, forget the world around you and immerse yourself into the world of books, poets, writers and literature.

Alberto Manguel who is a well known essayist moves from his first time he discovered books to the history of books and reading that goes back some 6000 years. He talks about reading as seduction, as an act of rebellion, the obsessed readers, the occasional readers and he traces the history back to the the first clay tabletts, to paper scrolls and to what was the latest in the 1990s when this book came out – the CD Rom.

This is a rich and wonderful book. A treasure chest of knowledge, reading, stories and really wonderful illustration – what a journey. It is incredibly engaging with lot’s of interesting explorations and knowledige bits about the history of the book and literature in general. It certainly makes you think about how you became a reader. Can you remember the first time somebody read to you or the first time you started reading yourself? What was your first book?

My grandfather read to me from a book every night called „365 Good night stories“ and I can still remember my frustrated begging for just ONE more story please please with sugar on top. I usually managed to get more than one story out of him at night but rarely more than 2 or 3. That was it! I had to learn mastering the little magical symbols so I could conquer the world of stories myself.

I was so proud, when I slowly and painstakingly mastered the most wonderful skills in the world when I was around 5. From that day one no paper with anything writte on it was safe from me. I devoured not just books, put anything written. Advertising flyers, billboards, closing credits on TV and of course books.

There was nothing I wanted and needed more. All the neighbors in our apartment block searched their flats for forgotten children books (most of them had grown-up kids already) and I also remember that first day I was introduced and registered at the local library in my hometown. This is a whole other story about this tiny little library that I completely fell in love with…

Ooops, I’ve gone astray, back to „A History of Reading“. Manguel shows us what happens when we read, how books form us, and how reading teaches us to live. It is a wonderful recap of why people read and will always read. It is a combination of personal stories, historical references and fitting illustrations that make the book not just informative but very enjoyable.

This is a must read and the perfect present for all you bibliophiles out there or the ones in your life. Combine this with Ella Berthoud’s book on Bibliotherapy.

So – what was your first book? Can you remember?

Literaturwochenende im Zillertal

Lange habe ich nach dem perfekten Ort für ein Literaturwochenende gesucht und vor knapp einem Jahr wurde ich endlich fündig. Die perfekte Hütte im Zillertal in der man mit einer Gruppe Buchfanatiker ein ganzes Wochenende im Pyjama lesend mit Scrabble, gutem Essen und Trinken, Bibliotherapie, spannenden Diskussionen und Unmengen an Büchern verbringen kann.

Ich möchte solche Wochenenden ab dem nächsten Jahr 1-2 x jährlich stattfinden lassen, das erste Wochenende hatte ich aber meinem Bookclub versprochen. 8 Bücherwürmer aus 6 Ländern (eine flog sogar extra aus Amsterdam ein) verteilten sich in im ganzen Haus. Ob Schlittenzimmer, Stube, Kastenbetten – es gab unzählige kuschelige Ecken, in denen man sich wunderbar mit Buch einkuscheln konnte. Die riesige Wohnküche mit Holzofen und Eckbank war aber das eigentliche Herz- und Nervenzentrum des Wochenendes.

Tausend Dank auch hier nochmal an die weltbesten Münchner Küchenexperiemente, die uns sehr lecker das ganze Wochenende kulinarisch verwöhnte. Womit wir so wunderbar bekocht wurden, findet ihr auf den Münchner Küchenexperimenten. Ob es jetzt eher ein Reading oder ein Eating Weekend war, läßt sich nicht mehr ganz auseinander klabüstern.

Es war ein unglaublich schönes, entspannendes Wochenende, bei dem wir viel über Bücher diskutiert haben, uns in der Küche beim Knacken des Holzofens Gruselgeschichten vorgelesen haben, Scrabble gespielt, viel zu viel gegessen und getrunken und nachts dann unter schweren Federbetten literarische Träume geträumt haben.

Ich werde voraussichtlich nächstes Jahr zwei Wochenenden organisieren. Ein deutsch- und ein englischsprachiges wieder in dieser wunderbaren Location. Voraussichtlich mit spannendem AutorIn beim abendlichen literarischen Dinner.

Nur sollte man keine Religions/Jesus-Phobien haben, denn mindestens eins hängt in jedem Zimmer, und einige hat das natürlich dazu gebracht, ganz besonders brav zu sein 😉

SURK9064

 

Bei Interesse gebt Bescheid, beim letzten Mal waren die Plätze echt ruckzuck ausgebucht und ansonsten wie immer: Happy Reading 🙂

 

 

Lesen als Medizin – Andrea Gerk

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Lesen ohne Risiko und Nebenwirkungen ist nur was für Anfänger, im Zweifelsfall jedoch ist Beistand, Beratung und Betreuung durch Bibliotherapeuten eures Vertrauens niemals weit, das lernt man mal minimum bei der Lektüre von Andrea Gerks „Lesen als Medizin“. Diese buchgewordene Liebeserklärung an das Lesen, die Literatur, die Bücherfresser, die Buchhändler, Autoren, die Bibliophilen und Bibliomanen und sonstigen Buchfanatiker, müsste es auf Rezept geben.

Wunderschön gestaltet, anregend und spannend zu lesen – ich habe das Bett einfach gar nicht mehr verlassen, als ich es kürzlich an einem Wochenende am Wickel hatte. Nicht nur die handgeschriebenen Listen bekannter Autoren mit ihren Lebens- und Lieblingsbüchern füllen den eigenen Bücherwunschzettel, überall in den Texten finden sich neue Literaturanregungen und wer nach dieser Lektüre nicht schnurstracks zum Buchhändler rennt, weil er dringend mindestens eines seiner Neuentdeckungen braucht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Das Buch gliedert sich in drei größere Abschnitte. Im ersten geht es um Krise, Krankheit, Krieg – Lesen hilft! Es geht weiter mit Gehirn, Geist, Gesundheit – Lesen belebt und endet dann mit Kriminellen, Klosterschwestern, Künstlern – Lesen befreit. Besonders spannend fand ich den Teil zur Bibliotherapie, da ich das Glück hatte, die im Buch erwähnte Bibliotherapeutin Ella Berthoud gleich zweimal bei Reading Weekends in England zu treffen und mit ihr jeweils eine Bibliotherapie-Stunde zu machen. Das war phantastisch, spannend und so dermaßen stimulierend, ich kann eine Bibliotherapie bei der School of Life in London nur empfehlen.

„Richtiges Lesen rettet vor allem, einschließlich vor einem selbst“ (Daniel Pennac)

Schon im 1. Weltkrieg erkannte man die heilende Wirkung von Literatur und Verwundete wurden in Großbritannien und den USA mit Büchern und Zeitungen versorgt. In Großbritannien ist es tatsächlich momentan möglich, sich Bücher verschreiben zu lassen gegen Depressionen, nennt sich „Reading Well – Books on Prescription“ und scheint ein durchaus vielversprechender Weg zu sein, die Heilung zu unterstützen.

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Dieses Buch ist ein Must-Read für alle Bingereader da draußen, ich verteile großzügig Rezepte dafür 😉 Freut euch auf die nächste Erkältung, die die passende Entschuldigung liefert, sich mit dem Buch im Bett zu verkriechen und schon nach den ersten paar Kapiteln fühlt man sich ein bisschen besser.

Als Begleitlektüre empfehle ich „The Novel Cure“ (Die Romantherapie) von Ella Berthoud und Susan Elderkin – auf die danach folgenden Bücherkaufrausch-Nebenwirkungen muss man sich allerdings einstellen.

Das Buch ist im Kein und Aber Verlag erschienen.

Day 6 – Penguin Book-a-Day Challenge (Everyone should read)

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So sorry – had to cheat a bit. Just couldn’t make up my mind which book „everyone should read“ so I picked the wonderful „Novel Cure“ by Ella Berthoud and Susan Elderkin which offers a wide selection of phantastic books for about any situation or predicament you might find yourself in. From A like abandonment to Z like zestlesness there is a book-idea on how to cure it in it for you.

I had the pleasure of having a Bibliotherapy session during the two Reading Weekends in England a couple of years ago with Ella and it was absolutely inspiring. Ella is the bibliotherapist of the School of Life in London and I can highly recommend booking a session with her or if you can’t do that buy the book which is not only filled with lots of great book recommendations but it is also very beautiful.

It has been translated into German and is called „Die Romantherapie“ published in Insel Verlag- it would even be worth getting both editions as the book recommendations are varying.