Meine Woche

IMG_3282

Maggie S. instagram.com/tigramgros

Gesehen: “Tom à la ferme“ (Sag nicht, wer Du bist!) dunkles Psycho-Kammerspiel vom franko-kanadischen Regie-Wunderkind Xavier Nolan, beklemmend, düster, seltsam und durch die wunderbare Evelyne Brochu nochmal zusätzlich sehenswert.

Gehört:  Farin Urlaub „iDisco“ (umzingelt von Idioten), Björk „Army of Me„, Dalida „Je suis malade„, Foals „Inhaler„, Console „Her Eyes„, Chelsea Woolfe „Abyss

Gelesen: diese bisher unveröffentlichte Kurzgeschichte von Clarice Lispector, diesen Blog-Artikel über Kunst im Nationalsozialismus,

Getan: das Festival vom vergangenen Wochenende aus den Knochen geschüttelt, Freunde getroffen von nah und fern, die Californische Weed-Card bewundert, Urlaub mit Freunden auf Kreta geplant, nach Berlin gefahren mehr Freunde getroffen, eine Streetart-Fotosafari vom Feinsten gemacht und heute gehts zu Björk 🙂

Gegessen: Paneer Tikka Spiesschen, Tapas in der CordobarBun Tom Heo Nuong im Charlie

Getrunken: Club-Mate

Gefreut: wie verrückt über Bingereaders Erwähnung von Stefan Mesch bei den 50 besten Buch- und Literaturblogs

Geärgert: über arrogante Typen die immer erstmal brüllen, dann nachdenken und dann vielleicht kompromissbereit sind – anstrengend.

Gelacht: I wonder if lazy people go to heaven or if someone comes and picks them up?

Geplant: Björk-Konzert, am Freedom & Responsibility Konzept weiterarbeiten, mit Wonnie Geburtstag feiern

Gewünscht: die Summer School der School of Life in London besuchen zu können, diese Espadilles, diese Trittleiter als Nachtschrank

Gekauft: Geburtstagsgeschenke

Gefunden: eine richtig schöne Metallwerkstatt in Schöneberg, die sah einfach klasse aus in diesem leeren Hinterhof, die Türen standen auf, man konnte reingucken und es erschallte wunderschöne laute klassische Musik – eine Szene wie im Film

IMG_3286

IMG_3285

Geklickt: auf die Man-Booker-Prize-Longlist und diesen Artikel über Accentures Abschied von Performance Reviews,

Meine Woche

IMG_2484

Gesehen: „Django Unchained“ für einen Western war der gut. Tarantino halt. Aber irgendwie war alles ein bisserl altbekannt. Nicht schlecht, muss man aber nicht gesehen haben.

Non-Stop“ Flugzeug-Action-Thriller-Gedöns mit Liam Neeson. Ganz unterhaltsam, aber auch kein unbedingter must-see.

Und dann noch diese Star Trek NGT Folgen „Timescape“ und „Schisms„- ich bin und bleibe ein Trekie 😉

Gehört:  Reese Witherspoon liest das erste Kapitel aus Harper Lee „Go set a Watchmen„, Eagles „Lyin Eyes“ – Eagles hör ich immer bei Gewitter 😉 Hayley Kiyoko „Girls Girls Girls„,

Gelesen: diesen Artikel über Nelly Sachs, diesen Artikel von Joan Didon zu „Self Respect“ und diesen Artikel über Shirley Jackson „The Queen of American Gothic“

Getan: im Meer geschwommen, Nizza besucht, im Garten gelegen und gelesen

Gegessen: Tomatenrisotto mit Petersilie und Pizza Napoli

Getrunken: mein erster Campari – interessant!

Gefreut: über ein wunderbares Überraschungspäckchen das gestern nach der Heimfahrt aus dem Urlaub im Briefkasten war

Geärgert: Stau und nicht funktionierende Autobahngebühr-Automaten und angeblich verursachte Kratzer an Mietwagen – und dann auch noch ein Wespennest auf dem Balkon. Schönen Dank auch. Grrrr.

Gelacht: „Dear Boyfriend. I can make your Girlfriend scream a lot louder than you can. Sincerely, Spiders.

Geplant: Wespen loswerden, erste Arbeitswoche überstehen und dann die Zeit geniessen mit liebem Besuch

Gewünscht: diesen Hoody, diesen Sessel und diese Bettwäsche

Gekauft: ein Tshirt

Gefunden: nix

Geklickt: auf diesen Ted-Talk und diesen Artikel wie wir Entscheidungen treffen

Gewundert: wie schnell 2 Wochen Urlaub rum sind

The Summer Book – Tove Jansson

tove

 

Tove Jansson ist die Autorin der berühmten Mumin-Kinderbücher und „The Summer Book“, ein skandinavischer Klassiker, ist eines ihrer wenigen Bücher, das sie für Erwachsene geschrieben hat. Jansson die zur schwedischsprachigen Minderheit in Finnland gehört und alle ihre Bücher auf schwedisch schrieb, verlor im Jahr 1972 ihre Mutter, zu der sie ein sehr enges Verhältnis hatte. „The Summer Book“ ist ihre Art der Trauerbewältigung, die Geschichte eines Sommers, den eine ältere Künstlerin mit ihrer 6-jährigen Enkelin Sophia und deren Vater  auf einer winzigen Insel im Golf von Finnland verbringt.

Die Insel ist so klein, dass man sie in 4 1/2 Minuten umrundet hat und doch bietet sie dem Großmutter-Enkelin-Gespann eine unglaubliche Fülle an Abenteuern. Die Geschichte basiert auf Tove’s Nichte Sophie und ihrer eigenen Mutter Signe Hammarsten-Jansson, besonders schön, dass die Neuausgabe des Buches Fotos der echten Charaktere beinhaltet.

118

„The Summer Book“ ist ein sehr leises, melancholisches Buch, das sich genauso anfühlt wie die ewig langen Sommer der Kindheit, auch wenn es nur knapp 170 Seiten hat. Ich bin selbst bei meiner Oma aufgewachsen und habe viele Parallelen gefunden, auch wenn meine Oma keine Künstlerin war. Die langen Sommer haben wir ähnlich verbracht. Unsere Insel war eine Mietwohnung mit Balkon, auch in 4 1/2 Minuten zu umrunden und doch voller Abenteuer.

“It’s funny about love‘, Sophia said. ‚The more you love someone, the less he likes you back.‘
‚That’s very true,‘ Grandmother observed. ‚And so what do you do?‘
‚You go on loving,‘ said Sophia threateningly. ‚You love harder and harder.”

Während Sophia mit ihrer Großmutter Skulpturen bastelt, haben wir im Hochsommer, wenn es auf dem Balkon nicht auszuhalten war, im kühlen Schlafzimmer gelegen und ich habe meiner Oma „Serengeti darf nicht sterben“ vorgelesen und anschließend haben wir Löwenbilder gemalt und fiktive Postkarten aus Afrika geschrieben.

“It was a particularly good evening to begin a book.”

Warum scheinen Großmütter immer irgendwie weiser zu sein als alle anderen? Ob Serengeti oder eine Wikingerinsel im finnischen Golf, unsere Großmütter waren tough, liebevoll, aber nicht sentimental. Oma-Enkelin-Gespanne auf Augenhöhe, die ganz klar die jeweils wichtigsten Menschen im Leben der anderen waren.

IMG_2359

Kindheits-Sommer fühlen sich ewig an, sind sie aber nicht. Sie sind trügerisch kurz, wie auch dieses Buch. Kindheit dauert nicht ewig und Großmütter leider auch nicht. Es ist ein großes Glück, bei einer starken, liebevollen Oma aufzuwachsen, die einem hilft zu werden, wer man ist oder sein möchte.

Ich wünsche diesem spröden, blauen, sonnigen Büchlein ganz viele Leser. Es ist ein tolles Leseabenteuer, nicht nur für rebellische Großmütter und deren Enkelinnen – versprochen! Und wenn man fertig ist mit „The Summer Book“ dann lest doch gleich im Anschluß noch ein paar Mumin-Geschichten, am besten spät abends so lange es noch hell ist, auf dem Balkon oder wer hat im Garten oder auf der Insel.

“Wise as she was, she realized that people can postpone their rebellious phases until they’re eighty-five years old, and she decided to keep an eye on herself.”

d6be7bc8176928f1ede403b3e2c4029d

Das Buch ist auf deutsch unter dem Titel „Das Sommerbuch“ im Lübbe Verlag erschienen.

Verzauberter April – Elizabeth von Arnim

FullSizeRender

Als ich diesen Roman vor vielen Jahren in London zum ersten Mal las, war es tatsächlich an einem verregneten April-Wochenende und wie sehr habe ich mir damals gewünscht, in diesem Castello zu sein, im Frühling, in der Wärme, in dieser Blütenpracht und habe mir immer geschworen, sollte ich tatsächlich einmal in diese Gegend reisen, dann lese ich es nochmal.

Et voilà – da sind wir also. „Verzauberter April“ – ein kleines weißes Häuschen in Ligurien, Juli und nicht April, aber ansonsten ist alles einfach genau so schön, wenn nicht noch schöner als im Buch. Und es hat mir auch nach all diesen Jahren noch genauso gut gefallen.

Die Story dieses 1922 erstmalig erschienenen Romans ist einfach perfekt. Vier Frauen, die sich vorher nicht wirklich kennen, teilen sich einen Monat lang ein mittelalterliches Castello an der Italienischen Rivera. Jede der Ladies hat ihren eigenen Grund, ihrem trüben Londoner Leben zu entfliehen und das Castello verzaubert jede von ihnen und sie verwandeln sich, blühen auf durch ihre Reise dorthin.

Es ist nicht nur ein Roman voller Wärme und Charme, er ist auch extrem witzig und scharfsinnig. Die Geschichte ist eine Hymne an die Freundschaft, die Liebe und die verwandelnde Kraft des Reisens. Wie sehr einen Sonnenschein, Schönheit und Glück verändern können. Das Castello ist wirklich ein wenig „verzaubert“ und verzaubert auch alle die, die ein paar Tage darin verbringen.

„Denken Sie daran, wieviel freundlicher wir sein werden, wenn wir zurückkommen“, sagte Mrs. Arbuthnot, um diese bleiche Dame aufzumuntern.

„Jetzt hatte sie all ihr Gutsein abgelegt und in die Ecke geworfen wie einen Haufen durchnäßter Wäsche, und sie fühlte nur Freude.“

„Es war ein großer Irrtum zu glauben, daß eine Frau, eine ausgesprochen gut angezogene Frau, ihre Kleidung abnutzte; vielmehr war es die Kleidung, die eine Frau abnutzte – indem sie sie zu jeder tages- und Nachtzeit hierhin und dorthin schleppte.“
Ich fand die Entwicklung und Veränderung der vier so unterschiedlichen Frauen sehr spannend und die Geschichte hat für mich durch die Anreise der Ehemänner etwas an Charme verloren. Das sich zwei so derart zerrüttete Ehen durch ein paar Tage Aufenthalt im Märchenschloss gleich wieder hundertprozentig reparieren lassen, fand ich dann doch ein wenig übertrieben.

173

„Loses Gerede über Ehemänner war in Mrs. Fishers Kreis nicht gerade ermutigt worden. In den Achtzehnachzigern, als sie ihre Hauptblütezeit hatte, wurden Ehemänner ernst genommen als die einzig wahren Hindernisse für die Sünde.“

„Sie hatte kein Vergnügen daran, andere Frauen auszustechen; sie wollte deren lästige Männer nicht. Was konnte man mit Männern anfangen, wenn man sie erobert hatte? Alle sprachen über nichts anderes als Liebeskram, und wie läppisch und langweilig das nach einer Weile wurde. Es war so, als kriegte ein gesunder Mensch mit normalem Appetit nichts als Zuckerzeugs zu essen. Liebe, Liebe …., das Wort schon weckte in ihr den Wunsch, jemanden zu ohrfeigen.“

„Es stimmte, am meisten mochte sie ihn, wenn er nicht anwesend war, aber andererseits mochte sie ganz allgemein diejenigen am meisten, die nicht anwesend waren.“
Eines ist sicher, sollte ich jemals in der Lotterie gewinnen oder eine mir noch unbekannte entfernte Verwandte vererbt mir ein Castello oder das notwendige Kleingeld für ein Castello, ich würde sofort ein solches für ein paar Wochen mieten und all meine Freunde einladen. Ich stelle mir das wundervoll vor.

11707578_10152949220010823_1152229018936190397_n

Die Ladies im Buch sind mir sehr ans Herz gewachsen, die verknöcherte alte Dame Mrs Fisher, die eigentlich nur noch in der Vergangenheit leben will, die wunderschöne It-Lady Caroline, die so sehr den Kanal voll hat, von allen bewundert zu werden und die ständig das Gefühl hat, jeder will sie vereinnahmen, sowie die verklemmte religiöse Rose Arbuthnot, die kaum über 30 schon wie eine alte Jungfer agiert und die exzentrische Mrs Wilkins, die unbeachtete Ehefrau eines erfolgreichen Anwalts. Sie alle blühen auf, verändern sich und ihre Umwelt.

058

Die vier Stimmen – jede für sich unverwechselbar haben mich alle auf unterschiedliche Art und Weise angesprochen. Elizabeth von Arnim hat die Charaktere sehr clever entwickelt und die verschiedenen Schilderungen gekonnt zu einem kohäsiven Ganzen verbunden. Auch wenn man die literarische Absicht hinter den Sätzen spüren konnte, wirkte es doch wunderbar mühelos.

Vier Wochen verbringen sie im Castello und die größten Veränderungen finden im Inneren der Charaktere statt und in der Natur. Sie bleiben die ganze Zeit dort, sie düsen nicht durch die Gegend, um möglichst viel von der Gegend zu sehen, sind keine Touristen, die atemlos jeder Sehenswürdigkeit hinterher hecheln. Das hat mir gefallen, diese Ruhe, die das ausgestrahlt hat und diese Notwendigkeit ,die es gibt, für innere große Entwicklungen und Veränderungen braucht es vielleicht um so mehr äußere Beständigkeit und Ruhe.

Elizabeth von Arnims Sprache ist poetisch, stellenweise regelrecht karg. Das passt sehr gut zu einer Geschichte, die vom Glück trauriger Menschen handelt. Ein Buch, das hoffnungsvoll und warm ist, ohne sentimental zu sein. Ein Buch, das für jeden Italien-Urlaub eingepackt werden sollte.

Hier ein paar Ausschnitte aus der Verfilmung von Mike Newell aus dem Jahr 1992:

Das Mädchen mit den grünen Augen – Edna O’Brien

IMG_2329

Das Buch spielt in den 50er oder 60er Jahren in Irland. OK – aber irgendwie war es schwer für mich zu ertragen, dass Frauen jemals so derart unterwürfig und haselmäusig waren, da habe ich des Öfteren mal tief einatmen müssen. Die Protagonistin Caithleen läuft einem wesentlich älteren Typen (Eugene) hinterher, woher genau die unwahrscheinliche Anziehungskraft kommt erschließt sich mir auch nicht, da er weder gutaussehend noch sonderlich interessant oder witzig ist. Sie fangen eine Art Affäre an (nur ziemlich lange ohne den Sex Part) und, da er von Ehefrau und Kind getrennt lebt, ist das eine recht skandalöse Sache. Ihr Vater bekommt einen anonymen Brief und bugsiert sie aus dem sündhaften Dublin zurück aufs irisch-katholische Land. Er ist der klischeehafte dauerbetrunkene irische Standard-Dad, der sich dann auch überhaupt nicht weiter um sie kümmert, als sie wieder zur Hause ist.

Caithleen haut kurz darauf wieder ab, zieht bei Eugene ein und erlebt ein sehr kurzes Glück mit ihm, bevor dann alles in die Brüche geht. „Scheidung ist schlimmer als Mord“ hatte meine Tante immer gesagt – das würde ich nie vergessen; das und auch nicht die starrende Mißbilligung, die mir von allen Seiten entgegenschlug.“ Das soll alles gar nicht so vernichtend klingen, ich mochte das Buch ganz gern und Caithleen schon irgendwie auch. Sie ist für mich nur von der Art Romanheldin, die ich permanent schütteln möchte und gelegentlich ohne Abenbrot ins Bett schicken.

eoin-street-art-eyes-3

Foto: ufunk.net

„Das Mädchen mit den grünen Augen“ ist der zweite Teil von Edna O’Brien’s „Country Girls Trilogy“ und dreht sich überwiegend um Caitleen, ein Mädel vom Land die mit ihrer besten Freundin Baba nach Dublin zieht. Im zeitlichen Kontext macht der Roman natürlich schon deutlich mehr Sinn und ist nicht einfach nur Vintage Chick-Lit. Zu der Zeit war es sicherlich sehr mutig, über die Beziehung eines jungen katholischen Mädchens zu schreiben, die mit einem verheirateten Mann zusammenzieht. Ein Roman mit vielen Facetten. Es ist sowohl eine „Coming-of-age-Story“ als auch eine Geschichte über Freundschaft, Beziehungen, Liebe, Schuld und Religion. Die Veröffentlichung der Trilogie 1960 hat damals für mächtige Aufregung gesorgt, heute nur noch schwer nachvollziehbar. Die irische Zensur verbot das Buch und der Priester ihrer Heimatgemeinde verbrannte öffentliche Kopien des Buches. Da wurde noch leidenschaftlich gekämpft gegen sexuelle Emanzipation und für den Katholizismus.

Ich habe „Das Mädchen mit den grünen Augen“ gerne gelesen, mir jetzt aber nicht direkt den Edna O’Brien Virus eingefangen. Ich fürchte für diesen Satz wird mich mindestens ein großer Fan jetzt auch ohne Abendbrot ins Bett schicken 😉

Ich werde versuchen, das bei nächster Gelegenheit mit einem Guinness oder einem Jamison wieder gut zu machen.

Fiesta – Ernest Hemingway

IMG_2295

„Fiesta“ war mein Zusatz-Leseprojekt für den Bookclub, in dem wir im Juni „The Paris Wife“ diskutiert haben. „Reading another Hemingway for some extra points“ – da kann man doch nicht nein sagen. Es ist immer spannend, ein Buch nach vielen Jahren wiederzulesen. Ich konnte mich an wenig erinnern, außer das die Handlung zwischen Paris und Pamplona wechselt, viel getrunken wird und es unter anderem um Stierkämpfe geht. Und ich mochte es damals, trotz der Stierkämpfe. Ich war gespannt, wie gut „Fiesta“ ein Wiederlesen bekommen würde.

“I can’t stand it to think my life is going so fast and I’m not really living it.”

“Don’t you ever get the feeling that all your life is going by and you’re not taking advantage of it? Do you realize you’ve lived nearly half the time you have to live already?”

“Nobody ever lives their life all the way up except bullfighters.”

Die Schriftsteller der sogenannten „Lost Generation“ wurden vom ersten Weltkrieg vollkommen überrascht und in jeder Hinsicht durch ihn geprägt. Die Industrialisierung hat den Krieg in eine Menschen-Vernichtungsmaschine bis dahin unbekannten Ausmasses verwandelt, die die Menschheit für immer verändern sollte. In „Fiesta“ treffen wir Mitglieder dieser Lost Generation, die allesamt psychisch und/oder physisch vom Krieg gezeichnet sind.

“It is awfully easy to be hard-boiled about everything in the daytime, but at night it is another thing.”

Im Zentrum der Handlung steht Lady Brett Ashley, eine Bitch vor dem Herrn. Sie ist extravagant, extrovertiert, hat eine Affäre nach der nächsten und liebt doch eigentlich nur Jack, der im Krieg verletzt wurde und daraufhin – was ich erst reichlich spät begriffen habe – impotent ist. Ich glaube nicht, dass Lady Brett absichtlich die Menschen in ihrem Umfeld verletzt, sie ist destruktiv, hat ihre wahre große Liebe im Krieg verloren und unglücklich in den armen Jake Barnes verliebt. Tragik wohin man blickt. Die Leere in ihrem Leben versucht sie mit Alkohol und Sex zu füllen und zerstört sich dabei nicht nur selbst.

“You ought to dream. All our biggest businessmen have been dreamers.”

In den ersten Kapiteln in Paris erscheinen und verschwinden die Charaktere mit einer derartigen Geschwindigkeit, das es mir teilweise etwas schwindelig wurde und ich nie sicher war, ob die jeweilige Person nochmal auftaucht, für den Fortlauf der Geschichte noch bedeutsam wird oder nicht, aber im sonnigen, heißen Pamplona legte sich die Hektik. Dort wird ausgiebig gegessen, getrunken, die Stierkämpfe besucht, gestritten und geliebt.

1773

In Pamplona beginnt Lady Brett nach einer kurzen Affäre mit Robert Cohn, einem amerikanischen Juden,  eine Liason mit Petro Romero, einem jungen Stierkämpfer, und dem Star der Fiesta. Lady Brett hat alle Hände voll zu tun, sowohl ihren Verlobten, als auch ihre große Liebe Jack und den noch immer um sie kämpfenden Robert Cohn im Zaum zu halten. Sie bricht Herzen  im Sekundentakt und ist doch eigentlich nur auf der Suche nach sich selbst.

IMG_2257

Wer aber tatsächlich richtig leidet unter allem ist Jake. Er schmachtet Brett an und kann sie doch nicht besitzen, ist todeseifersüchtig auf Cohn, dafür das er das haben konnte, was ihm versagt bleibt und beginnt doch zu realisieren, dass er selbst ohne Impotenz-Problem auch nur ein weiterer x-beliebiger Liebhaber Bretts sein würde. Der längerfristige Erfolg seiner Beziehung zu Brett ist gerade seine Impotenz, denn alle Männer, die sie in ihr Bett lockt, verlieren daraufhin ihre Männlichkeit, eine der wenigen Sachen, die er nicht mehr verlieren kann.

Ich glaube nicht, dass Hemingway wirklich an die Liebe geglaubt hat und vielleicht wären seine Bücher dann auch weitaus weniger interessant. Ich mag seine Sprache, die Bilder die beim Lesen in meinem Kopf entstehen. Ich glaube ich habe aber auch einfach eine Schwäche für Autoren, die wunderschön über den Regen schreiben können. Und das kann er.

“And you’ll always love me won’t you?
Yes
And the rain won’t make any difference?
No”

N_gh

Das Buch ist auf deutsch unter dem gleichen Titel im Rowohlt Verlag erschienen.

Meine Woche

1709

Gesehen: „Camp X-Ray“ von Peter Sattler. Kristen Stewart spielt eine Soldatin, die sich in einen Guantanamo Gefangenen verliebt. Hmmm, nicht schlecht, aber hat mich nicht vom Hocker gehauen.

Ansonsten Season 3 von Orange is the New Black gebinge-watched 😉 Wow – this show is killing me …

Gehört: „My dreams dictate my reality“ – Soko, Here she comes again – Röyskopp, I get nervous – Lower Dens, Audio Gold – Nathan Fake, Holding – Grouper, Heartbeats – The Knife

Gelesen: Diese Interviews mit Elena Ferrante, Hilary Mantel und Lydia Davis, diesen Artikel über Bibliotherapie und diesen Artikel über Wolfgang Herrndorf

Getan: Siri Hustvedt im Haus der Kunst gelauscht, Hochzeitstag mit Sushi satt gefeiert, einen Workshop durchgeführt, mich heftig gestritten aber am Ende doch noch einen Kompromiss gefunden, in der Sonne Bier getrunken, mich mental ziemlich viel im Knast aufgehalten 😉

Gegessen: Gefüllte Champions und gaaaaaaaaaaaaaanz viel Sushi

Getrunken: Aperol Sprizz und Radler

Gefreut: über die wunderschönen Pfingstrosen

Geärgert: Luft in den Bremsen – grrr

Gelacht: I’m great at multitasking – I fuck up everything at once

Geplant: mein nächstes Tattoo müsste jetzt mal in Angriff genommen werden und mein Französisch bis zum Urlaub aufpolieren

Gewünscht: diese Bettwäsche, diese Jacke und diesen Stuhl

Gekauft: ein Kopfkissen das sich mit Wasser befüllen lässt

Gefunden: viele vermisste Artikel, Notizen etc beim Aufräumen meiner Leseecke

Geklickt: Auf diesen Vortrag von Thomas Sattelberger zum Thema „Zukunft menschlicher gestalten“,  diesen Artikel zur Lage der französischen Intelligentia und diesen TED Talk von Shawn Achor

Gewundert: mit wie wenig Schlaf ich scheinbar auskomme

Breithlá Sona William Butler Yeats

FullSizeRender3

In München feiert man WB Yeats Geburtstag mit strahlendem Sonnenschein und einer leckeren Mass, wobei natürlich Nieselregen und Guinness im Pub irgendwie passender gewesen wäre.

Heute vor 150 Jahren wurde der 1923 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete Dichter in Dublin geboren. Yeats war als junger Mann ein ziemlicher Revolutionär, einer der treibenden Kräfte der irischen Literaturszene und Mitbegründer des Nationaltheaters (Abbey Theatre).

Vor vielen Jahren war ich für einen mehrwöchigen Sprachkurs in Monkstown, einem Vorort von Dublin. In der Bluefeather School of English wurde nicht nur ausgiebigst Sprachunterricht gegeben, sondern wir wurden in irischer Literatur quasi mariniert. Der Sohn des Nobelpreisträgers Seamus Heaney unterrichtete an der Schule und niemals im Leben habe ich mich ausgiebiger mit Poesie beschäftigt, als zu dieser Zeit. Und mit Gin&Tonic, den mir die damals über 90-jährige Mutter des Schuldirektors im Pub ausgegeben hat und dann hat sie „Innisfree“ vorgetragen:

The Lake of Innisfree

I will arise and go no, and go to Innisfree,
And a small cabin build there, of clay and wattles made:
Nine bean-rows will I have there, a hive for the honey-bee,
And live alone in the bee-loud glade.

And I shall have some peace there, for peace comes dropping slow,
Dropping from the veils of the morning to where the cricket sings;
There midnight’s all a glimmer, and noon a purple glow,
And evening full of the linnet’s wings.

I will arise and go now, for always night and day
I hear lake water lapping with low sounds by the shore;
While I stand on the roadway, or on pavements grey,
I hear it in the deep heart’s core.

Hat mich sehr beeindruckt damals, diese alte Dame mit den Blumenkohlhaaren, die Unmengen an G&T vertragen konnte und dann problemlos ellenlange Gedichte vortragen konnte. Neben „Innisfree“ ist mir noch dieses in Erinnerung geblieben:

When You Are Old

When you are old and grey and full of sleep,
And nodding by the fire, take down this book,
And slowly read, and dream of the soft look
Your eyes had once, and of their shadows deep;

How many loved your moments of glad grace,
And loved your beauty with love false or true,
But one man loved the pilgrim soul in you,
And loved the sorrows of your changing face;

And bending down beside the glowing bars,
Murmur, a little sadly, how Love fled
And paced upon the mountains overhead
And hid his face amid a crow of stars.

Breithlá Sona Mr Yeats. Ich hoffe, Sie feiern mit einem Gläschen Whisky vielleicht mit der wunderbaren alten Dame zusammen, die ihre Gedichte so geliebt hat. Und geben Sie ihr einen G&T aus, bloß kein Guinness.

Ist schon viel zu lange her, dass ich in Dublin war, höchste Zeit wieder einmal hinzufahren. Und diesen wunderbaren Gedichtband kann ich nur jedem ans Herz legen, nicht nur eine gelungene Auswahl, er sieht auch richtig klasse aus.

Ich poste hier mal noch eine Aufnahme von Yeats – er hatte eine sehr ungewöhnliche Art seine Gedichte vorzulesen, etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann wirklich klasse:

Die Kunst des Feldspiels – Chad Harbach

IMG_1941

Keiner hatte einen einfachen Sommer in diesem Jahr. Die Charaktere in diesem Buch haben mich total in die Geschichte hineingezogen. Ein paar Tage lang lebte ich auf dem Campus des fiktiven Westish Colleges in Wisconsin. Jeder einzelne der Protagonisten hätte locker ein eigenes Buch füllen können. Der College-Direktor, ein Herman-Melville-Enthusiast, der sein ganzes Leben lang ein heterosexueller Frauenheld war und sich unerwartet in den jungen Owen verliebt, der Angst hat sich zum Trottel zu machen aus Liebe und doch nicht lassen kann von Owen. Seine Tochter Pella, die die High School abgebrochen hat, um einen wesentlich älteren Mann zu heiraten und die nach Westish zurückkommt und versucht ihr Leben da wieder aufzunehmen, wo sie es verlassen hat.

„Ich erinnere mich an gar nichts. Habe ich gelesen?“ Affenlight nickte. „Ich habe Dich gewarnt. Es ist ein gefährlicher Zeitvertreib.“

„Von all den Dingen, die zwei Menschen im Verborgenen miteinander tun konnten, hatte Affenlight eine besondere Vorliebe für das gegenseitige Vorlesen.“

Der ambitionierte Mike Schwartz, der sich den Hintern aufreisst um Erfolg zu haben und seine Herkunft hinter sich zu lassen. Der den kleinen schmächtigen Henry Skrimshander spielen sieht und auf Anhieb erkennt, was für ein wahnsinniges Talent da vor ihm steht, ihn unter seine Fittiche nimmt und zum ganz großen Talent ausbaut. Mike muß im Laufe des Romans aber auch erkennen, dass seine Ambitionen gegebenenfalls größer sind, als sein Talent.

Und schließlich Henry selbst, das Ausnahmetalent unter den Shortstoppern, der durch Mike ein Stipendium am Westish College bekommt und von Mike rigoros trainiert wird. Der schmächtige Mike blüht auf unter der harten, liebevollen Führung von Mike und er bringt das bis dahin eher mittelmässige Westish Baseball Team zu ersten Erfolgen und professionelle Scouts beginnen sich für Henry zu interessieren. Henry ist kurz davor, den phänomenalen Baseballrekord seines großen Idols zu brechen, das ganz große Geld klopft an seine Tür und dann passiert ihm dieser disaströse, schicksalshafte Fehler.

Ein Fehler, der nicht nur seinen Freund Owen schwer verletzt, vielmehr zerstört er Henry’s Selbstbewußtsein komplett und er ist nicht mehr in der Lage, auch nur die einfachsten Würfe zu parieren. Verzweifelt versucht er sein Mojo wiederzubekommen. Henry ist nicht nur einfach eine Sportmaschine, er arbeitet sich den Arsch auf und nicht weil er reich und berühmt werden will, er will einfach der Beste sein in dem was er am liebsten tut. Er ist vollkommen verzweifelt, als er feststellen muss, dass es außerhalb seines Einflussbereiches zu liegen scheint, sein Talent wiederzuerlangen. Er kämpft, er versucht sich durchzubeissen, sich nichts anmerken zu lassen, es zerreisst einem das Herz und man will ihn einfach nur in den Arm nehmen und ihm sagen „Hör einfach auf zu denken und hau den Ball weg“

Ich hatte schon soviel positives über den Roman gehört, konnte mir aber einfach nicht vorstellen, dass ein Buch über Baseball etwas für mich sein könnte und dann bin ich in der Büchergilde über diese wunderbare Ausgabe gestolpert und habe sowohl meine Aversion gegen Sportromane, als auch für Übersetzungen über Bord geworfen und bin so belohnt worden.

Nicht nur die Charaktere bleiben einem lange nach Beendigung des Romans erhalten, auch ihre Namen. Selten habe ich ein Buch gelesen mit schrägeren Namen. Pella und ihr Vater Guert AFFENLIGHT, Henry Skrimshander, Adam Starblind – da kommt einem Mike Schwartz schon fast seltsam dagegen vor.

“Henry war zu klug, um sich diese Freiheit zu wünschen. Das einzig lebenswerte Leben war das unfreie Leben, das Leben, das Schwartzy ihn gelehrt hatte, das Leben, in dem er an seinen einen und einzigen wahren Wunsch gekettet war, den Wunsch, einfach und perfekt zu sein.”

“Sein einziger Wunsch war immer gewesen, dass sich niemals irgendwas änderte. Oder dass sich die Dinge nur zum Guten änderten, dass alles Tag für Tag immer ein bisschen besser wurde, bis in alle Ewigkeit.

Gefallen hat mir auch, dass man Henry’s plötzlichem Talentschwund nicht auf die Schliche kommt. Plötzlich ist sein Mojo weg und keiner weiß warum. Von einer Minute zur anderen wird er unsicher und es gibt zum Glück kein typisch amerikanisches Erweckungserlebnis, das alles erklärt und ihm die Sicherheit wieder zurück gibt, er muß einfach ganz von vorne anfangen und sich seine Sicherheit wieder neu erkämpfen.

Henrys schicksalhafter Fehlwurf setzt eine Reihe von Ereignissen in Gange und am Ende des Sommers ist nichts mehr so wie es war. So sehr die Selbstoptimierer-Mantra „Du kannst alles schaffen wenn Du nur willst“ auch durch das College bläst, doch Sieg und Niederlage liegen bekanntlich verdammt nah beeinander und gerade der Sport zeigt uns, das Wille allein nicht reicht und genau darin liegt eigentlich auch der Reiz.

“Du hast mir einmal gesagt, dass man nicht mit einer Seele geboren wird, sondern dass sie erst gebildet werden muss, durch Versuche und Irrtümer, Lernen und Liebe. Und du hast dich dieser Aufgabe hingebungsvoller gewidmet als die meisten anderen Menschen, der Aufgabe, eine Seele zu bilden – nicht zu deinem eigenen Nutzen, sondern zum Nutzen derer, die dich kannten. Das ist einer der Gründe dafür, dass dein Tod so schwer für uns ist. Es ist schwer zu akzeptieren, dass eine Seele wie deine, die zu bilden ein Leben lang gedauert hat, aufhören kann zu existieren. Es macht uns zornig, rasend vor Wut auf das Universum, dich nicht bei uns zu haben.”

Harbach’s Roman wirkt auf wundervolle Art ein wenig altmodisch. Es ist ein großer Roman um Freundschaft, Toleranz, Hoffnungen. Um’s Zeifeln und Scheitern. Es geht um Liebe und Homosexualität, das Erwachsenwerden und das sich immer wieder neu erschaffen.

„Das Mitgefühl, das Affenlight für ihn empfand, überstieg alles, was er je für eine Romanfigur empfunden hatte. Es war sogar möglich, dass er überhaupt noch nie ein solches Mitgefühl für irgendjemanden empfunden hatte. Niemand war frei von Zweifeln und Schwächen, der arme Henry aber musste sich den seinen öffentlich und zu festen Zeiten stellen, während die eine Hälfte der Menge ängstlich auf ihn zählte und die andere ihm lauthals Pech wünschte. Wie bei einem Theaterschauspieler war sein innerer Kampf für alle offenbar.“

„Sprechen war, wie einen Baseball zu werfen. Es ließ sich nicht vorausplanen. Man mußte einfach loslassen und sehen, was passierte. Man musste mit Worten werfen, ohne zu wissen, ob irgendjemand sie auffangen würde – man musste mit Worten werfen, von denen man wusste, dass niemand sie auffangen würde. Man musste seine Worte dorthin schicken, wo sie einem nicht mehr gehörten. Es fühlte sich besser an, mit einem Ball in der Hand zu sprechen, es fühlte sich besser an, den Ball sprechen zu lassen. Aber die Welt, die Nicht-Baseball-Welt, die Welt der Liebe, der Sexualität, der Arbeit und der Freunde, war aus Worten gemacht.“

Lest dieses Buch – es wird Euch glücklich machen und vielleicht werdet ihr wie ich zum ersten Mal im Leben ernsthaft darüber nachdenken, Moby Dick zu lesen.

baseball_boy_boy_graffiti_street_art_barcelona_spain_travel_photography_nicola_joanne_carter

Hier noch ein sehr interessantes, aber recht langes Interview mit Chad Harbach, das auf dem Sydney’s Writer Festival geführt wurde. Und hier noch eine Rezension zum Buch von Frau Buzzaldrins 🙂

Das Buch erschien im DuMont Verlag erschienen.

Meine Woche

2066 Gesehen: „The Haunting“ die brilliante Verfilmung von Shirley Jackson’s „The Haunting of Hill House“ – unbedingt ansehen!

Die Ehe der Maria Braun“ von Fassbinder. Muss man mal gesehen haben, große Kunst, aber puh fand ich Frau Braun nervig.

The Second Best Exotic Marigold Hotel“ mit den wunderbaren Damen Dench und Smith. Leichte Unterhaltung die fast garantiert anschleßend im indischen Lieblings-Lokal endet 😉

Gehört: „Für mich, solls rote Rosen regnen – Hildegard Knef (mein Geburtstagslied), „Zebra“ – Beach House, „Says“ – Nils Frahm

Gelesen: diesen Artikel über Margaret Atwood und ihr Buch für die „Library of the Future“, diesen Artikel über die abgefahrensten Fragen an die New York Library und einen Artikel über Rainer Werner Fassbinder

Getan: unseren armenischen Beer Bash in der Firma besucht, in den Geburtstag reingefeiert, gestern den ganzen Tag leider mit Magenkrämpfen auf dem Sofa verbracht, aber getröstet von vielen lieben Anrufen und Geburtstagsgrüßen

Gegessen: diese wunderbaren Mini-Quiches, die noch entschieden besser schmecken, wenn man sie auf dem passenden Geschirr serviert 😉

Getrunken: ein Gläschen Ledaig und Glentauchers – in den passenden schicken Whisky-Gläsern – tolles Geschenk 🙂

Gefreut: dass ich so wunderbare Freunde habe und dazu noch eine großartige Familie Geärgert: der Magen-Darm-Krempel darf jetzt gerne wieder abdüsen

Gelacht: My train of thought derailed. There were no survivors.

Geplant: nix – let’s plan less

Gewünscht: diese Woche Geschenkt bekommen. Sooo viel, wow:
Bücher: Haruki Murakami gleich 3 Stück – Wenn der Wind singt / Pinball 1973, Birthday Stories, The Strange Library W. B. Yeats – Selected Poems, Tania Schlie – Wo Frauen ihre Bücher schreibenBücherwelten – Von Menschen und Bibliotheken, George R. R. Martin – A Game of Thrones, David Whitehouse – Mobile Library, T. C. Boyle – The Harder They Come Ein wunderschöner kleiner 50er Jahre Nierentisch, etwa wie dieser,  Ein Abo für die neue englische Literaturzeitschrift „The Happy Reader„, 2 wunderschöne Teller aus dem Literaturhaus, mein Lieblings-Parfum, eine richtig gute Flasche Bordeaux, Büchergutscheine, selbstgemachte Marmelade und einen Gutschein für ein japanisches Abendessen und dieses sehr passende Tshirt

Gekauft: dieses Tshirt

Gefunden: nix

Geklickt: auf diese Vorträge zur TEDWomen 2015, The Lake Radio – immer wieder spannend und schön und auf dieses Interview mit Toni Morrison

Gewundert: wie zutraulich unser Eichhörnchen Willy mittlerweile ist