Happy Halloween

Halloween ist eines meiner liebsten Ausreden für durchgeknallte Deko, gruselige Filme und Bücher, zu viele Süßigkeiten und obskure Verkleidungungen.

Dieses Jahr musste der Bookclub daran glauben, den ich zu einer Halloween-Party light verdonnert habe, inklusive eines waschechten Scream-Auftritts.

Die Halloween-Lektüre dieses Jahr begann für mich mit einem Buch, auf das ich schon während der Leipziger Buchmesse aufmerksam wurde. Wenn bei Diogenes Phantasy/Horror erscheint, horche ich besonders auf und habe mich vertrauensvoll mit Stefan Bachmann auf einen Trip in ein düsteres Pariser Schloß begeben.

Die Geschichte war spannend und stellenweise schon ein wenig gruselig. Die Geschichte wird auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Die erste erzählt die Geschichte von Aurélie, die im Jahr 1780 in einem Schloß aufwächst. Ihr Vater baut einen Palast unter seinem Palast, den er „Palast der Schmetterlinge“ nennt und in dem sich ein gefährliches Geheimnis verbirgt.

In der zweiten Zeitebene geht es um Anouk in der heutigen Zeit. Anouk wurde von einer geheimnisvollen, elitären Gruppe eingeladen, an einer Expedition teilzunehmen, um eben diesen Palast unter dem Palast aus der Zeit der französischen Revolution auszugraben. Ihr kommt diese Einladung ganz recht, da es ihr eine willkommene Ausrede liefert, ihre nervige Familie für ein paar Wochen hinter sich zu lassen.

Aber weder Aurélie noch Anouk ahnen, was sich da im Untergrund verbirgt..

Kaum im Palast in Paris angekommen, ist gar nichts so, wie es scheint. Das Ganze ist mehr oder weniger eine Falle, in die Anouk und ihre Begleiter fröhlich hineintappen und wo unbekannte beginnen sie zu jagen.

Die Gruppe besteht aus dem warmherzigen Will, der Plaudertasche Lilly, dem durchgeknallten Jules und der verbitterten unzugänglichen Anouk, die zur Anführerin der Gruppe wird. Sie müssen zusammenhalten und einen kühlen Kopf bewahren in diesem bizarren teuflischen Spiel, das gefährlicher ist, als sie es sich jemals haben Träumen lassen. Etwas Böses wartet auf sie in den Tiefen des Schlosses.

„Es gibt Menschen, die besitzen die besondere Fähigkeit, überall unglücklich zu sein, egal wo, egal mit wem und egal warum“

Im Laufe der Geschichte wird klar, dass die Story von Anouk und Aurélie miteinander verbunden ist, das Buch hat einen ziemlichen Sog entwickelt und ich hatte es in kürzester Zeit durchgelesen.

Die Atmosphäre des Buches hat mir überaus gefallen. Es erinnert manchmal an Gaston Leroux‘ „Phantom der Oper“, die Bilder im Kopf haben perfekt zu den stürmisch-dunklen Herbstabenden gepasst, an denen ich das Buch gelesen habe.

 

 

Falls ich dachte, ETA Hoffmann würde meine Nerven mehr schonen, dann hatte ich mich getäuscht. Der gute ETA gilt ja ein bisschen als der Urvater des deutschen Schauerromans und in „Der Sandmann“ hat er Edgar Allen Poe durchaus Konkurrenz machen können, was das Grusel-Niveau anging.

Die Geschichte beginnt mit einer Reihe von Briefen zwischen Nathanael, seiner Verlobten Clara und deren Bruder Lothar. Nathanael beschreibt darin eine Figur namens Sandmann aus seiner Kindheit, die ihn nachhaltig geängstigt hat. Der Sandmann soll laut Erzählungen nachts zu den Kindern kommen und ihnen die Augen stehlen. Diese Sandmann-Figur verschmilzt in Nathanaels Bewußtsein mit dem Auftauchen eines Mannes namens Coppelius, der im Arbeitszimmer des Vaters mit diesem Alchemie betreibt. Der kleine Nathanael hatte sich versteckt, um endlich rauszufinden was der geheimnisvolle Besucher bei seinem Vater will und Coppelius bedroht Nathanael damit, ihm die Augen rauszuschneiden, als er ihn entdeckt und tötet im Laufe der Nacht den Vater, bevor er verschwindet.

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Jahre später studiert Nathanael an der Universität in einer benachbarten Stadt und trifft dort auf einen Händler namens Coppola, in dem er den teuflischen Sandmann/Coppelius wiederzuerkennen glaubt. Clara und Lothar versuchen, ihn in ihren Briefen zu beruhigen und ihm zu versichern, es handle sich lediglich um eine kindliche Wahnvorstellung, an der nicht wirklich etwas dran ist und sie hoffen, er wird sich beruhigen, wenn er nur wieder für ein paar Tage nach Hause kommt.

Zu Hause angekommen scheint er zeitweise Coppelius/Coppola zu vergessen, dann aber gibt es wieder Perioden, in denen er von nichts anderem spricht und er entzweit sich zunehmend von Lothar und Clara, die seine Geschichte absurd finden.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf, wir treffen auf künstliche Menschen und viel symbolhaftes und der Leser kann sich einfach niemals sicher sein: Sind Coppelius/Coppola ein und dieselbe Person und tatsächlich der Sandmann? Was symbolisieren die Augen im Kontext der Geschichte? Ist Nathanael wahnsinnig und bildet sich alles nur ein, oder …?

„Aber viele hochzuverehrende Herren beruhigten sich nicht dabei; die Geschichte mit dem Automat hatte tief in ihrer Seele Wurzel gefaßt es schlich sich in der Tat abscheuliches Mißtrauen gegen menschliche Figuren ein.“

Ein großartiges Märchen ganz in der Tradition der schwarzen Romantik (für dich ich zugegebenermassen eine sehr große Schwäche habe), das man ähnlich fiebrig liest, wie es geschrieben zu sein scheint. Nathanaels Story ist mir noch eine ganze Weile nachgegangen.

ETA Hoffmann hat sie 1817 geschrieben und sie ist eine seiner bekanntesten Geschichten. Sigmund Freud hat den Sandmann in seinem Essay „Unheimlich“ knapp 100 Jahre später interpretiert, Unmengen an Symbole und Metaphern laden zum fröhlichen Spekulieren ein. „Der Sandmann“ ist mehrfach als Oper verfasst worden und auch in der Popkultur finden sich Referenzen auf die Geschichte, zum Beispiel gibt es in Neil Gaimans Comics „Sandman“ die Figur des Corinthian, der von Morpheus geschaffen wurde und der die Auge seiner Opfer stiehlt.

Ich möchte ETA Hoffmann allen Freunden des düster-schaurigen heftig ans Herz legen, lohnt sich auf jeden Fall.

In „Die Kinetik der Lügen“ geht es um nichts Geringeres als die Entschlüsselung des Frankenstein-Mythos. Hatte die damals 18jährige Mary Shelley (bzw. damals noch Godwin) wirklich eine Art Vision oder Eingebung oder haben die erfolglosen Gebrüder Grimm etwas damit zu tun? Im Jahr 1816 war eine Menge los am Genfer See. Die It-Girls and Boys der englischen Society gaben sich im Jahr ohne Sommer ein Stelldichein in Genf. Der bankrotte Lebemann Lord Byron, der nicht ohne seinen Leibarzt John Polidori reist, trifft dort mit seinem Schriftstellerkollegen Percey Shelley zusammen, der neben seiner Gattin auch noch seine Geliebte Mary (später dann auch mal Gattin) im Schlepptau hat.

Regen und Kälte verhindern gesunde Bergwanderungen und daher vertreiben sie sich die Zeit in einer Villa am See intensiv miteinander, aber auch mit dem Erfinden von Schauergeschichten.

„…auch wenn er fand, Shelley könnte seine Verse zuweilen etwas sorgfältiger setzen, voller Bewunderung. Dieses Gedicht war ein Mosaik aus Poesie & Politik: zarte Bilder wechselten mit harschen Attacken. Politiker: machtgeile Gespenster, Untote. Die Ehe: ein Privatkerker. Beamte: Söldner dre Tyrannei. Gott: ein Lügner. – Eine Legion von Fußnoten war aufgeboten, den Angriff gegen alles zu führen, was sich auf Gott & Gesetz berief… – Der Buchdrucker hatte seinen Namen herausgeschnitten, aus Angst vor den Gerichten.“

200 Jahre später beschäftigt sich ein unterbeschäftigter Dokumentarfilmer am CERN mit der Frage nach dem Ursprung des Frankenstein Manuskripts. Die Zeitebenen geraten ins Taumeln und wirbeln die Lebensläufe der Akteure im heutigen Genf mit denen aus dem Jahr 1816 mächtig durcheinander.

Trunschkes intellektuelle Detektivgeschichte macht Spaß, fordert einen aber auch durchaus. Die liebevolle Buchgestaltung macht das Buch aus dem homunculus Verlag wieder zu einem ganz besonderen Leckerbissen.

Jetzt aber erst mal Schluß mit den Romanen, jetzt lassen wir uns zur Abwechslung mal von Gedichten das Fürchten lehren:

Es ist schwierig, „Die Blumen des Bösen“ zusammenzufassen, nicht nur aufgrund der großen Anzahl an Gedichten in diesem Band, die Vielzahl an Symbolen, Bilder tun ihr übriges. Gleich zu Anfang adressiert Baudelaire das Gedicht „An den Leser“, wo er ein Blendwerk von Sünden, Lastern und monströsen Kreaturen aufzählt, die dem modernen Menschen zu schaffen machen. Das Schlimmste von allem sei allerdings „Ennui“ (Langeweile), die mehr als alles andere den Wunsch des Menschen nach Tugend unterwandert.

In seinen Gedichten zeichnet Baudelaire das Bild vom Poeten als stets mißverstandenem Außenseiter (Segen/Der Albatross/Zigeuner auf der Fahrt), der die Aufgabe hat, aufgrund seiner Sprachgabe tiefer liegende Wahrheiten aufzudecken (Die Leuchttürme). Er will in einem Zustand kompletter Reinheit existieren und ist doch ständig frustriert ob seiner Fehler und Schwäche für Laster. Er sieht sich selbst als Helden, weiß aber, dass das bedeutet, dass er leiden muß.

Baudelaire leidet besonders unter seiner Obsession mit Frauen, insbesondere Frauen, die dunkel, sinnlich, mysteriös und gemein sind („Als ich bei einer Jüdin lag“ / Verdammte Frauen). Sie quälen ihn und füllen ihn gleichzeitig mit Lust und Hass (Lethe / Der Vampir) er ist ihnen verfallen und gelegentlich möchte er ihnen etwas antun (Das Gift) oder erfreut sich daran, sie zum Fürchten zu bringen.

Charles Baudelaire wurde 1821 in Paris geboren und wird als einer der ersten modernen Poeten gesehen. Er machte sich das Alltägliche und die Wechselfälle des Lebens in der Großstadt zu Eigen, er war fasziniert vom Verbotenen, von den dunklen Schattenseiten des Paris im 19. Jahrhundert. Seine spartanischen Bilder und seine durchdringende Ironie brachten die Poesie weg von den Romantikern und entschieden in die Moderne hinein. Er hat sich nicht davor gedrückt sich Themen wie Sex, Tod, Lust und psychologischen Dramen zu widmen. Seine Gedichte sind makaber, aber amüsant und gelegentlich auch abstossend.

 

Der Vampir

Die du wie des Messers kalter Stoss
In mein jammernd Herze bist gefahren,
Die du stark bist wie Dämonenscharen
Und im tollen Rausch erbarmungslos,

Die in meinem Geist schwach und gering
Eingenistet sich und eingebettet,
Schändliche, an die ich festgekettet
Wie der Sträfling an den Eisenring!

Wie der Spieler seiner tollen Sucht,
Wie der Trinkder Begierde Krallen,
Wie der Leichnam ist dem Wurm verfallen,
So verfiel ich dir, o sei verflucht!

Oft rief ich das rasche Schwert herbei,
Dass es mir die Freiheit neu erringe,
Und ich bat das falsche Gift, es bringe
Mir Erlösung aus der Tyrannei.

Doch verächtlich hat das rasche Schwert,
Hat das falsche Gift zu mir gesprochen:
»So hat dich die Sklaverei zerbrochen,
Dass du nimmer der Erhebung wert.

Tor und Schwächling, selbst wenn unsre Kraft
Dir Erlösung von der Schmach gegeben,
Würde deiner Küsse Leidenschaft
Deines Vampirs Leichnam neu beleben

Er konnte nicht wirklich gut von seinem Schreiben leben und musste so alle 6 Monate etwa umziehen, um von seinen Gläubigern nicht erwischt zu werden. Les Fleurs du Mal wurden 1840 veröffentlicht, nachdem er jahrelang an den Gedichten arbeitete.

Die düstere Stimmung der meisten Gedichte passt hervorragend in diese Reihe, ich war also durch die Bank weg begeistert von meiner diesjährigen literarischen Halloween-Ausbeute.

Zur Einstimmung gibt es hier noch meinen extra spooky Soundtrack

und meine Top 10 Horror-Filme, für alle die sich gerne noch eine extra Schicht Gänsehaut möchten:

  1. Only Lovers left alive – Jim Jarmusch (2013)
  2. The Hunger – Tony Scott (1983)
  3. A Girl walks home alone at Night – Ana Lily Amirpour (2014)
  4. Possession – Andrzej Zulawski (1981)
  5. It Follows – David Robert Mitchell (2014)
  6. The Babadook – Jennifer Kent (2014)
  7. Suspiria – Dario Argento
  8. Let the Right one in – Thomas Alfredson (2008)
  9. Der Exorzist – William Friedkin (1973)
  10. The Neon Demon – Nicolas Winding Refn (2016)

Wem das alles noch immer nicht genug ist, der kann sich den Trick or Treat Beitrag vom letzten Jahr durchlesen.

Stay scared 😉

Was sind Eure liebsten Horror-Bücher oder Filme ? Mögt ihr Halloween? Lieblingskostüm? Fragen über Fragen 🙂

 

Stefan Bachmann – Der Palast der Finsternis erschien im Diogenes Verlag (dem ich herzlich für das Rezensions-Exemplar danke)
ETA Hoffmann – Der Sandmann erhältlich im Suhrkamp Verlag
Olaf Trunschke – Die Kinetik der Lügen erschien im Homunculus Verlag
Charles Baudelaire – Die Blumen des Bösen erschien im Diogenes Verlag

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Der Spaziergang – Robert Walser

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Robert Walser ist einer dieser ganz stillen, ewigen Geheimtipps der Literatur. So wenig er sich selbst für Ruhm und Glanz interessiert hat, seine beeinruckende Reihe an bedeutenden Fans reichen von Hermann Hesse, über Franz Kafka zu J. M. Coetzee und Susan Sontag. Walser hat sich intensiv mit der Einsamkeit und den Schwierigkeiten der menschlichen Existenz beschäftigt. Auch nicht wirklich ein Mensch mit Talent zum Glücklichsein, aber die Glücklichen hinterlassen dafür in der Regel selten große Kunst.

Ein Außenseiter im Leben und in der Literatur, der seltsam schöne Sätze schreibt – man muss sich definitiv einlassen auf seine kompromisslose Sicht der Welt, wer es tut, wird mit Einblicken in eine Welt belohnt, die manchmal wirkt, als würde man durch’s Schlüsselloch eine Spielzeugwelt betrachten.

Zum Einstieg in die Welt des Robert Walser scheint mir „Der Spaziergang“ die richtige Wahl zu sein. Langsames Rantasten war für mich das Richtige, Walser zwingt zum Innehalten zum langsamen und tiefen Lesen.

„Da eine äußerst stattliche, reichhaltige Buchhandlung mir angenehm in die Augen fiel und ich Trieb und Lust spürte, ihr einen kurzen und flüchtigen Besuch abzustatten, so zögerte ich nicht, in den Laden mit sichtlich guter Manier einzutreten, wobei ich mir allerdings u bedenken erlaubte, daß ich vielleicht mehr als Inspektor und Bücher-Revisor, als Erkundigungs-Einsammler und feiner Kenner denn als beliebter und gerngesehener reicher Einkäufer und guter Kunde in Frage käme.“

„Mit höflicher, überaus vorsichtiger Stimme und in den begreiflicherweise gewähltesten Ausdrücken erkundigte ich michnach dem Neuesten und Besten auf dem Gebiet der Literatur. „Darf ich“, fragte ich schüchtern, „das Gediegenste und Ernsthafteste und damit selbstverständlich zugleich auch das Meistgelesene und am raschesten Anerkannte und Gekaufte kennen- und augenblicklich schätzenlernen?“ Sie würden mich zu ungewöhlichem Dank in sehr hohem Grad verbinden, wenn sie die weitgehende Gefälligkeit haben und mir das Buch gütig vorlegen wollten, das, wie ja sicher niemand so genau wissen wird wie gerade Sie, die höchste Gunst beim lesenden Publikum sowohl als bei der gefürchteten und daher ohne Zweifel auch umschmeichelnden Kritik gefunden hat und ferner munter findet.“

Realistisches steht in seinen Kurzgeschichten unerschüttert neben seltsamen allegorischen Geschichten, wo Tiere durchaus sprechen können. Ein wenig aus der Zeit gefallen wirkt er in seiner klassischen Sprache und den modernen Elementen seiner Prosa. Melancholisch untersucht er die Welt zwischen Natur und Kultur, ohne wirklich einen Platz für sich zu finden, außerhalb der schützenden Mauern einer Nervenheilanstalt, in die er sich selbst 1929 eingewiesen hatte.

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Er liebte einsame, stundenlange Spaziergänge in der Natur. Am ersten Weihnachtstag 1956 starb er an einem Herzinfakt. „Die Fotografien des toten Spaziergängers im Schnee erinnern fast unheimlich an ein ähnliches Bild des toten Dichters Sebastians im Schnee aus Robert Walsers erstem Roman Geschwister Tanner.“

 

 

Paris – Coup de Chapeau

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Mit dem TGV direkt von München nach Paris – bequemer und perfekter geht es gar nicht. Draußen zischt die Welt vorbei und drinnen bin ich in meiner Lese-Bubble und tauche ein in meinen Bücherkoffer. Ganz bin ich nicht durchgekommen, aber für einen Coup de Chapeau hat es immerhin gereicht.

Begonnen habe ich mit Roland Barthes „Der Eiffelturm“ – ein dünnes wunderschönes Bändchen, das einen perfekt einstimmt auf die Paris-Woche. In seinem Essay betrachtet Barthes liebevoll eines der beliebtesten Symbole der Welt. Er entdeckt den Eiffelturm für uns auf ganz neue Art, macht ihn sicht- und greifbar.

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Es macht Spaß, mit Barthes gemeinsam die Welt zu entdecken, macht mir mit diesem Essay Lust, noch mehr von der Welt durch seine Augen zu entdecken. Er schreibt charmant, bleibt zugänglich bei gleichbleibend hohem Niveau und hat Humor . Ich liebe Barthes‘ Exaktheit in der Betrachtung und seine Ästhetik.

Der Eiffelturm ist so sehr Sinnbild für Paris geworden, dass man sich partout nicht vorstellen kann, wie groß die Ablehnung war, als der Turm anlässlich der Weltausstellung 1887 gebaut wurde. Es gab unzählige Proteste, eine Gruppe Künstler entwarf gar einen Protestbrief der in der Zeitschrift „Le Temps“ veröffentlicht wurde und der die Welt vor der unfranzösischen „tragischen Straßenlaterne“ bewahren sollte:

„Wir, Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Architekten und leidenschaftliche Liebhaber der bis jetzt noch intakten Schönheit von Paris, protestieren hiermit mit all unserer Kraft und aus all unserer Empörung, im Namen des falsch verstandenen französischen Geschmacks, im Namen der Kunst und der bedrohten französischen Geschichte, gegen die Errichtung des nutzlosen und monströsen Eiffelturms im Herzen unserer Hauptstadt, den die Bösartigkeit der Öffentlichkeit – die oft über gesunden Menschenverstand und Gerechtigkeitssinn verfügt –, bereits den ‚Turm zu Babel‘ nennt.“

Das zeigt einem noch einmal deutlich, wie sehr Menschen dazu neigen, alles Neue erst einmal abzulehnen, um es ein paar Jahre später ganz selbstverständlich zu nutzen und noch ein paar Jahre später verzweifelt darum zu kämpfen, wenn sie es bedroht sehen. Daher versuche ich stärker ein UND zu propagieren statt einem ODER. Taxis UND Uber, Hotels UND AirBnB, Bücher UND Kindle, Treppen UND Rolltreppen etc 😉

Es hätte die perfekte Länge gehabt, das Büchlein in der Schlange zum Aufgang des Eiffelturms zu lesen, aber ich bin so gar kein Schlangesteher. Möche gar nicht wissen, was mir im Leben alles schon entgangen ist, weil ich mich einfach nicht anstellen mag. Entweder ich schlupfe irgendwo durch wie bei der Sagrada Familia in Barcelona oder ich bleibe draußen. Schön blöd vielleicht, aber mei nen kleinen Schaden hat jeder. Deswegen fahre ich auch lieber Zug als zu fliegen, wann immer möglich. Das ständige überall dumm rumstehen macht mich kirre.

Wer aber gelegentlich nicht abgeneigt ist, in einer Schlange zu stehen, dieses Büchlein hat die perfekte Anstehlänge und ist sicherlich das beste und anspruchsvollste, womit man sich die Zeit vertreiben kann.

Hat Barthes vielleicht auch einen Essay über das Warten geschrieben ? Falls ja, dann bräuchte ich den wohl.

Eine sehr schöne Besprechung, die mich überhaupt erst  zum Kauf des Buches animierte findet ihr hier:
https://phileablog.wordpress.com/2016/02/21/roland-barthes-theorie-praxis/

Mit Djuna Barnes Biografie bin ich dann ins Paris der 20er Jahre durchgebrannt. Das ist die Zeit, die ich wohl wählen würde, sollte mich eine Zeitreisemaschine mal per Anhalter mitnehmen.

Djuna Barnes (1892 – 1992) war eine bekannte Persönlichkeit der Pariser Left Bank und in lesbischen Kreisen der Zwanziger und Dreißiger Jahre. Fields Autobiografie beschäftigt sich ausführlich mit Barnes Familienleben, ihrer Herkunft und es ist vielleicht auch notwendig, soviel über ihre Wurzeln zu erfahren, um die Schriftstellerin, Journalistin, Dichterin besser verstehen zu können.

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Foto: Rhys Tranter

Heute ist sie hauptsächlich für ihren Roman „Nightwood“ bekannt, den ich ehrlich gesagt nie fertig gelesen habe, da ich damals zumindest partout keinen Zugang zu dem Werk gefunden habe. Bei einem der vielen Umzüge ist mir „Nightwood“ leider abhanden gekommen, es wäre die passende Begleitlektüre gewesen. Trotz meiner Schwierigkeiten mit ihrem Werk (bei ihren Gedichten tue ich mich sichtlich leichter) übt Barnes auch heute noch eine ziemliche Faszination auf mich aus.

Die Biografie ist die faszinierende Dokumentation einer inspirierenden Persönlichkeit, die eine Vorreiterin des modernen Feminismus war in vielerlei Hinsicht. Die Frauen der Left Bank, zu denen auch Djuna Barnes gehörte, glaubten an ihr Recht auf kreative Selbstbestimmung und auf ihr Recht so zu leben, wie sie es für richtig hielten.

Besonders überrascht hat mich, dass Djuna Barnes nie irgendeine Form von formaler Schulbildung genossen hat, sondern komplett autodidaktisch unterwegs war. Ich sags ja, lieber literarische und oder Science-Salons statt universitäre Massenabfertigung 😉

Wer speziell an Djuna Barnes interessiert ist, dem kann ich Andrew Fields‘ Biografie empfehlen, wobei ich ihn stellenweise dröge fand. Zugänglicher und spannender geschrieben fand ich Andrea Weiss‘ Buch „Paris was a Woman„, das ich vor einigen Jahren gelesen habe.

Meine dritte und letzte Paris Lektüre war „Never any End to Paris“ von Enrique Vila-Matas, das Buch mit einem der schönsten Cover überhaupt. Wer in Paris den Buchladen „Shakespeare & Co.“ besucht, kann innerhalb von Minuten sein erstes Kreuzchen auf seiner Bookshop-Bingo-Karte machen, denn länger als vielleicht 5-7 Minuten dauert es nicht, bis der erste nach einer Ausgabe von Hemingways „A moveable Feast“ fragt. Da ich mich nicht auf andere verlassen wollte und das Kärtchen ja unbedingt voll werden muss, habe ich das gleich selbst in die Hand genommen und mir ebenfalls Lemming-mässig mein Exemplar gekauft 😉

Der Protagonist das Alter Ego des Autors gibt sich mit solchen Devotionalien allerdings nicht zufrieden, er steigert sich ziemlich hinein in seinen Glauben, ein absoluter Doppelgänger Hemingways zu sein und reflektiert über die Parallelen seiner und Hemingsways Zeit in Paris als jeweils junger Schriftsteller.

Was für Hemingway Gertrud Stein war, war für Vila-Matas Margarete Dumas. „Never any End to Paris“ ist weniger durchgehender Roman, eher eine Aneinanderreihung von Erinnerungen auf verschiedenen Ebenen. Das Buch hat fast durchgehend gute Kritiken bekommen, mich hat es zwischendrin immer mal wieder verloren und ein Vila-Matas Fan bin ich nicht geworden. Ich bleibe beim Original und freue mich auf das Wiederlesen von „A moveable Feast“.

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Ich könnte direkt schon wieder losfahren, gibt noch soviel zu entdecken in Paris und der Koffer war ja auch noch nicht fertiggelesen 😉

Roland Barthes „Der Eiffelturm“ erschienen im Suhrkamp Verlag
Andrew Field „Djuna Barnes“ erschienen in der Frankfurter Verlagsanstalt
Enrique Vila-Matas „Paris hat kein Ende“ erschienen im Nagel + Kimche Verlag

Der Hals der Giraffe – Judith Schalansky

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Facebook ist schon ein gefährlicher Ort. Da gibt man nichtsahnend zu, ein bestimmtes Buch noch nicht gelesen zu haben und schon gehts los. Schande aufs Haupt, Asche aufs Brot und geht ja nicht und jetzt aber mal zack. Hält ja keiner aus so ein „Bullying“ 😉 ich trabte daher brav zum Regal, lies den SUB SUB sein und nahm mir den „Hals der Giraffe“ von Judith Schalansky vor. Wollte ich ja schon immer mal lesen, aber irgendwie kam bislang immer was dazwischen. Notgedrungen, und wer will sich schon Ärger mit den Facebook-Freunden, so oder so es wurde Zeit and this is how I met Inge:

In einem kleinen Dorf in der ehemaligen DDR lebt Inge Lohmark. Sie ist streng, zynisch und Biologielehrerin und die letzte ihrer Art. Die Schule wird mangels Nachwuchs demnächst geschlossen, sie lehrt jedoch stoisch und unerschrocken ihre biologische Sicht auf die Welt. Schüler sind für sie eine einfach eine weitere Spezies unter den unzähligen, die es auf der Welt gibt. Einige von ihnen haben Potential, die restlichen werden einfach per natürlicher Selektion ausgelöscht. Darüber muss man sich nicht aufregen, das ist einfach so. Gene eben und das Überleben der Fittesten. Darauf bezieht sich auch der Titel des Romans. Je länger der Hals einer Giraffe, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das sie an Blätter am Baum gelangen und somit überleben. Das ist das einzige was zählt für Inge. Überleben. Dafür braucht man keinen Spaß und auch Liebe ist nicht wirklich unbedingt notwendig, benötigt werden gute Gene, der Rest ist Darwinismus.

“Dass der Mensch nicht einmal vor der Wüste haltmachte! Seine Toleranzkurve war wirklich beachtlich. Er konnte beinahe überall überleben. Und muste das geraezu zwanghaft immer wieder unter Beweis stellen. Protzen mit der ökologischen Potenz.“

Für Inge ist der gesamte Überlebenskampf ein Konkurrenzkampf. Ein Merkmal, das man in der früheren DDR nicht so gern hatte, aber selbst im Kommunismus, konnten die Darwinschen Gesetze nicht komplett umgedeutet werden. Der Konkurrenzkampf ist ein Hauptmerkmal für Inge Lohmark, sowohl bei den Schülern, als auch in der gesamten Gesellschaft. Ausgerechnet Inge Lohmark, die diesen Konkurrenzkampf, die notwendige Härte, Autoriät etc personifiziert wird ironischerweise selbst zum Symbol für eine aussterbende Rasse. Die modernen Lehrer, die verständnisvollen, partnerschaftlich agierenden übernehmen das Ruder.

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„Veilchenfußvolk, neueste Aufhübschungsmaßnahme der Beschäftiungstherapierten.“

„Allein die Schulpflicht. Das war ein staatlich organisierter Freiheitsentzug. Ausgeheckt von der Konferenz der Kultusminister. Es ging gar nicht um Wissensvermittlung. Sondern darum, die Kinder an einen geregelten Tagesablauf und die jeweils herrschende Ideologie zu gewöhnen.“

Eigentlich würde man denken Inge Lohmark wäre mir mit ihrem Denken zutiefst zuwider, war aber nicht so. Diese knorrige, kantige ältere Frau ist mir richtig ans Herz gewachsen. Ihr wunderbarer beissender Zynismus, oft richtig komisch, hatte es mir total angetan. Die Beziehung zu ihrer Tochter ist schwierig und sie entwickelt eine etwas seltsame Obsession mit einer ihrer Schülerinnen, die aber magischerweise zu einer ganz zarten Öffnung ihres Herzens führt. Ich fand Inge Lohmarks philosophische Betrachtungen der Welt überaus interessant und das Buch ist auf jeden Fall eine wunderbare Nachhilfestunde in Biologie. Die Sprache ist einfach und karg wie Inge

Schon lange habe ich nicht mehr so viel aus einem Buch herausgeschrieben und unterstrichen. Das wird mit Sicherheit eines der Bücher sein, die ich bei Gelegenheit noch einmal lese. Kennt jemand die anderen Bücher von Judith Schalansky ?

„Sie war der lebende Beweis, dass der Mensch sich nicht durch Vernunft, sondern durch demonstrative Sprachfähigkeit vom Tier unterschied.“

„Ich darf doch Inge sagen?
Erpressung war das. Alles mit Absicht.

Ja, darfst du. Was sollte man schon sagen? Der Wasserkreislauf war mächtig. Missbrauch beim Mittagessen.“

“Allein, dass der Mensch zur Schule gehen musste, sprach für die Unzulänglichkeit seiner Konstruktion. Fast alle anderen Tiere waren mit der Geburt fertig. Fertig fürs Leben. Ihm gewachsen. Nach ein paar Stunden standen sie schon auf eigenen Beinen. Menschen hingegen blieben ihr Leben lang unfertig. Mängelwesen. Kümmerlinge. Physiologische Frühgeburten, die zur Geschlechtsreife gelangten. Von Natur aus unvorbereitet. Erst am Ende fertig mit dem Leben. Man wurde nur so alt, weil man so unendlich viel zu lernen hatte.“

So und jetzt hätte ich im Übrigen bitte gerne die mir versprochene Fleiß-Giraffe. Ich winke fröhlich aus dem sonnigen Paris (an dieser Stelle solltet ihr euch die Bingereaderin sehr Simone de Beauvoir mässig im Cafe de Flore sitzend vorstellen, schreibend und lesend und ganz eventuell ein Gläschen Rotwein schlürfend dabei. Ach ich kündige einfach und werde hauptberuflich Philosophin – juhu!

À bientôt 🙂

Hier eine Lesung aus „Der Hals der Giraffe“ von Judith Schalanksy:

Das Buch selbst ist im Übrigen ein absolutes Gesamtkunstwerk. Leinengebunden mit wunderschönen Tafeln, man mag es permanent streicheln und gar nicht mehr aus der Hand legen. Da versuch mal gegen anzukommen Kindle, ha!

Homo Faber – Max Frisch

Max Frisch

Egal was Walter Faber auch versucht, er schafft es einfach nicht seinen Flug zu verpassen. Er versteckt sich in der Bar, wird ohnmächtig in der Toilette, ignoriert tapfer auch die durchdringensten letzten und allerletzten Boarding-Aufrufe für ihn. Aber es hilft alles nichts. Er glaubt seine Maschine gehört zu haben als sie startet, fühlt sich sicher, da packt ihn die Stewardess an der Schulter und schwupps sitzt er in der Maschine.

Als Ingenieur der UNESCO ist er auf dem Weg nach Mexiko, um Turbinen zu installieren, aber bei der Zwischenlandung hat er aus unerfindlichen Gründen keine Lust mehr weiterzufliegen. Aber nun sitzt er eben doch im Flieger und dieser stürzt über der Wüste von Mexiko tatsächlich ab.

Nein, jemand wie Homo Faber glaubt da nicht an Schicksal oder schlechte Sternkonstellationen. Er ist Techniker und Vernunftsmensch durch und durch. Den Absturz überstehen alle weitestgehend unverletzt und nach ein paar Tagen kann die Reise weitergehen. Er hat im Flieger einen Düsseldorfer getroffen, den Bruder seines früheren besten Freundes, den dieser in Guatemala besuchen will. Kurzerhand begleitet er den Düsseldorfer auf seiner Reise nach Guatemala. Joachim, seinen früheren besten Freund, treffen sie leider nur erhängt auf. Es stellt sich heraus, dass Joachim Fabers frühere Geliebte Hanna geheiratet hat, diese aber zwischenzeitlich geschieden waren.

Faber ist ständig in Bewegung. Nur nicht stillstehen und Stück für Stück verliert er, der doch so fest mit beiden Füßen auf der Erde steht, immer mehr den Halt. Zurück in New York trennt er sich von seiner nervigen Geliebten, gibt seine Wohnung auf und schifft sich nach Europa ein, um in Paris an einer Arbeitskonferenz teilzunehmen.

„Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen, ganze Kette von Zufällen.“

Auf dem Schiff dann ein weiterer schicksalshafter Zufall. Er trifft auf Sabeth, eine 20jährige, in die er sich nach anfänglichem Zögern verliebt ohne zu ahnen, dass es sich um seine Tochter handelt, die Hanna damals doch nicht abgetrieben hatte. Die beiden. Es ist eine Menge los in der Welt des Homo Faber. Die Ereignisse reissen nicht ab. Je verzweifelter Faber sich an sein rationales Weltbild klammert um so heftiger gerät es ins Wanken.

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Foto: blogderbund.ch

Auf der Reise, die Sabeth und er zusammen unternehmen, kommt es zu einem schrecklichen Unfall. Wie in den griechischen Göttersagen kann Homo Faber seinem Schicksal nicht entkommen.

Ein phantastisches Buch. Die Sprache ist knapp, spröde – da ist kein Satz zuviel. Vor Jahren habe ich einiges von Max Frisch gelesen, auch Homo Faber, aber was für ein beglückendes Wieder-Lesen. Wenn möglich gefällt es mir heute noch viel besser als vor ein paar Jahren. An manchen Stellen kaum zu glauben, dass das ein Roman aus dem Jahr 1957 ist.

„Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sie sind.“

„Jeder Apparat kann einmal versagen; es macht mich nur nervös, solange ich nicht weiß, warum.“

„Wir brauchen gar nicht mehr so viele Leute. Es wäre gescheiter, Lebensstandard zu heben. Alles andere führt zum Krieg und zur totalen Vernichtung.“

„Wir leben technisch der Mensch als Beherrscher der Natur, der Mensch als Ingenieur, und wer dagegen redet, der soll auch keine Brücke benutzen, die nicht die Natur gebaut hat“.

„Überhaupt der ganze Mensch! – als Konstruktion möglich, aber das Material ist verfehlt: Fleisch ist kein Material, Fleisch ist ein Fluch.“

„Homo Faber“ ist im Suhrkamp Verlag erschienen.