Trick or Treat ?

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Dieses Jahr hatte ich Lust, mich Halloween thematisch stärker zu widmen. Mir ist gerade unabhängig von diesem „Feiertag“ gerade nach einer Prise Horror, Grusel, Düsterkeit. Daher gibt es bei momentan nicht nur mehr Vampir- und Horrorfilme als sonst, sondern auch entsprechende Lektüre.

Vampire dürfen zu Halloween nicht fehlen, auch wenn ich dieses Jahr keinen gelesen habe, filmisch habe ich mich von ihnen verführen lassen. Listen sind immer gut (habe ich auch gerade wieder bei Emily the Strange gemerkt, dazu aber später). Hier also eine Liste mit meinen liebsten Vampirfilmen:

  1. Only Lovers left alive von Jim Jarmusch
  2. The Hunger von Tony Scott
  3. Let the Right One in von Tomas Alfredson
  4. A Girl walks home alone at night von Ana Lily Amirpour
  5. Dracula von Francis Ford Coppola
  6. Interview with a Vampire von Neil Jordan
  7. Underworld von Len Wiseman
  8. From Dusk Till Dawn von Robert Rodriguez
  9. The Lost Boys von Joel Schumacher
  10. Gothic von Ken Russell
  11. Blade von Stephen Norrington
  12. Twilight von Catherine Hardwicke (ja ja I know, aber ich mag Kristen Stewart)
  13. Daybreakers von den Spierig Brothers

Neben Bram Stokers „Dracula“ darf bei einem Halloween-Special keinesfalls „Carmilla„, von Joseph Sheridan Le Fanu fehlen, den ich bereits Anfang des Jahres gelesen hatte. Würde ich jedem Vampirfreund ans Herz legen, ist mittlerweile auch als Web-Serie verfilmt worden.

Auch ohne Vampire habe ich es dunkel-schaurig angehen lassen und habe den dunklen Marathon mit der ausgezeichneten Graphic Novel „Black Hole“ von Charles Burns gestartet.

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Black Hole beschäftigt sich mit einer Gruppe Jugendlicher, die sich mit einer Art Virus anstecken, der sexuell übertragbar ist und die sie auf krasse Art mutieren lässt (den einen wachsen Schwänze, ein Mädchen häutet sich wie eine Schlange etc). Es geht um die Frage, wie eine Gesellschaft mit ihren Außenseitern umgeht und wie der Virus die Jugendlichen beeinflusst, die ohnehin überaus gehemmt und unsicher sind, was ihren Pubertätskörper so betrifft.

Ich fand die Frage spannend was passiert, wenn irgendwann keiner mehr makellos und selbstsicher ist.

Eine ziemlich düstere Graphic Novel mit phantastischen wuchtigen Bildern. Unbedingt lesen.

Die schwarz-weiß Zeichnungen erinnerten mich beim Lesen an eine ganz alte Liebe: „Emily the Strange“ von Rob Reger und zack waren alle literarisch-wertvollen Anwandlungen erstmal aus dem Fenster und ich habe mich Stunden am Stück Emily und ihren Abenteuern gewidmet.

In „Die verschwundenen Tage“ taucht Emily in einer Stadt namens Blackrock auf und kann sich an absolut nichts erinnern. Nicht wie sie heißt, wo sie wohnt – gar nix. Sie hat einzig ein Notizbuch und einen Stift und versucht zu rekonstruieren, was ihr wohl passiert sein könnte und warum sie in Blackrock ist.

Das Buch hat mich wirklich überrascht. Einfach, weil ich nicht wirklich großartig was erwartet hatte, außer etwas exzentrischer Unterhaltung, aber das Buch ist ein richtiger Roman mit spannender Story und interessanten Charakteren und Listen. Jede Menge davon. Ich hatte solchen Spaß mit dem Buch, mit den Listen und Emily, ich habe mir in der Bibliothek gleich zwei weitere Bände ausgeliehen, die große Literatur muss also noch ein paar Tage warten, ich muss erst noch ein paar Abenteuer mit Emily bestehen, dann bin ich wieder bereit.

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13 Elements you will find in the first Emily the Strange novel:
1. Mystery
2. A beautiful golem
3. Souped-up slingshots
4. Four black cats
5. Amnesia
6. Calamity Poker
7. Angry ponies
8. A shady truant officer
9. Top-13 lists
10. A sandstorm generator
11. Doppelgängers
12. A secret mission
13. Earwigs

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Bevor ich jetzt aber Vorwürfe bekomme, dass weder „Emily the Strange“ noch „Black Hole“ gruselig genug seien und man für Halloween schon andere Kaliber benötigt, den versuche ich jetzt mit einem Klassiker der amerikanischen Horror- und Gruselliteratur zu besänftigen. Schon seit ein paar Jahren befindet sich die wunderschöne Büchergilden-Ausgabe von Ambrose Bierce „Hinter der Wand“ in meinem Besitz.

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Ambrose Bierce ist neben Edgar Allen Poe der Meister des amerikanischen Gothics und war wohl nicht wirklich ein heiterer Zeitgenosse. Bekannt als „Bitter Bierce“ und Misanthrop erster Güte sind seine düsteren, schrägen Geschichten auch heute noch zeitgemäß. Sie haben einen sehr amerikanischen Touch, der Bürgerkrieg spielt in einigen Geschichten eine Rolle, die Expansion Richtung Westen und ab und an hatte ich Bilder aus dem Film „There will be Blood“ vor den Augen.

Die Büchergilden-Ausgabe ist ein absolutes Schmuckstück. Die Zeichnungen von Klaus Böttger geben dem Buch eine ganz besondere morbide Note. Hier passen Illustrationen und Geschichten perfekt zueinander.

Die Geschichten werden nahezu immer aufgeklärt, man fühlt sich gelegentlich an Sherlock Holmes erinnert, auch wenn diese Erklärungen weitaus weniger von Logik und Deduktion bestimmt sind, als von Horror, Übersinnlichem und Unerklärbarem.

Bierce eigenes Ende könnte einer seiner düsteren Kurzgeschichten entsprungen sein. Mit 70 unternimmt er noch einmal eine Reise nach Mexiko, gerät dort in die Revolution und scheint sich dem Revolutionär Pancho Villa angeschlossen zu haben. Um die Jahreswende 1913/14 verliert sich jede Spur von ihm, in seinem letzten erhaltenen Brief rechnet er mit seiner standrechtlichen Erschießung. Aber genaues weiß man nicht. Man hat nie eine Spur von ihm finden können.

Am besten haben mir die Geschichten „Der Tod Halpin Fraysers“, „Moxons Meister“, „Das Verfluchte Ding“ und „Die mondhelle Straße“ gefallen.

 

Zum Abschluss noch ein wunderschön illustriertes Märchen von Neil Gaiman.

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Ich bin kein großer Märchen-Fan. Der ganze niedliche Prinzessinnen-böse Stiefmütter-treudoofe Königinnen war nie meins, daher hatte ich keine übergroßen Erwartungen  für „Der Fluch der Spindel“, Neil Gaiman als Autor und die wunderschönen Zeichnungen waren allerdings Grund genug, dem ganzen zumindest eine Chance zu geben.

Die Geschichte ist eine Mischung aus Schneewittchen und Dornröschen. Die junge Königin erfährt von ihren drei treuen Gefolgsleuten , den Zwergen, dass das Nachbar-Königreich schon von Jahrzehnten von einer seltsamen Schlafkrankheit heimgesucht wurde, die sich jetzt auch in ihrem Königreich ausbreitet.

Im Gegensatz zu den ganzen Weichei-Königinnen bekannter Märchen nimmt diese junge Königin die Lösung des Problems selbst in die Hand und zieht mit den Zwergen los, um der Seuche Einhalt zu gebieten und ihrem Ursprung auf den Grund zu kommen.

Gaiman mischt hier die ursprünglich deutliche dunkleren Töne alter Märchen mit einigen progressiveren Elementen und bastelt daraus ein wunderbar melancholisch unheimliches  Märchen mit zauberhaften Bildern.

Ein letzter Tipp, weil ich sie euch einfach nicht vorenthalten kann: Shirley Jackson, die sowas wie die Urmutter des finsteren Horror/Gruselromans, was einem irgendwie ulkig vorkommt, wenn man bedenkt, dass sie eine Mittelklasse-Hausfrau aus Vermont war, deren erster Roman 1948 erschien. Besonders bekannt wurde sie mit ihre Kurzgeschichte „The Lottery“, die erstmals in der New York Times erschien und bergeweise Leserpost bescherte, die die Bedeutung der Geschichte zu erfassen versuchten. Sie hat nach wie vor großen Einfluss in diesem Genre, die „Tribute von Panem“-Trilogie zeigt beispielsweise große Parallelen zu der Kurzgeschichte auf.

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Ihr Roman „The Haunting of Hill House“ ist eines meiner Lieblingsbücher, unbedingt lesen, meine Rezension dazu findet ihr hier.

Hoffe ich konnte Euch etwas Lust machen auf die etwas dunkler melancholisch gruseligeren Seiten des Oktobers. Von wem lasst ihr euch gerne gruseln?

Trick or Treat? Happy Halloween allerseits 🙂

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Meine Woche

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Gesehen: „The Silence of the Lambs“ (1991) von Jonathan Demme mit Jodie Foster und Anthony Hopkins. Hab den vorher noch nie gesehen, puh heftig, der ist nix für schwache Nerven. Großartig.

Let me in“ (2010) von Matt Reeves. Halloween mag ich es gruselig, daher hab ich mir das Remake des schwedischen Originals „So finster die Nacht“ (2008) angesehen. Auch nicht schlecht, aber das Original gefiel mir besser. Ich liebe Vampir-Filme…

Mansfield Park“ (1999) von Patricia Rozema mit Frances O’Connor. Sehr gelungener Kostümfilm basierend auf Jane Austens Roman, was sonst nicht so mein Genre ist. Der gefiel mir sehr, obwohl oder gerade (?) weil er sich nicht sklavisch ans Buch gehalten hat? Sehr empfehlenswert.

Gehört: „Cheap and Cheerful“ – The Kills, „Everything will be alright“ – The Killers, „Der Hund von Baskerville“ – Cindy & Bert, „Postcard from 1952“ – Explosions in the Sky, „Iron Lung“ – Black Marble, „Hazel“ – Aethenor (liebe Grüße an den besten musikalischen Spürhund Gerhard 🙂 )

Gelesen: nochmal ein Blick auf den Brexit von der NYR, wie man eine interessante Unterhaltung über Geld führt, AI doch eine Bedrohung ?, was Maria Popova aus 10 Jahren Brainpickings gelernt hat, diese Antwort eines Vaters auf die Notwendigkeit Erlaubnis zu erteilen um  „Fahrenheit 451“ zu lesen, diesen Artikel über den Einfluß selbstfahrender Autos auf die amerikanische Kultur in Zukunft und Laurie Pennys Artikel über die Angst vor einer feministischen Zukunft

Getan: einen tollen Abend auf dem Kills Konzert gehabt, einen schönen Abend mit einer Freundin im Melchers verbracht, mich intensiv mit der Zukunft der Arbeit beschäftigt,  viel Zeit in der Bibliothek verbracht und bei einem schönen Abendessen mit Freunden die neue Musikanlage geplant.

Geplant: einen Halloween-Grusel-Filmabend, ein Kurz-Besuch im Dortmund Office, und das Placebo Konzert besuchen

Gegessen: Kartoffelsuppe mit gerösteten Champions

Getrunken: japanischen Whisky

Gelacht: Stranger This meets Peanuts und das in meiner ZEIT die ich freundlicherweise kostenlos nochmal zugeschickt bekam, wieder keine Literaturbeilage drin war – sehr kurios

Geärgert: das meine Musikanlage ausgerechnet jetzt kaputt geht

Gefreut: auf meinen Twin Peaks Marathon inklusive wunderschönem Bildband

Gewünscht: dieses Mini-Haus, diese Hot Dogs an Halloween,  diese WLAN Stereo Cubes

Geklickt: auf die großartige Rede von Carolin Emcke, auf dieses Gespräch zwischen Margaret Atwood und Ian McEwan zu Veränderungen und dieses Interview mit Sascha Lobo

Gekauft: diesen Couch-Tisch, dieses Tablett und diese Gläser

Gefunden: ein Portemonnaie an der Bushaltestelle und dem Besitzer zurückgegeben

Gewundert: Kürbis auf der Pizza ? börks

Gisbert zu Knyphausen – MMA

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Das Mixed Munich Arts in der Katharina-von-Bora-Straße ist eines meiner liebsten Locations in München. Mit Akkustik kenne ich mich leider viel zu wenig aus, um hier ein fachmännisches Urteil abgeben zu können, ob das auch klanglich optimal ist, aber es hat Charme und die beiden Konzerte die ich dort bisher sah, haben mir ausgesprochen gut gefallen.

Die Konzerte sind immer eine Art Geheimtipp, auf jeden Fall muss man schnell sein, wenn dort ein Künstler auftreten will, den man sehen möchte, denn die Tickets sind schneller weg, als man es sich überlegen kann.

Bei Gisbert zu Knyphausen hat es mal wieder funktioniert. Mein zweites Konzert von ihm und er hat auch die überaus skeptische Bingereader-Gattin, die bislang eigentlich nur einen Song wirklich kannte und mochte, durchaus überzeugen können.

Nicht nur Gisbert kam sich vor wie in einer Kirche mit einem Publikum, das mucksmäuschenstill da saß und ihm gebannt lauschte, mir ging es auch so. Wären nicht in regelmässigem Abstand Bierflaschen umgefallen, man hätte wirklich denken können, man wohne dem Gottesdienst einer Untergrund-Kirche bei.

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Für Setlist mitschreiben war es leider zu dunkel und zu andächtig, schon das zweite Astra zu erwischen und sich durch die Reihen derer zu kämpfen, die keinen Sitzplatz ergattert hatten, erntete mir eine Menge empörter Blicke.

Spätestens seit seinem zweiten Album „Hurra! Hurra! So nicht.“ aus dem Jahr 2010 kann Gisbert zu Knyphausen sich einer treuen Fangemeinde sicher sein, die ungeduldig auf ein neues Solo-Album von ihm wartet. Er ist an vielen musikalischen Projekten beteiligt, führte jedes Jahr ein kleines, aber feines Festival das „Heimspiel“ auf dem heimischen Weingut durch.

Die Zusammenarbeit mit Kid Kopphausen war besonders fruchtbar, ich habe mich sehr gefreut, dass zu Knyphausen doch einiges vom gemeinsamen Album gespielt hat. Gisbert hat übrigens versprochen, es würde 2017 wieder ein neues Album geben von ihm, ein paar fertige und Lieder in Arbeit durften wir hören.

Alles in allem ein gelungener Abend und für alle die, nicht dabei sein konnten, hier ein paar Lieder, die gespielt wurden und mir besonders gefallen haben.

 

„Das Leichteste der Welt“

 

Sommertag

 

Kräne

So seltsam durch die Nacht

 

 

Short but sweet – Damenwahl

Heute stelle ich euch in „Short but Sweet“ vier Ladies vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich liebe die Vorstellung, die vier könnten gemeinsam in einer Hotelbar sitzen und sich miteinander unterhalten und trinken. Madame de Salm serviere ich ein Glas Champagner, Ms Mitford einen Gin & Tonic, Andreas Burnier vielleicht ein Heineken und Caitlin Moran bekommt einen Cider von mir. Los geht’s in chronologischer Order

Constance de Salm – 24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau

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Ich merke, dass ich Briefromane überaus faszinierend finde. Egal ob es ein tatsächlich stattgefundener oder ein fiktiver ist – ich lese einfach gerne Briefe und noch einmal mehr, wenn es sich um ein sprachlich so kunstfertiges und poetisches Büchlein handelt.

Der Inhalt ist schnell erzählt und wird jedem, der einmal unglücklich verliebt war oder vor Eifersucht brannte, ganz und gar bekannt vorkommen. Auch wenn es heute vielleicht keine Briefe sind, die von Dienern und Boten hin und hergeschickt werden, ist die Situation doch absolut die gleiche und wer hat nicht schon ungeduldig aufs Handy-Display gestarrt, um endlich die ersehnte Antwort zu bekommen.

Madame de xxx schreibt ihrem Geliebten, nachdem sie zu Hause angekommen ist. Er hat sich nach einem gemeinsamen Theaterbesuch flüchtig von ihr verabschiedet und ist mit einer anderen Dame verschwunden. Die Eifersucht bringt sie fast zum Durchdrehen und sie versucht alles, um Klarheit zu bekommen, selbst vor einem Einbruch in sein Haus schreckt sie nicht zurück.

Das ist komplett egal, dass die Dame vor 200 Jahren lebte, ihre Gedanken und Gefühle sind so aktuell wie eh und je und daher kann ich diesen Briefroman uneingeschränkt empfehlen. Eine Frau, die trotz ihrer verliebten, eifersüchtigen Art nie unterwürfig wird, sondern ihren Schmerz und ihre Sorge zeigt, ohne sich zu erniedrigen.

„Guten Morgen, mein Freund; da bin ich, und meine Nacht war Grauen. Dein Bild und das ihre standen allzeit vor meinen Augen. Ich sah dich, hörte dich; sprach mit dir, geliebter, grausamer Freund; und wohl zwanzigmal erwachte ich mit schweißbedeckter Stirn und in schrecklicher Beklommenheit, ich wollte, ich könnte sie für dich malen. Soll ich es versuchen? Ich weiß nicht: Wir Frauen haben doch in unserer Seele unendlich viele Empfindungen, die auch der zärtlichste Geliebte kaum verstehen kann: für ihn gleichen sie einem Delirium; aber wäre selbst dieses Delirium der eigentliche Fehler der Liebe, ist es doch gleichwohl etwas Heiliges.“

Constance Marie zu Salm-Reifferscheidt-Dyck (1767 – 1845) war eine französische Dichterin und Schriftstellerin. Sie genoss eine für Frauen ihrer Zeit exzellente Ausbildung und und leitete einen angesehenen literarischen Salon, in dem u. a. Alexander von Humboldt, Stendhal und Alexandre Dumas verkehrten. “ 24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau “ war ihr einziger Roman und zugleich größter Erfolg ansonsten schrieb sie noch die Tragödie Sappho. Sie engagierte sich leidenschaftlich für die Emanzipation der Frau und wurde erstes weibliches Mitglied in einer der Pariser Akademien.

Mich hat der Roman an Marcelle Sauvageots „Ganz die Deine“ erinnert, die Rezension findet ihr hier. Da sind schon Parallelen, oder ?

Hier findet ihr bei Sätze und Schätze eine weitere Rezension.

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Nancy Mitford – The Pursuit of Love

Was für eine Familie! Die Oktober-Lektüre unseres Bookclubs hat uns einen sehr unterhaltsamen Roman präsentiert, über den wir wunderbar diskutieren konnten und der ausnahmslos jedem in unserer Runde gefallen hat. Eine Satire auf die  „NOCD“ (Not our class dear)-Flausen, die englische Upper Class und Familienmitglieder, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Britsh Humour at its best. Habe selten so häufig gekichert beim Lesen, seitenweise Sätze unterstrichen und mich einfach bestens amüsiert. Mitford schafft es ,in ihrer nahezu-Biografie selbst tragische Momente humorvoll zu verpacken. Viel interessanter jedoch als der Roman (der durchaus interessant ist) ist die Familie Mitford an sich.

“Always either on a peak of happiness or drowning in black waters of despair they loved or they loathed, they lived in a world of superlatives”

“My dear Lady Kroesig, I have only read one book in my life, and that is ‘White Fang.’ It’s so frightfully good I’ve never bothered to read another.” 

“Linda’s presentation of the ‚facts‘ had been so gruesome that the children left Alconleigh howling dismally, their nerves permanently impaired, their future chances of a sane and happy sex life much reduced.” 

Wir fragten uns, ob sie das damalige Äquivalent zu den heutigen Kardashians waren in deutlich intellektueller, aber vermutlich ist, wenn überhaupt ein Vergleich zur Familie Mann passender. Nancy Mitford war die älteste von 6 Schwestern und einem Bruder und fast jeder aus dieser Familie ist nahezu einen eigenen Roman wert. Besondere Aufmerksamkeit finden dabei Unity. Sie wurde 1914 geboren und von ihren Eltern zu Ehren des beendeten 1. Weltkriegs so optimistisch benannt. Sie verfällt noch in England in jüngsten Jahren dem Nationalsozialismus und reist mit gerade einmal 18 Jahren nach München, in der Hoffnung auf ihr Idol Hitler zu treffen. Sie schafft das sogar sehr schnell, die beiden freunden sich an, sie verfällt ihm ziemlich und schießt sich aus Kummer aufgrund der Kriegserklärung an England im englischen Garten eine Kugel in den Kopf – mit einer Pistole, die Hitler ihr geschenkt hatte. Aufgrund des kleinen Kalibers überlebt sie allerdings, geht zurück nach England und verstirbt nur wenige Jahre später an den Spätfolgen des Schusses. Peng.

Eine weitere Schwester, Diana, heiratet einen englischen Faschisten-Führer, Jessica wird Kommunistin, Nancy und Deborah wurden bekannte Schriftstellerinnen, einzig Pamela schien ein relativ aufsehensfreies Leben zu führen. Der Bruder, Tom, stirbt 1945 in Burma.

Ich kann die Lektüre von Nancy Mitfords Büchern nur empfehlen. Vor einer Weile las ich „Wigs on the Green“ ebenfalls richtig gut und es gibt eine sehr interessante Biografie von Susanne Kippenberger über die Familie, die ich unbedingt noch einmal lesen möchte.

Eine Bookclub-Freundin fand noch diese beiden interessanten Dokumentationen einmal über Unity,  https://youtu.be/Z9kBH47Ohlg sowie ein Interview mit der jüngsten Mitford Tochter Deborah. https://youtu.be/25IO32AxGq4

 

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Andreas Burnier – Knabenzeit

Bin gar nicht sicher, ob Andreas Burnier eigentlich glücklich wäre, hier als Frau genannt zu werden, geboren wurde sie als Catharina Irma Dessaur, sie nahm das Pseudonym Andreas Burnier an und wurde unter diesem Namen in den Niederlanden auch recht bekannt. Pünktlich zum Buchmessen-Schwerpunkt habe ich das kurze nur 112 Seiten lange Büchlein von Birgit von Sätze und Schätze erhalten und habe am gleichen Abend noch begonnen es zu lesen.

Der Titel „Knabenzeit“ bezieht sich auf die getrennten Schwimmzeiten für Mädchen und Jungen in öffentlichen Schwimmbädern. Die Protagonistin Simone musste sich mit 9 Jahren als Kind jüdischer Eltern verstecken. Die Geschichte wird chronologisch rückwärts erzählt und wir erleben Simone an den verschiedenen Stationen an denen sie für eine Weile unterkommen konnte. Das Mädchen ist häufig isoliert, ängstlich und alleine und beschäftigt sich neben den großen Themen wie Krieg, Verfolgung, Sorge um die Eltern auch noch mit ihrer eigenen Transsexualität/Homosexualität. Immer wieder werden ihr die Unterschiede und Ungerechtigkeiten zwischen Jungen und Mädchen / Männern und Frauen bewusst.

Die Sprache ist karg und realistisch, ich hatte das Gefühl als würde sich Burnier an ein jugendliches Publikum wenden. Eine dunkle melancholische Geschichte, deren stellenweiser Sarkasmus vielleicht nicht für jeden etwas ist.

  „Ich versuchte mir vorzustellen, wie es wäre, gleich als Junge zur Welt zu kommen. Man würde sich nicht darüber wundern. Es wäre selbstverständlich, daß mit dem Körper alles in Ordnung war. Daß man Fußball spielen konnte, abends durch die Stadt gehen und Mädchen ansprechen, schwimmen, wenn Knabenzeit war. Einen Beruf wählen und in diesem Beruf weiter arbeiten, wenn man heiratete und Kinder bekam. Daß man keine öden Sachen zu tun brauchte wie Handarbeiten oder Tischdecken. Daß man zu den Menschen gehörte, die im Leben etwas leisteten: Soldaten, Wissenschaftler, Minister, Entdeckungsreisende , Ingenieure, Direktoren, und nicht zu der unbedarften Hälfte, die, ob arm oder reich, die gleiche Hausarbeit verrichten mußte. Zu denen, die selbst kein Geld verdienten und sich wie Pfauen aufputzen mußten, um der anderen Hälfte zu gefallen.“

 

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Caitlin Moran – How to be a Woman

Witzig wie Nancy Mitford, aber deutlich unterschiedlichen Klassen angehörig. Auch Moran kommt aus einem Haushalt mit einer unüberschaubaren Anzahl an Geschwistern, aber statt in einem Schloss wohnen sie in einem Sozialbau und auch sonst gibt es im Alltag von Nancy und Caitlin vermutlich wenig überschneidende Elemente.

Mich hat an dem Buch etwas irritiert, dass es sich als feministisches Buch präsentierte „Feminism–now with jokes!“ tatsächlich ist es ist aber eigentlich vielmehr eine Biografie und man erfährt eine Menge über Caitlin Moran. Was gar nicht so schlimm ist, wenn man weiß, worauf man sich einläßt. Ich kenne Caitlin Moran aus meiner Zeit in London in den späten 90ern /Anfang 2000 und ich glaube, je besser man sie kennt, oder selbst in den 90ern in Großbritannien aufgewachsen ist, desto eher kann man mit ihrer Biografie etwas anfangen, denke ich. Sie ist unglaublich witzig und stellenweise fremdschämend ehrlich. Es geht ihr weniger um theoretische Implikationen des Feminismus, sondern sie schaut dem Feminismus knallhart unter den Rock und ins Gesicht.

Sie berichtet von ihrer Teenagerzeit, ihrem Übergewicht, stört sich an Haaren die an den immer falschen Stellen wachsen und im späteren Teil des Buches mit dem Verlieben, Kinderkriegen, Abtreibungen und warum es auch für Feministinnen vollkommen in Ordnung ist, sich eine Putzfrau zu engagieren.

“It’s difficult to see the glass ceiling because it’s made of glass. Virtually invisible. What we need is for more birds to fly above it and shit all over it, so we can see it properly.” 

Viele interessante Gedanken in dem Buch, die es für mich insgesamt zu einer witzigen und interessanten Lektüre machten, würde es aber wohl in meinem Bekanntenkreis eher British Natives empfehlen.
“No one has ever claimed for a moment that childless men have missed out on a vital aspect of their existence, and were the poorer, and crippled by it. Da Vinci, Van Gough, Newton, Faraday, Plato, Aquinas, Beethoven, Handel, Kant, Hume, Jesus. They all seem to have managed childlessness quite well.”

Sehr cool fand ich ihren Test mit dem man herausfinden kann, ob man eine Feministin ist: “Put your hand in your underpants. a. Do you have a vagina? and b. Do you want to be in charge of it? If you said ‚yes‘ to both, then congratulations! You’re a feminist“

Und eine Erklärung dafür, was Feminismus eigentlich bedeutet hat sie auch: “What is feminism? Simply the belief that women should be as free as men, however nuts, dim, deluded, badly dressed, fat, receding, lazy and smug they might be. Are you a feminist? Hahaha. Of course you are.” 

Konnte ich Euch jetzt auf eines der Bücher Lust machen ? Mit welcher Autorin würdet ihr am ehesten was trinken gehen?

Meine Woche

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Gesehen: „Sunshine Cleaning“ von Christine Jeffs mit Emily Blunt und der großartigen Amy Adams. Auch eher Tragikomödie um zwei Schwestern die aus Geldnöten als Tatort Reiniger arbeiten. Manchmal ziemlich eklig, aber der Film ist wirklich gut.

Frances Ha“ von Noah Baumbach mit Greta Gerwig. Schwarz-Weiß Comedy-Drama aus dem Jahr 2012. Sehenswert.

Monsieur Klein“ von Joseph Losey aus dem Jahr 1976 mit Alain Delon. Faszinierendes kafkaeskes Porträt eines Mitläufers in Frankreich während der NS-Zeit.

The Reflecting Skin“ von Philip Redley mit einem sehr jungen Viggo Mortensen. Hätte ich nicht mit einem „richtigen“ Vampirfilm gerechnet, hätte er mir wohl noch besser gefallen. Grandiose Bilder, die Story erinnert an David Lynch. Noch eine Empfehlung.

Les Revenants“ das französische Original der Mysterie-Serie „The Returned“ die ich zuerst sah. Bis zur 5. Folge waren die beiden fast identisch, danach gab es Unterschiede. Freue mich sehr auf die 2. Staffel, damit ich endlich weiß wie es weitergeht. Gibt es noch nicht auf Netflix, aber in der Bücherei.

Gehört: „The Turing Test“ – Ben Salisbury & Geoff Barrow, „Modern Love“ – David Bowie, „Get Lucky“ – Daughter, „Hey Girl“ – Lady Gaga & Florence Welch, „Can’t you tellCan’t you tell“ – Aimee Mann, „Next of Kin“ – Conor Oberst, „Sommertag“ – Gisbert zu Knyphausen

Gelesen: dieses Interview mit Don DeLillo, dieses Porträt der Crispr-Foscherin Emmanuelle Charpentier, dieses Gespräch zum Thema „Photography and the Art of Chance“,  über das was sehr optimistische Menschen anders machen, was wir in der Postmoderne über Fakten wissen sollten, über den Versuch Elon Musk zu verstehen

Getan: eine Küche gekauft (!), den Bookclub gehostet, ein schönes kleines Bloggertreffen im Fraunhofer besucht, danach noch mit einer guten Freundin bei spanischem Rotwein über Robert Walser gesprochen, die Konzepte meiner aktuellen Trainings überarbeitet, Mambo vermisst.

Geplant: Gisbert zu Knyphausen heute abend und The Kills nächste Woche sehen, eine Freundin in Berlin anrufen :), mehr schreiben

Gegessen: Apfel-Blaubeer-Crumble und Lachs in Blätterteig

Getrunken: Grüner Tee und spanischer Rotwein

Gelacht: In wine there is truth, in beer there is strenght, in water there is bacteria

Geärgert: „Euphoria“ wurde nicht gewählt für die Bücher die wir die nächsten Monate im Bookclub lesen 😦

Gefreut: über „Faserland“ im Briefkasten – danke Birgit :), der 10h-Küchenkauf-Marathon war erfolgreich und das Carolin Emcke den Friedenspreis gewonnen hat.

Gewünscht: diese Gläser, dieses Springseil, diese Rutsche fürs Büro,  diese Kommode

Gefunden: nix

Geklickt: auf diesen TED Talk zu unserem natürlich Schlaf-Rhythmus, Ingrid Burringtons Artikel über Facebook (oder eigentlich nahezu alle ihre Artikel für „The Atlantic“

Gewundert: wie teuer es ist eine Küche zu kaufen

Die Toten – Christian Kracht

kracht

We are all so afraid, we are all so alone, we all
so need from the outside the assurance
of our own worthiness to exist. But these things
pass away; inevitably the pass away as the
shadows pass across sundials. It is sad, but it is so.
(Ford Maddox Ford)

Dank des Druckfrisch-Interviews mit dem Autor weiß ich, dass der Roman wie ein dreiaktikges No-Theaterstück aufgebaut ist. Es fängt geisterhaft schleichend an, in der Mitte ist Action und am Ende sind möglichst viele tot. Das hätte mir sehr gefallen, intellektuell genug zu sein, den Bezug zum japanischen No-Theater allein durch die Lektüre zu erkennen, aber so schlau bin ich leider nicht. Das wäre an mir vorbei gegangen, vermutlich hätte ich die Lektüre dennoch genossen.

Der Roman beginnt aus meiner Sicht gar nicht so geisterhaft schleichend, sondern recht fulminant mit der Selbstentleibung eines japanischen Offiziers, der ihm bewußt oder unbewußt bei seiner Tat gefilmt wird.  Nach diesem Einstieg geht es erst einmal in die Schweiz, wo wir den Filmregisseur Emil Nägeli kennenlernen, der mit den Geistern seiner Vergangenheit kämpft.

Anfang der 30er Jahre  reist er nach Japan, um dort einen Schauerfilm zu drehen. Man denkt an den Selbstmord am Anfang, erwartet irgendwie eine Art „Snuff“-Film, aber so wirklich wird auf den Film nicht eingegangen. Vielmehr gibt es das Ziel, eine „zulluloide Achse“ zu bauen zwischen Deutschland und Japan, um dem dekadenten Hollywood etwas entgegenzusetzen.

Vor der Kulisse eines wunderbar geheimnisvoll-düsteren Japans, dem pulsierenden Berlin der Weimarer Republik, einem Luxusdampfer und einer Prise Los Angeles tauchen eine ganze Reihe historischer Persönlichkeiten auf: Fritz Lang, Kracauer, neben einem zwielichten Heinz Rühmann, auch Hitler Kumpan Putzi Hanfstaengl und Charlie Chaplin . Japan hat sich lange dem Tonfilm widersetzt und Chaplin hatte eine große Anhängerschaft dort. Im Roman – wie auch in der Realität – wird auf Chaplin und den japanischen Thronfolger ein Attentat verübt.

„Ida antwortete ungeniert, daß es ein Vergessen allen Daseins gebe, ein Verstummen unseres Wesens, wo uns sei, als hätten wir alles gefunden – sie sah ihm dabei direkt in die Augen, und Amakasu, dessen Fuß unter dem Tischchen langsam höher wanderte, war sich sicher, exakt diesen Ausstausch schon einmal erlebt zu haben, er vermochte sich aber nicht mehr zu erinnern, wo und wann. 

Ein kurzes Buch mit vielen spannenden Gedanken, das mir aufgrund seiner dunklen Melancholie, seiner Atmosphäre und der  Sprache Krachts sehr gut gefallen hat. Etwas enttäuscht war ich dennoch, vermutlich weil ich erwartet oder gehofft hatte, das Filme einer größere Rolle spielen. Die Handlungsfäden verlaufen häufiger im Nirgendwo und es war nicht einfach, den Überblick zu behalten wohin die Reise jetzt eigentlich geht.

„Er spürte eine allumfassende Erschlaffung, eine Phlegmatisierung des Körpers, eine stetig anwachsende, sprachlose Melancholie angesichts jener Zumutung der Vergänglichkeit“

Ida von Üxküll war für mich die heimliche Heldin des Romans, der für meinen Geschmack gerne noch etwas mehr Raum hätte eingeräumt werden dürfen. Ein Roman, der sich oft wie ein Drehbuch liest, viele wiederkehrende Motive (jede Menge Leuten kauen an den Fingern) vielleicht hätte ich noch mehr aus dem Roman herausgezogen, wenn ich mich besser auskennen würde in der (Film)Geschichte der Weimarer Republik und der japanischen Kultur, aber wie gesagt die wundervolle Weltschmerz-Atmosphäre und die poetische Sprache Krachts haben da einiges wett gemacht für mich.

Ich kenne von ihm bislang nur „1979“ möchte aber unbedingt noch Faserland lesen. Habt ihr noch andere Empfehlungen oder ist Kracht gar nicht Euer Ding ?

Überaus symphatisch finde ich ihn nicht, wobei das Interview mit Denis Scheck ging ja (bis auf den Kaiser-Wilhelm-Bart – jesses). Da habe ich ihn vor ein paar Jahren in einem Interview mit Harald Schmidt glaube ich noch deutlich arroganter erlebt. Aber Schriftsteller müssen ja auch nicht unbedingt symphatisch sein, sie sollen hauptsächlich gute Bücher schreiben, die ich lesen möchte.

Hier besagtes Interview mit Herrn Scheck:

Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag für das Rezensionsexemplar.

Meine Woche

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Gesehen:“Blue Steel“ von Kathryn Bigolow mit Jamie Lee Curtis. Stylish und cool mit spannenden Bildern aus dem New York der frühen 90er.

Der Schaum der Tage“ von Michel Gondry. Abgefahren surrealistische Verfilmung des Buches von Boris Vian mit Audrey Tatou.

Tenebre“ von Dario Argento. Serienkiller-Horrorthriller von 1982 mit jeder Menge Kunstblut. Mir gefallen die weniger realistischen frühen Argentos besser.

Gehört: „Toi et Moi“ – Guillaume Grand, „Jolene“ – Dolly Parton, „Ely’s Heartbeat“ – Mono, „Boys don’t Cry“ – Scarlett Johansson, „Million Dollar Loan“ – Death Cab for Cutie

Gelesen: warum Ärzte ohne Grenzen kostenlose Impfstoffe ablehnen, dieses Plädoyer für die Notwendigkeit von Geisteswissenschaften aus dem Scientific American, über das Prokrastinieren, diesen Artikel in der New York Times zum Internet of Things, dieses Interview mit Herta Müller und diesen Artikel von Sascha Lobo zu deutschen Trump Fans

Getan: viel gelaufen und dabei TED Radio Hour gehört, mit Freunden das Negroni besucht, mit Mambo gespielt und ein leckeres indisches Dinner mit Freunden genossen

Geplant: meine Lieblingsblogger treffen, den Bookclub besuchen und zum Zahnarzt gehen

Gegessen: Auberginen-Linsen-Curry, Karachi Chicken Curry und Palak Paneer

Getrunken: Rotwein, Whisky und literweise kalten Tee

Gelacht: über dieses Duett

Geärgert: in meiner Zeit hat die Literaturbeilage gefehlt *heul* und mein CD-Player ist kaputt 😦

Gefreut: über unser wunderbares Mambo-Wochenende, den sonnigen Oktober und meine kultige 80er Liste die ich gebastelt habe

Gewünscht: diesen Plattenspieler, dieses Tshirt, diesen Umschlag mit dem man den Sternenhimmel sehen kann

Gefunden: Geo Epoche Hefte im offenen Bücherschrank

Geklickt: auf diese Rede von Michelle Obama, auf die ultimative Musik-Landkarte und auf diesen TED Talk über mögliche neue Sinne für Menschen.

Gewundert: Bob Dylan ??????