Jonathan Safran Foer und der Penis von Steven Spielberg

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Er schaut so lieb und unschuldig der Herr Foer und doch ging es gleich in den ersten Sätzen seines neuen Buches, die im Literaturhaus München vorgelesen wurden um den Penis von Steven Spielberg. Größe, Form, Beschaffenheit, beschnitten oder nicht ?

Ich fand es irre komisch vielleicht noch einmal mehr, weil ich Jonathan Safran Foer nicht als witzigen Autor verbucht hatte. Ich kenne „Eating Animals“, „Everything is Illuminated“ und die Verfilmung von „Extremely Loud and Incredibly Close“ aber entweder sind mir die komischen Passagen dieser Bücher entfallen, oder es ist tatsächlich neu.

Ich war gar nicht sicher, ob ich mir den neuen Roman „Here I am“ kaufen wollte. Diese dicken Wälzer schrecken mich immer sehr und ich war eher skeptisch, doch alles was ich von und über das Buch hörte, liess mir dann gar keine andere Wahl als es zu kaufen und am Ende auch signieren zu lassen.

Jonathan Safran Foer ist ein wahnsinnig kluger, warmherzig und charmanter Autor. Der die Politik natürlich nicht außen vor gelassen hat und ein wenig Mut machte in der dunklen Zeit in der er zu bedenken gab, das mehr als 3 Millionen Menschen für Hilary Clinton als für Trump gestimmt hatten, er absolut niemanden persönlich kennt oder in seinem Freundeskreis hat, der Trump gewählt hat und das daher Grund zur Hoffnung ist.

Es ist kein Problem des moralischen Kompasses, sondern ein Problem des electoral system. Doch so ausgeprägt der moralische Kompass in weiten Teilen der amerikanischen Bevölkerung auch ist, die Kultur des permanent mehr, des Anspruchs an immerwährenden Wachstum ist ein Problem das es zu bewältigen gilt.

Ich freue mich auf „Here I am“ und bin gespannt auf den philosophischen Sam und was passiert wenn die Gleichungen des Lebens nicht aufgehen wollen.

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2 Kommentare zu “Jonathan Safran Foer und der Penis von Steven Spielberg

  1. Ich hab mir Here I am aus der Bib auf englisch geholt, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich das auf englisch überhaupt packe … aber ihn mal im Original lesen wollte. Bisher kenne ich Tiere essen – was ja vom Thema her schon nicht witzig sein kann – und Alles ist erleuchtet, in dem ich allerdings sehr absurde, urkomische Szenen entdeckt hatte. Die Verfilmung hat mich jedoch nicht einfangen können. Ich bin gespannt … LG und einen schönen Sonntag!! Bri

  2. Pingback: Meine Woche | Binge Reading & More

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