Kim Jiyoung, Geboren 1982 ist ein ungewöhnliches Buch und ich kann schon jetzt sehen, dass es nicht für jeden etwas ist. Es ist eine seltsame Kombination aus Fiktion und Fakten, einschließlich Fußnoten, die sich auf tatsächliche Daten über Frauen am Arbeitsplatz, Hausfrauen, das Hoju-System und Abtreibung beziehen. Was es für mich wirklich ist, ist die... Continue Reading →
Erste Person Singular – Haruki Murakami
Murakami lesen ist immer irgendwie so: Buch auspacken, frischen Buchduft inhalieren, überall offline gehen, mit Buch in die Leseecke und mit jeder Seite, in die man tiefer in die Geschichte(n) eintaucht, merkt man, wie der Puls langsamer wird, wie der Blutdruck sich senkt und man sich wie nach langer Abwesenheit umgehend wieder wie zu Hause... Continue Reading →
Passing – Nella Larsen
Der 1929 erschienene Roman "Passing" von Nella Larsen ist eine teil-autobiografische Novelle, in der eine junge Frau, deren Hautfarbe hell genug ist, beschließt, ihr Leben tatsächlich als Weiße zu leben. Darauf bezieht sich der Titel, da dieser Vorgang als "Passing" bezeichnet wurde. Larsens Roman Passing beginnt damit, dass Irene nach ihrer zufälligen Begegnung mit ihrer... Continue Reading →
Dystopisch-Gruselige D(r)amen
Es ist kalt geworden in Berlin und in der Gesellschaft. Ein dystopischer Blick in eine Zukunft, die sich von unserer Gegenwart nur wenig unterscheidet. Die laute Propaganda einer faschistischen Partei, nicht unähnlich den Krakeelern der rechten Partei, mit der wir uns rumschlagen müssen, sondern die die Politik des ganzen Landes beherrscht. Mittendrin taumeln drei verlorene... Continue Reading →
Polarexpedition – Teil II
Ich hoffe, alle sind aufgewärmt und bereit für die finale Etappe unserer Polarexpedition. Pünktlich zum Ende der Expedition hat es auch ordentlich geschneit in München und so für echtes Polarfeeling gesorgt. Wir starten unsere Reise heute mit einem Buch über den Hjalmar Johansen, den stets im Schatten stehenden Begleiter berühmter Polarforscher wie Fridtjof Nansen oder... Continue Reading →
Polarexpedition – Teil 1
Ein Wunder, dass ich diesen Trip ohne eigene Erfrierungen, Schneeblindheit und Skorbut überstanden habe. Das war eine der intensivsten literarischen Expeditionen, die ich bisher unternommen habe. Ein Jahr, in dem wir überhaupt nicht reisen konnten, wollte ich zumindest literarisch mit einer einzigartigen Expedition enden lassen und da das heimische Bücherregal gleich 6 Polarbücher vorzuweisen hatte,... Continue Reading →
Was ich mochte – 2020
Ich lasse es an dieser Stelle, eine Bemerkung über diese Shitshow eines Jahres zu machen - wissen wir alle, haben wir jetzt genug drüber gehört und gelesen. Ich hege tiefe Bewunderung, für all die Menschen die es schaffen, so viele Neuerscheinungen zu lesen, sehen und hören, dass sie es wirklich schaffen, eine Lieblingsliste eines Jahres... Continue Reading →
The Pull of the Stars – Emma Donoghue
Dublin, 1918: drei Tage auf einer Entbindungsstation auf dem Höhepunkt der Influenza Pandemie. Ein Mikrokosmos aus Arbeit, Risiko, Tod und unerwarteter Liebe. In Irland, das nicht nur vom Krieg, sondern auch von Krankheit heimgesucht wird, arbeitet die Krankenschwester Julia Power in einem unterbesetzten Krankenhaus im Stadtzentrum, wo werdende Mütter, die an der schrecklichen neuen Grippe... Continue Reading →
Piranesi – Susanna Clarke
Es ist unmöglich, die Handlung zu beschreiben, ohne sie zu verraten, und der Spaß an diesem Buch ist die Klarheit, die man als Leser langsam, nach und nach erlangt, immer nur ein paar Schritte vor dem optimistischen und naiven Erzähler Piranesi, der eine schöne, aber einsame Welt bewohnt. Diese Welt ist ein Haus aus endlosen... Continue Reading →
Gemischte Tüte
Kein Grund zur Sorge, bei Kalmann kann man sich sicher sein, es wendet sich alles zum Guten. Kalmann ist der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn und er muss einen Mord aufklären. Das wäre im besten Fall schon keine einfache Sache, aber in Kalmanns Kopf geraten die Dinge schnell durcheinander, die Fäden verwirren sich und manchmal laufen... Continue Reading →