Meine Lieblinge (6) or Lovers I had and still have ?

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Guys I really hope this isn’t going to be the post that lands Bingereader in prison, but it’s time to own up to the sins of my Youth.

Daunt Books is probably one of my oldest Lovers (in terms of bookshops, ok ?) besides the Buechergilde in Mainz. I stumbled across its branch on Marylebone High Street in London when I started working nearby about 1000 years ago. I spent many lunch times huddled over books I wanted to read and keep and sadly mostly couldn’t afford. The super cute temp that worked there for a few months added to the attraction enormously, even so I never dared asking her out for coffee 😉

Life in London is and always has been mega expensive and it really often was the question of books or food. Luckily never had to renounce alcohol working for United Distillers but books were a real treat then. So here comes the confession for which I hope Daunt Books will not make me pay. I quite often bought a book, reading it very very carefully only to bring it back a few days later, claiming the person I meant to give it to as a present had read it already *blush*

Yes – bad bad Bingereader. I feel guilty and ashamed and will never ever do that again, big promise – but these were hard times. Honestly. BUT I sooo make up for it now, every time I am in London by buying tons of books there.

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Daunt is just one of the most wonderful bookshops. The staff is always friendly,  well-read and happy to recommend books I would have overlooked otherwise. All of the 6 branches are nice but my favourites are Marleybone High Street, Holland Park and Chelsea with their long oak galleries, and endless selections of books shelved by country, no matter if it is fiction or non-fiction. They aim to provide a full portrait of a country or city and are pure heaven for seasoned travellers and culturally curious people.

So in case I end up in prison, can you please arrange for the appropriate bunk mate and send me books from Daunts but most definitely visit one of their branches when you are in London next time. Stock up on good books and carry them around in their hip fashionable bag, and Bibliophiles around the world will be able to spot you as one of their own . No book lover should ever be without one.

Here the link and now I check for flights to London …

Kill Your Friends – John Niven

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Kick ass or kiss ass könnte vielleicht die Unter-Überschrift dieses nicht zu Unrecht in der einer Hardcore Reihe erschienenen Romans lauten. Als bekennender Musikjunkie war ich schnell davon zu überzeugen, diesen Krimi zu lesen, auch wenn das ein Genre ist, mit dem ich mich in den letzten Jahren eher weniger beschäfigt habe. So much to read, so little time.

Steven Stelfox ist A&R (Artists & Repertoire) Manager bei einer großen Plattenfirma in London Mitte der 90er Jahre.Für Musik interessiert sich eigentlich überhaupt niemand mehr, aber alle sind stets und ständig auf der Suche nach dem nächsten großen Hit. Alle sind permanent auf Droge, haben unentwegt Sex und finden nirgendwo mehr Stabilität. Als Steven’s Erfolg nachlässt und seine bislang bewährte Taktik, nach oben kriechen und nach unten treten, nicht mehr so ziehen will, sieht er seine Karriere bedroht und greift zu radikalen Mitteln.

Ich bin kein Weichei glaube ich, aber die Sprache ist heftig und definitv gewöhnungsbedürftig. „Kill your Friends“ ist eine bitterböse Satire auf die Musik- und Plattenindustrie, aber Satire hin oder her, ich hatte gelegentlich etwas damit zu kämpfen, seitenweise über Typen zu lesen, die wütend mit Schaum vorm Mund durch die Gegend koksen, jeden Hintern ficken, den sie finden können und es war einfach weit und breit kein Mensch in Sicht, der auch nur ansatzweise symphatisch war.

„Wenn es Dein Geschäft ist, auch noch die allerletzte Scheiße an die großbritische Öffentlichkeit zu verkaufen, ist eines, was du sehr schnell lernst, dass es nach unten hin keine Grenzen gibt“

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„Seid auf der Hut vor den Kleinen, denke ich bei mir. Seid immerzu auf der Hut vor den Kleinen. Sie machen euch jederzeit fertig. Denn sie vergessen niemals. All da Leid, das sie in der Schule ertragen mussten. Immer und immer wieder, den ganzen Rest ihres erbärmlichen, kleinen Lebens. Irgendjemand muss dafür bezahlen“

„Scheißamis. Sie klettern vom Stepmaster, springen kurz bei Tofu-World rein, um sich ihr Frühstück zu holen, und sitzen pünktlich um acht Uhr morgens hinter ihren Schreibtischen. Es ist zum Kotzen.“

Trotzdem hat mir der Roman gefallen, denn ich glaube, er zeichnet insgesamt ein stimmiges Bild der Musikindustrie zu dieser Zeit. 1997 war London einfach nur wild. Das war New Labour, Britpop und Triphop und die Firmen schwammen nur so in der Kohle. Ich war gerade aus dem leicht puritanischen Schottland angekommen und ziemlich geflasht. Ich glaube, die Musikindustrie war einfach die um einiges gesteigerte Potenzierung der Alkoholbranche, in der ich damals als Newbie mein Unwesen trieb. Ich erinnere mich noch gut an Mittagessen für 300-400,- Pfund und die Taxiheimfahrten an mindestens 2 Abenden der Woche auf Firmenkosten oder die permanente Nutzung des Chauffeurdienstes für irgendwelche privaten Ausflüge und meterlange Kokslinien auf den Klos. All das hat dieser Roman wirklich gut eingefangen.

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Es ist ein witziges Buch, wenn auch immer wieder hart an der Grenze zum Geschmacklosen entlangschlitternd und gelegentlich hatten Niven und ich auch eine sehr unterschiedliche Auffassung von Humor. Auf dem Buchrücken heißt es „Das American Psycho der Musikindustrie“ – das könnte stimmen, allerdings habe ich „American Psycho“ noch nicht gelesen. Irgendwo im Netz habe ich eine sehr passende Beschreibung gefunden: „John Niven is what would happen if Nick Hornby got into a terrible car crash and punctured the lobe where politeness lives“. Das trifft es.

Definitiv kein Buch für jeden, aber wenn die Weltliteratur mal Pause hat schon spannend für Musikfreaks und/oder Leute, die das London der 90er kennen oder besser verstehen wollen.

Legt Euch einen Britpop Sampler rein (oder Catatonia wie ich), Dosenbier dazu, aufs Koks kann verzichtet werden, Herz zwischen die Zähne, Augen zu und rasant hinein ins beinharte London.

I f*** miss London 😉

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Das Buch erschien auf deutsch unter dem gleichen Titel im Heyne Verlag.

The Paying Guests – Sarah Waters

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Wenn Sarah Waters einen neuen Roman veröffentlicht, muss ich den nicht einfach nur haben, wenn ich zu lesen beginne, bin ich im Regelfall vom Erdboden verschwunden. Telefon auf silent, die Türklingel wird abgestellt und ich sorge für ausreichend Snacks und Getränke, damit nichts aber auch gar nichts zwischen mich und meinen neuen Sarah Waters Roman gerät, sobald ich das Buch geöffnet habe. So läuft das, ok ? Um so erfreuter war ich, als klar war, dass „The Paying Guests“ unser März-Bookclub Buch wird. Wir ahnen aber, dies wird vermutlich nicht meine objektivste Rezension werden, die ich je geschrieben habe. Stört mich das? Hell no.

Aber auch wenn ich nicht die objektivste bin, wenn es um Ms Waters Romane geht, ich habe ganz klar eine Messlatte, die bislang noch nicht wieder von ihr gerissen werden konnte. „Fingersmith“ ist und bleibt eines meiner absoluten Lieblinge und für mich hat „The Paying Guests“ die Latte nicht gerissen, aber es hat ordentlich gewackelt.

Wir schreiben das Jahr 1922 und befinden uns in einem eher unspannenden Londoner Vorort. Frances, Ende Zwanzig lebt mir ihrer verwitweten Mutter in einem jetzt viel zu großen Haus. Ihr Wohlstand bröselt nach Fehlinvestitionen des verstorbenen Vaters, ihre beiden Brüder sind im ersten Weltkrieg gefallen und neben dem Wohlstand und ihrem Haus bröseln auch die gesellschaftlichen Klassen mehr und mehr auseinander.

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Frances Leben dreht sich nur noch darum, sich um ihre unselbständige Mutter zu kümmern, den Haushalt zu führen, den Schein zu wahren und einzig ihre wöchentlichen Ausflüge in die Stadt und der Kinobesuch bringen etwas Abwechslung in die nicht enden wollenden Haushaltspflichten und permanenten Geldsorgen.  Die Möglichkeiten, die sich Frauen während des Krieges boten, während die Jungs an der Front waren, sind verschwunden und Frances trauert diesen beruflichen und sozialen Perspektiven, die der Krieg bot, nach und ist frustriert darüber, wieder auf Haushaltsführung und Heimchen am Herd reduziert zu werden.

Um die ständige Geldnot etwas zu lindern, lassen sie sich auf eine weitere Ehrenkränkung ein – sie nehmen Untermieter auf, die etwas vornehmer von den Nachbarn als „paying guests“ bezeichnet werden.

Mit dem Einzug dieses Arbeiterpärchens kommt Leben in die Bude. Lilian und Leonard Barber sind jung, modern und frei von den affektierten Manieren und Zwängen, an die Frances gewohnt ist. Frances selbst hatte zwar im Krieg ihren Flirt mit unangebrachtem Verhalten, der sie nicht nur im Knast, sondern auch in den Armen einer Frau landen ließ, doch das ist nun Vergangenheit und Frances versucht verzweifelt, ihrer neuen Rolle gerecht zu werden.

Die Unannehmlichkeiten, die das Teilen eines Hauses mit sich bringen – der Weg durch die Küche zur Toilette im Hof, das Naseputzen und die knarzenden Türen oder auch die zufälligen Begegnungen im Morgenmantel auf der Treppe – Sarah Waters fängt diese kleinen, qualvollen Momente wunderbar ein und der Leser empfindet die Enge dieses Lebens genauso unsäglich wie Frances selbst. Aber so wie wir beim Lesen durch müssen, so muss auch Frances es aushalten, um die niemals enden wollenden Gas-, Lebensmittel- und andere Rechnungen zu bezahlen. Als Leser ist man einfach komplett in dieses Leben der 20er Jahre hineintransportiert. Man glaubt, den Rauch ihrer selbstgedrehten Zigarette zu riechen, die Frances sich nachts im Bett gönnt, oder den feuchten Garten in der Nacht, oder aber auch die immer elektrisierender werdenden Berührungen zwischen Frances und Lilian.

“I barely knew I had skin before I met you.”

“Some things are so frightful that a bit of madness is the only sane response. You know that, don’t you?”

Frances hat einen hohen Preis zahlen müssen für ihre vorherige Liebe zu einer Frau und einen noch höheren für ihren späteren Verzicht auf diese Liebe, um sich ihrer Verpflichtung ihrer Mutter und ihrem Heim zu beugen. Sich einzugestehen, sich entgegen aller Vernunft und Voraussicht noch einmal verliebt zu haben, fällt Frances unglaublich schwer, aus Angst, ihr Leben und ihren Ruf endgültig zu ruinieren.

„The Paying Guests“ ist aber nicht einfach nur eine Liebesgeschichte. Etwa in der Mitte des Buches ändert sich das Tempo und wir stecken in einem Kriminalfall, die letzten Kapitel sind dann eher ein Gerichtsdrama – eigentlich aber ist Waters Roman hauptsächlich eine Erkundung von Frances Innenleben und ein Einblick in die Situation der Frau kurz nach dem ersten Weltkrieg.

Wie stark auch nach dem Krieg noch das Klassendenken in den Köpfen vorherrschte, zeigt sich auch in der Reaktion von Frances‘ Exfreundin, die schockiert ist, dass sich Frances ausgerechnet in eine Frau aus der Arbeiterklasse verliebt hat. In Bloomsbury Kreisen war Homosexualität kein größeres Problem, in den Vororten ist das schon schwieriger zu leben, aber fast unmöglich wird es, wenn sich die Klassen vermischen.
“I’m sorry you aren’t as brave as you thought you were. But don’t punish me because of it.”

“She said, ‚It’s real, isn’t it?‘ Lilian answered after a pause, with a bowed head, in a murmur. ‚Yes, it’s real. It’s the only real thing.”

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Ich habe absichtlich nicht viel zum Plot geschrieben, da ich Spoiler vermeiden möchte. „The Paying Guests“ ist ein wundervoller Roman, man fiebert mit Frances und Lily, ist nicht immer einverstanden mit ihren Entscheidungen und bleibt bis zum Schluß atemlos gespannt, wie es wohl ausgeht. Nicht ganz so plot-twisting wie Fingersmith, aber auf jeden Fall ein Roman den ich sehr empfehlen kann.

Es sind ja schon einige ihrer Romane von der BBC verfilmt worden und ich würde mich sehr freuen, wenn dieser hier auch verfilmt wird. Sarah Waters hat im Übrigen in einem Interview gesagt, dass die Inspiration zu dem Haus und insbesondere den Szenen im Treppenhaus von ihrer eigenen Wohnung in einem viktorianischen Gebäude in Kennington stammt.

Das Buch erschien auf deutsch unter dem Titel „Fremde Gäste“ im Lübbe Verlag

The Night Circus – Erin Morgenstern

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Ein Reading Weekend in Barcelona ist eine maximal wunderbare Sache. Man fährt mit gleichfalls lesebegeisterten Menschen in eine der schönsten Städte der Welt, in der es auch Ende Oktober noch wunderbar warm ist. Man packe Unmengen an Bücher ein, miete sich eine schöne Wohnung an und dann gehts einfach los. Lesen, über Bücher diskutieren, Barcelona unsicher machen, jede Menge Tapas, Cava und Vino Tinto testen und eine literarische Stadtführung gab es auch.

Öhm ok, aber was hat ein Reading Weekend in Barcelona mit Frau Morgenstern’s „The Night Circus“ zu tun? Alles und nichts würde ich sagen. Eigentlich war es nur das Buch, das ich gerade am Start hatte, als wir nach Barcelona geflogen sind, es hatte nicht wirklich eine nähere Verbindung zu Barcelona oder zum Reading Weekend, entpuppte sich dann aber doch als richtig Wahl.

Es geht um zwei Zauberer, die anscheinend unsterblich sind, zumindest verdammt alt werden können. Prospero the Enchanter (Hector Bowen), und Mr. A. H. „the man in the grey suit“, die einen über Generationen ausgetragenen Wettstreit miteinander ausfechten, ausgetragen über ihre jeweiligen Schüler. Ende des 19. Jahrhunderts wählt Prospero seine 6jährige Tochter Celia als Schülerin, während A. H. einen 9jährigen Waisenjungen namens Marco Alisdair als seinen Schüler auswählt. Die beiden sind dadurch in einen lebenslangen Wettkampf verwoben, dessen genaue Ausmasse und Parameter ihnen nie wirklich erklärt werden und jahrelang wissen die beiden nicht einmal, dass sie überhaupt in einem Wettkampf miteinander stehen und wer eigentlich ihr Gegner ist.

The circus arrives without warning. No announcements precede it, no paper notices on downtown posts and billboards, no mentions or advertisements in local newspapers. It is simply there, when yesterday it was not. The towering tents are striped in white and black, no golds and crimsons to be seen. No color at all, save for the neighboring trees and the grass of the surrounding fields. Black-and-white stripes on grey sky; countless tents of varying shapes and sizes, with an elaborate wrought-iron fence encasing them in a colorless world. Even what little ground is visible from outside is black or white, painted or powdered, or treated with some other circus trick.

Der Nachtzirkus, der über Nacht plötzlich auftaucht, auch als Le Cirque des Rêves bekannt, ist ein Ort, der sich ständig ändert und durch die leidenschaftlichen Aufführungen und Wettkämpfe von Marco und Celia beeinflusst wird. Diese Leidenschaft überträgt sich (natürlich) auch irgendwann auf die beiden und sie werden von Rivalen zu leidenschaftlichen Liebenden. Der Wettkampf wird zum Kampf um ihre Liebe, der sie gegenseitig und den Zirkus zerstören könnte – oder wird es ihnen möglich sein ihrem Schicksal zu entkommen?

Der Roman hat eine wundervolle melancholisch dunkle Atmosphäre bevölkert mit exzentrischen Protagonisten, wie z.B. Friedrich Thiessen, der deutsche Uhrmacher, Zirkus-Groupie Tsukiko, eine Schlangenfrau, oder die rothaarigen Zwillinge, die in der Eröffnungsnacht des Zirkus geboren wurden und noch viele viele mehr.

Selbst für Leute die keine großen Zirkusfans sind, dieses Buch zieht einen so hinein in die Farben und Gerüche. Alles ist Illusion und es lohnt sich, die Neugierde einfach manchmal zu unterdrücken und nicht hinter den Spiegel zu schauen.

“The finest of pleasures are always the unexpected ones.”

Das Zitat passt wie die Faust aufs Auge. Denn genauso überraschend wie der Night Circus im Buch auftaucht, genauso überraschend ist in Barcelona plötzlich ein Zirkus vor mir aufgetaucht, der dem Night Circus meiner Phantasie fast haargenau entsprach. Ich dachte ich spinne.

Die anderen Reading Weekendler wollten gerne zur Sagrada Familia, da ich sie aber kannte und keine Lust auf lange Schlangen hatte, hab ich mich alleine am Hafen an der Barceloneta rumgetrieben und da war er der Zirkus.  Hab mich um die Umzäunung reingeschlichen, mir die Wagen angeschaut, ins Zelt geguckt, er war fast komplett leer an diesem sonnigen Sonntagmorgen, hab ein paar Bilder gemacht, ein kleiner Artisten-Junge mit dem süßesten Hund der Welt hat sogar versucht, mir das Jonglieren beizubringen. Ja, da war ich nun leider nicht sehr begabt.  Schade, das ich mein Night Circus Buch nicht dabei hatte,  das wäre sonst das perfekte Bild geworden. Wären wir nicht am Abend abgereist, ich wäre auf jeden Fall in den Zirkus gegangen – aber irgendwann taucht der schon noch mal auf in meiner Nähe – und dann ….

“You may tell a tale that takes up residence in someone’s soul, becomes their blood and self and purpose. That tale will move them and drive them and who knows that they might do because of it, because of your words. That is your role, your gift.”

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Wahrscheinlich hat mich auch der Film „Prestige“ an das Buch erinnert, den ich diese Woche gesehen habe. Die Verfilmung von „The Night Circus“ ist aktuell in Produktion, der Trailer hier ist anscheinend von einem Fan erstellt und daher nicht offiziell, sieht aber schon mal ganz gut aus:

Mein nächstes Reading Weekend kommt bestimmt – watch out !

Das Buch ist auf deutsch unter dem Titel „Der Nachtzirkus“ im Ullstein Verlag erschienen.

The Drowned World – JG Ballard

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Heute mal wieder ein Schmankerl aus dem Archiv, das ich nach und nach hochladen will. Dieser absolut schrecklichste, nasseste und trübste Sommer ever in Bayern hat mich zu einem Sonnenfoto greifen lassen. Wie gerne würde ich jetzt dieses Buch noch einmal an diesem thailändischen Strand lesen!

JG Ballards „The Drowned World“ stand schon eine Weile auf meiner Leseliste, hatte es aber bislang nicht. Und wo finde ich dieses – ok etwas mitgenommene Exemplar? – in LAOS (!) in einem klitzekleinen Laden in dem man das weltbeste „Morning Glory“ essen konnte. Das lag da schon eine Weile und ich durfte es gerne mitnehmen.

Wo läßt sich „The Drowned World“ besser lesen, als im schwül-warmen Südostasien? Die Geschichte spielt in London, die Polarkappen sind geschmolzen, die Welt fast komplett abgesoffen und die Zivilisation so gut wie hin. Brennendes Sonnenlicht mit unglaublichen Temperaturen machen es nahezu unmöglich zu überleben. Unglaublich das diese Geschichte bereits 1962 geschrieben wurde, als noch kein Mensch von Klimawandel gesprochen hat.

Eine Gruppe von Außenseitern lebt an einem Sumpf oberhalb des gefluteten Londons. Dr. Keran wohnt in einem ehemaligen Hotel, Beatrice Dahl, mit der er gelegentlich eine Affaire hat, auf der anderen Seite und in der Nähe ist eine Militärbasis, auf der Experimente durchgeführt werden. Es ist gnadenlos heiß, es schwirren riesige Libellen durch die Luft und die ganze  Atmosphäre ist stickig, klebrig und die Hitze lähmt alles.

Die Atmosphäre schlägt allen aufs Gemüt und mehr und mehr setzt unter den Protagonisten eine durch Träume ausgelöste Form von Wahnsinn ein. Sie weigern sich, der Aufforderung des Militärs nachzukommen und mit diesen weiter Richtung Norden zu ziehen. Robert und Beatrice sind vollkommen lethargisch, schlafen fast nur noch, bis eine Gruppe Piraten auftaucht und anfängt die paar Überlebenden zu terrorisieren und die leerstehenden Gebäude auszurauben.

Auch bei ihnen beginnen irgendwann die Träume und sie merken, dass sie nach und nach den Halt verlieren und sich immer weiter von ihrer eigenen Menschlichkeit entfernen. Je amphibienhaft lethargischer sie werden, um so mehr beginnt die Natur um sie herum aufzublühen trotz oder gar aufgrund der widrigen Umweltbedingungen. Die Menschheit entwickelt sich zurück, unsere Zivilisation geht in die Knie, aber die Natur überlebt die Umweltkatastrophe.

Das Buch ist bei Weitem nicht fehlerfrei. Die Geschichte verliert etwas an Spannung in der Mitte, die Lethargie greift gelegentlich auch etwas auf den Leser über und man sollte nicht mit allzu hohen Logik-Ansprüchen an die Geschichte herangehen. Woher sie nach den vielen Jahren des Geflutet-Seins noch immer Nahrung, Alkohol und Benzin haben, hmmmmm.

Mir hat das Buch sehr gefallen, vielleicht oder gerade auch wegen der schwülen, traumartigen Atmosphäre im Buch und ich habe mich sehr an eine Star Trek TNG Folge erinnert gefühlt, in der sich die Besatzung, durch einen unbekannten Virus bedingt, auf ihre ursprünglichste Entwicklungsstufe zurückentwickelt.

Eine Dystopie, bei der man sich immer wieder einmal bewusst machen sollte, dass sie bereits in den 60er Jahren geschrieben wurde.

‚Did I or did I not try to kill myself?‘ One of the few existential absolutes, far more significant than ‚To be or not to be?‘, which merely underlines the uncertainty of the suicide, rather than the eternal ambivalence of his victim.“

„Nothing endures for so long as fear. Everywhere in nature one sees evidence of innate releasing mechanisms literally millions of years old, which have lain dormant through thousands of generations but retained
their power undiminished. The field rat’s inherited image of the hawk’s
silhouette is the classic example – even a paper silhouette drawn across a cage sends it rushing frantically for cover. And how else can you explain the universal but completely groundless loathing of the spider, only one species of which has ever been known to sting? Or hatred of snakes and reptiles? Simply because we all carry within us a submerged memory of the time when the giant spiders were lethal, and when the reptiles were the planet’s dominant life form.“

Das Buch ist auf deutsch unter dem Titel „Paradiese der Sonne“ in der Edition Phantasia erschienen

Street Art Shoreditch

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(Martin Ron)

El Mac

El Mac

Dan Kitchener

Dan Kitchener

kissing girls

Miss Tic

Miss Tic

muslim boy in front of wall

Zio Ziegler

motfu2

Motfu

my dog sighs

My Dog Sighs

Osch

Osch

Lilymixe

LiliMixe – the Artist herself was our wonderful Guide

shaftme

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As sunny day in London – what better way to spend it than taking pictures of some of the most amazing Street Art I have seen. The tour in Berlin last year was superb especially with us being able to do some Streetart ourselves but London is just well London.

Shoreditch is a really vibrating cool area. My ancestors, the Hugenots should maybe have chosen the East End to go to after being kicked out of France. Seems these guys have all been a major success and became madly rich in London. My folks decided to go to Germany and well yes – become not exactly rich 😉

Anyway, if you are in London go and see this Area. The Old Truman Brewery, the great Balti Curry Houses, the Streetart of course and a very wonderful little Bookshop that I can highly recommend 🙂

Brick Lane Bookshop