The Sheltering Sky – Paul Bowles

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In diesen Roman muss man eintauchen, sich einlassen auf diese um sich greifende Lethargie, die einen ganz subtil, intensiv und unheilvoll umgibt. Port, seine Frau Kit und Tunner, ein Freund des Ehepaares, lassen sich durch die nordafrikanische Wüste treiben auf ständiger erfolgloser Suche nach einer besseren Zukunft. Eine Zukunft, die sie nach dem zweiten Weltkrieg nicht in Amerika zu finden glauben. Sie sind eine ruhe- und ziellose Gruppe, seltsam nichtssagend und verbringen die meisten Zeit des Tages schlafend, dem wirklichen Leben und den Einheimischen nach Möglichkeit aus dem Weg gehend.

„Each man’s destiny is personal only inso as it may resemble what is already in his memory.“

Kit und Port haben eine dysfunktionale Beziehung, die sie auf dieser Reise versuchen zu reparieren. Aber das wird einfach nichts. Kit ist ständig von unheilvollen Vorahnungen erfüllt, Tunner versucht Kit aus Langeweile zu verführen und Port besteht durch und durch aus permanenter, unendlicher Traurigkeit.

„We’ve never managed, either one of us, to get all the way into life“.

Die immerwährende Lethargie bietet Gleichgültigkeit, Entfremdung und Fehlkommunikationen fruchtbaren Boden und die menage-a-trois bringt die Einsamkeit und den fiebrigen Wahn zum Vorschein.

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Paul Bowles ging 1947 von New York nach Tanger in Marokko und neben dieser Flucht Richtung Wüste gibt es noch einige Gemeinsamkeiten zwischen Bowles und Port.

„Another important difference between tourist and traveler is that the former accepts his own civilization without question; not so the traveler, who compares it with the others, and rejects those elements he finds not to his liking.”

Paul Bowles hatte in Bernardo Bertolucci’s Verfilmung von „The Sheltering Sky“ zwei Gastauftritte, war aber wohl mit dem Gesamtergebnis des Filmes nicht ganz zufrieden. Trotzdem werde ich mir den Film bei Gelegenheit mal ansehen und von Mr Bowles möchte ich auf jeden Fall noch weiteres lesen.

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2 Kommentare zu “The Sheltering Sky – Paul Bowles

  1. Obwohl Bowles mit dem Film unzufrieden war – schau ihn Dir unbedingt an! Ich glaube, er ist von Bertolucci – jedenfalls könnte er von ihm sein. Ein Bilderrausch. Buch und Film – jedes für sich einzigartig. Und nach dem Kino wollte ich sofort in die Wüste (auch wenn es den Protagonisten da nicht gut erging…)

  2. Pingback: LOST! … in Books | Binge Reading & More

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