The brief wondrous Life of Oscar Wao – Junot Diaz

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Hedwig und Oscar kuscheln 😉

Spanisch-Grundkenntnisse sind für diesen Roman nahezu unabkömmlich. In der deutschen Version soll es am Ende des Buches ein Glossary geben, das hätte mir in meiner englischen Ausgabe das Leben durchaus erleichtert. Ob es an den wahnsinnig vielen spanischen Ausdrücken/Sätzen lag oder einfach daran, dass ich eine bestimmte Vorstellung hatte, worum es bei dem Buch geht, die nicht wirklich getroffen wurde, auf jeden Fall ist mein Gefühl zu dem Buch durchwachsen.

Am Anfang viel Geschichte der Dominikanischen Republik und insbesondere in vielen Fußnoten zum Diktator Trujillo der von 1930 bis zu seiner Ermordung 1961 als unberechenbarer und gefürchteter Tyrann das Land in Angst und Schrecken versetzte. Er war besessen von der Idee, die Bevölkerung des Landes „aufzuhellen“ und ließ 25.000 – 30.000 dunkelhäutige vorwiegend aus Haiti stammende Zuckerrohrarbeiter töten.

Neben der Geschichte des Landes spielt der Fuku, ein Fluch, der über der Familie Oscar’s liegen soll, eine größere Rolle. Die Fußnoten in dem ohnehin recht kleingedruckten Buch waren winzig und ich fand den ersten Teil recht anstrengend. Oscar’s Rolle im Buch hatte ich mir aufgrund des Titels weit größer und auch irgendwie spannender vorgestellt.

Oscar kommt in weiten Teilen gar nicht vor. Es wird riesig ausgeholt um die Geschichte von Oscar’s Mutter und deren Eltern einzubinden und ich habe über Oscar, sein Leben, wie er nun eigentlich ist und warum erstaunlich wenig erfahren, dafür dass er doch der Namensgeber für den Roman ist.

Gefallen hat mir seine toughe Schwester Lola. Die Kapitel, in denen sie eine größere Rolle spielt, waren in meinen Augen die besten. Insgesamt eben etwas durchwachsen das Lese-Erlebnis.

Aber: Für solch ein durchwachsenes Buch irre viele gute Sätze. Daher hier eine vergleichsweise große Zitatensammlung:

Did this unrequited love cause him to lose weight? Unfortunately, this alone it did not provide, and for the life of him, he couldn’t understand why. When Lola had broken up with Golden Gloves she’s lost almost twenty pounds. What kind of genetic discrimination was this, handed down by what kind of scrub God?

Things had been bad between us all year. How could they not have been? She was my Old World Dominican mother and I was her only daughter, the one she had raised up herself with the help of nobody, which meant it was her duty to keep me crushed under her heel.

If you didn’t grow up like I did then you don’t know and if you don’t know it’s probably better you don’t judge. You don’t know the hold our mothers have on us, even the ones that are never around – especially the ones that are never around. What it’s like to be the perfect Dominican daughter, which is just a nice way of saying a perfect Dominican slave. You don’t know what it’s like to grow up with a mother who never said a positive thing in her life, not about her children or the world, who was always suspicious, always tearing you down and splitting your dreams straight down the seams.

I was thinking about the one time I’d seen Lola that year; she had been reading a book in front of the Henderson Chapel with such concentration I thought she might hurt herself.

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