"Manuscripts don't burn" schreibt ausgerechnet Bulgakov, dem brennende Manuskriptseiten vermutlich durchaus bekannt sein dürften. Die meisten seiner Werke landeten auf dem Index, seine Stücke wurden oft nach wenigen Aufführungen abgesetzt und verboten. Er selbst hat unermüdlich weitergeschrieben, wenn auch meist für die Schreibtischschublade und wer weiß, ob nicht die eine oder andere Manuskriptseite aus Frust im Feuer gelandet... Continue Reading →
Thérèse Raquin – Emile Zola
Ja mei so kanns gehen, wenn man als arme abgeschobene Verwandte mit dem schwächlichen, ewig kränkelnden, reichlich asexuellen Cousin verheirat wird. Der erste dahergelaufene glück- und ambitionslose Typ wird zum Inbegriff der Männlichkeit und Thérèse beginnt eine animalistisch-heiße Affäre mit ihm. Nur durch diese Affäre scheint sie die immer gleichen trüben Tage im düsteren Kurzwarenladen... Continue Reading →
Cannery Row – John Steinbeck
An dieser Lektüre ist ganz eindeutig Ms Autumn Schuld, die mir mit ihrer grandiosen Rezension derart Lust auf dieses Buch gemacht hat, dass ich es umgehend einkaufen und in die Urlaubskiste werfen mußte. Und ? HELL YES! Es hat sich gelohnt, aber sowas von. Das ist ein wirklich unvergessliches Buch und ich kann gar... Continue Reading →
Women – Charles Bukowski
Bukowski lesen ist ein Kurztrip in die Hölle. Ein paar Seiten reichen und ich war einfach nur dankbar, dass ich es nur mit Bildern in meinem Kopf zu tun haben würde, nicht aber noch mit Gerüchen, die aus dem Buch kommen könnte. What a dirty smelly old man - krass! Wer Bukowski lesen will, muss bereit... Continue Reading →
Die Zelle – Horst Bienek
Horst Bienek war für mich bis zur Lektüre dieses Buches eigentlich nicht viel mehr als ein Name, ein Schriftsteller aus den 70er Jahren, der mich aus irgendeinem Grund an Alfred Biolek erinnerte. Gelesen hatte ich bislang noch nie etwas von ihm und hätte es nicht vor einer Weile eine Aktion auf Facebook gegeben, bei der man 10... Continue Reading →
Im Cafe der verlorenen Jugend – Patrick Modiano
Der zweite Versuch, mich dem Literaturnobelpreisträger 2014 zu nähern, denn mein erster Versuch mit "Der Stammbaum" war nicht recht gelungen. Modiano hat einen sehr speziellen Stil, seine Bücher sind kleine Wunderwerke, die das Paris der 60er Jahre wieder auferstehen lassen und sie wirken wie schwarz-weiß-Aufnahmen, entzückend melancholische, bittersüße nostalgische Träumereien. Es passiert gar nicht viel in... Continue Reading →
Regeneration – Pat Barker
Mehr oder weniger zufällig habe ich dieses Jahr einige Bücher gelesen, die im Ersten Weltkrieg spielen. Ob es die diversen 100-Jahre-1. Weltkrieg-Erinnerungsveranstaltungen waren, die mich dazu brachten oder ob es Zufall ist, ich weiß es nicht genau. Pat Barker’s „Regeneration“ ist auf jeden Fall schon sehr lange auf meiner „To-Read-Liste“. Mitte der 90er Jahre war... Continue Reading →
Ein Kapitel aus meinem Leben – Barbara Honigmann
Es ist schwer sich vorzustellen wie es ist, wenn man mit zwölf oder dreizehn Jahren mitbekommt, dass die eigene Mutter mit DEM Doppelagenten und Meisterspion Kim Philby in den 30er Jahren verheiratet war. Wie hätte ich mich wohl in dieser Situation verhalten? Barbara Honigmann hat nicht wirklich viel von der Vergangenheit ihrer Mutter erfahren. Die war - ob... Continue Reading →