Lektüre Dezember 2022

Frohes neues Jahr meine Lieben! Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht und eure guten Vorsätze drehen sich hauptsächlich um das Lesen. Ich hatte im Dezember einen durchwachsenen Lesemonat. Ich hatte mich sehr lange auf meinen „Drood“ Marathon gefreut, der war dann aber ein bisschen weniger spannend und überwältigend als ich es erhofft hatte. Aber dazu gleich mehr.

Ich hoffe, ihr schaut auch 2023 wieder regelmässig vorbei hier, bei meinen monatlichen Lektüre-Übersichten oder meiner Woche, ich hoffe auch die Hirngymnastik und die Reihe Women in Science und Women in SciFi wieder zu beleben.

Jetzt aber der Rückblick auf den Dezember:

Über Emily Brontë – Mithu Sanyal erschienen im Kiepenheuer & Witsch Verlag

Wie ein Sturm ist das Werk Emily Brontës in das Leben von Mithu Sanyal hineingefegt. Die erste Lektüre des Romans »Sturmhöhe: Wuthering Heights« hatte für die Autorin von »Identitti« lebensprägende, lebensverändernde Kraft.

Mithu Sanyal hat ein mitreißendes Buch über das Leben und Schreiben der weltberühmten englischen Autorin geschrieben, der man zu Lebzeiten mangelnde Weiblichkeit vorwarf und deren Buch als gefährlich galt. Für Sanyal, Tochter einer polnischen Mutter und eines indischen Vaters, war und ist »Sturmhöhe« ein Buch, in dem sie die eigene Fremdheitserfahrung wiederfand, ein Buch, das ihr in ungefähr allen wichtigen Lebensmomenten irgendwie weiterhalf und sie immer begleitet. Beim Sex, beim langweiligsten Urlaub der Welt, bei angeheirateten englischen Verwandten, die sich nach dem Empire zurücksehnen, und beim Planen der Revolution. Denn darum geht es vor allem in diesem Buch: um das Wunder, wie ein mehr als 170 Jahre alter Roman auf alle wesentlichen Fragen von heute zu Gender, Race, Class und Geistern klare, aktuelle, zukunftsweisende Antworten hat.

Dieses kleine Büchlein war mein Lesehighlight im Dezember. Auf einer Zugreise von Köln nach München, nach meinem Besuch des Kiepenheuer & Witsch Verlages in einem Rutsch durchgelesen und zu Hause direkt alle meiner Brontë Bücher vorgekramt und weitergelesen. Sanyal hat ein sehr kluges, elegantes Buch über die viel zu früh verstorbene Autorin des wahrscheinlich am häufigsten verfilmte Buch aller Zeiten geschrieben.

Allein schon wegen der wunderbaren Zitate über den Roman am Beginn jeden Kapitels lohnt sich das Buch:

Bei dem Buch hagt man das Gefühl, man würde sich in Gefahr begeben, wenn man es nur aufschlägt“ // Helen Oyeyemi

Heathcliff ist ein Findelkind. Als adoptiertes Kind verstand ich seine Demütigung, seine Inbrunst und seine Kapazität, andere zu verletzen. Außerdem lernte ich die Lektion des Romans, dass Grundbesitz Macht ist. Anscheinend braucht man, wenn man sich verlieben will, Immobilien. // Jeanette Winterson

Sie hat mir nicht nur Lust auf eine erneute Lektüre von „Wuthering Heights“ gemacht, sondern auch auf ihren Roman „Identitti“ der schon länger auf meiner Wunschliste steht.

Kauft dieses Buch, verschenkt dieses Buch und wer mag kann hier parallel noch mittels dieser Doku hier über die „Sturmhöhe“ wandeln:

Radikaler Universalismus – Omri Boehm erschienen im Ullstein Verlag

Mit „Radikaler Universalismus“ liefert Omri Boehm mehr als eine Neuinterpretation, er revolutioniert unser grundlegendes Verständnis von dem, was Universalismus eigentlich ist. Dabei beruft er sich auf Kant und seine oft missverstandene Wiederbelebung des ethischen Monotheismus der jüdischen Propheten. Ein kühner Entwurf, der in seiner Furchtlosigkeit einen Ausweg aus der festgefahrenen Identitätsdebatte eröffnet.

Boehm geht hier dem Ansatz nach dass wir uns auf die universellen Werte des Humanismus zurück besinnen und die Appelle der biblischen Propheten und Immanuel Kants wirklich verstehen müssen um Ungerechtigkeit kompromisslos bekämpfen zu können. Er sieht das nur möglich im Namen des radikalen Universalismus, nicht in dem der Identität.

Merkwürdig aufwendige Systeme wie Glauben, Religion oder der Rechtsstaat hat man sich gerade deshalb ausgedacht, um Gerechtigkeit ethisch plausibler und faktisch zwingender erscheinen zu lassen, als sie tatsächlich sind.

Ich stimme nicht in allen Punkten mit Boehm überein, aber es war eine interessante, zum Nachdenken anregende Lektüre, die ich durchaus empfehlen kann.

The Mystery of Edwin Drood – Charles Dickens auf deutsch erschienen unter dem Titel „Das Geheimnis des Edwin Drood“ übersetzt von Burkhart Kroeber erschienen im Manesse Verlag

Dieser Schauerroman erster Güte entführt uns in Opiumhöhlen, Hinterzimmer und Grüfte. Er entlarvt Propheten als Betrüger, Gottesmänner als arme Sünder und Würdenträger als Halbweltexistenzen. Obendrein ist «Edwin Drood» einer der ersten Kriminalromane der Weltliteratur. Da Dickens über der Arbeit an den Schlusskapiteln verstorben ist, gibt sein reifstes Werk seit beinahe hundertfünfzig Jahren Rätsel auf und hat Generationen von begeisterten Lesern zum Weiterspinnen des Plots angeregt. Die Spur zur Auflösung legte aller dings Dickens selbst, indem er wenige Wochen vor seinem Tod noch Originalillustrationen in Auftrag gab.

How beautiful you are! You are more beautiful in anger than in repose. I don’t ask you for your love; give me yourself and your hatred; give me yourself and that pretty rage; give me yourself and that enchanting scorn; it will be enough for me

Der Roman stand schon schon eine ganze Weile im Regal und als ich kürzlich im Bücherschrank zwei Bücher fand, bei denen es um die Auflösung rund um „Drood“ ging – plante ich für die Adventszeit einen Drood-Marathon, angefangen bei Dickens Original. Ich weiß nicht, ob ich ein bisschen aus Dickens rausgewachsen bin, ich kam nicht wirklich 100% im Roman an. Ich mochte die Szenen in den Opiumhöhlen und das düstere London, allerdings sind mir die Charaktere einfach nicht wirklich näher gekommen. Ein solider Dickens, aber „Great Expectations“, „Oliver Twist“ oder „David Copperfield“ haben mir deutlich besser gefallen, allerdings habe ich diese vor Ewigkeiten gelesen als Teenager und war damals schwer begeistert.

Drood – Dan Simmons übersetzt von Friedrich Mader erschienen im Heyne Verlag.

London im Jahr 1865: Bei einem dramatischen Eisenbahnunglück finden etliche Menschen den Tod. Unter den Überlebenden ist der bedeutendste Schriftsteller seiner Zeit: Charles Dickens. Doch nach diesem Ereignis ist Dickens nicht mehr derselbe. Wie besessen macht er sich auf die Suche nach einem mysteriösen Mann namens Drood. Aber wer oder was ist Drood wirklich? Und kann es sein, dass Charles Dickens in seinen letzten Lebensjahren zum kaltblütigen Mörder wird?

Die ersten 450 Seiten oder so habe ich wirklich ganz gerne gelesen. Ich habe unfassbar viel über Dickens und Wilkie Collins gelernt und fand die Geschichte ganz interessant, wenn auch sehr weitschweifig erzählt und nicht wirklich gruselig. Aber nach 450 Seiten etwa war die Luft raus für mich. Die Geschichte drehte sich im Kreis, es ging einfach nicht voran und ich die Vorstellung noch mal soviele Seiten in dieser Geschichte lesen zu müssen ließ mich verzweifelt nach einer Opiumpfeife oder ähnlichen Halluzinogenen hoffen.

When the last autumn of Dickens’s life was over, he continued to work through his final winter and into spring. This is how all of us writers give away the days and years and decades of our lives in exchange for stacks of paper with scratches and squiggles on them. And when Death calls, how many of us would trade all those pages, all that squandered lifetime-worth of painfully achieved scratches and squiggles, for just one more day, one more fully lived and experienced day? And what price would we writers pay for that one extra day spent with those we ignored while we were locked away scratching and squiggling in our arrogant years of solipsistic isolation?

Would we trade all those pages for a single hour? Or all of our books for one real minute?”

Reader – I ended it. Abgebrochen, in die Ecke geworfen. Noch auf halber Strecke dachte ich das wird, aber irgendwann hat es sich echt einfach totgelaufen. Hätte er doch einfach bei etwa 450 Seiten aufgehört und fertig.

Ich habe hier noch „Erebus“ von Dan Simmons liegen, das ist auch so ein dicker Klopper. Hat das schon eine*r von euch gelesen? Könnt ihr das empfehlen? Soll ich Mr. Simmons noch mal eine Chance geben?

Das letzte Kapitel (The Last Dickens) – Matthew Pearl übersetzt von Linda Budinger und Alexander Lohmann erschienen im Bastei Lübbe Verlag

Boston, 1870. Sylvanus Bendall eilt durch die engen Gassen des heruntergekommenen Stadtviertels New Land. Im fahlen Licht der Dämmerung wirkt der Nebel wie ein Leichentuch. Immer wieder dreht der Anwalt sich um und lauscht. Der Verfolger kommt näher. Bendall beschleunigt seine Schritte – vergeblich. Sein Blick fällt auf den Knauf eines Gehstocks, der wie ein Bestienkopf aussieht. Reißzähne blitzen auf. Bendall ahnt, was der Unbekannte mit den schwarzen Augen von ihm will: das Papierbündel in seiner Westentasche – die letzten unveröffentlichten Seiten aus der Feder des kürzlich verstorbenen Charles Dickens. Sie bergen ein dunkles Geheimnis – und jeder, der es kennt, muss sterben.

The books do pretend, Mr. Branagan. Surely. But that is not all. Novels are filled with lies, but squeezed in between is even more that is true—without what you may call the lies, the pages would be too light for the truth, you see?

Ich habe das Buch ganz gerne gelesen, aber mitgerissen oder begeistert hat es mich nicht. Vor ein paar Jahren haben wir im Bookclub „The Dante Club“ gelesen, da ging es mir ähnlich. Eigentlich müsste Pearl, der seine Romane gerne in Schriftstellerkreisen im 19. Jahrhundert spielen läßt genau mein Ding sein, aber irgendwie werden wir beide nicht richtig warm miteinander.

My Broken Mariko – Waka Hirako übersetzt von Cordelia Suzuki erschienen im Egmont Verlag

Dieser Manga war ein überraschendes Weihnachtsgeschenk der lieben Miss Booleana, die sehr zur Recht der Ansicht war, meine klaffende Manga-Bildungslücke bräuchte dringlichst Füllung. Der Manga hatte kein einfaches Thema, es geht um den Selbstmord eines jungen Mädchens, die Geschichte ist eindringlich und intensiv erzählt und hat mich ganz schön gefesselt.

Der Einzelband My broken Mariko widmet sich dem Thema Suizid auf eine ebenso aufwühlende wie authentische Art und Weise. Mariko ist gestorben. Sie hat sich das Leben genommen. Als ihre beste Freundin Shino davon zufällig in der Mittagspause erfährt, kann sie es kaum glauben. Wie kann das sein? Erst letzte Woche haben sie sich doch noch getroffen…? Fragen und Gedanken rasen ihr durch den Kopf und Shino fasst einen Entschluss: Wenn sie Mariko schon im Leben nicht helfen konnte, will sie wenigstens ihre Asche an einen besseren Ort bringen!

Es dauerte etwas bis ich mich an das Lesen von rechts nach links gewohnt hatte, verirrte mich beim Lesen immer mal wieder, aber ich denke das ist reine Übungssache. Es wäre gelogen zu sagen, ich bin sofort zum großen Manga-Fan geworden, aber ein bisschen angefixt bin ich schon und habe Lust mich mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Wird also definitiv nicht mein letzter Manga gewesen sein.

Harry Potter and the Goblet of Fire – J. K. Rowling auf deutsch erschienen unter dem Titel Harry Potter und der Feuerkelch erschienen im Carlsen Verlag übersetzt von Klaus Fritz

Weiter ging es im Dezember auch mit dem Wiederlesen der Harry Potter Reihe, mittlerweile bin ich bei Band 4 angelangt:

Harrys viertes Schuljahr in Hogwarts beginnt und ein Wettkampf hält die Schüler in Atem: das Trimagische Turnier, in dem Harry eine Rolle übernimmt, die er sich im Traum nicht vorgestellt hätte. Natürlich steckt dahinter das Böse, das zurück an die Macht drängt: Lord Voldemort. Es wird eng für Harry. Doch auf seine Freunde und ihre Unterstützung kann er sich auch in verzweifelten Situationen verlassen

It matters not what someone is born, but what they grow to be.

Macht mir riesigen Spaß wieder in Hogwart einzutauchen und mit Hermione, Harry und Ron das zaubern zu lernen. Hätte nicht gedacht, dass es mir fast noch mehr gefällt als beim ersten Mal. Groß war auch meine Freude als ich im Hamburger Hauptbahnhof dann plötzlich vor Harrys Wizzard World stand und natürlich gleich einen Abstecher hinein machen musste:

12 Bytes – Jeanette Winterson erschienen im Vintage Verlag bislang noch nicht auf deutsch übersetzt

In 12 Bytes teilt die Autorin Jeanette Winterson ihre Überlegungen zu künstlicher Intelligenz in all ihren verwirrenden Erscheinungsformen. In ihrem brillanten, pointierten und witzigen Erzählstil blickt Winterson auf Geschichte, Religion, Mythos, Literatur, Rassen- und Geschlechterpolitik sowie Computerwissenschaft, um uns zu helfen, die radikalen Veränderungen zu verstehen, die sich derzeit um uns herum vollziehen.

Wenn wir nicht-biologische Lebensformen erschaffen, werden wir sie dann nach unserem Ebenbild erschaffen? Oder werden wir die Gelegenheit wahrnehmen, uns nach ihrem Bild umzugestalten? Wie sehen Liebe, Fürsorge, Sex und Bindung aus, wenn Menschen Verbindungen mit nichtmenschlichen Helfern, Lehrern, Sexarbeitern und Gefährt*innen eingehen? Und was wird mit unseren tief verwurzelten Annahmen über das Geschlecht geschehen? Wird der physische Körper, der unser Zuhause ist, bald durch biologische und neuronale Implantate verbessert werden, die uns fitter, jünger und verbundener machen? Ist es an der Zeit, Elon Musk zu folgen und den Planeten Erde zu verlassen?

The arts aren’t a leisure industry – the arts have always been an imaginative and emotional wrestle with reality -a series of inventions and creations. A capacity to think differently, a willingness to change our understanding of ourselves. To help us be wiser, more reflective, less frightened people.

Ich schließe den Dezember mit meinem zweiten großen Highlight des Monats ab. Dieses Buch war großartig, hat mich gepackt, zum Nachdenken gebracht und in diverse Internet-Rabbitholes versenkt. Am Ende des Buches findet sich eine lange Bibliography die meine Leseliste wieder kräftig hat anwachsen lassen. Dieses Buch möchte nachts bei mehreren Flaschen Wein diskutiert werden. Besorgt es euch, lest es, ladet eure Freund*innen ein und diskutiert euch die Köpfe heiß. Jeanette Winterson ist ein tolle Erklärbärin.

So meine Lieben – jetzt möchte ich von euch hören. Worauf konnte ich euch besonders Lust machen? Was habt ihr auch schon gelesen und ihr teilt meine Einschätzung oder auch nicht? Danke fürs dabei sein, kommentieren, mit mir lesen und diskutieren 🙂

8 Kommentare zu “Lektüre Dezember 2022

  1. Meine 16-jährige Tochter hat vor ein paar Monaten auch Wuthering Heights gelesen und war begeistert, auch weil sie so viel Relevantes darin fand. Nachdem ich jetzt noch von dir Positives darüber höre, werde ich den Roman auch mal wieder lesen. Von besagter Tochter habe ich auch meine erste Lektüre für 2023 bekommen: Leigh Bardugos Ninth House. Ist eine gelungene Mischung von Fantasy und Mystery *und* spielt in New Haven mit jeder Menge dark academia um Yale herum; da ich dort vor vielen Jahren mal gelebt und als teaching assistant unterrichtet habe, habe ich das Lokalkolorit sehr genossen.
    Happy New Year und ich freue mich schon auf deine Posts in diesem Jahr – immer schön und anregend zu lesen, danke!

    • Liebe Sylvia, entschuldige meine späte Antwort. Ninth House war letztes Jahr meine erste Lektüre im Jahr und mir hat es auch sehr gefallen. Freue mich schon auf den 2. Teil der Reihe der jetzt bald rauskommen müsste „Hell Bent“…
      Ich wünsche Dir – wenn auch leicht verspätet – ein wunderbares, glückliches und gesundes neues Jahr! Liebe Grüße

  2. Das Buch von Jeanette Winterson würde ich gern lesen – klingt sehr interessant! Ich mag auch Filme über KI und Romane – zuletzt Pantopia von Theresa Hannig. Mich faszinieren die Fragen, ob eine bessere Welt mithilfe der KI möglich ist und was uns Menschen eigentlich ausmacht.
    Terror von Dan Simmons habe ich vor vielen Jahren gelesen und habe es trotz einiger Längen in guter Erinnerung – der harte Überlebenskampf im Eis, gespickt mit Mystery-Elementen.
    Frohes neues Jahr 🙂

    • Dann gebe ich dem Terror-Buch auf jeden Fall noch mal eine Chance und schaue mir auch Pantopia mal an.
      Und ja, ob uns KI zu einer besseren Welt verhilft oder sie alles eher verschlimmbessert ist echt die Frage.
      Mochte auf jeden Fall bei Winterson, dass sie einen eher positiven Blick auf KI hat.
      Ich kann sehr empfehlen Wintersons Buch 12 Bytes gemeinsam mit ihrem Roman „Frankissstein“ zu lesen! Liebe Grüße, Sabine

  3. Ahh, deine Begeisterung für Sanyal teile ich unbedingt. 🙂 Ich habe Aspekte entdeckt, die ich Jahrzehnte nicht auf dem Schirm hatte. Meine Lieblingsstelle kam gleich am Anfang: „Wuthering Heights war der erste echte Roman, den ich gelesen habe, […] Und das war ein Glücksgefühl, ein synästhetisches Ganzkörpererlebnis. Und ein Problem. Hängte er doch die Latte für weitere Romane extrem hoch, sodass ich später oft dachte: Das ist ja alles schön und gut, aber wann kommt endlich das Moor?“ Frohes neues Jahr! LG Anna

    • Danke liebe Anna! Dir auch noch – leicht verspätet – ein wunderbares frohes, gesundes und lesereiches Jahr!
      Ich habe im Übrigen auch das Gefühl das „Wuthering Heights“ einer der meist verfilmten Romane ist – hast du eine Lieblingsverfilmung? Ich mochte die von Andrea Arnold sehr gerne…
      Hmm, würde auch gut in die Jahreszeit passen, vielleicht schau ich mir die bei Gelegenheit gleich auch noch mal an…
      Liebe Grüße, Sabine

      • Hallo Sabine, ehrlich gesagt, bin ich, was die weiteren Verfilmungen angeht, völlig ahnungslos. Ich kenne tatsächlich nur die uralte Schwarzweiß-Verfilmung. Hatte bei Wuthering Heights aber auch nie das Bedürfnis nach weiteren Verfilmungen, das Buch ist doch schon großes Kino 🙂 Aber jetzt werde ich mal nach der von dir genannten stöbern gehen. LG Anna

  4. Hallo Sabine, mir hast du mit deinem Beitrag richtig Lust auf Mithu Sanyal über Emily Brontë gemacht. Ich habe Wuthering Heights mit 16 in der Fremde gelesen und hätte Lust, mir Sanyals Buch und Brontë noch einmal vorzunehmen.
    Zu Simmons kann ich gar nicht viel sagen, außer, dass ich mich gegen die Lektüre von „Terror“ und das Schauen der Miniserie (hat mir sehr gut gefallen!) entschieden habe. War – nach dem, was du schreibst – vielleicht keine schlechte Entscheidung. Ich hoffe trotzdem, dass die Zähigkeit des ersten Buches eines Ausnahme war und das zweite besser ist. Vielleicht liegt`s auch am Stoff. Ich habe zuletzt mit „Begehren“ von Richard Flanagan ein Buch, das einen Teil von Dickens Lebensgeschichte erzählt, gelesen – das waren auch die schwächsten Passagen des ganzen Buches. Viele Grüße, Jana

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