Poesie hat sehr viel zu tun mit der Kürze der Form und die knapp 150 Seiten sind nicht viel für ein ganzes Leben - und doch ist alles gesagt. Kein Satz zuviel, keines zuwenig, jedes Wort sitzt. Die Ruhe, die von dem Buch ausgeht, trügt, ist eine Illusion. Rasant vergeht das Leben des Andreas Egger.... Continue Reading →
Blue Nights – Joan Didion
Ich gebe zu, eine eher ungewöhnliche Strandlektüre. Vielleicht brauchte ich aber gerade die Sonne und Wärme, um mich einem solchen Buch zu nähern. Die Atmosphäre im Buch hat mir trotz der Traurigkeit und des Schmerzes sehr gut gefallen. Es fühlte sich an, als würde Ms Didion neben mir sitzen. Schmal und elegant, vielleicht eine Zigarette rauchend... Continue Reading →
Brücken schlagen – Candidplatz München
Richtig tolle Street Art gibt es seit Kurzem am Candidplatz in München zu entdecken. Nichts ahnend vor ein paar Tagen aus der U-Bahn gestiegen und fast den Künstler bei der Arbeit von der Leiter geholt. Artist: Case Künstler: Herakut Die Galerie muca möchte München als Kreativ-Standort stärken. Es geht darum, Kunst aus den Museen und Galerien auf... Continue Reading →
The Comfort of Strangers – Ian McEwan
Bislang habe ich noch kein Buch von Ian McEwan gelesen, dass mich kalt gelassen hat und "The Comfort of Strangers" ist da keine Ausnahme. Dieses kleine Büchlein, das wir in einer "zu verschenken"-Box gefunden haben, ist ein echter Page-Turner. Die Geschichte ist von Anfang an schleichend beunruhigend und beklemmend. Die düster schwüle "Gothic"-Atmosphäre kommt in Venedig natürlich besonders gut... Continue Reading →
N. P – Banana Yoshimoto
Kazami, die Erzählerin, arbeitet wie ihre Mutter als Übersetzerin. Ein paar Jahre nach dem Selbstmord ihres Freundes, der ebenfalls als Übersetzer tätig war, trifft sie die Kinder des Autors der Kurzgeschichten-Sammlung NP (benannt nach einem alten Song "North Point). NP scheint verflucht zu sein. Der Autor selbst, Sarao Takase, hat Selbstmord begangen, ebenso drei der Übersetzer, die versuchten das Werk... Continue Reading →
Simon Boccanegra – Guiseppe Verdi
"Das Herz des Menschen ist ein Quell ewigen Leides" und Simon Boccanegra leidet. Weil es einfach schwer ist Macht und Liebe zu vereinen und auch noch glücklich zu werden. Meine erste Verdi-Oper und ich fand sie wirklich gut. Jaaa, leider keine Mezzos weit und breit, aber dafür Piraten! Na ja gut, Simon Boccanegra ist ein Korsare,... Continue Reading →
Traumnovelle – Arthur Schnitzler
"Die Entblößung der Gefühle ist viel anstößiger, als die des Körpers." Das Buch als Magazin ist klasse - was für eine großartige Idee Klassiker mit gutem, coolen Design unters Volk zu bringen und frische Leser an Stoffe zu führen, um die sie sonst vielleicht instinktiv einen Bogen gemacht hätten. In blau gedruckt sind am Textrand... Continue Reading →
Von Männern, die keine Frauen haben – Haruki Murakami
Was ist das nur mit mir und Haruki Murakami ? Ich habe einige Lieblingsautoren, von denen ich vieles lese, Neuerscheinungen sofort in Augenschein nehme, mit denen ich für gerne mal ein Bier trinken gehen würde - aber mit Murakami ist das alles ganz anders. Seine Bücher brauche ich, die haben mich so ganz sachte, langsam, einfach komplett süchtig gemacht.... Continue Reading →
Homo Faber – Max Frisch
Egal was Walter Faber auch versucht, er schafft es einfach nicht seinen Flug zu verpassen. Er versteckt sich in der Bar, wird ohnmächtig in der Toilette, ignoriert tapfer auch die durchdringensten letzten und allerletzten Boarding-Aufrufe für ihn. Aber es hilft alles nichts. Er glaubt seine Maschine gehört zu haben als sie startet, fühlt sich sicher, da packt... Continue Reading →
Regeneration – Pat Barker
Mehr oder weniger zufällig habe ich dieses Jahr einige Bücher gelesen, die im Ersten Weltkrieg spielen. Ob es die diversen 100-Jahre-1. Weltkrieg-Erinnerungsveranstaltungen waren, die mich dazu brachten oder ob es Zufall ist, ich weiß es nicht genau. Pat Barker’s „Regeneration“ ist auf jeden Fall schon sehr lange auf meiner „To-Read-Liste“. Mitte der 90er Jahre war... Continue Reading →