Thinking

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„Man verdirbt einen Menschen am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.“
(Friedrich Nietzsche)

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Life after Life – Kate Atkinson

Atkinson

Ursula Todd wird im Winter 1910 während eines Schneesturms geboren und stirbt während der Geburt. Sie wird während eines Schneesturm im Winter 1910 geboren und stirbt nicht während der Geburt. Was wäre wenn – das ist die zentrale Frage in diesem Roman. Ursula ist ein besonderes Kind. Immer wieder erhält sie die Möglichkeit, von vorne anzufangen, andere Entscheidungen zu treffen, Situationen einfach so oft und lange zu durchleben, bis sie erträglich sind.

Ja, in gewisser Weise sicher ein Zeitreise-Roman, aber wer hier konsistente Science-Fiction-Zeitreise, physikalische Regeln und Erklärungen erwartet, wird enttäuscht werden. Atkinson schert sich einen Teufel um die aktuell angesagten Regeln zur Zeitreise, sie beschäftigt sich viel mehr mit der Frage was denn wäre, wenn wir alle wie Ursula die Möglichkeit hätten, bestimmte Situationen in unserem Leben so lange zu wiederholen, bis wir mit dem Ergebnis einigermaßen einverstanden sind.

Was wäre wenn Ursula Hitler erschossen hätte ? Was wäre in unserem eigenen Leben das eine oder andere Mal gewesen, wenn wir eine alternative Route hätten nehmen können? Und wäre es wirklich so toll, diese Möglichkeit zu haben. Gnade oder Fluch?

Mich hat dieses Buch total fasziniert und kann es nur jedem ans Herz legen. Ignoriert das häßliche Cover! Wäre ich König von Deutschland, ich würde pastell-farbene Cover umgehend verbieten oder maximal für ganz seichten Herzschmerz-Kram zulassen. Ein tolles Buch, insbesondere für Leute, die sich für die Zeit um und zwischen den Weltkriegen interessieren.

Lieblingszitat:
„Ursula craved solitude but she hated loneliness, a conundrum that she couldn’t even begin to solve“

„Sometimes it was harder to change the past than it was the future“

“I feel as if I’m waiting for something dreadful to happen, and then I realize it already has.”

Shining – Stephen King

Shining

Kein Buch für Kindheits-Nostalgiker. Auch beim zweiten Lesen, fast 20 Jahre später, noch immer ein Buch das mich ganz schön in Atem gehalten hat. Habe es über Ostern nachts unter dem Dach im Haus meiner wunderbaren Schwiegerfamilie gelesen. Das der Sturm ums Haus gepfiffen hat wie verrückt und ich mit der kleinen Nachtischlampe als einziger Lichtquelle bei jedem Klappern und Geheule fast einen Herzinfarkt bekommen habe, hat meinem Blutdruck nicht wirklich geholfen. Habe das Pippi-Gehen jede Nacht bis zum Gehtnichtmehr herausgezögert.

Shining ist ein Buch, bei dem die Horrorelemente ganz leise und schleichend kommen.  Fast schon mehr ein Familiendrama, eine Soziologie-Studie einer amerikanischen Familie die um ihre Existenz kämpft, als ein Horror-Thriller, obwohl, wenn der Horror kommt, dann kommt er! Der Vater ein jähzorniger Trinker, der genau wie seine Frau aus einem unglücklichen Elternhaus entkommen ist. Er ist ein erfolgloser Schriftsteller, der seinen Job als Lehrer verloren hat und der dem Alkohol mehr und mehr verfällt. Der kleine Sohn Danny hat das SHINING, dem die Eltern eher hilflos gegenüber stehen.

Im Hotel, in dem Danny’s Vater Jack als Hausmeister anheuert, kommen all die unterdrückten inneren Dämonen zum Vorschein. Die Geister, die das Hotel bewohnen bringen das Schlimmste in Danny’s Vater zum Vorschein. All die Bluttaten, die im Hotel seit seinem Bestehen von Politikern, Wirtschaftsbossen und Mafiosis begangen wurden, haben eine Brutstätte des Bösen geschaffen. Und der kleine Danny versucht mit aller Macht und der Hilfe seines Freundes, dem Koch des Hotels, seine Familie vor dem Bösen zu schützen.

Ich glaube das Buch ist sogar gerade etwas für Leute, die eigentlich keine Horror-Literatur lesen. Es ist richtig gut geschrieben, ganz tolle Unterhaltungsliteratur die durchaus zum Nachdenken anregt.
Empfindlicheren Gemütern würde ich allerdings empfehlen, das Buch eher tagsüber und nicht nachts bei Gewitter oder Sturm zu lesen, denn der Weg zum Klo kann arg weit sein.

Monthly Mixtape 5/14

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  1. Satellites – EMA
  2. Ruffians on Parade – Kaiser Chiefs
  3. I don’t mean to wonder – Black Hearted Brother
  4. Fuck the EU – Acid Pauli
  5. Just leave us alone – Mesh
  6. Kurzmitteilung – Freiburg
  7. Penguins – Babyshambles
  8. Me and the Devil – Soap & Skin
  9. Crepuscule – In the Nursery
  10. Please Rewind (La Boum Fatale Remix) – Hundreds
  11. Buried Alive – Veronica Falls
  12. Erdbeermund – Franz Ferdinand
  13. Sugar – Editors
  14. Possessed – Eagulls
  15. For so long – Sister Crystals
  16. Arabella – Arctic Monkeys
  17. In your Room – The Klinik
  18. The Fall – Torul
  19. No rest for the wicked – Lykke Li
  20. The Thief – Radiohead
  21. The Silence and the Drones – Blood Red Shoes

Leidenschaft

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I began to realise how important it was to be an enthusiast in life…if you are interested in something, no matter what it is, go at it at full speed ahead. Embrace it with both arms, hug it, love it and above all become passionate about it. Lukewarm is no good. Hot is no good either. White hot and passionate is the only thing to be.
(Roald Dahl)