Meine Woche

chilehaus in berlin

Gesehen: die David Bowie Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin – tolle Ausstellung, leider fiel irgendwann die Technik aus ohne die das ganze nur die halbe Miete war.
Oh und den wunderbaren „Die Ferien des Monsieur Hulot“ von Jacques Tati. So schön !

Gelesen: eine Menge Zeitschriften courtesy of „Sticks & Stones“ die da reichlich verteilt wurden. Und in irgendeinem der Hefte über das Wort „Serendipity“ gestolpert und drüber nachgeacht.

Gehört: POLICA ! Ein wunderbares Konzert. Würde ich jederzeit wieder anschauen. War ein ganz toller Abend.

Getan: die Sticks & Stones Messe in Berlin besucht – anstrengend wars, sehr spannende Vorträge.

Gegessen: Wahnsinnig leckeren scharfen Octopus mit Gemüse, Kimchi und mariniertem Brokkoli in der Kimchi Princess in Kreutzberg.

Getrunken: Revolutionsbier – Roter Oktober. Lecker und sehr cooles Design.

Gefreut: über das leckere Frühstück, interessante Gespräch mit einer Freundin in Nikolaisee.

Geärgert: über die olle Technik die ausgerechnet dann versagen muß, wenn ich in der Bowie-Ausstellung bin

Gelacht: über meine Blödheit selbst mit Karte einfach nicht den Weg zu finden und mich stets und ständig zu verlaufen

Geplant: die Morgenseiten wieder zu beginnen.

Gewünscht: das auch das letzte der drei Step Up Camps gut läuft.

Gekauft: Zwei Polica CDs und das dazugehörige Tshirt und ein Mumin-Buch

Gefunden: den Kranichklunker nach einigem Suchen

(diese Auflistung bei philuko gesehen für toll befunden und übernommen – hoffe, das ist ok).

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Polica – Strom

polica 2

Vor ein paar Tagen das überhaupt erste Mal im Strom gewesen und letzten Dienstag schon gleich wieder. An diesem Abend war es deutlich voller. Ich überlege die ganze Zeit, wann und wo ich über einen Song von Polica gestolpert bin. Es muß im Sommer letztes Jahr gewesen sein und der eine Song reichte vollkommen, Polica auf die Liste der Bands zu setzen, die ich sehen will. Ich bin da nicht alleine. „Die beste Band die ich je gehört habe“ sagt Bon Iver’s Frontman Justin Vernon. Sooo weit mag ich mich nicht aus dem Fenster hängen, aber es war schon irre geil.

Channy Leanagh, graziös und unglaublich schön, gründete die Band 2011 in Minneapolis. Polica haben einen ganz eigenen sehr sehr coolen Sound. Ich glaube sie haben so ziemlich alles vom „Give you the Ghost“ Album und auch nahezu alles vom neuen Album „Shulamith“ gespielt, die Reihenfolge weiß ich allerdings nicht. Es war ein wunderschönes Konzert. Was für eine Atmosphäre! Keine Ahnung, wo die gut 1,5 Stunden geblieben sind. Leanagh hat eine unglaubliche Ausstrahlung, wobei man ihr anmerkt das das Rampenlicht nicht unbedingt ihr Metier ist. Die erste halbe Stunde hat sie sich ständig hinter dem rechten riesigen Lautsprecher versteckt und kam immer nur gelegentlich mal vor getänzelt, um sich dann umgehend wieder in Deckung zu bringen. Der Fotograf, der ihr die Kamera bei ihren seltenen Ausflügen nach vorne dann fast ins Gesicht gedrückt hat, schien ihr nahezu körperliche Schmerzen zu verursachen.

Im Laufe des Abends schien sie sich wohler zu fühlen und blieb – für alle gut sicherbar – immer länger vorne an der Bühne stehen. Die beiden Alben mußte ich natürlich kaufen, denn youtube alleine macht nicht glücklich. Ein Polica-Tshirt vervollkomment mein Fan-Outfit nun und freue mich schon aufs nächste Konzert.

Shulamith ist im übrigen der Name der als recht radikal geltenden Feministin Shalmith Firestone deren Buch „The Dialectic of Sex“ die Hauptinspiration für Sängerin und Texterin Channy Leaneagh war, während der Aufnahmen des gleichnamigen Albums. Da schau ich mal rein in das Buch. Ich hoffe Ms Leaneagh bleibt uns noch eine Weile als Sängerin erhalten, Publicity etc sind so gar nicht ihres und ich könnte mir vorstellen, dass sie da nicht sehr lange Lust drauf hat.

Vorband

Noch ein Wort zur Vor-Dame: Scarlett O’Hanna aus Toulouse hat mir gut gefallen. Keinem wirklichen Genre angehörige Elektro-Mucke die klingt wie  „… eine Stahlfaust in einem Samthandschuh“, wie die belgische Webseite „Botanique“ so schön schreibt. Von ihr auch gern mehr 🙂

 

 

Reise ans Ende der Nacht – Louis-Ferdinand Céline

celine

Kann man, darf man, soll man über ein Buch schreiben, das man nicht zu Ende gelesen hat? Das ich trotzdem wahnsinnig gut fand, aber – ich kann das nicht zu Ende lesen ohne mir umgehend Antidepressiva verschreiben zu lassen. Dieses Buch ist so kontrovers, wie fast kein anderes, das ich jemals gelesen habe.

Zuerst einmal der Autor. Céline ist bekanntermaßen Jahre nach der Veröffentlichung dieses Buches zu einem ausgesprochenen Faschisten geworden, er hat mit den Nazis kollaboriert hat nach 1937 einen so wahnsinnigen Hass auf die Juden entwickelt, dass man wohl durchaus von einer Psychose sprechen kann. Kann man, soll man so ein Buch lesen und gar stellenweise für großartig halten? Es fällt mir so schwer Buch und Autor voneinander zu trennen, auch wenn in der Reise ans Ende der Nacht von seinem Judenhass noch nicht übermässig viel zu spüren ist.

Aber ich habe noch nie eine bessere Beschreibung des Krieges gelesen. Große Teile des Buches sind autobiographisch und wie der Ich-Erzähler Bardamu hat auch Céline am 1. Weltkrieg teilgenommen, ist dort für seine Tapferkeit mit Orden dekoriert, aber schwer verwundet nach Frankreich zurückgekehrt und verbrachte Zeit im Kamerun.

Bardamu gelangt dann nach New York und auch dort zieht es ihn immer weiter in die Tiefe. Seine Beschreibung der Arbeitsbedingungen bei Ford, seine Kritik am Kapitalismus sind pointiert und wunderbar geschrieben aber ich habe bislang noch nie ein Buch, das derart misanthropisch ist, gelesen wie dieses. Ich habe seitenweise tolle Sätze angestrichen, aber mit dem Kapitel in dem Bardamu wieder in Frankreich landet und dort als Armenarzt zu arbeiten beginnt, da konnte und mochte ich für den Moment nicht mehr.

Ich habe das Buch vor ein paar Monaten auf der Auer Dult gekauft. Es ist eine Ausgabe aus den 50er Jahren im „Modernen Buchclub Darmstadt“ erschienen. Der vorherige Besitzer hat fast immer die gleichen Stellen markiert, die auch ich am besten fand und interessanterweise scheint er an einer ähnlichen Stelle aus dem Buch ausgestiegen zu sein, denn die Unterstreichungen ändern abrupt.

Céline war einfach ein wirklich ausgesprochen unsymphatischer Mensch mit schrecklichen Überzeugungen. Er hat offen mit Hitler sympathisiert, die Resistance versuchte mehrfach, ihn zu töten und nach Kriegsende wurde er als Kollaborateur verhaftet. Er hat sich nie vom Faschismus abgewandt und pflegte sein Image als misanthropischer, unbelehrbarer Alt-Nazi mit Arbeiterhintergrund. Aber man muss ihm eines wirklich lassen, er konnte wahnsinnig gut schreiben und war ein guter Beobachter und Kommentator seiner Zeit.

„Weil ich die Menschen noch nicht kannte. Ich werde nie mehr glauben, was sie sagen, was sie denken. Vor den Menschen, vor ihnen allein muß man Angst haben, immer.“

„Sollte ich der einzige Feigling auf Erden sein? dachte ich. Und mit welchem Entsetzen! Unter zwei Millionen heldenhafte, entfesselte, bis an die Zähne bewaffnete Wahnsinnige verirrt? Mit Helmen, ohne Helme, ohne Pferde, auf Motorrädern, brüllend, in Automobilen, pfeifend, Plänkler, Verschwörer in der Luft, auf den Knien, sich eingrabend, stürmend, sich auf den Pfaden tummelnd, mit den Gewehren furzend, eingeschlossen auf der Erde wie in einer Kerkerzelle, um alles auf ihr zu zerstören, Deutschland, Frankreich und die Kontinente, um alles zu zerstören, was atmet, toller als die Hunde, die eigene Tollheit anbetend (was die Hunde nicht tun), hunderttausendmal toller als tausend Hunde, und um soviel lasterhafter! Schön schauen wir aus! Wirklich, jetzt begriff ich es, ich war in einem apokalyptischen Kreuzzug geraten.“

„Die Kanonenschüsse waren für sie nichts als Lärm. Deshalb können Kriege so lange dauern. Die, die ihn mitmachen, erfassen ihn nicht, während sie ihn mitmachen. Mit einer Kugel im Leib hätten sie weiter alte Sandalen auf der Straße aufgeklaubt, die „noch zu brauchen waren“. Wie ein Schaf, das röchelnd in der Wiese liegt und noch immer Gras frißt. die meisten Menschen sterben erst im letzten Augenblick; die anderen fangen früher damit an und greifen um zwanzig Jahre vor, manchmal noch um mehr. Das sind die Unglücklichen auf Erden.“

Und vielleicht steht aus das Alter drohnend an unserem Bett. Wahrscheinlich hat man schon keine Musik mehr in sich, zu deren Takt das Leben sich in heiterem Reigen schwingen könnte. Die ganze Jugend ist schon ans Ende der Welt im Schweigen der Wahrheit in den Tod gegangen. Und wie soll man über sich hinausgelangen, wenn man schon nicht mehr genügend Taumel in sich hat? Die Wahrheit ist ein Todeskampf, de rniemals endet. Die Wahrheit dieser Welt, das ist der Tod. Man muß sich entscheiden, ob man sterben oder lügen will. Ich habe nie den Mut zum Selbstmord aufgebracht.“

„Die kleinen Leute forschen fast nie nach den Ursachen ihrer Leiden. Sie begnügen sich damit, sich untereinander zu hassen.“

„Die Reichen brauchen nicht selber töten, um was zum Fressen zu haben. Sie lassen die Leute für sich arbeiten, wie sie sagen. Sie tun selber nichts Böses, die Reichen. Sie zahlen. Man tut alles, ihnen zu Gefallen, und alle sind hochzufrieden. […] Weiter ist das Leben seit Anbeginn nicht gekommen“

Meine Woche

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Gesehen – „Girl with a Pearl Earring“ – der hat mir richtig gut gefallen, kein bisschen kitschig wie der Titel ggf vermuten läßt. Außerdem noch „Shame“. Der hatte tolle Bilder, ziemlich abgefahrene Story. Hat mir ebenfalls gefallen. Besonders die Szene in der Fassbender durch New York joggt.

Gelesen – viel Zeitung und Blogs und insbesondere der Artikel „Die „Generation Y“: Plädoyer für eine Unruhestifterin von Tina Egolf.

Gehört – neben der neuen CD von „The Pains of Being Pure at Heart“ auch die der Vorband „Fear of Men“

Getan – die Bude so richtig aufgeräumt und Klar schiff gemacht, das lenkt vom ungewohnten Strohwitwen-Dasein ab 😉

Gegessen – heute ein ganz vorzügliches Frühstück aus Tomaten, Gurken mit etwas Feta – hmmmm.

Getrunken – viel zu viel Wein beim Isar-Picknick mit Wonnie und Freunden – aber schön wars.

Gefreut – das ich den Kanban-Workshop als Hühnchen im Korb unter lauter Techies gut überstanden habe.

Geärgert – das es dieses wunderbare Paar Espadrilles in weiß nicht mehr in meiner Größe gab.

Gelacht – über ein Baby heute das bei seiner radlfahrenden Mama auf den Rücken gebunden mitfuhr, die Arme ausgebreitet hatte und ganz doll gelacht hat.

Geplant – die David Bowie Ausstellung nächsten Sonntag in Berlin anzusehen, ich glaube ich sollte Tickets vorbuchen.

Gewünscht – das mein Step Up Camp morgen wieder richtig gut wird!

Gekauft – gar nix glaub ich. War ich ein braves Mädchen diese Woche.

Gefunden – ein paar ganz tolle Bücher im offenen Bücherschrank am Nordbad in Schwabing – happy !

(diese Auflistung bei philuko gesehen für toll befunden und übernommen – hoffe, das ist ok).

 

 

The Pains of Being Pure at Heart @Strom

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Gitarrenteppich ! Vor ich weiß nicht wie vielen Jahren dieses Wort gelesen in irgendeinem der schlauen Musikmagazine die ich manchmal vorgebe zu lesen und immer immer wollte ich es mal verwenden. Und heute ist es soweit. Denn nie war es passender. Ein phantastisch toller Abend. Nach anfänglichem Schock gleich zwei Vorbands überstehen zu müssen und das auch noch „on a schoolday“ kamen wir aus dem shoegazig krachenden Gewippe gar nicht mehr raus.

War mein erstes Konzert im Strom und ich hatte ja schon viele Horror-Szenarien gehört, aber dank des Feiertages und des halbwegs guten Wetters mußten wir nicht halb auf der Straße stehen, sondern hatten einen ganz vorzüglichen Platz und auch die zwei Vorbands haben sich als richtig gut erwiesen. Ahhhhh: Vorband 1 + Vorband 2 = Hauptband ! In unterschiedlichen Kombinationen standen die Dame(n) und Herren mal als Ablebody (ganz nett) und als Fear of Men (gigantisch) auf der Bühne. Sind auch direkt um eine Fear of Men CD reicher geworden (dankend zu Alexandra winkt) und es war wirklich ein ganz toller Konzertabend.

Das Publikum war hübsch, weil die Pains of Being Pure at Heart Fans vornehmlich in gestreifte Oberteile gekleidet sind, was mir ja immer ausgesprochen gut gefällt, gar nicht so viele Jutebeutelchen wie erwartet herumgetragen haben und die Musik einfach nur geil war. Krachende Melodien und immer auch ein klein wenig düster, zerbrechlich. Die New Yorker Musiker hatten Spaß gestern abend schien mir. Sänger Kip Berman und Keyboarderin Peggy Wang haben große Bühnenpräsenz, die anderen werkeln sympathisch im Hindergrund.

Eine tolle Band die ich mir jederzeit wieder ansehen würde.

Meine Woche

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Gesehen – den Film Never let me go“  – berührend, beklemmend, verstörend auf jeden Fall sehenswert !

Gelesen – eine Menge Kanban-Zeug diese Woche

Gehört – mein „Monthly Mixtape #3“

Getan – Mein Step Up Camp durchgeführt – und gut war es !

Gegessen – Pastasalat nach Ottolenghi – der war richtig richtig lecker und ein tolles Abendessen bei Hagurama an unserem Hochzeitstag.

Getrunken – endlich mal wieder einen Gin & Tonic

Gefreut – das es bei unserem Teamdinner draußen nicht gewittert hat

Geärgert – das es anscheinend nicht sehr intuitiv einfach ist, sich als Follower bei WordPress meinem Blog zu folgen und auch bei Facebook anscheinend die meisten meine Blog-Einträge nicht sehen. Na ja, schreib ich halt weiter einfach nur für mich 😉

Gelacht – über den Springbrunnen im OEZ. Der ist toll !

Geplant – mich schon mal mit den kommenden Berlin und Madrid Trips beschäftigt. Zumindest mental.

Gewünscht – das ich mit Wonnie „Bookish in Italy“ sein kann. Das wäre ein Traum !

Gekauft – eine Hose und drei Tshirts. Ohne Anprobieren und hat gepasst. Hurra !

Gefunden – ein riesiges Nach-Geburtstagspaket von meinen Lieblings-Hannoveranern mit diesem wunderschönen Papphocker

Geklickt – beim New Yorker ganz überraschend eine neue Kurzgeschichte von Haruki Murakami gefunden. Die mußte ich natürlich lesen.

(diese Auflistung bei philuko gesehen für toll befunden und übernommen – hoffe, das ist ok).

Das Licht zwischen den Meeren – M. L. Stedman

Stedman

Das Juni-Buch für den Buchclub. Schon an Weihnachten im Bücherregal der Schwiegermama entdeckt und umgehend ausgeliehen.

Die Diskussion im Buchclub zu „Das Licht zwischen den Meeren“ war ausgesprochen lebhaft. Wer das Buch noch lesen will, sollte den Text hier nur vorsichtig geniessen, ich verpasse gleich mal einen Spoiler-Alert. Es ist schwierig über meine Reaktion auf das Buch zu schreiben, ohne zuviel zu verraten.

Erst einmal es liest sich wirklich gut. Insbesondere die erste Hälfte des Buches vergeht wie im Flug. Es ist M. L. Stedman’s erster Roman und ursprünglich startete das Buch als Kurzgeschichte. Das merkt man meiner Meinung nach. Der zweite Teil fühlt sich stellenweise etwas zäh an. Mir ging es mit dem Roman wie gelegentlich mit Fast-Food. Im Moment schmeckt es richtig gut, aber man merkt kurz drauf, es ist nicht so wahnsinnig nachhaltig. So war das hier auch. Bei der Diskussion merkten wir, da gäbe es schon das eine oder andere das wir anders gemacht hätten.

Die Geschichte selbst ist eigentlich kurz erzählt. Ein Ehepaar lebt kurz nach dem ersten Weltkrieg auf einer Insel in einem Leuchtturm vor West-Australien. Die beiden sind sehr glücklich miteinander, aber mehrere aufeinander folgende Fehlgeburten zehren an ihren Nerven. Eines Tages wird ein Boot angespült mit einem toten Mann darin und einem gesunden kleinen Baby. Die Frau überredet ihren eigentlich sehr prinzipientreuen Mann das Kind behalten zu dürfen, sie ziehen es auf und irgendwann kommt es natürlich dazu, dass sie bei einem Besuch auf dem Festland von der Mutter des Kindes hören, die noch am Leben ist und nicht wie die beiden vermuteten ebenfalls ertrunken. Die Frau ist wahnsinnig unglücklich und Tom, der Leuchtturmwärter wird von diesem Tage an von einem unglaublich schlechten Gewissen geplagt. Sie hätte das Kind nicht behalten dürfen und sollten sie es nicht zurückgeben ?

Im Buchclub hatten die meisten großes Verständnis für Tom und auch dafür das er sich dafür entscheidet sein Gewissen zu erleichtern und die Frau wissen läßt, dass ihr Kind lebt und das obwohl er damit zumindest in Kauf genommen hat, das ihr Betrug herauskommt und sie das Kind zurückgeben müssen. Mir ging Tom eher auf die Nerven. Der war mir einfach viel zu gut und brav und prinzipientreu. Er hat sich in die lebenslustige, fröhliche Isabel verliebt, ist dann aber genervt von ihr, wenn sie durch ihre leichtlebigere Art gegen seine Prinzipien verstößt. Sein Gewissen ist ihm wichtiger als Isabel’s Lebensglück und das des Kindes.

Eine spannende Frage – was hätte ich getan ? Vermutlich hätte ich mich eher wie Isabel als wie Tom verhalten. Ich bin anscheinend einfach nicht wirklich ein guter Mensch 😉

Oh mal eine Statistik am Rande – 50% der Buchclubteilnehmerinnen (also 5 in diesem Monat) haben bei dem Buch geweint. Was meint ihr – war ich eine davon ?