Darlinghissima – Janet Flanner

Bin gestern mal wieder an das Buch erinnert worden, ich hole daher heute mal was aus dem Archiv.

Binge Reading & More

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Die Frauen der Left Bank in Paris haben mich von eh und je sehr fasziniert und Janet Flanner ganz besonders. Ich habe kürzlich ihre Kurzportraits „Legendäre Frauen und ein Mann – Transatlantische Portraits“ gelesen und ich war einfach neugierig auf die Frau hinter dem Pseudonym „Genet“, die über 50 Jahre lang regelmäßig alle zwei Wochen für den New Yorker ihren „Letter from Paris“ über aktuelle politische, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte ihres Lebens in Paris schrieb.

Flanner kam in den 20er Jahren mit ihrer Partnerin Solita Solano (was für ein Name! 😉 ) in Paris an und wurde innerhalb kürzester Zeit Mitglied des intellektuellen Künstlerkreises um Getrude Stein, Alice B. Toklas, Djuna Barnes, Natalie Clifford Barney, Romaine Brooks, die später als die „Frauen der Left Bank“ bekannt werden sollten. Was würde ich dafür geben wie im Film „Midnight in Paris“ einmal nur in dem Kreis verbringen zu dürfen. Nur zuhören und beobachten und ein Gläschen Whisky dabei trinken.

Sie war ihr lebenlang als Journalistin tätig und politisch…

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Meine Woche


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Gesehen: „The Raven“ von James McTeigue ein Thriller in dem sich ein Serien-Killer von  Edgar Allen Poes Werk inspirieren läßt und die Polizei Baltimores Poe (John Cusack) um Hilfe bittet. Sehr spannend, tolle Atmosphäre.

Gehört: „Du machst mich traurig“ ein von Mieze rezitiertes Gedicht von Else Laske-Schüler, „Running to the Edge of the World“ – Marilyn Manson, „The Alternative“ – IAMX, „Suicide“ – The Raveonettes, „This love is fucking right“ – The Pains of being Pure at Heat

Gelesen: Diese beiden Artikel aus dem Holborn Magazine über „Literary Drinks“ und „Bookish Pubs in London
und diesen Artikel im New Yorker über ein Problem, das so manche von uns haben denke ich – mehr Bücher zu kaufen, als man jemals wird lesen können

Getan: die Louise Bourgeois Ausstellung im Haus der Kunst angeschaut – unbedingt ansehen. Die ist wahnsinnig gut. Rezension folgt!

Meinen Nacken wieder einrenken lassen (aua!) und noch einen Dortmund Tagestrip eingebaut, der deutschen Frauen-National-Elf beim Einzug ins Halbfinale zugejubelt nach dem Killer-Elfmeterschiessen (ein Hoch auf Natze!) aber dann:

Gegessen: Pasta und sehr viele leckere Tomaten und Erdbeeren

Getrunken: Vino

Gefreut: über unser wunderschönes klitzekleines weißes Häuschen mit Garten und traumhafter Aussicht

Geärgert: hmm eigentlich nur über den vermutlichen Tod einer Serien-Figur. I seem to be a happy person – wenn das all meine Ärgernisse sind 😉

Gelacht: Nobody dies a virgin. In the end life fucks us all and I wonder if life smokes after it screws me.

Gefreut: über die Entscheidung des Supreme Courts in den USA

Geplant: ein paar schöne Ausflüge und Wanderungen in der Gegend zu unternehmen

Gewünscht: das Deutschland bei der Gleichstellung jetzt endlich nachzieht und diese Lederjacke

Gekauft: den Ausstellungs-Katalog zur Louise Bourgois Ausstellung

Gefunden: ein Buch „Das Echo der Zeit“ von Luke Williams

Geklickt: auf diesen Artikel über alle Bücher die bei OITNB Season 3 erwähnt wurden, auf diesen Blog „A Year of Reading the World“ – tolle Idee und auf diesen TED Talk warum Hierarchien heutzutage eigentlich überflüssig sind

Gewundert: wie brav ich im Auto bin, wenn ich ein Hörbuch habe

Das grüne Rollo – Heinrich Steinfest

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Von dem in Australien geborenen Österreicher Heinrich Steinfest ist man ja einiges gewohnt und wer seine Romane in die Hand nimmt, sollte sich auf groteskes, geistreiches Speedgeplauder gefasst machen.

Die Hauptrolle neben dem 10jährigen Protagonisten Theo spielt ein grünes Rollo, das eines Nachts pünktlich um 23.02 vor Theos Fenster erscheint. Das ist allein schon einigermassen gruselig, noch schlimmer wird es als Theo merkt, dass das Rollo ein ziemliches Eigenleben besitzt und das er nicht nur in ein fremdes Universum hineinsehen kann, sondern er auch von der anderen Seite von seltsamen Männern mit Ferngläsern beobachtet wird.

„Alle litten, die Kinder, die Eltern, die Klavierlehrerin, übrigens eine wirklich freundliche Frau, die anderes verdient hätte im Leben, als einen Krieg gegen den Talentmangel zu führen.“

„Ich fragte mich schon damals, wie es ein so dummer Mensch wie er ständig zu ausgezeichneten Noten in Mathematik brachte. Oder war es vielleicht so, dass eine gewisse Dummheit, eine bösartige Einfalt nötig waren, um in diesem Fach zu brillieren? Nirgends schien der Begriff des Fachidioten derart angebracht. Daß diese Disziplin den höchsten Stellenwert besaß, gleichermaßen geachtet wie gefürchtet, stellte eine unglaubliche Absurdität dar. Indem nämlich ausgerechnet die für die Schönheiten des Lebens blinden Spezialisten den Rest tyrannisieren durften. Kunst war unwichtig, Religion war unwichtig, Naturkunde war unwichtig, sogar Sport, der doch im Fernsehen häufig triumphierte, alles Essentielle schien unwichtig. Und so waren Deutsch und Englisch und die anderen Sprachen nur insofern von Bedeutung, als sie der Tyrannei der Mathematik nahekamen.“

Das Rollo erscheint jede Nacht zur gleichen Zeit und Theo entdeckt ein kleines Mädchen mit einem Strick um den Hals, das auf einem Laufband um sein Leben läuft. Er stürzt sich hinein ins Rollo und versucht, sie zu retten. Die Schrift im Buch wechselt zu grün, wenn Theo sich auf der anderen Seite des Rollos aufhält, ein gelungener optischer Effekt, der sofort an Michael Endes „Unendliche Geschichte“ denken lässt.

Es gelingt ihm nach einigen Abenteuern das Mädchen zu befreien und zurück in seine Welt zu bringen. Dort muß er allerdings feststellen, dass sie in seiner Realität von allen als seine kleine Schwester wahrgenommen wird, die schon immer zur Familie gehört hat. Theo entsorgt das Rollo, lässt es von einer Tante vernichten und hat wieder seine Ruhe.

Vierzig Jahre später ist Theo März Astronaut und mehrfacher Vater. Er nimmt an einem Flug zum Mars teil, erfährt, das seine kleine Schwester spurlos verschwunden ist und plötzlich ist auch das Rollo wieder da und Theo begibt sich erneut in die mysteriöse grüne Welt….

Der Roman ist nicht logisch, wer das streng erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Er ist für mich eine gekonnte Mischung aus Computerspiel, Kunstmärchen und Phantasy. Michael Ende meets Alice im Wunderland und trinken Tee mit Neil Gaiman, Parallelwelten treffen auf Existenzfragen und spannende Abenteuer rutschen auch mal ins Klischee ab. Ich habe mich wunderbar amüsiert, mich an der leisen Ironie, der teilweise absurden Vermischung von ganz normalen Begebenheiten mit plötzlich komplett paradoxen abgefahrenen Dingen erfreut, gleichzeitig aber auch das Gefühl gehabt, man hätte mehr aus dem Roman machen können.

Theos Beschreibung seiner Eltern ist stellenweise irre komisch und trifft den Zeitgeist, auch wenn da für einen zehnjährigen eine erstaunliche Weisheit herausklingt. Die Geschichte macht Spaß, aber ich hab jetzt nicht vor lauter Spannung die ganze Nacht weiterlesen müssen und ich habe auch nicht kurz nach 23.00 Uhr panisch ans Fenster geschaut, ob sich da jetzt ein Rollo entfaltet oder nicht.

Unbedingt hervorheben möchte ich aber die Gestaltung des Buches. Der Schutzumschlag ist wunderschön, das grün des Rollos findet sich auf dem Buch selbst, in der Schrift innen und sogar beim Lesebändchen wieder. Einfach perfekt!

Also dann, viel Spaß bei Eurer Reise „ins Grüne“.

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„Der Eindruck, ob jemand blöd oder gescheit sei, hänge fast immer von der Auswahl der Fragen ab. Wenn man einen Arzt zu Krankheiten befragt, wirke dieser in der Regel intelligenter als bei einem Gespräch über Scheibenbremsen. „Meine Englischlehrerin, bestätigte ich, klingt auch nur so lange klug, wie sie englisch redet.“

„Hätte es allerdings geregnet, wäre ich nicht so optimistisch gewesen. Auch mitten in der Stadt nicht. Schlechtes Wetter wirkt dämpfend, gutes dagegen verführerisch. Das würde ich noch oft im Leben feststellen.“

Das Mädchen mit den grünen Augen – Edna O’Brien

IMG_2329 Puh ok – das Buch spielt in den 50er oder 60er Jahren in Irland. OOOOOOOOOOK – aber irgendwie war es schwer für mich zu ertragen, dass Frauen jemals so derart unterwürfig und haselmäusig waren, da habe ich des Öfteren mal tief einatmen müssen. Die Protagonistin Caithleen läuft einem wesentlich älteren Typen(Eugene) hinterher, woher genau die unwahrscheinliche Anziehungskraft kommt erschließt sich mir auch nicht, da er weder gutaussehend noch sonderlich interessant oder witzig ist. Sie fangen eine Art Affäre an (nur ziemlich lange ohne den Sex Part) und, da er von Ehefrau und Kind getrennt lebt, ist das eine recht skandalöse Sache. Ihr Vater bekommt einen anonymen Brief und bugsiert sie aus dem sündhaften Dublin zurück aufs irisch-katholische Land. Er ist der klischeehafte dauerbetrunkene irische Standard-Dad, der sich dann auch überhaupt nicht weiter um sie kümmert, als sie wieder zur Hause ist.

Caithleen haut kurz darauf wieder ab, zieht bei Eugene ein und erlebt ein sehr kurzes Glück mit ihm, bevor dann alles in die Brüche geht. „Scheidung ist schlimmer als Mord“ hatte meine Tante immer gesagt – das würde ich nie vergessen; das und auch nicht die starrende Mißbilligung, die mir von allen Seiten entgegenschlug.“ Das soll alles gar nicht so vernichtend klingen, ich mochte das Buch ganz gern und Caithleen schon irgendwie auch. Sie ist für mich nur von der Art Romanheldin, die ich permanent schütteln möchte und gelegentlich ohne Abenbrot ins Bett schicken. Jesses war die anstrengend. eoin-street-art-eyes-3

Foto: ufunk.net

„Das Mädchen mit den grünen Augen“ ist der zweite Teil von Edna O’Brien’s „Country Girls Trilogy“ und dreht sich überwiegend um Caitleen, ein Mädel vom Land die mit ihrer besten Freundin Baba nach Dublin zieht. Im zeitlichen Kontext macht der Roman natürlich schon deutlich mehr Sinn und ist nicht einfach nur Vintage Chick-Lit. Zu der Zeit war es sicherlich sehr mutig, über die Beziehung eines jungen katholischen Mädchens zu schreiben, die mit einem verheirateten Mann zusammenzieht. Ein Roman mit vielen Facetten. Es ist sowohl eine „Coming-of-age-Story“ als auch eine Geschichte über Freundschaft, Beziehungen, Liebe, Schuld und Religion. Die Veröffentlichung der Trilogie 1960 hat damals für mächtige Aufregung gesorgt, heute nur noch schwer nachvollziehbar. Die irische Zensur verbot das Buch und der Priester ihrer Heimatgemeinde verbrannte öffentliche Kopien des Buches. Da wurde noch leidenschaftlich gekämpft gegen sexuelle Emanzipation und für den Katholizismus.

Ich habe „Das Mädchen mit den grünen Augen“ gerne gelesen, mir jetzt aber nicht direkt den Edna O’Brien Virus eingefangen. Ich fürchte für diesen Satz wird mich mindestens ein großer Fan jetzt auch ohne Abendbrot ins Bett schicken 😉

Ich werde versuchen, das bei nächster Gelegenheit mit einem Guinness oder einem Jamison wieder gut zu machen.

Die Welle – Stefani Kampmann

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Wahrscheinlich gibt es fast niemanden, der in Deutschland sozialisiert bzw. zur Schule gegangen ist, der das Buch von Morton Rhue nicht gelesen hat oder zumindest eine der Verfilmungen gesehen hat. Ich habe es in der Schule gelesen, bin nicht mehr sicher, ob das in der 9. oder 10. Klasse war und war damals total geschockt, beeindruckt und durchaus besorgt, die Geschichte könne sich irgendwann wiederholen.

Vor ein paar Jahren dann habe ich eher zufällig auch die Neuverfilmung der „Welle“ mit Jürgen Vogel gesehen, fand es nicht schlecht, war aber lange nicht so aufgewühlt wie beim Lesen des Buches in der Schule. Aber eigentlich waren wir beide fertig miteinander. „Die Welle“ und ich. Dachte ich zumindest.

Bis ich vor einer Weile in einem offenen Bücherschrank die Graphic Novel von Stefani Kampmann gefunden habe. Graphic Novels finde ich ohnehin spannend, kenne noch viel zu wenige und das Cover und die klaren Schwarz-Weiß-Zeichnungen haben mich sofort zugreifen lassen.

Also noch einmal auf „Die Welle“ einlassen. Die Geschichte selbst basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich 1969 in Palo Alto in den USA ereignet hat, als ein Lehrer in einem Geschichtsprojekt zum Thema 2. Weltkrieg ein Experiment startete, das den Schülern verdeutlichen sollte, wie es passieren konnte, das Millionen Menschen Hitler folgten ohne zu hinterfragen, zu widersprechen oder sich zu widersetzen.

Der Lehrer (Ben Ross) startet ein soziologisches Experiment um aufzuzeigen, wie sich faschistoide Systeme installieren lassen und es dauerte nicht lange, bis unglaublich schnell fast die gesamten Schüler und Lehrer hineingezogen wurden. Einzig Laurie Saunders und David Collins realisieren, was es mit der „Welle“ tatsächlich auf sich hat und versuchen sie aufzuhalten bevor es zu spät ist.

Stefani Kampmann’s Bilder verstärken meiner Meinung nach mit einfachen dunklen Bildkompositionen die immer bedrohlicher werdende Atmosphäre.

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Ich finde die Umsetzung von Stefani Kampmann großartig und bin gespannt auf ihre weiteren Projekte.
Hier der Trailer der Neuverfilmung mit Jürgen Vogel:

The Paris Wife – Paula McLain

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Unsere Juni Bookclub Lektüre beamt uns ins Paris der frühen 20 Jahre und beleuchtet die Zeit, die Hemingway in „A moveable Feast“ beschrieben hat, hier aus der weiblichen Perspektive seiner ersten Frau Hedley. Der blutjunge, gerade von seinen Verletzungen aus dem 1. Weltkrieg genesene Hemingway trifft in St. Louis die ein paar Jahre ältere, schüchterne Hadley Richardson.

Nach einer kurzen aber intensiven Werbe- und Balzphase heiraten die beiden und segeln schon kurze Zeit später nach Paris, wo sie nach anfänglichen Schwierigkeiten mitten ins dekadent lebendige Jazz Paris der explosiv sprunghaften trinkfesten „Lost Generation“ rund um Gertrude Stein, Alice Toklas, Ezra Pound, Scott und Zelda Fitzgerald und anderen geraten.

Die Hemingways scheinen lange die sesshaftesten und „normalsten“ zwischen all den wunderschönen Menschen, konkurrierenden Egos und leidenschaftlich Liebenden in ihrem Künstler-Freundeskreis zu sein.

McLain erzählt die bekannte Geschichte des sich quälenden unbekannten Künstlers, der eine ihn umsorgende, sich aufopfernde, ebenfalls unbekannte Frau heiratet und diese verlässt, als irgendwann aus dem unbekannten Künstler ein bekannter wird und sie nicht mehr interessant genug ist.

Auch wenn das nach Herzschmerz und Liebesschmonzette klingt und das Cover des Buches auch gefährlich danach aussieht, McLain schafft es mit ihrer ausgesprochen schönen Sprache, ein sich verfestigendes Bild zu zeichnen einer Beziehung, die nicht andauern konnte und gerade diesen Untergang der Beziehung beschreibt sie schneidend aber doch zärtlich, mit all seinen unschönen und schwierigen Phasen stets auf der Suche nach der absoluten Wahrheit.

Mir hat besonders gefallen, dass das hier eben keine Hemingway Biografie ist, sondern es sich um Hadley’s Geschichte handelt. Man spürt die tiefe Traurigkeit und auch ihre Hilflosigkeit.

“It gave me a sharp kind of sadness to think that no matter how much I loved him and tried to put him back together again, he might stay broken forever.”

Hemingway war schon bei seiner ersten Frau, wie auch bei allen anderen, stets auf der Suche nach einer vertrauensvollen Stütze, einem Menschen, der ihm die Kraft gibt, sich voll und ganz auf die Literatur zu stürzen. Als Hadley sein bis dahin komplettes literarisches Werk auf einer Zugfahrt verliert, beginnen sich für ihn erste Risse in seinem Vertrauen ihr gegenüber zu zeigen. Er brauchte uneingeschränkte Aufmerksamkeit und vollstes Vertrauen, beim geringsten Zweifel begann er sich nach der nächsten Frau umzuschauen, die ihm das bieten konnte und wollte.

“Sometimes I wish we could rub out all of our mistakes and start fresh, from the beginning,‘ I said. ‚And sometimes I think there isn’t anything to us but our mistakes.”

Hier ein Audio Clip in dem Hadley selbst über die verlorenen Manuskripte spricht:

Ich glaube, dass das einfach der Preis war, den Hemingway bereit war für seinen schriftstellerischen Erfolg zu zahlen und hat dafür die Frauen geopfert, wenn sie ihn nicht mehr unterstützen konnten oder wollten. Ich glaube nicht, dass er das böswillig getan hat, er war großzügig, insbesondere auch Hadley gegenüber, die sich nach der Scheidung nie mehr wiedergesehen haben, aber zumindest telefonisch in Kontakt blieben.

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Hemingway hat letzendlich einen hohen Preis gezahlt für seinen Erfolg, unglückliche Beziehungen, Süchte, Selbstmorde findet man ohne Ende in seiner Familie. Wer Hemingway und das Paris der 20er Jahre etwas besser verstehen will, dem kann ich „The Paris Wife“ nur empfehlen.

“He was such an enigma, really – fierce and strong and weak and cruel. An incomparable friend and a son of a bitch. In the end, there wasn’t one thing about him that was truer than the rest. It was all true.”

“Not everyone out in a storm wants to be saved”

Habe das Buch vor ein paar Jahren bereits als Hörbuch auf unserem Rucksack-Trip durch Laos gehört, Carrington MacDuffie war großartig und es war ein seltsames, aber spanenndes Gefühl gleichzeitig in Paris und in Luang Prabang zu sein.

Noch mehr 20er Jahre Feeling beschert im Übrigen Woody Allen’s „Midnight in Paris“, den man sich begleitend zum Buch unbedingt anschauen sollte.